Frauen bei Penta: Ihre Erfahrungen in der Fintech-Branche

Philip
Philip März 2022 Content Marketing Editor 12 Min

Inhaltsverzeichnis

Anlässlich des diesjährigen Weltfrauentags unter dem Motto #BreakTheBias (zu Deutsch also “Breche mit Vorurteilen”) haben wir diese Woche Frauen in Fintechs gewidmet und untersucht, wie der aktuelle Stand der Gleich­berechtigung in dieser Branche ist und welchen Vorurteilen Frauen auch heute noch begegnen müssen.

Für den heutigen Beitrag haben wir mit fünf Frauen verschiedener Abteilungen bei Penta gesprochen und sie nach ihren Meinungen und Ansichten zur Tätigkeit in der Fintech-Branche gefragt.

Auf diese Weise möchten wir aus erster Hand von Klaudia, Adina, Ivona, Katrina und Tijana erfahren, wie der aktuelle Stand der Gleichberechtigung in diesem Wirtschaftsbereich ist und herausfinden, wie wir bei Penta möglicherweise weitere Impulse in diese richtige Richtung geben können.

Erste Eindrücke der Fintech-Branche

In der Finanz- und Tech-Branche gibt es teils beachtliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern – bspw. beim Verhältnis von Bewerberinnen zu Bewerbern auf gewisse Stellen, der Anzahl von weiblichen Führungskräften oder dem Gehalt. Unsere befragten Pentonians sehen in der Fintech-Branche und explizit bei Penta jedoch große Potenziale für die eigene Entwicklung.

Ivona Nedeljkovic, CRM Lead: Mir fiel anfangs direkt auf, wie viele junge und talentierte Menschen in dieser Branche tätig sind, die schon damals so mutig und motiviert waren, ihre innovativen Ziele zu erreichen. Das Gefühl, in einem solchen Team zu arbeiten, ist für mich immer noch eine Inspiration, eine Herausforderung und die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe.

Adina Constantin, Senior Finance Managerin: Mir wurde schnell klar, dass sich diese Branche durch Innovation und Disruptivität auszeichnet und einen deutlichen Mehrwert schafft. Ich war und bin immer noch erstaunt, wie viel Teamarbeit bewirken kann. Hier geht es nicht nur um persönliche Leistungen, sondern darum, was das Unternehmen unter Einsatz aller seiner Talente schaffen und erreichen kann. Es ist eine erstaunliche Reise, und es macht mich stolz, Teil dieser Branche zu sein.

Klaudia Koniarek, Anti-Money Laundering Officer: Außerdem ist die Arbeit in einem schnelllebigen Umfeld wie Fintech und einem schnell wachsenden Unternehmen wie Penta sehr anspruchsvoll und bringt viele Heraus­forderungen mit sich. Das ist allerdings eine hervorragende Gelegenheit, um Kreativität und Problemlösungskompetenzen zu fördern. Heute kann ich sagen, dass ich mich sehr glücklich schätzen kann. Ich bin umgeben von Top-Performern und inspirierenden Managern, von denen ich lernen kann. Einige von ihnen würde ich sogar als meine Mentorinnen und Mentoren bezeichnen.

Tijana Bjelic, Talent Acquisition Managerin: Die Zeiten, in denen Fintech-Branche eine Männerdomäne war, sind vorbei. Sie ist heute ein Ort, an dem sich jeder willkommen fühlen kann. Ich habe den Eindruck, dass es immer noch keine vollständige Gleichberechtigung gibt, aber es tut sich etwas. Ein großer Teil der Lösung dieses Problems besteht darin, großartige weibliche Führungskräfte in der Tech-Branche zu haben, die dem Rest der Branche als Vorbilder dienen können. Frauen entwickeln definitiv großartige Fintech-Lösungen, und einige von ihnen sind Botschafterinnen dieser Technologie. Das kann ein Weg sein, um Frauen in der Branche zu fördern und sie zu ermutigen, mit ihren Ideen voranzugehen.

Unterschiede zu anderen Branchen

Wie bereits in unserem Beitrag zum Status Quo in der Fintech-Branche gezeigt, finden sich hinsichtlich Gender Equality teilweise deutliche Unterschiede zu traditionellen Banken. Aber wie empfinden unser Pentonians die Unterschiede zu anderen Branchen?

