Die richtigen Social-Media-Kanäle für Dein Unternehmen und Deine Marketing-Strategie

Yasmin
Yasmin März 2020 8 Min

Social Media ist aus der privaten Nutzung gar nicht mehr wegzudenken. Die Zahl der weltweiten Nutzer von sozialen Netzwerken wird einer Prognose zufolge im Jahr 2021 rund drei Milliarden steigen. Lass Dir die Reichweite von Facebook, Instagram, Twitter oder LinkedIn als Unternehmer nicht entgehen! Natürlich eignet sich nicht jede Social-Media-Plattform für Dein Unternehmen. Wer die passenden Kanäle sinnvoll in seine Marketing- und Kommunikationsstrategie integriert, erreicht seine Zielgruppe schnell und kostengünstig und macht aus Konsumenten Follower und echte Fans!

Was ist eigentlich Social Media?

Social-Media-Plattformen ermöglichen es ihren Nutzern, sich miteinander zu vernetzen, um Informationen über digitale Kanäle auszutauschen. Man unterscheidet dabei zwischen Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken. Die verschiedenen Kanäle haben unterschiedliche Ausrichtungen: Einige sind reine Messenger-Dienste, andere haben sich auf B2B-Kommunikation spezialisiert. Wieder andere legen den Schwerpunkt auf Bild- oder Videoformate.

Die gängigsten Social-Media-Plattformen lassen sich in Blogs, Wikis, Social Networks, Foren und Usergroups, Location Based Services und Content-Sharing-Plattformen unterteilen. Die relevanten Plattformen für Social-Media-Marketing in Deutschland sind beispielsweise Facebook, YouTube, WhatsApp, Instagram, twitter, LinkedIn, Xing, Snapchat oder Pinterest. Es ist in den wenigsten Fällen sinnvoll, überall vertreten zu sein. Du erzielst meist bereits mit drei bis vier ausgewählten Angeboten relevante Reichweiten für eine erfolgreiche, strategische Kommunikation.

Social-Media-Kanäle

Facebook

Mit 32 Millionen Nutzern pro Monat (Stand März 2019), von denen 29 Millionen das soziale Netzwerk mobil nutzen, ist Facebook das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland. Als Nutzer legst Du Dir ein Profil mit Deinen Namen und Geburtsdatum, Informationen über Arbeit und Ausbildung, Familie und Beziehungen, Lebensereignisse sowie einem Profilbild an. Zusätzlich kannst Du eigene Fotos hochladen.

Über Dein Profil vernetzt Du Dich mit anderen Nutzern. Facebook bietet zahlreiche Funktionen, mit denen Du mit anderen Nutzern interagieren kannst. Hinterlasse öffentliche Nachrichten an der Pinnwand Deiner Freunde, versende private Nachrichten, like oder kommentiere Fotos und Beiträge. Als Freunde können sich Nutzer auch gegenseitig zu Gruppen oder Veranstaltungen einladen. Wer welche Deiner Informationen einsehen darf, also nur Freunde oder auch andere Facebook-Nutzer, legst Du in den Sicherheitseinstellungen fest.

Während das soziale Netzwerk ursprünglich zur privaten Nutzung vorgesehen war, können sich auch Unternehmen mit der Fanpage ein Facebook-Profil anlegen.

YouTube

YouTube ist ein Online-Video-Portal, in dem Du kostenfrei eigene Videos hochladen oder Videos anschauen, kommentieren und liken kannst. Du findest hier selbstproduzierten Content der YouTube-Nutzer. Aber auch professionelle Konten mit Filmen, Trailern, Dokumentationen, Musikvideos oder Comedy. Um nichts zu verpassen, kannst Du Deine Lieblingskanäle abonnieren.

Wenn Dein Unternehmen Video-Content anbietet, beispielsweise für Produktpräsentationen oder Tutorials, ist YouTube die perfekte Ergänzung, um Nutzer über Deine Website hinaus zu erreichen.

WhatsApp

WhatsApp hat die SMS abgelöst und ist neben dem Facebook Messenger einer der beliebtesten Messenger-Dienste. Mit der App versendest Du Nachrichten, Fotos oder Videos über Dein Smartphone an Deine Kontakte.

WhatsApp hat die gewerbliche Nutzung des Dienstes angepasst. Deinem Unternehmen ist es damit gestattet, Informationen zu Bestellungen, Transaktionen und Terminen, Liefer- und Versandbenachrichtigungen per WhatsApp an Kunden zu versenden. Allerdings musst Du dabei die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beachten.

