Deine eigene Unternehmenswebsite: So erstellst Du eine gute Website für Dein Unternehmen

Yasmin August 2020 10 Min

„Content is King“ und die optimale Gelegenheit, Deine Expertise sowie die Einzigartigkeit Deines Unternehmens und Deiner Angebote auf Deiner Unternehmenswebsite darzustellen. Klar, ein gutes Design, eine einfache und intuitive Bedienung, die klare und übersichtliche Informationsarchitektur, kurze Ladezeiten, die Verfügbarkeit am Smartphone und nicht zu vergessen die SEO-Optimierung spielen eine wichtige Rolle bei der Erstellung einer guten Unternehmenswebsite. Das alles bringt Dir aber nichts, wenn der Inhalt Deiner Website für Deine Kunden nicht relevant ist und ihnen keinen Mehrwert bietet. Die Überlegung, mit welchen Inhalten  Du Deine Unternehmenswebsite gestaltest, ist daher von hoher strategischer Bedeutung für den Erfolg Deines Unternehmens.

Was macht eine professionelle Unternehmenswebsite aus?

Eine Website ist mittlerweile für jedes Unternehmen ein Muss. Nutzer informieren sich heute vor einem Kauf im Internet über Produkte und Leistungen. Wer über keinen professionellen Webauftritt verfügt, riskiert trotz guter Angebote, Käufer an seine Konkurrenz zu verlieren. Die Website ist nicht nur die Visitenkarte Deines Unternehmens, sie ist – wenn Du es richtig anstellst – ein mächtiges Marketing-Instrument, um Besucher auf Deine Seite zu locken, Dein Unternehmen optimal zu positionieren, Dich vom Wettbewerb abzugrenzen, gleichzeitig Leads zu generieren und so Deine Abverkäufe zu steigern.

Leadgenerierung

Hinterlassen Interessenten, die sich für ein Produkt oder ein Unternehmen interessieren, zu Marketingzwecke ihre Adressdaten für eine weitere Kontaktaufnahme, handelt es sich um einen Lead. Dieser Lead oder qualifizierte Kontakt gibt einen Hinweis auf ein Kaufinteresse. Wird der Interessent tatsächlich zum Kunden, spricht man im Marketing von der Leadgenerierung.

Unabhängig davon, welche Produkte oder Dienstleistungen Du anbietest, muss der Inhalt Deiner Seiten Antworten auf die Fragen der Nutzer geben. Um diese Antworten zu liefern, musst Du Deine Nutzer kennen. Du musst wissen, wonach sie genau suchen und Deinen Content mithilfe von SEO-Maßnahmen auf die entscheidenden Keywords optimieren. So stellst Du sicher, dass Nutzer über die Suchmaschinen auf Deine Seite gelangen und dort auch relevante Inhalte finden.

Welche Ziele verfolgst Du mit Deiner Unternehmenswebsite?

Eine gute Unternehmenswebsite kann Dich in unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Die Steigerung der Verkaufszahlen ist mittlerweile wohl das vorrangige Ziel, das Unternehmer bei der Erstellung im Kopf haben. Die Website kann aber noch viel mehr. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist es daher, Deine Ziele vor der Erstellung klar zu definieren. Weitere Ziele neben dem Abverkauf sind beispielsweise:

  • Positionierung Deines Unternehmens: Deine Website zeigt die Einzigartigkeit Deiner Angebote, unterstreicht Deine Corporate Identity und transportiert Dein Know-how sowie die Werte, für die Dein Unternehmen eintritt.
  • Besucher anziehen: Welche SEO-Maßnahmen und Marketing-Aktivitäten ergreifst Du, um von Deinen Nutzern gefunden zu werden? Wie willst Du, die richtigen Besucher anziehen?
  • Mitarbeiter gewinnen: Am Arbeitsmarkt tobt der War of Talents. Was heute zählt, sind Unternehmenswerte wie Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und der Anspruch Produkte und Services zu schaffen, die Verbrauchern einen echten Mehrwert liefern. Nutze Deine Website um, Dein Unternehmen bei potenziellen Mitarbeitern als Top-Arbeitgeber zu positionieren.
  • Neukundengewinnung und Leadgenerierung: Vor einem Kauf informieren sich Nutzer im Internet über bestehende Angebote. Gewinne Leads und mache Interessenten mithilfe Deiner Website zu echten Kunden.

