Firmennamen finden: Darauf solltest Du achten

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner Mai 2021 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Die Wahl des eigenen Firmennamens ist eine der wichtigsten Aufgaben zu Beginn einer jeden Firmengründung. Es ist aber auch eine der spannendsten und befriedigendsten. 

Da die Entscheidung für den Namen Deines Unternehmens etwas Dauerhaftes ist, solltest Du sie nicht überstürzen und Dir ein paar essenzielle Fragen beantworten können, bevor Du den Firmennamen offiziell eintragen lässt. Schließlich wirst Du auf dem Markt mit diesem Namen bekannt und er ist der erste Eindruck, den potenzielle Kunden und Auftraggeber von Dir erhalten.

Manchmal liegt ein guter Firmenname auf der Hand und Du musst nur noch die rechtlichen Fragen checken. Falls nicht, haben wir hier einige Tipps und Strategien für Dich, wie Du kreative Firmennamen finden kannst und was es bei der Firmennamensfindung sonst noch zu beachten gibt.

Firmennamen finden: Das Wichtigste bist Du!

Den für Dich und Dein Unternehmen passenden Namen kannst Du auf unterschiedliche Weise finden. Ob das bei einem Spaziergang im Wald ist, auf dem Dich der perfekte Firmenname wie ein Geistesblitz ereilt, beim Kaffeeklatsch mit Deinen Freunden, im Teammeeting mit den Kollegen oder mithilfe einer Cloud oder Agentur. 

In jedem Falle solltest Du vorher einen Blick auf Deinen Businessplan werfen, um Dir noch einmal genau vor Augen zu halten, was Dein Unternehmen ausmacht, wo Du damit hin willst, was Du anbietest und vor allem: wer Du genau bist. Die Antworten auf all diese Fragen können Dir bei der Suche nach einem guten Firmennamen helfen. Ansonsten haben wir hier noch weitere Ideen, die Dich dabei unterstützen können.

Kreative Firmennamen finden: So findest Du den richtigen für Dich

Das Beste an der Suche nach einem Geschäftsnamen ist, dass Deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Du darfst alles, was Dir durch den Kopf geht, einmal ausprobieren. So funktioniert Kreativität am besten! Und so lassen sich auch kreative Firmennamen finden. Das heißt natürlich nicht, dass jede Idee, die Dir einfällt, gut oder sinnvoll ist. Aber manchmal können die verrücktesten Ideen Dich auf der Suche nach einer idealen Lösung weiterbringen. Damit das Brainstorming nicht aus dem Ruder läuft und völlig wahllos wird, haben wir hier noch ein paar Tipps, wie Du Deine Gedanken in eine konkrete Richtung wenden kannst.

Online-Tools für die Firmennamensfindung

Wenn Dich Deine Kreativität beim Finden eines Firmennamens im Stich lässt und Du Inspiration brauchst oder einfach gerne auf der sicheren Seite bist, können Namensgeneratoren ein nützliches Hilfsmittel sein: Aus einer von Dir definierten Wortsammlung erstellen Dir Tools wie Nameboy, Domaintyper, Wordoid oder Acronym Creator neue Wörter oder gar ganze Wortkombinationen. Viele dieser Tools basieren allerdings auf der englischen Sprache, sind also für die Suche nach einem traditionellen deutschen Firmennamen nicht unbedingt die beste Alternative.

Gute Firmennamen finden: Frag eine Community um Rat

Wenn Du selbst auf dem Schlauch stehst und nicht mit einem der Online-Tools zur Namensfindung arbeiten willst, weil Du zum Beispiel auf der Suche nach einem deutschen Namen bist, kannst Du alternativ eine Community aus Kreativen im Netz um Rat fragen und kreative Köpfe für Dich (mit-)denken lassen. 

Plattformen wie designenlassen.de bieten derlei Services an und eine Gruppe von Experten kann Dir dabei helfen gute Firmennamen zu finden. Damit dies einwandfrei und möglichst effizient passieren kann, musst Du für die Community zunächst ein Briefing erstellen, auf dessen Basis sie Dir dann eine Auswahl an Namensvorschlägen zurückspielt. Ist nichts dabei, gibt es Feedback-Runden, bis der perfekte Unternehmensname gefunden ist, den Du zum Abschluss erwerben kannst. 

Wo Du Deine Inspiration herbekommst und wie auch immer Dir der richtige Geschäftsname einfällt, bleibt Dir überlassen. Aber in jedem Fall gilt: Lass Dir Zeit bei der Suche. Der Name Deiner Firma ist der Beginn von etwas Großem und muss im Jetzt und in der Zukunft passen!

Geschäftsnamen finden: Testlauf mit Kollegen, Freunden und online

Hast Du Dich schließlich für einen Firmennamen entschieden, heißt es: Testen! So viel und oft wie möglich. Bespreche den Namen mit Deinen Freunden, der Familie, Kollegen und online. Zwar sollst an erster Stelle Du mit Deinem Geschäftsnamen glücklich sein, aber er muss auch auf dem Markt gut ankommen. 