Datenschutz bei der gewerblichen Nutzung

Wer WhatsApp gewerblich zur Kundenkommunikation nutzt, muss dabei die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beachten. Mit der Installation der App stimmst Du selbst einer Nutzung zu. Die App liest aber die Kontakte aus Deinem Telefonbuch aus. Gemäß der DSGVO müssen Deine Kontakte, also Deine Kunden, der Nutzung ebenfalls ausdrücklich zustimmen.

Instagram

Fotos und Videos mit dem Smartphone aufnehmen, mit verschiedenen Filtern bearbeiten, hochladen und mit Deinen Freunden teilen. Das ist Instagram! Im Vergleich zu Facebook ist Instagram für die Anwendung am Smartphone konzipiert. Am PC ist die Nutzung nur eingeschränkt möglich. Neben Nutzerprofilen kannst Du auch sogenannten Hashtags folgen. Du erhältst dann alle Beiträge von Nutzern, die diesen Hashtag für ihren Beitrag verwenden, unabhängig davon ob Du ihm folgst.

Instagram bietet Dir eine gute Möglichkeit, Produkte, Mitarbeiter oder Events gekonnt bildlich in Szene zu setzen. Damit verleihst Du Deinem Unternehmen ein persönlicheres Gesicht. Und das schnell und recht unkompliziert, ohne sich lange Gedanken über einen beschreibenden Text zu machen: Denn ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte.

Twitter

Twitter ist ein Microblogging-Dienst. Heißt, als Nutzer versendest Du Kurznachrichten. Diese sogenannten Tweets sind auf eine Länge von maximal 140 Zeichen begrenzt. Auch hier spielen Follower und Hashtags wieder eine Rolle. Beiträge können geliked, kommentiert und geteilt werden.

Dieser schnelle Kurznachrichtendienst wird gerne und häufig von großen Medienhäusern und Redakteuren genutzt. Aber auch Unternehmen wissen die Schnelligkeit dieses Dienstes und die problemlose Interaktion mit anderen Nutzern für die Verbreitung ihrer News zu schätzen.

Snapchat

Mit Snapchat, einem kostenlosen Instant-Messaging-Dienst, versendest Du Fotos und andere Medien an Freunde. Die Nachrichten sind nur sekundenlang auf Smartphones oder Tablets sichtbar, bevor sie automatisch gelöscht werden. Um einen Impuls zu setzen. reicht es. Für eine nachhaltige Kommunikation ist Snapchat allerdings eher weniger geeignet.

Pinterest

Bei Pinterest liegt der Fokus ähnlich wie bei Instagram auf Bildern. Der Unterschied ist, dass Du interessante Beiträge wie auf einer Pinnwand anordnen und aufbewahren kannst. Außerdem kannst Du auf Pinterest auf Links hinterlegen, um auf ausführlichere Informationen zu verweisen. Erstellte Pins werden auch in der Google-Suche angezeigt. Das macht diesen Dienst für Dein Unternehmen besonders interessant, da die Chancen, Deinen Beitrag zu finden, erheblich steigen. 

penta blog

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LinkedIn und Xing

LinkedIn und Xing vernetzen die Arbeitswelt. Die Nutzerprofile sind auf die beruflichen Qualifikationen ausgerichtet: Hier machst Du Angaben zu Ausbildung, Studium sowie zu bisherigen und Deinem aktuellen Arbeitgeber. Hinterlege dafür einen Lebenslauf, den Deine Kontakte dort einsehen können. Nutze Dein Profil, um Dich beruflich zu vernetzen oder potenzielle Arbeitgeber auf Dich aufmerksam zu machen. Um aktiv einen neuen Job zu finden, nutze die Jobbörse.

Oder Du stöberst einfach in den Unternehmensprofilen. Hier kommt der Nutzen für Dich als Unternehmer ins Spiel. Mit einem ansprechenden Firmenprofil stellst Du Dich als erfolgreiches, innovatives Unternehmen und attraktiven Arbeitgeber dar. Nutze Dein Firmenprofil, um News in Deinem Unternehmensnetzwerk zu verbreiten, und finde für offene Positionen mit Stellenanzeigen schnell neue Mitarbeiter.

