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Expat Krankenversicherung in Deutschland – das musst Du beachten

Oliver
Oliver Januar 2020 5 Min

Inhaltsverzeichnis

Das Gesundheitssystem in Deutschland genießt den Ruf, weltweit eines der besten zu sein. Die deutschen Bürger werden grundlegend medizinisch versorgt, Krankheitsausfälle sind abgedeckt und auch langfristige Pflegeleistungen enthalten. Fach- oder Führungskräfte ausländischer Unternehmen, die nach Deutschland kommen, um hier zu arbeiten, sind ebenfalls im Krankheitsfall abgedeckt. Passiert ihnen etwas, erhalten sie auf jeden Fall die notwendige Behandlung, auch ohne einen Versicherungsstatus vorlegen zu müssen. Sie müssen keine Rechnung bezahlen, bevor ihnen nicht geholfen wurde. Die Kosten können zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden. Wer nicht versichert ist, muss diese Kosten aus eigener Tasche begleichen. Deswegen ist eine Expat Krankenversicherung – ob gesetzlich oder privat – sehr wichtig und wird vom Gesetzgeber für jeden, der in Deutschland lebt, vorgeschrieben.

Was ist ein Expat?

Expatriate, kurz Expat, sind Fach- oder Führungskräfte, die von einer international tätigen Organisation, bei der sie beschäftigt sind, im Rahmen einer Auslandsentsendung vorübergehend an eine ausländische Zweigstelle entsandt werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung als Expat in Deutschland

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) deckt fast 90 Prozent der Einwohner in Deutschland ab. Sowohl EU-Ausländer als auch nicht EU-Ausländer aus Drittstaaten haben ein Anrecht auf Beitritt zur GKV. Fachkräfte, Trainees oder Auszubildende, die von Unternehmen als Expats sind und in Deutschland arbeiten und weniger als 62.550 Euro im Jahr verdienen, werden somit vom öffentlichen Gesundheitssystem abgedeckt. 

Ehepartner, Lebensgefährten und Kinder (bis 23 bzw. 25, wenn sie studieren) können unter bestimmten Umständen auch im Rahmen der Familienversicherung versichert werden. Sie müssen keine eigenen Beiträge leisten, solange ihr Einkommen unter 450 Euro im Monat liegt.

Gesetzlich versichert als Expat

Wenn Du Dich als Expat für die gesetzliche Krankenversicherung entscheidest, kannst Du Dich bei einer der 108 deutschen Krankenkassen anmelden. Die grundlegende medizinische Versorgung der gesetzlichen Krankenkasse beinhaltet Krankenhausaufenthalte, ambulante Behandlungen bei Kassenärzten und einfache Zahnarztbehandlungen. Zusätzlich zahlt der Versicherer Dein Gehalt im Krankheitsfall für bis zu sechs Wochen. Danach sind es 70 Prozent Deines Gehalts. Innerhalb von drei Jahren erhältst Du diese Zahlungen für bis zu 78 Wochen.

Die Anmeldung erfolgt einfach in einer lokalen Niederlassung des Versicherers. Du erhältst eine Krankenversichertenkarte, die Du in Zukunft bei Arztbesuchen vorzeigen musst.

Die private Krankenversicherung als Expat in Deutschland

In Deutschland kann aus mehr als 40 privaten Krankenversicherern ausgewählt werden. Entsprechend groß ist das Leistungsangebot. 

Als Mitglied einer privaten Krankenversicherung bist Du Privatpatient und kannst somit ein höheres Level an medizinischer Versorgung erwarten. Vor allem für Expats kann das hilfreich sein, da sie Ärzte, die ihre Sprache sprechen, anfordern können. Weiterhin können bis zu 80 Prozent der privaten Versicherungskosten von der Steuer abgesetzt werden.

Ob Du für eine private Krankenversicherung qualifiziert bist, beruht vor allem auf deinem Anstellungsstatus. Wenn Du weniger als 62.550 Euro verdienst, musst Du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.

Expat Krankenversicherung

Du kannst Dich für die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse (PKV) entscheiden, wenn Du:

  • selbstständig bist,
  • Beamter bist,
  • mehr als 62.550 Euro pro Jahr verdienst oder
  • Du nicht berechtigt bist, der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) beizutreten.

Vor allem in jungem Alter, mit wenigen Gesundheitsproblemen und einem ausreichenden Einkommen macht der Wechsel in eine private Krankenversicherung Sinn. Die Versicherungsdauer beträgt in der Regel mindestens 18 Monate und Du kannst die Versicherung mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist vor Ablauf der 18 Monate oder im Falle steigender Tarife wechseln.

So funktioniert die private Krankenversicherung für Expats in Deutschland

Während die Höhe der Beiträge zur GKV auf Basis Deines Einkommens berechnet werden, werden die Beiträge zur PKV basierend auf Deinem Risikolevel, insbesondere Deinem Alter und Deiner Krankegeschichte, berechnet.

Wenn Du Dich als Expat für eine private Krankenversicherung entscheidest, zahlst Du zunächst die Arztrechnungen selbst und bekommst diese nach Einreichung der Rechnung zurückerstattet. Zwar muss man die Kosten vorstrecken, dafür bekommt man aber im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung die vollen Kosten erstattet. 

In der Regel kannst Du den Grad Deiner Selbstbeteiligung frei bestimmen, indem Du Dich dafür entscheidest einen festgelegten Anteil pro Jahr selbst zu zahlen (Selbstbehalt). Je höher der Selbstbehalt, desto geringer sind die monatlichen Kosten.

Die private Krankenversicherung bietet Dir einige Vorteile. So kannst Du einen besseren Service erwarten und generell mit kürzeren Wartezeiten bei Behandlungen rechnen. Zusätzlich sind Spezialbehandlungen und eine bessere Unterbringung im Krankenhaus im Krankheitsfall enthalten.

Ist die GKV oder die PKV besser für Expats?

Beide Formen der Versicherungen haben ihre Vor- und Nachteile. Das deutsche Gesundheitssystem beruht zum großen Teil auf einem solidarischen Prinzip, in dem Gesundheitskosten gemeinsam getragen werden. Für die gesetzliche Krankenversicherung bedeutet dies, dass gut Verdienende die Krankenversicherung von weniger gut Verdienenden subventionieren. Für Expats, die planen, langfristig in Deutschland zu leben und ein fester Teil der Gesellschaft zu werden, ist die Mitgliedschaft in der GKV durchaus sinnvoll. Bei kurzen und mittelfristigen Aufenthalten erhältst Du in der Regel bei einer privaten Krankenkasse bessere Konditionen.

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