Katrina, Senior Product Managerin: Initiativen wie der Weltfrauentag zeigen uns, dass Repräsentation in allen Branchen ein Problem ist. Es gibt auch Barrieren auf allen Ebenen. Angefangen bei den Schwierigkeiten, die Frauen oder farbige Gründerinnen haben, um Investitionen für ihre Ideen zu erhalten, bis hin zu Vorurteilen bei der Produktentwicklung. Die Fintech-Branche ist oft stark von Männern geprägt, was sich in den meisten Führungsteams widerspiegelt. Der Fortschritt ist langsam, und Veränderungen müssen bewusst herbeigeführt werden. Wir brauchen Männer als Verbündete für Frauen und Vielfalt, um einen sinnvollen Wandel zu erreichen. 

Adina: Was die Gender Diversity angeht, habe ich das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Branchen einiges verbessert hat. Ich sehe zwar, dass sich mehr Frauen für diese Branche interessieren, aber die Vielfalt ist trotzdem immer noch ein Thema, an dem man arbeiten muss.

Klaudia: Meiner Meinung nach unterscheidet sich die Fintech-Branche tatsächlich von anderen Sektoren – und zwar im positiven Sinne. Man sich nicht nur darüber im Klaren, dass die organisatorische und finanzielle Leistung von Unternehmen unter einer mangelnden Geschlechterdiversität leidet, sondern man hat sich in vielen Firmen (auch bei Penta) gezielt damit auseinander­gesetzt. Es gibt viele Initiativen, um Gender Equality zu erreichen, und diese werden erfolgreich vorangetrieben und beschleunigt. Es ist schön zu sehen, dass sich die Branche verändert und #WomenInFintech unterstützt.

Wie steht es in 2022 um die Gleichberechtigung von Frauen in Fintechs und was können Unternehmen tun? Erfahre mehr:

Frauen in der Fintech-Branche

Vorurteile gegenüber Frauen in der Arbeitswelt

Mit Vorurteilen gegenüber Frauen zu brechen, ist eines der Hauptziele des Weltfrauentags. Wir möchten erfahren, ob und in welcher Form unseren befragten Kolleginnen jemals das Gefühl vermittelt wurde, „Frau“ und „Führung“ oder „Professionalität“ seien zwei unvereinbare Konzepte.

Ivona: Ich denke, dass Frauen und Führung bzw. Professionalität zusammengehören. Ich befand mich nicht in einer Situation, in der ich die Unvereinbarkeit dieser beiden Konzepte zu spüren bekam. Ich habe meist mit Frauen zusammengearbeitet, die in diesen Rollen einen starken Eindruck auf mich gemacht haben.

Adina: Um ehrlich zu sein, hatte ich bisher das Glück, von großartigen Talenten und aufgeschlossenen Menschen umgeben zu sein, und ich hatte nie das Gefühl, dass man als Frau in dieser Branche nicht anerkannt wird. Talent und harte Arbeit werden und müssen immer anerkannt werden. Es ist eine sehr wettbewerbsintensive Welt, und es mag sich manchmal schwierig anfühlen, eine Führungsposition zu erreichen, und es gibt in der Fintech-Branche sicherlich weniger Frauen in Führungspositionen als in anderen Branchen, aber das liegt alles an der bestehenden Geschlechterkluft.

Klaudia: Ja, ich war schon in einer solchen Situation, und denke, es ist wichtig, offen darüber zu sprechen. Frauen sind großartige, einfühlsame Führungspersönlichkeiten, aber manche Leute sehen das als Schwäche an. Manche Arbeitgeber neigen dazu, das durchsetzungsfähige Verhalten von Männern in der Führung als stark und befehlend (im positiven Sinne) zu interpretieren, aber wenn Frauen ein ähnliches Verhalten an den Tag legen, sehen Arbeitgeber sie oft als aggressiv oder aufdringlich an. Und das ist mir passiert, als ich in einer von Männern dominierten Branche gearbeitet habe. 

Katrina: Wir haben eine genaue Vorstellung davon, wie Führung aussieht, basierend auf dem, was wir in bisher erlebt haben. Ehrgeiz und Selbstvertrauen, zwei wesentliche Eigenschaften für eine Führungskraft, kommen bei Frauen anders rüber. Wir sollten uns nicht selbst ändern müssen, sondern unterschiedlichen Merkmale von Führungskräften willkommen heißen. Das beginnt damit, dass Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund in Führungspositionen sichtbar werden. Eine größere Vielfalt von Merkmalen, die wir mit „Professionalität“ und „Führung“ gleichsetzen, wird sich von unten nach oben auswirken und andere nach oben ziehen. Die Unterstützung von Vorreiterinnen, die es bereits geschafft haben, ist so wichtig.

