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Bonitätsprüfung: So wird die Kreditwürdigkeit überprüft

Yasmin
Yasmin Mai 2021 13 Min

Inhaltsverzeichnis

Für Dich als Unternehmer spielt die Bonität eine besonders wichtige Rolle. Zum einen wird Deine eigene Kreditwürdigkeit überprüft, wenn Du ein Geschäftskonto eröffnest, einen Kredit bei Deiner beantragst oder als Geschäftskunde Waren oder Material bei anderen Unternehmen bestellst. Zum anderen ist die Bonitätsprüfung entscheidend für die Einschätzung, ob potenzielle Kunden in der Lage sind, erbrachte Leistungen oder gelieferte Produkte zu bezahlen.

Was ist eine Bonitätsprüfung?

Im Rahmen der Bonitätsprüfung wird die Kreditwürdigkeit eines Vertragspartners ermittelt. Vertragspartner können dabei Personen, Unternehmen, aber auch Staaten sein. Bei der Bonitätsprüfung geht es sowohl um die wirtschaftliche Zahlungsfähigkeit als auch den Zahlungswillen der Vertragspartner. Mithilfe der Bonitätsprüfung kannst Du die Wahrscheinlichkeit abschätzen, ob ein potenzieller Kunde seine offenen Rechnungen begleichen kann und auch begleichen will. Stellt sich heraus, dass ein Vertragspartner nicht kreditwürdig ist, hast Du das Recht, einen Auftrag oder eine Bestellung abzulehnen. So schützt Du Dich vor Zahlungsausfällen. Du könntest die Bonitätsprüfung quasi als eine Art Versicherung betrachten.

Andererseits gibt es Gründe, die einen negativen Einfluss auf die Bonitätsprüfung haben. Da bei der Bonitätsprüfung lediglich die Wahrscheinlichkeit berechnet wird, liefert Dir das Ergebnis keine hundertprozentige Sicherheit. Es kann also auch passieren, dass Du einen zahlungsfähigen und zahlungswilligen Kunden ablehnst. 

Wer verlangt eine Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss?

Grundsätzlich dürfen alle Unternehmen die Bonitätsprüfung vornehmen. Voraussetzung ist, dass ein berechtigtes Interesse besteht oder die Einwilligung des Verbrauchers vorliegt. 

Ein berechtigtes Interesse liegt beispielsweise bei einem Kauf auf Rechnung, bei einem Kreditantrag, einem Mietvertrag oder beim Abschluss eines Vertrages, der länger besteht wie der Handy- oder Internetvertrag vor. Als Unternehmer gehst Du bei Vertragsschluss ein kreditorisches und wirtschaftliches Risiko ein. Zwar bist Du nicht dazu verpflichtet, Deine Vertragspartner oder Kunden zu überprüfen. Insbesondere bei Verträgen über hohe Summen oder lange Laufzeiten ist es allerdings ratsam, die Bonitätsprüfung durchzuführen, um das Risiko eines Zahlungsausfalls zu reduzieren.

Insbesondere beim Abschluss von Onlineverträgen erfolgt automatisch eine Bonitätsprüfung. Damit dieses Vorgehen zulässig ist, muss der Verbraucher zuvor seine Zustimmung zu einer entsprechenden Vertragsklausel erteilen. Verweigert er die Zustimmung, kommt der Kauf nicht zustande. 

Laufende Prüfung der Kreditwürdigkeit

Bei Krediten oder Emissionen findet die Prüfung der Bonität von Personen oder Unternehmen wird nicht nur vor Vertragsabschluss, sondern auch während der Vertragslaufzeit statt, um regelmäßig zu überprüfen, ob und in welchem Maße sich die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls erhöht. 

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Wer führt die Bonitätsprüfung durch? 

Bei Bestandskunden liegen Unternehmen die benötigten Informationen häufig bereits intern vor. In diesem Fall wird ein interner Score-Wert auf Basis der Erfahrungen und eigener Unternehmensdaten für den Vertragspartner berechnet.