Durch Umfragen innerhalb Deiner potenziellen Zielgruppe – aber auch jenseits davon – kannst Du Dir einen guten Eindruck darüber verschaffen, wie Dein gewählter Unternehmensname bei anderen ankommt.

Oder begib Dich in eine virtuelle Crowd und höre Dir dort an, was man davon hält. Es kann sehr hilfreich sein, objektive und ehrliche Meinungen von einer Gruppe Unbekannter zu hören, da Freunde, Kollegen und Familienmitglieder dazu neigen, subjektiv zu urteilen. Ein weiterer Vorteil einer anonymen Internet-Umfrage: Du kannst Dich bereits mit Deiner Zielgruppe vernetzen und erste Kontakte knüpfen.

Auf Nummer sicher gehen: Namensrechte und Domains

Möchtest Du Deine Firma nach Dir selbst benennen, musst Du nicht allzu viel überprüfen. Die Rechte an Deinem eigenen Namen sind laut BGB § 12 BGB grundsätzlich geschützt. Was Firmennamen angeht, kann es jedoch zu Überschneidungen verschiedener Rechte kommen. Das Bürgerliche Gesetzbuch, das Markenrecht, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und das Handelsgesetzbuch enthalten die Säulen der Namensrechte. Für alle eingetragenen Kaufleute und Firmen gilt laut § 30 HGB: Ist bereits eine Firma unter einem bestimmten Namen im Handelsregister eingetragen, so darf kein zweites Unternehmen diesen Namen verwenden.

Was den Internetauftritt angeht, musst Du checken, ob die Domain, die Du verwenden willst, noch nicht vergeben ist. Falls nicht, super! Dann kannst Du sofort zuschlagen. Ansonsten hast Du noch die Möglichkeit, den Kauf anzufragen. Falls die Domain nicht zu verkaufen ist, bleibt Dir leider nichts anders übrig als weiterzusuchen. 

Wenn Dein Wunsch-Firmenname sowohl online als auch offline noch frei ist, musst Du im letzten Schritt (oder ersten, denn alle Schritte sind wichtig!) untersuchen, ob Du mit Deinem Firmennamen keine Markenrechte verletzt oder der Name unzulässige Begriffe enthält. Dazu gehören Bezeichnungen wie zum Beispiel Institut, international oder auch Bio. 

In der Regel lässt es sich übers Internet schnell herausfinden, ob Dein gewünschter Firmenname noch frei ist. Dennoch solltest Du, um auf Nummer sicher zu gehen, beim Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) sowie auch beim Handelsregister nachfragen, um eine überraschende Klage später oder eine teure Namensänderung im Nachhinein zu vermeiden. Hast Du alle Fakten und Infos zusammen, solltest Du Dich dort sowieso im nächsten Schritt als Firma anmelden.

Den Firmennamen als Marke bzw. Patent anmelden

Hast Du den richtigen Firmennamen für Dich gefunden und alle oben genannten Schritte geklärt und geprüft, solltest Du Deinen Unternehmensnamen schützen lassen. Du willst schließlich nicht, dass alle Mühe umsonst war und Dir ein anderer zuvorkommt.

Deshalb: Lass Deinen Firmennamen beim DPMA als Marke eintragen. Sollte Deine Geschäftsidee eine neue Erfindung oder technische Errungenschaft sein, ist es ratsam, ein Patent anzumelden und Dir damit das gewerbliche Schutzrecht für Deine Geschäftsidee zu sichern.

Die richtige Rechtsform Deines Unternehmens 

Zu guter Letzt musst Du noch die richtige Rechtsform Deines Unternehmens in den Firmennamen mit aufnehmen. Bei eingetragenen Gesellschaften wie einer GmbH, einer AG oder UG musst Du die entsprechenden Kürzel als Teil Deines Firmennamens mitführen, um die Rechtsform nach außen hin erkennbar zu machen. 

Als Personengesellschaft musst Du Deinen Nachnamen angeben: Wenn Du eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet hast, sind Vor- und Nachname zu nennen, bei einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) reicht der Familienname. 

Auch bei nicht eingetragenen Firmen und als Selbständiger musst Du Deinen eigenen, vollständigen Namen als Geschäftsbezeichnung angeben. Freiberufler sind verpflichtet, zumindest den Nachnamen als Teilbezeichnung des Firmennamens mitzunehmen. Was Du Deinem Namen noch hinzufügst, ist Dir allerdings immer selbst überlassen. Lass Deiner Fantasie freien Lauf! 

Hast Du Deine Firma nun gegründet, einen tollen Firmennamen eintragen lassen und stehst damit in den Startlöchern, brauchst Du ein Geschäftskonto. Egal, ob Du Dein Unternehmen als Selbstständiger führen willst, als Freiberufler oder als eingetragene Firma, ein Geschäftskonto bei Penta lässt sich unkompliziert und innerhalb weniger Tage eröffnen und hilft Dir dabei, Deine Finanzen immer im Blick zu haben. Die einfache Handhabung und klare Preisstruktur sorgen außerdem dafür, dass Du Dir Zeit sparst – Zeit, die Du lieber in Dein eigenes, neues Unternehmen investieren kannst.

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