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Geldüberweisung ins Ausland: Alles Wichtige im Überblick

Jeannine Klein
Jeannine Klein März 2021 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Für den Geldtransfer innerhalb der EU wird die SEPA-Überweisung genutzt. Das SEPA-Verfahren hat dazu beigetragen, dass Überweisungen ins Ausland europaweit mittlerweile unkompliziert funktionieren. Für eine Geldüberweisung in das außereuropäische Ausland gelten allerdings andere Regelungen. Ein weiterer Unterschied wird in den Kosten für Geldüberweisungen ins Ausland deutlich. Wie funktionieren Auslandsüberweisungen, welche Gebühren entstehen und welche Alternativen stehen Dir zur Verfügung, um Geld kostengünstig in das europäische und außereuropäische Ausland zu überweisen?

Geldüberweisung: Geld in das europäische Ausland senden

Seit 2014 werden EU-Überweisungen ausschließlich über das SEPA-Verfahren abgewickelt. Kunden profitieren von günstigeren Preisen und einer schnellen Geldüberweisung unabhängig von ihrem Wohn- oder Standort. Auslandsüberweisungen werden innerhalb der EU im Laufe eines Geschäftstages abgewickelt. Neben den EU-Mitgliedern nehmen weitere Staaten wie die Schweiz und Monaco am SEPA-Verfahren teil. Die SEPA-Überweisung ins Ausland darf nicht mehr kosten als eine innerstaatliche Geldüberweisung. Die tatsächlichen Kosten für SEPA-Überweisungen in das europäische Ausland hängen allerdings von den individuellen Konditionen Deiner Bank ab.

SEPA-Überweisungen können ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Voraussetzung für eine Auslandsüberweisung per SEPA ist, dass sowohl Sender als auch Empfänger ein Bankkonto bei einem Finanzinstitut innerhalb der EU oder des Europäischen Währungsraums (EWR) besitzen. Um Geld auf ein Konto im europäischen Ausland zu überweisen, benötigst Du neben dem Vor- und Nachnamen des Zahlungsempfängers lediglich seine IBAN.

  • Die IBAN (International Bank Account Number) ersetzt im SEPA-Verfahren die Kontonummer. Sie besteht aus insgesamt 20 Zahlen: der Kennzahl des jeweiligen Landes, der Bankleitzahl sowie der Kontonummer.

Wann fallen SEPA-Gebühren für eine Geldüberweisung ins Ausland an?

Bei Geldüberweisungen in Länder, die am SEPA-Verfahren teilnehmen, fallen keine Gebühren an. Wer Auslandsüberweisungen in Länder wie die Schweiz oder Monaco tätigt, muss sich gegebenenfalls auf höhere Gebühren einstellen. Diese werden je nach geltender Entgeltregelung entweder von der eigenen Bank oder aber vom Kreditinstitut des Empfängers erhoben. Es können Fremdwährungsgebühren anfallen, da die Überweisung in einer fremden Währung möglicherweise als Devisengeschäft gesehen wird. Damit können Gebühren für den Ankauf und den Verkauf von Devisen entstehen.

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Darüber hinaus ist es auch möglich, dass Du Überweisungsgebühren zahlen musst. Diese liegen in der Regel bei fünf bis zehn Prozent der überwiesenen Summe. Die Angaben auf dem Überweisungsträger solltest Du sorgfältig prüfen. Fehlerhafte Angaben führen zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand, wodurch Banken berechtigt sind, weitere Gebühren zu erheben.

Auslandsüberweisung: Geld in das außereuropäische Ausland senden

Sind Fremdwährungen im Spiel oder befindet sich der Empfänger in Drittstaaten, nutzt Du die Auslandsüberweisung. Welche Daten benötigst Du für die Geldüberweisung ins außereuropäische Ausland?

  • Den vollständigen Namen des Empfängers
  • Gegebenenfalls seine Anschrift
  • Die IBAN oder eine Kontonummer des Zahlungsempfängers
  • Die Internationale Bankleitzahl (BIC) der Bank des Empfängers

BIC (Business Identifier Code)

Der BIC (Business Identifier Code) entstand auf Betreiben der SWIFT, der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, um den internationalen Zahlungsverkehr bzw. die internationale Überweisung zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Man spricht daher auch von einer SWIFT-Überweisung. Der BIC oder auch SWIFT-Code besteht aus elf bis zwölf Stellen und setzt sich aus dem Kürzel für die Bank, dem Länderkürzel und einer Buchstabenkombination der Filiale zusammen.