Bei Neukunden unterstützen Auskunfteien die Unternehmen und ermitteln auf Grundlage der entsprechenden Daten einen externen Score-Wert. Zu den bekanntesten Auskunfteien in Deutschland zählen beispielsweise:

  • Schufa Holding AG
  • Creditreform Boniversum GmbH
  • CRIFBÜRGEL
  • infoscore Consumer Data GmbH

Die notwendigen Daten erhalten sie aus öffentlichen Quellen wie dem Handelsregister, dem Bundesanzeiger oder dem Schuldnerverzeichnis der Amtsgerichte sowie von ihren Vertragspartnern.

Bonviversum liefert Unternehmen zuverlässige Bonitätsprüfungen von Privatpersonen und bietet zusätzliche Leistungen zur Optimierung der Risikosteuerung durch Zahlungsausfälle an. CRIFBÜRGEL unterstützt Finanzdienstleister und Unternehmen wie Versandhändler und Onlineshops bei der Marktanalyse, Risikobewertung, Betrugsprävention und Forderungsmanagement sowie in den Bereichen Compliance, Digitalisierung, Open Banking und Kundenkontakt-Management. Infoscore verfügt über Zahlungsinformationen von knapp acht Millionen Menschen und ist damit nach eigenen Angaben die zweitgrößte Konsumenten-Auskunftei in Deutschland.

Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa)

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) gilt als die führende Auskunftei in Deutschland. Sie verfügt über Kredit-relevante Informationen zu natürlichen Personen und Unternehmen. Die Daten bezieht aus einem Netzwerk aus:

  • Banken und Sparkassen
  • Kreditkartenorganisationen
  • Unternehmen im stationären oder Onlinehandel
  • Telekommunikationsgesellschaften
  • Energieversorgern 
  • Inkassounternehmen
  • und vielen mehr

Gibt es einen Unterschied zwischen der Bonitätsprüfung von natürlichen und juristischen Personen?

Der Prozess für die Bonitätsprüfung von Unternehmen unterschiedet sich nicht wesentlich von der Bonitätsprüfung bei Privatpersonen. Kleine und mittlerer Unternehmen (KMU) werden ebenfalls von Auskunfteien geprüft. Bei großen, meist börsennotierten Unternehmen wird die Prüfung durch Ratingagenturen vorgenommen. Zu diesen unabhängigen Agenturen zählen beispielsweise Standard & Poors und Moody’s. Sie ermitteln die Bonität eines Unternehmens anhand des sogenannten Investment Grade: ein hohes Rating liegt innerhalb des Investment Grade, ein niedrigeres Rating wird als Non-Investment Grade bezeichnet.

Neben persönlichen Daten der Gesellschafter werden zusätzliche Informationen beispielsweise über die Branche, die Firmenhistorie, Tochtergesellschaften und Beteiligungen, Bilanzen und Insolvenzen zur Bewertung hinzugezogen. 

Kleinkredite, mehrere Mobilfunkverträge für Mitarbeiter oder mehrere Geschäftskonten vermitteln schnell einen negativen Eindruck über die Bonität von Start-ups oder Kleinbetrieben. Daher wird für Unternehmen auch ein branchenspezifischer Score erstellt, um eine realistische Einschätzung der Bonität von Unternehmen vornehmen zu können. 

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Was wird bei der Bonitätsprüfung geprüft?

Die Grundlage der Bonitätsprüfung bilden die rechtlichen, persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kunden oder Kreditnehmers. Man spricht hier von der Prüfung der Kreditfähigkeit und der Prüfung der Kreditwürdigkeit

Bei Privatpersonen werden dabei folgende persönliche Daten geprüft:

  • Name
  • aktuelle sowie frühere Anschriften inklusive des Einzugsdatums
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht

Informationen über Einkommen, Vermögen, Arbeitgeber oder Familienstand von Privatpersonen dürfen nicht erhoben werden.

