Erhalte 60€ für jedes Unternehmen, das Du für Penta wirbst.
Prämie sichern
Mehr

Businessplan erstellen: Die wichtigsten Aspekte im Überblick

Jeannine Klein
Jeannine Klein April 2021 10 Min

Inhaltsverzeichnis

Du denkst darüber nach, ein Unternehmen zu gründen? Am Anfang jeder Gründung erwartet Dich zunächst die Aufgabe, einen Businessplan zu erstellen. Eine Aufgabe, die von Gründern häufig als lästig empfunden wird. Dabei ist ein detaillierter und gut ausgearbeiteter Businessplan viel mehr als eine Pflichtübung, um dir Finanzierung Deiner Gründung sicherzustellen. Er ist vielmehr ein Leitfaden, der Dich dabei unterstützt, Dein Vorhaben zu strukturieren, Dir hilft, Meilensteine im Blick zu behalten und umzusetzen und Schritt für Schritt Dein Ziel zu erreichen. 

Was ist ein Businessplan und wozu ist er gut?

Ein Businessplan beschreibt das Konzept hinter dem Unternehmen. Der Existenzgründer beschreibt hier alles, was seine Idee beinhaltet. Wichtig ist dies primär, Um die Finanzierung eines Gründungsvorhabens sicherzustellen – über eine Bank, Investoren oder auch mithilfe eines Gründungszuschusses oder Gründungskredit. Die wenigsten Gründer verfügen über ausreichend Eigenkapital und ohne zusätzliches Startkapital kann sich der Weg in die Gründung enorm schwierig gestalten.

Die Erstellung eines ordentlichen Businessplans ist aber nicht ausschließlich für die Finanzierung wichtig. Er unterstützt Dich als Gründer auch dabei, den Überblick zu behalten. Gerade in der Anfangszeit hast Du viele Dinge im Kopf. Da kann das Erstellen eines detaillierten Businessplans mit allen relevanten Informationen nur von Vorteil sein. Er bietet Dir eine gute Möglichkeit, Meilensteine festzulegen und einen Zeitplan aufzustellen. Im Businessplan kannst Du regelmäßig nachschauen, wo Du stehst und wo eventuell noch Potenzial zur Verbesserung besteht.

Wie ist ein Businessplan aufgebaut?

Ein gut durchdachter und sinnvoll strukturierter Businessplan hilft Dir dabei, Dein Gründungsvorhaben in die Realität umsetzen. Dabei gibt es keinen festen oder gesetzlich vorgeschriebenen Aufbau, um einen Businessplan zu erstellen. Wichtig ist nur, dass alle erforderlichen Komponenten abgedeckt werden. Er setzt sich üblicherweise aus zwei Bausteinen zusammen: einem Textteil zur Beschreibung des Gründungsvorhabens inklusive Deiner Geschäftsidee, Deiner möglichen Zielgruppe, Deiner Marketing- und Vertriebsstrategie sowie verschiedenen Analysen, um die Chancen und möglichen Risiken Deiner Gründung aufzuzeigen sowie einem reinen Zahlenteil für die Finanzierung Deines Gründungsvorhabens

Ein klares Ziel vor Augen

Je klarer das Ziel, desto einfacher lässt sich der Businessplan erstellen. Stelle Dir also zunächst die Frage, was genau Du erreichen möchtest? Worum geht es Dir bei Deiner Gründung? Und auf welche Art und Weise möchtest Du dieses Ziel erreichen.

Wie erstelle ich einen Businessplan?

Wo Du den Schwerpunkt setzt, hängt davon ab, an welche Adressaten sich Dein Businessplan in erster Linie richtet. Dient er dem Zweck, Dir selbst Klarheit zu verschaffen, die Wirtschaftlichkeit Deiner Idee zu berechnen und die strategischen und operativen Maßnahmen für die Zielerreichung festzulegen, wirst Du den Schwerpunkt vermutlich auf den Textteil legen. Benötigst Du den Plan, um Fremdkapital aufzunehmen, liegt der Schwerpunkt eher auf dem Zahlenteil.

penta blog

Das beste Geschäftskonto für Dein Unternehmen

Businessplan erstellen: die einzelnen Schritte 

Im einzelnen sollte der Businessplan mindestens die folgenden Inhalte abdecken: 

  • Executive Summary
  • Wer ist das Gründerteam?
  • Was ist die Geschäftsidee?
  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
  • Eine Analyse von Markt und Wettbewerb
  • Die Marketing- und Vertriebsstrategie
  • Rechtsform, Struktur und Organisation Deines Unternehmens
  • Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken: die SWOT-Analyse
  • Finanzplan

Schritt 1: Executive Summary im Businessplan erstellen

Am Anfang eines Businessplans steht das sogenannte Executive Summary. Auf einer bis maximal zwei Seiten fasst es die wichtigsten Punkte Deines Businessplans kurz und prägnant zusammen, um dem Leser einen guten ersten Einblick zu gewähren. Hier stellst Du Dich und Deine Geschäftsidee vor und überzeugst den Leser davon, dass es sich lohnt, weiterzulesen. Obwohl die Zusammenfassung am Anfang steht, ist es ratsam, das Summary erst zu schreiben, wenn Du Deinen Businessplan erstellt hast.