Bevor Du eine solche Auslandsüberweisung abschließt, überprüfe die Angaben sorgfältig: Bei falschen Angaben kann die Bank das Geld nicht zurückbuchen. Hast Du eine existierende IBAN und BIC eingegeben, überprüft die Bank nicht zusätzlich, ob Zahlungsempfänger und Kontoinhaber identisch sind. Ist das Geld also einmal auf ein falsches Konto im Ausland überwiesen worden, musst Du selbst Kontakt zum Empfänger aufnehmen und ihn um die Rückzahlung des Betrags bitten. Nur wenn die Auslandsüberweisung keinem Konto zugewiesen werden kann, wird das Geld wieder zurückgebucht.

Wer eine Geldüberweisung in das europäische Ausland nicht online tätigen möchte, erhält ein Formular für die Auslandsüberweisung bei seiner Bank.

Welche Alternativen gibt es, Geld ins Ausland zu überweisen?

Ob Banküberweisungen, Onlineservices oder PayPal – viele Anbieter versprechen einfache Transfermöglichkeiten, mit denen Dein Geld sicher auf Konten in anderen Ländern ankommt. Dies sind die gängigsten Optionen.

Der Klassiker: Geld ins Ausland überweisen per Banküberweisung

Sowohl in Deutschland als auch im Ausland kannst Du über die eigene Bank Geld überweisen. Diese Methode ist einerseits beliebt, da sie zuverlässig und sicher ist. Andererseits machen die anfallenden Gebühren sie für viele zur unattraktivsten Option. Neben den klassischen Überweisungsgebühren können weitere Kosten für die Auslandsüberweisung anfallen:

  • Wechselkurs: Behalte bei Geldüberweisungen ins Ausland den Wechselkurs im Blick, da dieser sich ständig ändert. Darüber hinaus kann der Kurs von Bank zu Bank variieren.
  • Swift-Gebühren: Die anfallende Gebühr für diesen Dienst wird von den Banken an ihre Kunden weitergereicht.
  • Kosten für das Wechseln: Viele Banken lassen sich das Wechseln von Geld bei Auslandsüberweisungen als Leistung bezahlen. Wer direkt in Euro überweist, kann den Gebühren bei Geldüberweisungen ins Ausland der eigenen Bank entgehen, sollte jedoch damit rechnen, dass die Empfänger-Bank Gebühren erhebt.

Wie lange dauert eine Geldüberweisung ins Ausland?

Die Dauer, bis das Geld bei Auslandsüberweisungen auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben wird, beträgt drei bis sechs Tage. Sie ist daher nicht der schnellste Weg, Geld ins Ausland zu überweisen. Bei eiligen Anweisungen empfiehlt es sich daher, auf andere Möglichkeiten zurückzugreifen.

Wer trägt die Kosten bei Geldüberweisungen ins Ausland?

Bei Geldüberweisungen ins Ausland fallen Kosten für die Transaktion an. Wer die Kosten trägt, hängt von drei unterschiedlichen Entgeltregelungen für Auslandsüberweisungen ab:

  • OUR – Our Customer Charged: Hier bezahlt der überweisende Kunde die Kosten für die Auslandsüberweisung meist per Vorkasse.
  • BEN – Beneficiary Pays Costs: Derjenige, dem das Geld überwiesen wird, übernimmt die anfallenden Kosten für die Auslandsüberweisung. Diese werden von der überwiesenen Summe abgezogen.
  • SHARE: Die Kosten der Geldüberweisungen ins Ausland werden zwischen den Beteiligten aufgeteilt. Viele Banken nutzen diese Variante als Überweisungsstandard.
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Geldtransferdienste für Auslandsüberweisungen

Dieser Service eignet sich für alle, die kein Girokonto haben. Western Union, MoneyGram und andere Dienstleister ermöglichen es Dir, Geld innerhalb weniger Sekunden an jeden beliebigen Ort im Ausland per Geldtransfer zu schicken.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Geld über Deine Kreditkarte oder Girocard einzuzahlen und ins Ausland zu überweisen. Zahlst Du per Kreditkarte, ist das Geld innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger. Bei der Auslandsüberweisung dauert der Prozess ein paar Tage länger.

