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Was ist E-Commerce? Definition, Bedeutung und Erfolgsfaktoren

Dorothea Klein
Dorothea Klein März 2021 6 Min

Inhaltsverzeichnis

Die Definition von E-Commerce

E-Commerce ist die Abkürzung für Electronic Commerce – zu Deutsch elektronischer Handel, Internethandel oder Onlinehandel.  

Wohl die wenigsten von uns können sich noch ein Leben ohne Amazon, Ebay und Co. vorstellen. Von 2014 bis 2019 stieg der Umsatz im deutschen Onlinehandel um über 50 Prozent auf knapp 72,5 Millionen Euro. Und laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) ist kein Ende des Wachstums in Sicht, zumal die Pandemie ihren Anteil zum Boom beigetragen hat.

Aller Voraussicht nach wird die Bedeutung des E-Commerce in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Das Themenfeld wird also eher größer und unübersichtlicher anstatt überschaubarer. Daher haben wir Dir das Wichtigste zusammengetragen, das Du heute dazu wissen musst – und herausgefunden, welche Trends morgen schon topaktuell sein könnten. 

Die Bereiche des E-Commerce

E-Commerce dreht sich ausschließlich um den Kauf und Verkauf von Waren? Fehlanzeige! Die Bereitstellung oder Vermittlung von Dienstleistungen gehört ebenfalls dazu. Das kann unter anderem das Anbieten von Online-Banking oder eines Kundenservices sein.
Darüber hinaus unterteilt man nach Kunden und Einnahmequelle drei Sparten:

  1. B2C-Bereich: Business to Consumer
    Wohl der Klassiker unter den E-Commerce-Modellen – hier verkaufst Du Waren oder Dienstleistungen online an Privatkunden.
    Hierbei kann es sich sowohl um ein reines Online-Geschäft handeln als auch um ein Modell, das stationäre Verkaufsstellen mit einem Online-Shop kombiniert. In beiden Fällen geht es darum, die größtmögliche Zahl an potenziellen Kunden zu erreichen.
  2. B2B-Bereich: Business to Business
    Bei B2B-Geschäften sind zwei Händler beziehungsweise ein Lieferant und ein Unternehmen beteiligt. In diesem Fall erzielst Du also Einnahmen, indem Du Waren oder Dienstleistungen an ein anderes Unternehmen verkaufst.
  3. C2C-Bereich: Consumer to Consumer
    Auf C2C-Plattformen haben Kunden die Möglichkeit, untereinander mit Waren oder Dienstleistungen zu handeln. Das wohl bekannteste Beispiele dafür ist eBay-Kleinanzeigen. Als Anbieter des Marktplatzes erwirtschaftest Du Einnahmen, indem Du Dich prozentual an den Käufen beteiligst und/oder Werbeeinnahmen generierst.

Erfolgsfaktoren im E-Commerce

Pauschale Aussagen für den E-Commerce sind häufig mit Vorsicht zu genießen. Schließlich liegen Welten zwischen dem Betreiben eines Consumer-to-Consumer-Portals für Handwerksleistungen und dem Verkauf von Waren an andere Unternehmen. Und dennoch gibt es ein paar zentrale Gemeinsamkeiten – schließlich hast Du es bei jeder Variante mit Kunden im elektronischen Bereich zu tun. 

Da der Markt hart umkämpft ist, ist er stark kundenzentriert. Auch eine ausgeprägte Wettbewerbsorientierung ist daher unerlässlich: Was machst Du besser als die Konkurrenz? Speziell im E-Commerce ist eine gute User Experience dabei das A und O. Das beinhaltet nicht nur das Design, sondern auch die technische Verfügbarkeit, wie zum Beispiel die Ladezeiten

Last but not least ist Innovation der Treiber hinter jedem E-Commerce-Modell: Nur wer strukturelle Veränderungen früh erkennt, kann die dahinter stehenden Herausforderungen und Möglichkeiten für sich nutzen.

Aufmerksamkeit generieren

Selbstverständlich kommt kein E-Commerce ohne gutes Marketing aus. Am Anfang entscheidend für den Gewinn neuer Kunden, ist es auch später essenziell, um Deine Kunden zu binden und Deine Käuferschaft weiter anwachsen lassen.

Neben klassischer Werbung, Social-Media-Auftritten oder einem Blog kann auch E-Mail-Marketing eine extrem lukrative und vergleichsweise unkomplizierte Möglichkeit sein, Aufmerksamkeit auf Dein Produkt oder Deine Dienstleistung zu ziehen. So sind regelmäßige Newsletter vergleichsweise kostengünstig und können Dich beim Aufbau Deiner Stammkundschaft unterstützen.