Schritt 2: Vorstellung der Gründer

Der nächste Schritt ist, Dich und Dein Team vorzustellen. Hier spielen sowohl die Persönlichkeit als auch Qualifikationen und Erfahrungen eine wichtige Rolle, um bei Investoren oder potenziellen Kunden einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Eindruck zu hinterlassen. Überzeuge die Adressaten davon, dass ihr das Zeug habt, eure Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. 

Schritt 3: Vorstellung der  Geschäftsidee

Die Geschäftsidee ist natürlich ein ganz wesentlicher Teil Deines Gründungsvorhabens. Beim Erstellen Deines Businessplans widmest Du ihr entsprechend besondere Aufmerksamkeit. Hier ist Kreativität gefragt, denn mit einer einfachen Kopie eines bereits bestehenden Geschäftsmodells wirst Du keine großen Erfolge feiern können und noch viel wichtiger, Du wirst niemanden von Deiner Idee überzeugen können. Viele Ideen werden aus der eigenen Not oder einem eigenen Bedürfnis geboren. Oder sie orientieren sich an aktuellen Trends. Der Fokus sollte dabei auf dem Alleinstellungsmerkmal, mit dem Du Dich von Deinen Wettbewerbern abgrenzen willst, liegen. Eine entsprechende Konkurrenzanalyse folgt später im Businessplan.

Schritt 4: Welche Zielgruppe willst Du ansprechen?

Um mit Deiner Geschäftsidee erfolgreich zu sein, musst Du Deine Zielgruppe besser kennen als sie sich selbst. Du musst wissen, welche Kunden sich für Dein Angebot interessieren könnten, wo Du Deine Zielgruppe antriffst und wie Du Deine Zielgruppe ansprichst. Dieses Wissen bildet letztlich auch die Basis für Deine Marketing- und Vertriebsaktivitäten. 

Businessplan erstellen

Schritt 5: Markt-, Wettbewerbs- und Standortanalyse erstellen

Im Anschluss an die Zielgruppenanalyse folgt die Marktanalyse. Hier benötigst Du möglichst aussagekräftige Daten, die die Umsetzbarkeit Deiner Geschäftsidee untermauern. Hier ist beispielsweise eine eigene Erhebung denkbar. Alternativ kannst Du auf Marktforschungsergebnisse zurückgreifen.   

Im nächsten Schritt, der Wettbewerbsanalyse, nimmst Du Deine Konkurrenten inklusive ihrer Stärken und Schwächen genau unter die Lupe. Mache deutlich, wie Du und Dein Angebot sich vom Wettbewerb unterscheidet. Diese Positionierung ist entscheidend, um das Gesamtbild Deines Unternehmens darzustellen, sollte das Image Deines Unternehmens im Kopf der Konsumenten miteinschließen. Eine gute Positionierung ist essenziell für den Erfolg Deines Unternehmens.

In diesem Teil ist es außerdem sinnvoll, eine Standortanalyse mit einzubeziehen. Denn der Standort kann durchaus erfolgsbestimmend sein, da zum Beispiel die Mieten unterschiedlich sind und verschiedene Standorte ein höheres Kundenpotenzial bieten als andere.

Ableitung Deiner Unternehmensstrategie

Auf Basis Deiner Analyse kannst Du mit Deiner Zielsetzung starten. Deine Ziele werden genau definiert und Du führst auf, mit welchen Strategien Du diese erreichen willst. Es ist wichtig, sich nicht zu kurz zu halten und nicht nur ein Ziel zu setzen. Achte darauf, dass dieser Teil für den Leser gut verständlich ist.

Schritt 6: Die Marketing-Strategie

Beim Markt und der Konkurrenz sind wir nicht mehr fern vom Marketing. Marketing ist im digitalen Zeitalter eine der wichtigsten Komponenten eines Unternehmens, wenn es um den Erfolg geht. Denn falsches Marketing kann sehr viel Geld kosten und zu einer ungewollten Positionierung führen.

Beschreibe hier Deine Marketinginstrumente, die sogenannten 4 Ps des Marketings: – Produkt, Preis, Positionierung und Promotion. Hier beschreibst Du Dein Produkt und die genauen Charakteristiken, Deine Preispolitik, die Positionierung Deines Produktes und wie Du den Vertrieb planst. Beschreibe hier, wie Du Dir einen Kundenstamm aufbauen willst. Lege dabei Ziele fest, die für die Anfangszeit realistisch sind.

Vier Ps des Marketings

Die vier klassischen Instrumente des Marketing-Mix sind die „vier P“ – englisch für Product, Price, Place, Promotion und „vier C“ – englisch für Commodity, Cost, Communication, Channel im 7Cs Compass Model.

Dein kompletter Marketingplan erfasst noch mehr Schritte, beispielsweise Deine Marketingstrategie und eine Präzision der zukünftig geplanten Marketingaktivitäten.