Während Xing den B2B-Markt der DACH-Region abdeckt, ist das LinkedIn international ausgerichtet. Das Businessportal LinkedIn wird weltweit von 98 Prozent der TOP 500 Unternehmen genutzt und ist damit laut Angaben des Statistischen Bundesamts die weltweit beliebteste Social-Media-Plattform der Unternehmen.

Setze Social Media gewinnbringend für Dein Unternehmen ein

Marketing und Kommunikation haben sich durch die Nutzung sozialer Netzwerke verändert. Jedermann kann Informationen und Dateien verbreiten, teilen oder kommentieren. Diesen Paradigmenwechsel kannst Du für Dein Business nutzen. Gib Deinem Unternehmen und Deiner Marke ein Gesicht. Mach Deine Kunden und potenziellen Interessenten zu Follower. Nutze ihr Netzwerk, ihre unabhängige Meinung, um Deine News zu verbreiten, die Bekanntheit Deines Unternehmens zu steigern und das Image Deines Unternehmers zu stärken.

Bei der gewerblichen Nutzung von sozialen Netzwerken spricht man von Social-Media-Marketing. Entscheide Dich je nach Form der Inhalte, die Du verbreiten möchtest, für die passenden Social-Media-Kanäle. Nutze die diese Form des Marketings, für den Informationsaustausch mit Kunden und Interessierten. Stärke die Kundenbindung, in dem Du Dir ihre Meinung abholst und Support für Deine Produkte und Dienstleistungen anbietest. Generiere Traffic für Deine Website oder einen Blog und steigere im besten Fall den Abverkauf.

Eine Umfrage des Statistischen Bundesamts ergab unterschiedliche Gründe zur gewerblichen Nutzung von Social Media. 81 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Social Media zur Gestaltung des Unternehmensprofils oder der Darstellung ihrer Produkte. 60 Prozent setzen Social Media im Recruiting ein und rund 54 Prozent der Unternehmen schaffen mit Social Media einen Kanal für Kundenanfragen, -kritik und -meinungen sowie deren Beantwortung.

Regeln für die Social-Media-Kommunikation

Unabhängig davon, welche Ziele Du mit Deiner Social-Media-Strategie verfolgst und für welchen Mix an Social-Media-Kanälen Du Dich auch entscheidest: Es gibt ein paar Regeln, die Du bei Deiner Kommunikation beachten solltest:

  • Mach Dir vorab ein Bild, wie über Deine Unternehmen oder Deine Marke in den sozialen Netzwerken geschrieben wird.
  • Kenne Deine Zielgruppe und spreche ihre Sprache.
  • Verzichte auf werbliche Floskeln.
  • Zeig Dich! Ein persönlicher Ansprechpartner im Unternehmen ist glaubwürdiger als Dein Firmenlogo.
  • Social Media lebt vom Mitmachen: Trete mit Deinen Nutzern in Kontakt.
  • Sei präsent, reagiere zeitnah auf Fragen und Kommentare und versteck Dich nicht bei negativem Feedback.
  • Unterschätze den Aufwand nicht! Social Media lässt sich nicht mal eben nebenbei erledigen. Im Vergleich zur privaten Nutzung entwickelt der Social-Media-Beauftragte eine Strategie, erstellt einen Redaktionsplan und kreiert danach die Postings. Er veröffentlicht sie, betreut die Community und kümmert sich um Anfragen sowie um die Analyse der Maßnahmen. Wenn Du keinen Mitarbeiter für diese Aufgaben abstellen kannst, macht es Sinn, eine Social-Media-Agentur zu beauftragen.

Den Erfolg Deiner Social-Media-Aktivitäten kannst Du anhand bestimmter Kennzahlen messen. Dazu zählen die Reichweite oder wie oft Deine Beiträge geliked oder geteilt wurden. Bei den Kommentaren ist neben der Anzahl natürlich auch die Qualität wichtig. Freue Dich über positive Kommentare. Nutze aber auch kritische Kommentare, um mit Deinen Followern ins Gespräch zu kommen, um so die Qualität Deiner Produkte und Services zu verbessern.

Setze zusätzlich Analysetools ein, die Dir Vergleichswerte im Zeitverlauf liefern. Sie geben Dir einen schnellen Überblick, wie viele Nutzer über welche Kanäle beispielsweise eine Bestellung ausgelöst haben. Diese Auswertungen bilden die Grundlage, Deine Social-Media-Strategie laufend zu optimieren.

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