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Facebook Shops und Instagram Shops: Was ist neu an den Shopping-Plattformen?

Yasmin Juli 2020 7 Min

Facebook ist das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland. Eine Umfrage von Statista unter regelmäßigen Social-Media-Nutzern hat ergeben, dass 84 Prozent der Befragten Facebook regelmäßig nutzen. Auf Platz 2 liegt YouTube, Platz 3 belegt Instagram mit 38 Prozent. Diese Reichweite will Facebook jetzt nutzen, um mit Facebook Shops und Instagram Shops die Shopping-Welt zu erobern.

Facebook Shops setzt auf Inspiration

Um die Platzhirsche wie Amazon, Ebay und Co zu verdrängen, braucht es allerdings mehr als ein Shop-Frontend mit erweiterten Funktionen. Die großen Player im E-Commerce zeichnen sich durch eine enorme Produktauswahl, hohe Zuverlässigkeit und gut funktionierende Logistik aus. Facebook weiß das. Statt die Unternehmen in ihrer Kernkompetenz anzugreifen, setzt das US-amerikanische Unternehmen auf Inspiration. Facebook und Instagram sind bestens geeignet, um sich von Trends, Einrichtungsideen oder der neuesten Mode inspirieren zu lassen. Sie nehmen ihre Nutzer mit auf eine Entdeckungsreise: Mit einer feedbasierten Präsentation der neuesten Produkte und Angebote der Marken, denen ein Nutzer folgt, laden die Plattformen zum virtuellen Schaufensterbummel ein.

Die Idee hinter dem sozialen Netzwerk Facebook ist, Nutzer mit dem zu vernetzen, was sie lieben. Dieser Gedanke beschränkt sich aber nicht nur auf die Verbindung zwischen Freunden und Familie, sondern ist mit Facebook Shops jetzt besonders einfach auch mit Marken, Unternehmen und deren Produkten möglich. Insbesondere kleinere Unternehmen, die im Zuge der Corona-Pandemie erhebliche Umsatzeinbußen im stationären Handel hinnehmen mussten, können mit Facebook Shops schnell und einfach einen Onlineshop erstellen, um ihren Kunden zu ermöglichen, Produkte zu entdecken und direkt online zu kaufen. Vergleichbar mit einem Schaufensterbummel werden Kunden inspiriert, durchstöbern die Angebote der Shops, speichern interessante Produkte, treten bei Fragen per WhatsApp, Messenger oder Instagram Direct mit den Händlern in Kontakt und entschließen sich im besten Fall für einen Kaufabschluss. Und das Beste daran: Genau wie Deine Profilseite bei Facebook und Instagram sind auch die Shops perfekt an die mobile Nutzung am Smartphone angepasst!

Wie funktioniert Facebook Shops?

Unternehmen, die eine Facebook-Unternehmensseite betreiben, können jetzt einen Shop auf ihrer Profilseite integrieren. Bisher war es nur möglich, jeweils ein bestimmtes Produkt zu bewerben. Mit Facebook Shops kannst Du Deinen Followern jetzt Dein gesamtes Sortiment zum Verkauf anbieten und Dich gleichzeitig mit neuen Kunden vernetzen. Laut Facebook eignet sich Facebook Shops am besten als zusätzlicher Vertriebskanal für Einzelhändler sowie im E-Commerce für Unternehmen, die Kleidung, Accessoires, Möbel oder Produkte für Babys und Kinder verkaufen. Du kannst beliebig viele Produkte in Deinem Shop hochladen und in Kategorien organisieren. Deine Kunden treten direkt über Deine Seite mit Dir in Kontakt und Du erhältst über die Insights Auswertungen über Aufrufe, Klicks und Käufe Deiner einzelnen Produkte. Voraussetzung ist, dass Deine Unternehmen physische Produkte verkauft. 

Was kostet ein Shop in Facebook oder Instagram?

Wer einen Facebook oder Instagram-Business-Account für sein Unternehmen betreibt, kann die Shops auf Facebook und Instagram kostenlos nutzen. Kosten entstehen Dir nur, wenn Du Anzeigen für Deine Produkte schaltest. Wird der Verkauf direkt über den Facebook oder Instagram Shop abgewickelt, würden ebenfalls Kosten anfallen. Allerdings ist diese Option derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) noch nicht verfügbar. 

Wie kannst Du Deinen Facebook Shop erstellen?

Der Shop lässt sich mit nur wenigen Klicks zu Deiner Facebook-Unternehmensseite hinzufügen. Dafür klickst Du einfach auf den „Shop“-Tab

Facebook Shop hinzufügen

Wird Dir der Facebook Shop in Deinem Profil nicht angezeigt, kannst Du ihn einfach hinzufügen: Klicke links im Auswahlmenü auf „Seiteninfos bearbeiten.“ Klicke links im Auswahlmenü auf „Vorlagen und Tabs“. Gehe auf „Aktuelle Vorlage Bearbeiten“ und wähle die Shop-Vorlage aus und klicke auf „Vorlage anwenden“.

