Erhalte 60€ für jedes Unternehmen, das Du für Penta wirbst.
Prämie sichern
Mehr

Corporate Social Responsibility (CSR): Ein Überblick zu ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Verantwortung

Dorothea Klein
Dorothea Klein Februar 2021 6 Min

Inhaltsverzeichnis

Längst ist klar, dass auch für Unternehmen der Weg in die Zukunft über eine nachhaltige Denkweise führt. Gerade kleine und mittelständische Firmen, die familien- oder inhabergeführt sind, denken oft langfristiger und könnten hier im Vorteil sein. Denn im Sinne der Nachhaltigkeit sind nicht nur rein ökonomische Gesichtspunkte entscheidend: Nur wer in seinen Entscheidungen auch Soziales und Ökologisches berücksichtigt, kann seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. In diesem Zusammenhang ist häufiger von CSR die Rede. Finde in diesem Artikel heraus, welche Maßnahmen in Deinem Unternehmen möglich sind – und lasse Dich davon überzeugen, dass Corporate Social Responsibility nur halb so kompliziert ist, wie es klingt.

Definition: Was ist Corporate Social Responsibility? 

Die Europäische Kommission definiert Corporate Social Responsibility als „Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“. Diese zeichnet sich vor allem durch folgende Merkmale aus:

  1. Sie bezieht sich vor allem auf soziale und ökologische Gesichtspunkte.
  2. Maßnahmen sollen der Gesellschaft dienen und sind freiwillig. Mit ihnen leistest Du als Unternehmer mehr, als gesetzlich gefordert ist.
  3. Die Geschäftstätigkeit Deines Unternehmens muss dabei im Fokus stehen. Reine Wohltätigkeit kann zwar ein Baustein bei der Wahrnehmung Deiner CSR sein, ist aber nicht der entscheidende Teil. Stattdessen geht es darum, Deine gesellschaftliche Verantwortung direkt bei unternehmerischen Entscheidungen mit einzubeziehen. 

Business Banking für jede Unternehmensgröße

Wo Dein Unternehmen Verantwortung übernehmen kann

Du möchtest der Corporate Social Responsibility als Unternehmer gerecht werden, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Keine Sorge, eine pauschale Antwort darauf gibt es ohnehin nicht. Auch wenn die Umsetzung von Unternehmen zu Unternehmen anders aussieht, unterscheidet man in der Regel zwischen innerem, mittlerem und äußerem Verantwortungsbereich

Innerer Verantwortungsbereich 

Hier geht es darum, die gesellschaftliche Verantwortung im Kerngeschäft wahrzunehmen. Im Mittelpunkt stehen faire Geschäftspraktiken und das Befolgen von Gesetzen. 

Du fragst Dich, was die Einhaltung von Gesetzen mit Freiwilligkeit zu tun hat? Hier ist zum Beispiel von der Produktion in Staaten die Rede, wo Gesetze zum Arbeitnehmerschutz kaum überprüft oder Verstöße sogar toleriert werden, um den Standort für Unternehmen lukrativer zu machen. Verantwortung bedeutet hier, sich auch dann noch an geltende Gesetze und Richtlinien zu halten, wenn der Verstoß möglich wäre, womöglich keine Strafen drohen würden – und all dies zum Gewinn des Unternehmens beitragen würde. Natürlich sollen Unternehmen profitabel bleiben. Doch ein Unternehmen, das seine unternehmerische Verantwortung wahrnimmt, darf Gewinne nicht um jeden Preis maximieren. 

Zu weiteren konkreten Beispielen für CSR-konformes Handeln zählen daher auch die Bekämpfung von Sozialdumping und die Einhaltung von Sozialklauseln. Auch die Einhaltung der ILO Kernarbeitsnormen kann dazu gezählt werden. Die International Labour Organization (ILO) legt hier vier Normen vor, die als weltweiter Mindeststandard für Arbeitnehmer gelten sollen:

  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Beseitigung der Zwangsarbeit
  • Abschaffung der Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf 

Mittlerer Verantwortungsbereich 

Dieser Bereich betrifft die gesamte Wertschöpfungskette Deines Unternehmens: Darunter fallen Arbeitsstandards, Umweltstandards und Lieferkettenmanagement. Auch die Interessen der Stakeholder, wie zum Beispiel der Anwohner, die von der Produktion betroffen sind, zählen dazu.