Was diese Dienste für viele Kunden so attraktiv macht, ist die Möglichkeit, Geld bar einzuzahlen – und dementsprechend auch bar ausgezahlt zu bekommen. Beides ist vor Ort in der Filiale des jeweiligen Unternehmens möglich. Um das Geld abzuholen, muss der Empfänger lediglich seine Identität nachweisen.

Ein Anbietervergleich lohnt sich. Wie bei der Banküberweisung musst Du auch hier mit Gebühren rechnen, die bei einem überwiesenen Betrag von 1.000 Euro bis zu 80 Euro betragen kann. Welcher Dienstleister sich am besten eignet, hängt nicht zuletzt auch von der Währung ab.

Geld ins Ausland überweisen mit Online-Bezahldienst PayPal

Der Bezahldienst PayPal wird häufig gerne bei Onlinekäufen benutzt. Besitzt der Empfänger ein PayPal-Konto, kann er ohne seine Daten erneut anzugeben, schnell und einfach Geld überweisen. PayPal überzeugt darüber hinaus mit seiner Schnelligkeit. Die Höhe der Gebühren bei Auslandsüberweisungen hängt vom Grund der Überweisung, der überweisenden Person, dem Land von Sender und Empfänger und der Höhe des Überweisungsbetrages ab. Bei grenzüberschreitenden geschäftlichen Zahlungen beispielsweise fällt die sogenannte Grenzüberschreitungsgebühr an, die nach der Ländergruppe des Zahlenden bestimmt wird. Darüber hinaus fallen Wechselkursgebühren an, wenn in einer anderen Währung als dem Euro gezahlt wird. Hier können unter Umständen hohe Gebühren für Überweisungen ins Ausland anfallen.

AWV-Meldepflicht für Auslandüberweisungen: Wie viel Geld darfst Du ins Ausland überweisen?

Auslandsüberweisungen in Euro sowie in Fremdwährungen unterliegen gemäß § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG) in Verbindung mit §§ 67 ff. Außenwirtschaftsverordnung (AWV) ab einem Betrag von 12.500 Euro oder den Gegenwert in anderer Währung nicht übersteigen der AWV-Meldepflicht. Sowohl eingehende Zahlungen aus dem Ausland sowie wie ausgehende Überweisungen in das Ausland sind meldepflichtig.

Ausgenommen von der Meldepflicht bei Auslandsüberweisungen sind Aus- und Rückzahlungen von Krediten und Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit bis zu 12 Monaten. Bei Zahlungen für Wareneinfuhren und Ausfuhrerlöse entfällt die Meldepflicht ebenfalls.

Die Meldung muss bis zum 7. Kalendertag des nachfolgenden Monats nach Eingang der Deutschen Bundesbank gemeldet werden. Diese Meldepflicht gilt für Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen, Geldinstitute und öffentliche Stellen in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Meldung erfolgt in elektronischer Form auf der Website der Deutschen Bundesbank. Unternehmen benötigen eine Meldenummer, Privatpersonen können ihre Zahlungen über eine kostenlose Hotline melden.

Auslandsüberweisung einfach online tätigen mit Penta

Bevor Du Dich für eine Methode, Geld ins Ausland zu überweisen, entscheidest, informiere Dich genau über die anfallenden Gebühren. Für problemlose Auslandsüberweisungen in die USA, nach China oder andere Länder empfehlen wir Dir das Online Geschäftskonto von Penta. Damit tätigst Du Deine SEPA-Überweisungen in das europäische Ausland online. Ein weiterer Vorteil: Du zahlst bei Penta durchschnittlich zehnmal weniger Gebühren für Auslandsüberweisungen als bei traditionellen Banken – ohne versteckte Kosten. Geldüberweisungen ins Ausland lassen sich zudem einfach verfolgen, sodass Du stets den Überblick behältst, welche Gelder Du in das Ausland transferiert hast.

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