Mein Buchtipp: „The Authority Gap: Why Women Are Still Taken Less Seriously Than Men, and What We Can Do About It“ von Mary Ann Sieghart.

Erfahre in unserem Interview mit Babett Mahnert, wie Gründerinnen mit mehr Selbstvertrauen erfolgreich werden können:

Interview mit Babett Mahnert von Goldfrau

Weltfrauentag 2022: #BreakTheBias

Um solche Vorurteile gezielt zu entkräften, trägt der Weltfrauentag 2022 das Motto #BreakTheBias. Also, was bedeutet das Motto für unsere Pentonians?

Tijana: Es ist ein Aufruf zum Handeln. Auch wenn es vielen von uns nicht auffällt, haben sich geschlechtsspezifische Vorurteile und Stereotypen tief in unsere Normen eingeprägt. Der erste Schritt ist, sich dessen bewusst zu werden, aber das reicht nicht aus. Jeder sollte gegen Vorurteile in seiner Community und am Arbeitsplatz vorgehen und jede Art von Diskriminierung und Stereotypisierung anprangern. Das ist nicht einfach, aber der richtige Weg. 

Katrina: Verständnis und Aufklärung sind der erste Schritt, damit jeder die Herausforderungen erkennt, mit denen Frauen konfrontiert sind. Deshalb sind Initiativen wie der Weltfrauentag so wichtig. Der Slogan #BreakTheBias trägt dazu bei, diese Botschaft und das Bewusstsein zu verbreiten. Es bedeutet auch, anzuerkennen, dass unterschiedliche Hintergründe und Lebenserfahrungen zu einem gesunden und erfolgreichen Arbeitsumfeld beitragen. Gleich­berechtigung ist also ein positiver Nutzen für jeden.

Klaudia: #BreakTheBias bedeutet für mich, darauf hinzuarbeiten, dass Vielfalt als Norm und nicht als Trend wahrgenommen wird. Es bedeutet, eine integrative und vielfältige Welt zu schaffen, die frei von Stereotypen und Diskriminierung ist. Eine Welt, in der alle Unterschiede geschätzt werden und in der Vielfalt mit enormen Vorteilen verbunden ist, wie z. B. gesteigerte Kreativität, größere Innovation, höheres Engagement der Mitarbeitenden und bessere Entscheidungsfindung. 

Ivona: Der Slogan bedeutet: Wir wollen eine Welt, in der Unterschiede gefeiert werden. Mein Ziel wäre es, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem jeder die gleichen Chancen hat, seinen Lebensweg zu gestalten. 

Adina: #BreakTheBias bedeutet für mich, mit Stereotypen zu brechen, dass nur bestimmte Aktivitäten für Frauen besser geeignet sind als andere. Jeder Mensch ist anders, wir sind Individuen und wir sollten aufhören, uns mit anderen zu vergleichen oder uns mit anderen vergleichen zu lassen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und die Umstände sind von Mensch zu Mensch verschieden. 

Du möchtest mit uns die Fintech-Branche revolutionieren? Als Teil von Penta kannst Du genau das tun.

Was können Fintechs besser machen?

Auf die Probleme in Unternehmen und insbesondere in Fintechs aufmerksam zu machen, ist ein guter Anfang. Allerdings müssen konkrete Initiativen folgen, um Fintechs zugänglicher zu machen und die Gender Gap zu schließen.

Tijana: Das ist nichts, was ein Unternehmen einmal macht und dann nie wieder; Es ist ein Prozess, der damit beginnt, dass man sich der Defizite bewusst wird, dass man sich bei der Einstellung auf die Vielfalt konzentriert, dass man seine Mitarbeitenden schult, dass man sie gleich bezahlt und dass man die Vielfalt zu einem Grundwert macht. Aus unserer Perspektive hier bei Penta ist es eine unserer Aufgaben, eine integrative Teamkultur zu schaffen, und ich denke, wir leisten dabei gute Arbeit. Jedes Unternehmen sollte Vielfalt zu einer Priorität machen, unabhängig von seiner Größe.