Anhand der kreditrelevanten Daten erkennen Auskunfteien, ob ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachkommt. Zu den kreditrelevanten Daten oder der Zahlungshistorie zählen sowohl Positiv- als auch Negativeinträge wie:

  • Angaben zu Kontoeröffnungen, laufenden Verträgen und Krediten
  • Informationen zu Mahn- oder Inkassoverfahren 
  • eidesstattlichen Versicherungen oder Insolvenzen
  • offene sowie bereits erledigte Forderungen

Bei Unternehmen werden zudem die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifische Bedingungen analysiert, um auch das zukünftige Zahlungspotenzial zu bestimmen. Bei Kapitalgesellschaften wie der AGUG oder GmbH ist die persönliche Bonitätsprüfung der einzelnen Gesellschafter in der Regel nicht relevant, da die Unternehmen als juristische Personen ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen haften.

Welche Unterlagen benötigst Du für die Bonitätsprüfung?

Für die Bonitätsprüfung als Privatperson benötigst Du die folgenden Unterlagen:

  • Deinen Personalausweis bzw. ein Ausweisdokument für Deine persönlichen Angaben und um Deine Identität zu bestätigen.
  • Bei Angestellten: Deine Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate und den Nachweis über ein bestehendes Arbeitsverhältnis.
  • Bei Selbstständigen: einen Einkommensnachweis oder Deine Steuererklärung.
  • Nachweise über weitere Einnahmen und Vermögenswerte wie Immobilien, Bankguthaben, Aktien oder Versicherungspolicen.
  • Nachweise über regelmäßige Zahlungsverpflichtungen wie Miete, Unterhalt oder Kredite.

Für die Bonitätsprüfung als Unternehmer musst Du zusätzlich Unterlagen wie die Gewinn-und-Verlustrechnung (GuV), eine betriebswirtschaftliche Auswertung, Steuernachweise oder einen Businessplan vorlegen.

Was kostet die Bonitätsprüfung?

Als Unternehmer wirst Du vermutlich bei jedem Neukunden zunächst eine Bonitätsprüfung durchführen, um sicherzugehen, dass Du nicht auf offenen Forderungen sitzen bleibst. Die verschiedenen Auskunfteien bieten Unternehmen daher die im Rahmen von kostenpflichtigen Vertragspartnerschaften oder Mitgliedschaften Zugriff auf ihre Daten sowie weitere Vertragsleistungen. 

Wie lange dauert die Bonitätsprüfung?

Die kostenlose Selbstauskunft erhältst Du bei Wirtschaftsauskunfteien wie Infoscore, Creditreform oder der Schufa in der Regel innerhalb von vier Wochen. Wesentlich schneller geht es, wenn Du eine kostenpflichtige Selbstauskunft einholt. Hier bekommst Du das Ergebnis meist innerhalb weniger Tage. 

Willst Du als Unternehmer eine elektronische Bonitätsprüfung für einen Vertragspartner durchführen, erhältst Du bei einer Mitgliedschaft bei einer der Auskunfteien in Sekundenschnelle eine Information über die Kreditwürdigkeit Deines Vertragspartners.

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Wie wird die Bonität berechnet?

Das Geschäftsmodell von Auskunfteien besteht darin, die oben genannten Merkmale von natürlichen oder juristischen Personen auszuwerten. Auf dieser Basis wird für einen Schuldner ein Rating oder ein Score ermittelt, der als Kennziffer für die Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens dient. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein Geschäftskonto eröffnen kannst, ein Kreditinstitut Dir einen Kredit bewilligt oder andere Dienstleister Verträge mit Dir schließen, steigt mit der Höhe des Wertes: Je höher der Score, desto besser ist Deine Kreditwürdigkeit.

Die Scoring- oder Rating-Verfahren gelten als schützenswertes Geschäftsgeheimnis der Auskunfteien. Entsprechend sind sie nicht verpflichtet, die genauen Berechnungsformeln offen zu legen. Wie diese Werte genau berechnet werden, ist daher nicht bekannt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Verfahren zur Berechnung der Bonität den Anforderungen den Richtlinien des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) entsprechen (vgl. § 28 BDSG Datenverarbeitung zu im öffentlichen Interesse liegenden Archivzwecken). Zudem muss der Berechnung ein wissenschaftlich anerkanntes mathematisch statistisches Verfahren zugrunde liegen. 