Schritt 7: Rechtsform, Struktur und Organisation Deines Unternehmens

Die Entscheidung für eine Rechtsform ist ausschlaggebend für die Struktur und Organisation Deines Unternehmens. Von ihr hängt die Art der Buchführung in Deinem Unternehmen ab, welche Steuerarten relevant sind und welche Schritte Du gehen musst, um Dein Unternehmen rechtswirksam zu gründen. 

Lege dar, wie die Aufgaben im Unternehmen verteilt sind. Hierzu zählen einmal Deine Aufgaben und die Deiner Mitgesellschafter, aber auch die Aufgaben möglicher Angestellter. 

Schritt 8: Die SWOT-Analyse

Mithilfe der SWOT-Analyse entwickelst Du Deine Unternehmensstrategie. Sie ein bewährtes Mittel, um die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken darzustellen, um auf dieser Basis Deiner Unternehmensstrategie für die Gründung zu entwickeln, aber auch um sie im weiteren Geschäftsverlauf zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei werden im Rahmen einer internen Analyse das gesamte Unternehmen, aber auch einzelne Prozesse, Produkte oder Teams mit ihren Stärken und Schwächen betrachtet. Eine externe Analyse fokussiert das äußere Umfeld, das Chancen und Risiken für Deinen Geschäftserfolg birgt.

Schritt 9: Der Finanzplan

Um Banken und Investoren zu überzeugen, Dein Unternehmen zu finanzieren, brauchst Du einen soliden Finanzplan, der den nötigen Kapitalbedarf in den jeweiligen Unternehmensphasen aufzeigt. In der Gründungsphase fallen beispielsweise einmalige Gründungskosten und Investitionen an. Zusätzlich musst Du auch die Kosten für den laufenden Betrieb sowie Deine privaten Kosten berücksichtigen. 

Der Finanzplan umfasst verschiedene Teile: 

  • einen Umsatzplan
  • einen Kostenplan
  • einen Liquiditätsplan
  • einen Finanzierungsplan
  • einen Investitionsplan 
  • einen Rentabilitätsplan

Angefangen bei den Fixkosten und Produktionskosten über Einnahmen und Ausgaben bis hin zu geplanten Investitionen sind hier alle relevanten Informationen enthalten. Dieser Teil Deines Businessplans ist besonders wichtig, wenn es um einen Kredit bei der Bank geht. Verfügst Du nicht über ausreichend Fachwissen, solltest Du hier einen Experten hinzuziehen.

Penta desktop mobile business banking

Entdecke modernes Business Banking für Dein Unternehmen

Businessplan erstellen: Gliederung und Struktur

Zwar folgt der Aufbau des Businessplans keinen festen Regeln. Dennoch gibt es einige Punkte in Bezug auf seine Form, die Du beachten solltest. Hierzu zählen neben einem Deckblatt und einem Inhaltsverzeichnis eine sinnvolle Gliederung, die gute Lesbarkeit und verständliche Formulierungen.  

Muster und Vorlagen 

Es gibt zahlreiche Muster, kostenlose Vorlagen oder auch Software, die Du nutzen kannst, um Deinen Businessplan zu erstellen. Bedenke dabei aber, dass die Vorlage auch zu Deiner Geschäftsidee passen muss. Nutze die Vorlage daher eher als eine Art Orientierung und achte dabei darauf, dass Dein Businessplan über die wesentlichen Inhalte verfügt. 

Professionelle Unterstützung, um einen Businessplan zu erstellen

Wer unsicher ist, kann sich in Workshops, Gründerseminaren oder einer Gründungsberatung Unterstützung holen, um seinen Businessplan zu erstellen. Es ist allerdings davon abzuraten, sich einen Businessplan erstellen zu lassen oder einfach einen Businessplan zu übernehmen.

Alternativen zum Businessplan erstellen

Die erfolgreiche Gründung beruht auf einem soliden Unternehmensplan. Das muss allerdings nicht unbedingt der klassische Businessplan sein. Je nachdem, was Du vorhast, kann beispielsweise auch das Business Model Canvas eine gute Alternative sein, um Dein Geschäftskonzept zu erstellen. Benötigst Du Fremdkapital, wirst Du aber nicht um das Erstellen eines Businessplans herumkommen. 

Businessplan erstellen: Leitfaden für Gründung und Investorensuche

Festzuhalten bleibt also, dass die Aufstellung eines Businessplans auf dem Weg in die Gründung unumgänglich ist. Zum einen dient er als wichtige Unterstützung für die Gewähr eines Bankkredites, zum anderen gibt er Dir eine Art Leitfaden und Übersicht. Der Aufbau ist nicht vorgeschrieben, aber achte darauf, dass der Leser von Dir als Unternehmer und Deiner Geschäftsidee überzeugt ist.

Alle wichtigen Teile, wie anfänglich eine Präsentation von Dir als Gründer mit klaren Zielen hinter der ausgeführten Geschäftsidee, eine Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie ein Marketingplan inklusive einer Umsetzungsstrategie und einem Finanzplan sollten abgedeckt sein.

lastschriften

Das perfekte Firmenkonto für Dein Unternehmen

Nach oben