Auch hier dient – wie überall im Bereich der Corporate Social Responsibility – die freiwillige Selbstverpflichtung als Grundlage. Eine Orientierung kann jedoch der UN Global Compact mit seinen 10 Prinzipien bieten. Im Jahr 2000 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen, handelt es sich heute nach eigener Aussage um die „weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung“.

Im mittleren Verantwortungsbereich könnten konkrete Maßnahmen folgendermaßen aussehen:

  • zusätzliche Maßnahmen zum Arbeitsschutz
  • mitarbeiterorientierte Personalpolitik
  • ökologische Gestaltung des Standorts 
  • sparsamer Einsatz natürlicher Ressourcen

Äußerer Verantwortungsbereich 

Hier lässt sich alles zusammenfassen, was unter den Begriff Wohltätigkeit fällt. Das können also alle freiwilligen sozialen und ökologischen Initiativen Deines Unternehmens sein, die über das Kerngeschäft und die Wertschöpfungskette hinausgehen. 

Dazu zählen zum Beispiel: 

  • Spenden
  • Sponsoring
  • Engagement vor Ort 
  • den Mitarbeitern freigeben, um ehrenamtliche Tätigkeiten zu erfüllen (Corporate Volunteering)

Die Motivation: Warum Corporate Social Responsibility so wichtig ist 

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen, welche die geschäftlichen Entscheidungen Deines Unternehmens haben. Welche Spuren hinterlassen sie sozial und ökologisch? All dies muss mit der gleichzeitigen Profitabilität abgewägt werden. Es zählt jedoch jeder Schritt, mit dem Dein Unternehmen einen positiven Impact hinterlässt, so klein er auch scheinen mag.

Gerade durch Maßnahmen für die Umwelt kannst Du, trotz womöglich nötiger Investitionen, mittel- und langfristig Kosten sparen. Womöglich wappnest Du Dein Unternehmen so auch ganz nebenbei für die Zukunft. Indem Du zum Beispiel auf ressourcensparende Produktionsabläufe setzt, bist Du langfristig unabhängiger von knappen und damit teuren Ressourcen. Das rechnet sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch finanziell.

Selbstverständlich hat die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung auch positive Auswirkungen auf das Unternehmensimage. Das Vertrauen steigt und nicht nur Kunden, sondern auch potenzielle Bewerber werden darauf aufmerksam. Dies sollte jedoch nur ein positiver Nebeneffekt sein. Denn auf lange Sicht wird meist deutlich, welchem Unternehmen einzig und allein an einer positiven Außendarstellung gelegen ist – und welchem es wirklich um nachhaltige Werte geht. 

So werden soziale und ökonomische Maßnahmen auf der Kehrseite mitunter nur vorgetäuscht oder aber genutzt, um von anderen Missständen abzulenken. Wenn das Unternehmen sich grüner präsentiert, als es ist, ist häufig von Greenwashing die Rede. Ganz abgesehen von den Auswirkungen auf die Umwelt, ist der Imageschaden später oft größer als der vorherige Nutzen. 

Wo fange ich an bei Corporate Social Responsibility? Konkrete Ziele

Im Sinne der Corporate Social Responsibility kannst Du Dich als Unternehmer vom inneren zum äußeren Verantwortungsbereich vorarbeiten. Noch vor der Spende an den örtlichen Kindergarten sollten zum Beispiel die Arbeitsbedingungen an den Produktionsstandorten im Fokus stehen. Der Anfang liegt also am besten unmittelbar bei der Produktion – auch wenn das nicht die Maßnahme ist, wo der unmittelbare Image-Gewinn des Unternehmens am größten ist.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass bereits bestehende Wohltätigkeitsprojekte zurückgefahren werden sollten. Vielmehr geht es darum, bei künftigen Entscheidungen die Nachhaltigkeit, sozial wie ökologisch, vermehrt von innen nach außen heraus zu denken.

Während noch mehr konkrete Beispiele zur Umsetzung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden, findest Du auf der deutschen Seite der International Labour Organization sowie des UN Global Compact Netzwerks umfangreiche Informationen und Hilfestellungen.

Setze Dir dazu gemeinsam mit Deinem Unternehmen realistische und messbare Ziele, um Eure Corporate Social Responsibility wahrzunehmen. Die Maßnahmen und die Motivation dahinter sollten offen mit dem gesamten Team geteilt und besprochen werden: Denn nur wenn jeder sich der Verantwortung des Unternehmens bewusst ist, können dafür alle gemeinsam an einem Strang ziehen. 

penta blog

Dein Geschäftskonto nur ein paar Klicks entfernt

Nach oben