Ob Auskunfteien alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllen, kontrollieren die zuständigen Datenschutzbehörden. Hierzu zählen beispielsweise die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer.

Was sagt der Score-Wert über die Bonität aus?

Der Bonitätsscore ist eine Kennziffer, mit der die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zahlungsausfälle ermittelt wird. Je höher dieser Wer ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde oder Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Bei einer negativen Bonität ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend hoch, dass den Zahlungsforderungen nicht nachgekommen werden kann. In diesem Fall steht es Unternehmen frei, einen Auftrag abzulehnen. Insbesondere bei Verträgen mit längeren Laufzeiten wie einem Handyvertrag oder einem Mietvertrag führt ein negativer Score häufig zu einer Ablehnung. Wie hoch der Score sein muss, damit ein Vertrag zustande kommt, kann nicht pauschal festgelegt werden. Das liegt unter anderem daran, dass den Werten der unterschiedlichen Auskunfteien unterschiedliche Arten der Berechnung zugrunde liegen. 

Bei der Beantragung eines Kredits kommt dem Score zusätzliche Bedeutung zu. Er entscheidet zum einen darüber, ob die Bank einem Kunden oder einem Unternehmen überhaupt einen Kredit gewährt. Zum anderen bestimmt er, zu welchen Konditionen der Kredit vergeben wird. Hier gilt: Je höher der Score ist, desto bessere Konditionen werden von den Banken angeboten. 

Gründe für eine negative Bonität

Obwohl das Verfahren zur Ermittlung der Bonität nicht bekannt ist, haben Privatpersonen und Verbraucher Möglichkeiten, um ihren Score oder ihr Rating zu verbessern.

Positiv bewertet werden:

  • langfristige Vertragsbeziehungen 
  • die pünktliche und fristgerechte Begleichung von Rechnungen
  • pünktliches Abbezahlen von Krediten und Leasing-Verträgen

Negativ bewertet werden:

  • häufige Vertragswechsel
  • schlechte Zahlungsmoral
  • ein überzogener Dispo oder Kontokorrentkredit 
  • der Besitz mehrerer Kreditkarten, Girokonten und Geschäftskonten 

Wie kannst Du Deine Chancen bei der Bonitätsprüfung verbessern? 

Du kannst Deinen Score beeinflussen, in dem Du überflüssige Konten auflöst und überflüssige Kreditkarten kündigst, Zahlungsausfälle vermeidest und Deine Rechnungen fristgerecht begleichst und Deinen Dispo oder Kontokorrentkredit nicht überziehst. 

Wie kannst Du Deine eigene Bonität prüfen?

Willst Du Deine eigene Bonität überprüfen, hast Du die Möglichkeit, eine kostenlose Selbstauskunft bei den Auskunfteien einzuholen. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) räumt Verbrauchern das Recht ein, in angemessenen Abständen mehrmals im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft über die eigene Person einzuholen.

Auskunft online einholen

Im Zeitalter der Digitalisierung kannst Du die Bonitätsprüfung auch online durchführen. Einer der Anbieter, bei dem Du kostenlos Deine Kreditwürdigkeit überprüfen kannst, ist Score Kompass. Dazu musst Du Dich auf der Website registrieren. Nach Deinem Log-in gibst Du Deine relevanten Daten ein und erhältst sofort Deinen Score. Dabei garantiert Dir Score Kompass die Sicherheit Deiner Daten, die ausschließlich über sichere, verschlüsselte TLS-Verbindungen übertragen und nicht zu Werbezwecken an Dritte weitergeben werden.

Tipp: Eintrag regelmäßig überprüfen

Gerade für Unternehmer kann ein negativer Score schnell schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es ratsam, Deinen Score regelmäßig zu überprüfen. Verbraucher und Unternehmen haben grundsätzlich das Recht auf die Richtigstellung falscher Daten in ihrem Profil. Dabei ist es äußerst wichtig, sofort Einspruch einzulegen, um falsche Angaben umgehend korrigieren oder Informationen nach Ablauf bestimmter Fristen löschen zu lassen.