Mithilfe des Commerce Managers kannst Du jetzt Deinen Shop ganz nach Deinen Wünschen einrichten, ihn beispielsweise mit benutzerdefinierten Schriftarten, Farben oder eigenen Bildern gemäß Deiner Corporate Identity personalisieren, mit Deinen Produkten befüllen und diese für mehr Übersichtlichkeit in Kategorien organisieren. Du hast die Wahl, ob Dein Shop bei Facebook oder Instagram oder auf beiden Profilen erscheinen soll. Darüber hinaus entscheidest Du, wo Deine Kunden ihren Einkauf abschließen sollen: 

  1. Deine Kunden stöbern auf Facebook oder Instagram in Deinem Shop, lassen sich von Deinen Angeboten inspirieren und werden für weitergehende Informationen oder zum Kaufabschluss auf Deine Website weitergeleitet.
  2. Deine Kunden können Dir bei Kaufinteresse eine Nachricht senden, aber keinen direkten Verkaufsabschluss darüber vornehmen.

Alternativ können Kunden ihre Einkäufe auch direkt bei Facebook oder Instagram abschließen, ohne den Schritt über die Website des Anbieters gehen zu müssen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt dann über Facebook Pay. Die Bestellungen werden bei dieser Option entweder im Facebook Shop Commerce Manager oder auf einer Partner-Plattform wie Shopify verwaltet. Diese dritte Option wird im DACH-Raum aktuell allerdings noch nicht angeboten.

Hast Du alle erforderlichen Felder ausgefüllt und den Nutzungsbedingungen zugestimmt, wird Dein Shop erstellt. Wurde mindestens ein Produkt hinterlegt, wird der Shop Deinen Kunden angezeigt. 

Alternativ kannst Du Deinen Shop auch über eine Partner-Plattform oder API einbinden.

Was ist wirklich neu?

Shopping auf Facebook oder Instagram ist an sich erst einmal nichts Neues. Viele Funktionen bei Facebook Shops gibt es bereits seit Langem, andere sind neu, wieder andere befinden sich noch im Roll-out oder sind zunächst nur in den USA verfügbar. Mit Facebook Shops erhalten Unternehmen durch eine prominentere Darstellung mehr Aufmerksamkeit für ihre Produkte. Vergleichbar mit einer Microsite wird der Shop unter Verwendung eigener Schriftarten, Farbwelten und Bilder personalisierbar und konfigurierbar. Der Commerce Manager, in dem der Shop verwaltet wird, wurde komplett überarbeitet und bietet nun zahlreiche neue Funktionen, ist allerdings aber noch nicht für alle Nutzer verfügbar.

Was wirklich neu ist, ist die Möglichkeit, zu entscheiden, über welchen Kanal die Conversion laufen soll. Bisher ist die Option, über Facebook Pay direkt in der App zu bezahlen, in Deutschland allerdings noch nicht verfügbar. Immerhin wird der Nutzer aber auf die Website des Händlers weitergeleitet, um dort seinen Einkauf abzuschließen. 

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, durch die Vernetzung von Facebook Shops mit weiteren Diensten wie WhatsApp, Messenger und Instagram Direct direkt mit den Händlern in Kontakt zu treten und Fragen, Empfehlungen und Feedback zu adressieren. Der Gedanke hinter der Vernetzung ist, Bestellungen künftig auch aus einem Chat heraus abschließen zu können. Der Zugang zum Shop sowohl über das Facebook-Profil als auch über Werbeanzeigen und über Stories möglich.

Live Shopping bietet Dir die Möglichkeit, Produkte quasi in Echtzeit zu verkaufen. Wähle dazu Produkte aus Deinem Katalog aus, die Du während eines Livestreams präsentieren möchtest. Die Produkte werden im unteren Bereich des Videos angezeigt und Interessenten können mit nur einem Klick auf das Produkt mehr erfahren und es auch kaufen, ohne Deinen Livestream zu verlassen. 

Das ultimative Shopping-Erlebnis bietet das Ausprobieren ausgewählter Artikel mithilfe von Augmented Reality. Dabei werden virtuelle Inhalte mit realen Bildern kombiniert, damit der Käufer ein umfassendes Bild vom Produkt erhält. 

Was müssen Shop-Betreiber beachten?

Facebook Shops bietet Dir zwar ein Frontend, das aussieht wie ein Onlineshop. Im Grunde genommen handelt es sich aber eher um eine Plattform, um Deine Produkte verkaufsfördernd zu präsentieren. Der Kaufabschluss findet am Ende meist auf Deiner Website statt. Entsprechend bist Du allein für die Darstellung Deiner Produkte, die korrekte Auszeichnung Deiner Angebote (Preise inklusive MwSt.), einer Versandkostenübersicht und der vollständigen und korrekten Einbindung vorgeschriebener Pflichtinformationen wie Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und einer Datenschutzerklärung verantwortlich.

Kunden müssen diese Informationen einheitlich sowohl in Deinem Facebook Shop als auch auf Deiner Website wiederfinden.

Ernstzunehmende Konkurrenz für Amazon und Co?

Beide Unternehmen wollen ihren Anteil am E-Commerce-Kuchen. Allerdings zielen sie dabei auf unterschiedliche Kaufsituationen ab. Während bei Amazon gezielt nach Produkten gesucht wird und überwiegend bereits eine feste Kaufabsicht besteht, inspiriert Facebook Shops seine Besucher und nimmt sie mit auf einen virtuellen Schaufensterbummel. Selbst wenn Facebook mit seinen Shopping-Plattformen Erfolg hat, werden sie Amazon damit zunächst wohl kaum Konkurrenz in deren Kerngeschäft machen.

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