Klaudia: Mentoring. Ich sage immer: „If she cannot see it, she cannot be it“. Das Mentoring von Frauen ist extrem wichtig, da es ihnen hilft, Zugang zu Chancen zu erhalten und ihr Selbstvertrauen in einem oft noch männerdominierten Geschäftsumfeld zu stärken, wie es bei den meisten Fintechs der Fall ist. 

Tipps für die neue Generation weiblicher Fintech-Professionals

Damit wir gemeinsam die Gender Equality in der Branche erreichen, geben unsere Pentonians ein paar hilfreiche Tipps für Frauen, die eine Karriere in Fintech starten möchten.

Adina: Die Art, wie wir uns selbst sehen, beeinflusst, wie wir uns anderen präsentieren. Sei also realistisch, aber gleichzeitig nicht zu hart mit Dir. Sei immer neugierig und bereit, neue Dinge zu lernen und auszuprobieren. Habt keine Angst zu sagen, was Du denkst, auch wenn das, was Du vorschlägst, eine falsche Idee oder Lösung ist.

Katrina: Wenn ich mich auf einen Ratschlag beschränken müsste, dann wäre es: Suche Dir Mentorinnen und Mentoren, die mit Dir arbeiten. Dadurch wirst Du selbstbewusster und erhältst unschätzbares Feedback. Zum Glück gibt es Programme und Netzwerke, wie The Mentoring Club, die dabei helfen, Mentorinnen und Mentoren zu finden. Denke auch daran, andere zu unterstützen und fange selbst an, andere zu betreuen, um ihr Einfühlungsvermögen und Selbstvertrauen zu stärken. 

Tijana: Sei mutig, trau Dich, Deine Ideen zu äußern und Deine Stimme zu erheben, sieh jede Herausforderung als Chance, hab keine Angst, Fehler zu machen, kümmere Dich um die Menschen in Deinem Umfeld, und das Wichtigste: Genieße jeden Schritt auf Deinem Weg.

Klaudia: Finde ein Unternehmen, das Wert auf Vielfalt legt! Vergewissere Dich, dass das Team Diversität wirklich würdigt, denn nur so wird man Deinen Standpunkt schätzen und Dir zuhören, wenn Du Deine Meinung sagst. Sei außerdem authentisch und mutig. Verlasse Deine Komfortzone, sammle Erfahrungen und bleibe aufgeschlossen. Suche nach Vorbildern und Verbündeten – sowohl unter Frauen als auch unter Männern. 

Gegenseitiges Empowerment

Abschließend wollten wir wissen, wie unsere Teilnehmerinnen andere Frauen in ihrem Umfeld ermutigen und unterstützen.

Ivona: Eine starke Frau kann den Weg für andere ebnen. Für mich bedeutet das Empowerment von Frauen, zu denken, zu sagen und zu tun, was wir wollen, ohne Angst vor dem Scheitern zu haben. Ich versuche, mein Team zu ermutigen, selbstbewusst ihre Meinung zu vertreten, und sie daran zu erinnern, dass ihr Einsatz nie als selbstverständlich angesehen wird.

Tijana: Nach dem, was ich von fast allen meinen Kolleginnen und Kollegen gehört habe – und ich kann dem nur zustimmen – sind die Menschen das größte Kapital von Penta. Ich denke, der Schlüssel für Empowerment liegt in den Beziehungen zu den Menschen. Wenn man ein Unternehmen hat, das sich in jeder Hinsicht um einen kümmert, und starke Teams, die füreinander da sind, hilft das ungemein. Ein wenig Einfühlungsvermögen und Verständnis, wenn es nötig ist, sind sehr hilfreich. 

International Women’s Week bei Penta

Wir bei Penta möchten die Erfolg von Frauen feiern und auf Ungleichheiten in unserer Branche aufmerksam machen. Deshalb widmen wir diese Woche genau diesem Thema.

Am Montag zeigten wir, wie der Status Quo der Fintech-Branche heutzutage aussieht und wie Frauen Fintechs aktiv voranbringen können. Zudem sprachen wir im Interview mit Babett Mahnert von Goldfrau über mehr Empowerment für Selbstständige. Morgen erwartet euch ein weiteres Interview mit Finanzcoach Franziska Stieber darüber, wie Frauen ihre Finanzen selbstbestimmt managen können.

Also, lasst uns mit klischeebehafteten Vorurteilen brechen und uns für eine Zukunft voller Gleichberechtigung einsetzen. #BreakTheBias

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