Die Schufa beispielsweise speichert die Daten in der Regel für drei Jahre. Beim ersten negativen Eintrag hast Du das Recht auf die sofortige Lösung, wenn Du den fälligen Betrag innerhalb von sechs Wochen begleichst. Beträge unter 1.000 Euro, die bereits beglichen wurden, werden innerhalb eines Monats wieder gelöscht. Für Beträge unter 200 Euro kannst Du zudem ein Sonderrecht in Anspruch nehmen, um diese Einträge vorzeitig löschen zu lassen. Die Restschuldbefreiung bei angemeldeten Privatinsolvenzen beträgt zwischen drei bis sechs Jahren. Die entsprechenden Daten werden noch bis zu vier Jahren nach Ende der Insolvenz gespeichert. 

Was ist ein Bonitätsnachweis?

Der Bonitätsnachweis enthält neben persönlichen Daten zu Deiner Person wie Deinen Namen, Geburtstag und Deine Anschrift, auch Informationen zu Deiner Kreditwürdigkeit und Einträge zu Deinem bisherigen Zahlungsverhalten. Du bekommst den Nachweis, der häufig beim Hauskauf oder für einen Mietvertrag benötigt wird, direkt bei den Auskunfteien.

In welchen Zusammenhang stehen Bonitätsprüfungen und Kreditanfragen?

Banken gehen bei der Kreditvergabe ein hohes finanzielles Risiko ein. Entsprechend führen Sie vor der Kreditvergabe eine sorgfältige Bonitätsprüfung bei Privat- und Unternehmenskunden durch. Die Bank überprüft die Kreditwürdigkeit eines Kunden anhand von Einkommensnachweisen, Kontoauszügen und Kontobewegungen, der fristgerechten Rückzahlung von Krediten oder Leasingverträgen sowie der Anzahl der Kreditkarten und den Kreditkartenbewegungen. Darüber hinaus verschafft sie sich mithilfe der Auskunfteien einen Überblick über das Zahlungsverhalten. Das Ergebnis der Prüfung hat zum einen Einfluss auf die Kreditvergabe: Mit einem negativen Score ist es kaum möglich, Geld von der Bank zu erhalten, ein privates Girokonto oder ein Geschäftskonto zu eröffnen. Darüber hinaus hat der Score aber auch Einfluss auf die Konditionen, zu denen die Bank einem Kunden einen Kredit anbietet. Je höher das Ausfallrisiko eingeschätzt wird, desto höher fallen die Zinsen für einen Kredit aus. 

Verträge ohne Bonitätsprüfung abschließen

In Deutschland arbeiten die Banken grundsätzlich mit den Auskunftei zusammen. Entsprechend ist es hier nicht möglich, einen Kredit ohne Schufa-Auskunft und Bonitätsprüfung zu beantragen, ein Konto zu eröffnen oder langfristige Verträge abzuschließen.

Bei einer negativen Bonitätsprüfung bist Du für Banken und Handelsunternehmen nicht kreditwürdig. Einen Kredit zu erhalten, ein Geschäftskonto zu eröffnen, Deinen Kontokorrentkredit zu erhöhen, Leasingverträge abzuschließen, Waren auf Rechnung zu bestellen, Ratenzahlung zu vereinbaren oder Mietverträge für Gewerbeimmobilien abzuschließen, wird damit nahezu unmöglich. Selbst ausländische Banken überprüfen zumindest die Höhe des Einkommens und verlangen einen Nachweis über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis von Kreditnehmern. Wird ein solcher Kredit gewährt, ist er meist mit höheren Zinsen und mangelnder Flexibilität bei der Kreditsumme und der Laufzeit verbunden.

Eine gute Alternative, um ein Geschäftskonto trotz negativer Bonitätsprüfung zu eröffnen, sind Geschäftskonten auf Guthabenbasis wie das schufafreie Online Geschäftskonto von Penta. Das Gleiche gilt für Kreditkarten mit Verfügungsrahmen. Ohne Bonitätsprüfung sind virtuelle Kreditkarten, die genau wie Prepaid-Kreditkarten über keinen Kreditrahmen verfügen, sondern guthabenbasiert funktionieren, eine Alternative.

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