Deine Content-Strategie

Hast Du Dein Ziel definiert, benötigst Du eine Strategie für die Erstellung und Verbreitung Deiner Inhalte. Mit Deiner Content-Strategie planst Du, welchen Inhalte Du anbietest und wie Du sie verbreiten willst. Eine gute Content-Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass sie kanalübergreifend ist. Sie umfasst sowohl Online- als auch Offline-Kanäle und stellt sicher, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Diese Strategie ist als Basis eines erfolgreichen Content Marketings unverzichtbar: Mit guten Inhalten positionierst Du Dein Unternehmen als Experte auf Deinem Gebiet, steigerst damit das Markenimage und die Glaubwürdigkeit Deines Unternehmens sowie Deine Attraktivität als Arbeitgeber. Gleichzeitig trägt hochwertiger Content zur Kundenbindung und Neukundenakquise bei.

Deine Content-Strategie ist aber nicht nur für die Erstellung Deiner Unternehmenswebsite relevant. Mit ihr planst Du auch langfristig die Inhalte Deiner Website. Achte darauf, dass Deine Inhalte dynamisch wachsen. Biete Deinen Nutzern aktuellen Content mit immer neuen, relevanten Inhalten zu Deinen Themen. So wirst Du verhindern, dass sie diese Informationen bei Deiner Konkurrenz suchen.

Neben einer übersichtlichen Informationsarchitektur und gut strukturierten Informationen über Dein Unternehmen, Deine Angebote und Karrierechancen, kannst Du Deine eigene Website mit einem Unternehmensblog aufwerten. Mit dieser Art des Content-Marketings sprichst Du Deine Zielgruppe weniger mit werblichen, sondern mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten an. So überzeugst Du sie von Deiner Expertise und gewinnst sie im besten Fall als treue Kunden.

Als Teil Deiner Content-Strategie nutze Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder YouTube, um Besucher auf Deine Unternehmenswebsite zu locken. Als Ergänzung zu Deiner Website stellen sie eine attraktive Webumgebung für Unternehmen dar.

Messbare Ziele definieren

Soll die Website dazu beitragen, Kunden zu gewinnen, definiere konkrete, messbare Ziele. Dazu zählen beispielsweise die Steigerung der Visits (Besucher einer Website) um x Prozent, die Verdopplung der Conversion Rate (Umwandlung von Visits zu Leads), die Erhöhung der Leads oder die Erhöhung der Anzahl qualifizierter Leads, die an den Vertrieb übergeben werden sollen.

Wie kannst Du die Anzahl der Besucher auf Deiner Unternehmenswebsite steigern?

Es gibt zahlreiche Wege, über die ein Nutzer auf Deine Unternehmenswebsite findet. Wer Dich kennt und gezielt nach Dir sucht, gibt die URL direkt im Browser ein. Man spricht hier von Direct Traffic. Mit gezielten Online-Marketing-Aktivitäten wie Social Media, E-Mail-Marketing, Newsletter-Versand, Linkbuilding, Landingpages oder über bezahlte Anzeigen kannst Du die Anzahl Deiner Besucher aktiv steigern. Wer sich einmal genau mit den unterschiedlichen Wegen auseinandersetzt, wird feststellen, dass der überwiegende Teil der Besucher mittlerweile über Suchmaschinen wie Google kommt. Dieser sogenannte Organic Traffic entsteht, wenn Nutzer in einer Suchmaschine über einen Klick auf das Suchergebnis auf Deine Website gelangt.

Suchmaschinenmarketing: SEO und SEA

Beim Suchmaschinenmarketing wird zwischen Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising kurz SEA) und Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization kurz SEO) unterschieden. Beide Maßnahmen dienen der Gewinnung von Besuchern für Websites über Suchmaschinen. SEA ist eine Form des Online-Marketings, bei der Du Werbeeinblendungen bei den Suchmaschinen kaufst.