Beachte allerdings: Je mehr Content es da draußen im Web gibt, desto schneller sortieren die User aus. Versende also bitte keinen Spam, sondern – nach Einwilligung der Kunden – lediglich Quality Content, der den (potenziellen) Kunden tatsächlich einen Mehrwert verschafft.

Falls Du über einen eigenen Shop verfügst, ist es ratsam, einen Blog in die Seite zu integrieren. Dort kannst Du den ohnehin schon produzierten Content unterbringen und mit dem nötigen SEO-Wissen zusätzlichen Traffic auf Deine Seite locken.

Bevor Du Dir alles auf einmal vornimmst und nichts davon wirklich schaffst, solltest Du Dich jedoch fokussieren und entscheiden, welche der Marketing-Optionen Dir für Dein E-Commerce am meisten zusagt: Wozu hast Du die Kapazitäten, was passt am besten zu Dir und Deinem Produkt?

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Digitales Banking für Dein Business im E-Commerce

Rechtliche Grundlagen: E-Commerce-Richtlinie

Nicht ganz unwichtig im E-Commerce ist die rechtliche Komponente. Der Inhalt der folgenden Sätze kommt uns dabei wohl allen bekannt vor: „Als Onlinehändler musst Du den Eingang der Bestellung unverzüglich elektronisch bestätigen. Die Bestellung (und Empfangsbestätigung) gilt als eingegangen, sobald sie für Dich als Verkäufer (oder Käufer) abrufbar ist.“

Die wenigsten wissen jedoch, dass dies auf die sogenannte E-Commerce-Richtlinie zurückgeht, die unter dem etwas sperrigen Namen 2000/31/EG schon im Jahr 2000 in Kraft trat. Nachdem in den 90ern vermehrt der Online-Handel aufgekommen war, entstand das Bedürfnis, diesen europaweit zu regeln. Und auch wenn die E-Commerce-Richtlinie seitdem durch einige Regelungen ergänzt wurde, dient sie noch heute als Wegweiser und innerhalb Europas als Grundlage für alle Online-Geschäfte

Neben der E-Commerce-Richtlinie gilt es, im Online-Handel natürlich auch eine Reihe weiterer Gesetze zu beachten. Neben den allgemeinen Rechtsgrundlagen – wie dem BGB und dem HGB – die selbstverständlich immer gelten, gibt es auch zahlreiche andere Vorgaben, die spezifisch für den E-Commerce beachtet werden müssen. Falls Du Dich umfassender dazu einlesen möchtest, findest Du eine Übersicht über die rechtlichen Grundlagen auf der Seite der IHK. 

Auf der Internetseite der Europäischen Union findest Du darüber hinaus die E-Commerce-Richtlinie in Gänze sowie als offizielle Zusammenfassung, falls Du es etwas kompakter haben möchtest.

Und wie geht es in Zukunft mit E-Commerce weiter?

Am beständigsten im E-Commerce ist noch immer der Wandel – so stehen bereits einige neue Technologien in den Startlöchern, die mitunter auch schon zum Einsatz kommen:

  • Virtual Reality, z.B: virtuelle Showrooms  
  • Augmented Reality, z.B.: Brille per Webcam/Handykamera „anprobieren“
  • Biometrische Identifikation, z.B.: Fingerabdruck oder Gesichtserkennung
  • Künstliche Intelligenz, z.B: Kundenservice durch Bots, Retouren-Optimierung

Ein großer Trend, der erst auf den zweiten Blick mit technischen Neuerungen zu tun hat, aber deswegen nicht minder wichtig ist: Erfahrungsmanagement. Personalisierung heißt das Wort der Stunde: Der Kunde soll sich auf Deiner Plattform wohlfühlen. Lange wurde dem E-Commerce die fehlende Emotionalisierung nachgesagt. Durch persönlichen Video-Support per Chat oder die Vorstellung der Produkte durch Mitarbeiter in hochwertigen Videos kann – und darf – hier einiges wettgemacht werden.

Jetzt bist Du an der Reihe

Ganz egal, ob Du ein ganz neues Geschäft eröffnen willst oder bereits ein Unternehmen hast, mit dem Du nun (stärker) in den E-Commerce einsteigen willst: Da das Feld ständig im Wandel ist, solltest Du bei Vermarktung und Verkauf stets am Puls der Zeit – oder diesem sogar voraus – sein. Während neue Trends sich etablieren und andere wieder gehen, bildet ein starker Markenkern die Grundlage für jeden Unternehmenserfolg.

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