Im Gegensatz dazu steht die kostenlose Suchmaschinenoptimierung. SEO spielt eine große Rolle, um möglichst viel organischen Traffic mit den Inhalten Deiner Website zu erzielen und Dich so möglichst hoch in den Suchergebnissen zu positionieren. Die Optimierung kann auf Texte, Bilder oder Videos auf Deiner Website angewendet werden. Für diese sogenannten Onpage-Maßnahmen – also Optimierungen, die direkt auf Deiner Website durchgeführt werden – sind Seitentitel, Überschriften sowie interne und externe Verlinkungen auf die entsprechende Seite sind für die Suche relevante Inhalte. Um Deine Inhalte sichtbar zu machen, muss Dein Content anhand bestimmter Keywords optimiert werden. Bei der Auswahl der geeigneten Suchbegriffe, die Keyword-Recherche, kannst Du unterschiedliche kostenlose oder kostenpflichtige Tools nutzen. Google-AdWords beispielsweise listet neben verwandten Suchbegriffen auch die ungefähre Anzahl der monatlichen Suchanfragen pro Suchbegriff auf.

Offpage-Maßnahmen finden außerhalb Deiner Unternehmenswebsite statt. Eine dieser Maßnahmen ist beispielsweise die Verlinkung von anderen Websites auf Deine eigene Webpräsenz über sogenannte Backlinks.

Customer Journey

Hast Du mithilfe Deiner Content-Strategie und der Suchmaschinenoptimierung Besucher auf Deine Unternehmenswebsite gelockt, ist die Reise – die sogenannte Customer Journey – aber noch nicht zu Ende. Auf dieser Reise durchläuft der Besucher mehrere Zyklen, bevor er am Ziel ist und es zur gewünschten Handlung kommt. Dabei kann es sich um die Überlassung von Nutzerdaten zur weiteren Kontaktaufnahme, eine Bewerbung auf eine angebotene Stelle oder um eine Kaufentscheidung handeln. Um erfolgreich zum Abschluss zu kommen, mach es Deinen Besuchern so leicht wie möglich, mit Dir in Kontakt zu treten und die gewünschte Handlung auszuführen. Diese sogenannte Handlungsaufforderung wird im Online-Marketing als Call to Action (CTA) bezeichnet.

Die fünf Phasen der Customer Journey

Bewusstsein für ein Produkt wecken (Awareness), Interesse für ein Produkt verstärken (Interest), der Kunde erwägt den Kauf des Produktes (Consideration), die Kaufabsicht wird konkret (Evaluation), Kauf des Produkts (Purchase).

Idealerweise gestaltest Du die Customer Journey so, dass Besucher ihren Weg ganz von alleine finden. Zusätzliche Hilfestellung kannst Du im Bereich Service und Support anbieten. Kontaktformulare und E-Mails stellen eine gute Möglichkeit für Besucher dar, mit Dir in Kontakt aufzunehmen. Noch zufriedener sind Besucher, wenn sie die Lösungen selber finden und gar nicht erst Kontakt aufnehmen müssen. Hier bieten sich beispielsweise FAQ oder Bedienungsanleitungen an.

Design und Struktur

Der erste Blick entscheidet meist darüber, ob ein Besucher auf einer Website bleibt oder sie gleich wieder verlässt. Ein modernes, aufgeräumtes Design, das Deine Marke widerspiegelt und zu Deinem Angebot passt, lädt zum Verbleiben ein.

Darüber hinaus muss Deine Website benutzerfreundlich gestaltet sein. Eine gute Usability sorgt dafür, dass Besucher auf Deiner Website intuitiv finden, was sie suchen. Achte bei der Erstellung auch drauf, dass Du gängigen Konventionen folgst, die sich im Laufe der Zeit als Standards bei der Website-Erstellung etabliert haben. Dazu zählen beispielsweise Zurück- und Weiter-Buttons, eine Suchmaske, externe Links sollten sich in einem neuen Fenster öffnen, bei Klick auf Dein Logo gelangt der Nutzer zur Startseite zurück.

Die passende Technologie

Guter Content, ein modernes Design und eine gute Usability nützen Dir nichts, wenn Deine Website beim Aufbau mit langen Ladezeiten zu kämpfen hat. Stelle daher bei der Entscheidung für Deinen Hosting-Anbieter, Dein Content Management System und die Form Deiner bereitgestellten Inhalte sicher, dass sich die Seite schnell aufbaut. Nutzer sind ungeduldig und werden in der Regel nicht warten, bis sich Deine Inhalte vollständig aufgebaut haben, sondern Deine Website gleich wieder verlassen. Bilder, Filme und Videos sollten optimiert werden, bevor Du sie auf der Website einbindest, um lange Ladezeiten zu vermeiden.

Drei Weg führen zu Deiner eigenen Unternehmenswebsite

Die einfachste Möglichkeit, Deine eigene Website zu erstellen sind Homepage-Baukästen beispielsweise von 1&1 IONOS, Strato, Jimdo oder Wix. Hier erhältst Du ein Rund-um-sorglos-Paket, in dem das Hosting, eine Wunsch-Domain, ein Website-Design sowie technischer Support von Anbieter enthalten sind. Die Basisvariante ist meist sogar kostenlos. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, Du benötigst keine weitere Software und auch keine technischen Kenntnisse. Diese Baukästen sind im Design, Aufbau und Funktionen meist nicht sehr flexibel. Obwohl Du Zusatzfunktionen problemlos dazu buchen kannst, sind die Baukästen für größere Projekte und komplexe Unternehmenswebsites weniger gut geeignet. Freiberufler, Freelancer oder Selbstständige mit kleinen Betrieben bieten sie aber eine gute Möglichkeit, eine einfache Website inklusive Shop zu erstellen. 

Die perfekte Domain

Besucher erreichen Deine Website über die Domain. Der Name sollte daher möglichst kurz und prägnant sein. Verzichte dabei auf Bindestriche, Zahlen oder Sonderzeichen. Ideal ist Dein Markenname. Sichere Dir zudem eine .de-Domain – sie genießt in Deutschland das höchste Vertrauen.

Eine Alternative zu den Baukästen sind Content Management Systeme wie WordPress oder Typo3. Diese Systeme sind um einiges komplexer als die Baukästen, Programmierkenntnisse sind aber auch hier nicht notwendig. Bei diesen Content Management Systemen (CMS) wählst Du ein sogenanntes Theme, um Design, Struktur und Funktionalitäten Deiner Website zu gestalten. Entspricht das Theme nicht ganz deinen Vorstellungen, sind Grundkenntnisse in HTML und CSS allerdings hilfreich. WordPress bringt mit dem SEO-Plugin von Yoast übrigens ein gutes zusätzliches Feature mit, um sämtliche Einstellungen für Suchmaschinen zu optimieren.

Die Königsdisziplin schließlich, ist die Website komplett selbst zu programmieren oder programmieren zu lassen. 

Mobile first

Immer mehr Besucher nutzen ihr Smartphone bei der Suche im Internet. Sie erwarten, alle Funktionen der Desktop-Version auch am mobil nutzen zu können. Entsprechend muss das Design Deiner Unternehmenswebsite responsive – also für die Nutzung an mobilen Endgeräten – angepasst sein. Das responsive Design sorgt dafür, dass sich das Seitenverhältnis automatisch der Browser-Größe anpasst und alle Funktionen Deiner Unternehmenswebsite auch in der mobilen Version einwandfrei funktionieren.

Responsivität, schnelle Ladezeiten, die einwandfreie Funktionalität der mobilen Version und die sichere Verschlüsselung sind übrigens nicht nur für die User Experience von großer Bedeutung. Sie sind auch für die Suchmaschinenoptimierung von großer Wichtigkeit.

In fünf Schritten zu Deiner eigenen Unternehmenswebsite

Eine eigene Website für Dein Unternehmen zu erstellen ist eigentlich gar nicht so schwer. Allerdings gilt es im Vorfeld einige Punkte zu klären, bevor Du loslegst. Zusammengefasst lässt sich der Prozess zur Erstellung einer Website in folgende Schritte unterteilen:

  • Definiere Deine Ziele und behalte diese bei der Umsetzung immer im Auge.
  • Entwickel eine Content-Strategie: Entscheide, welche Inhalte Du für Deine Website benötigst. 
  • Entscheide Dich für eine Technologie: Homepage-Baukasten, CMS oder selbst programmiert?
  • Erstelle den Content für Deine Website. Denke neben Texten auch an Bilder im passenden Format.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimiere Deine Website-Inhalte, um besser in den Ergebnissen der Suchmaschinen höher zu ranken. 

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