Erhalte 60€ für jedes Unternehmen, das Du für Penta wirbst.
Prämie sichern
Mehr

Geld überweisen: Wie funktioniert eine Überweisung?

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner August 2021 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Eine einfache Art, offenen Rechnungen bargeldlos zu bezahlen, ist das Geld zu überweisen. Einfach gesagt wird dabei Geld von Deinem Konto auf ein anderes Konto übertragen. Welche Besonderheiten musst Du bei den verschiedenen Arten von Überweisungen beachten, damit Dein Geld zuverlässig und fristgerecht ankommt?

Was ist eine Überweisung?

Wird Geld von einem Konto auf ein anderes Konto transferiert, spricht man von einer Überweisung. Dabei kann es sich sowohl um geschäftliche als auch um private Transaktionen handeln. Wird Geld zwischen Konten derselben Bank überwiesen, spricht man von einer bankinternen Überweisung. Die zwischenbankliche Überweisung bezeichnet Transaktionen zwischen Konten unterschiedlicher Banken. Hier wird zudem zwischen Überweisungen im Inland und Auslandsüberweisungen unterschieden. 

SEPA-Überweisungen

Seit 2014 wird von fast allen EU-Mitgliedsstaaten das SEPA-Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union genutzt. Die Grundlage für SEPA-Überweisung bilden IBAN und BIC, auch SWIFT Code genannt. Die IBAN (International Bank Account Number) hat in Deutschland die klassische Kontonummer ersetzt und BIC (Business Identifier Code) die Bankleitzahl.

Beleglose und beleghafte Überweisungen

Mittlerweile bieten nahezu alle Banken Onlinebanking an. Das bedeutet, Du kannst Geld bequem von Deinem Rechner oder mit Deinem Smartphone überweisen. Alles, was Du dazu benötigst, sind die Kontoinformationen des Empfängers wie seinen Namen und seine IBAN, die internationale Nummer eines Bankkontos (International Bank Account Number), sowie den BIC (Bank Identifier Code) für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raumes. Dieses elektronische Verfahren wird auch als beleglose Überweisung bezeichnet und hat die Möglichkeit, Geld offline zu überweisen, nahezu abgelöst. Für die Offline-Überweisung benötigst Du neben den Kontoinformationen einen Überweisungsträger aus Papier von Deiner Bank. In diesem Fall spricht man von einer beleghaften Überweisung. Du füllst den Überweisungsträger handschriftlich aus und gibst ihn bei Deiner Bank ab.

Wie überweist man Geld?

Unabhängig davon, ob Du Geld beleglos oder beleghaft überweisen möchtest, benötigst Du dazu einige Informationen, die Du entweder auf dem Überweisungsträger oder online in Deinem privaten Girokonto oder Deinem Geschäftskonto eingibst. Zu den Informationen bei einer SEPA-Überweisung gehören 

  • der Name des Empfängers (Gläubiger)
  • die IBAN (International Bank Account Number) des Empfängers
  • der Überweisungsbetrag in Euro und Cent
  • der Verwendungszweck (beispielsweise eine Rechnungsnummer)
  • der vollständiger Name, Firma und Ort des Auftraggebers (Schuldner) oder Kontoinhabers
  • die IBAN des Auftraggebers oder Kontoinhabers

Angaben sorgfältig überprüfen

Machst Du einen Fehler und überweist Geld an eine falsche IBAN, ist die Bank nicht dazu verpflichtet, das Geld zurück zu überweisen oder Dir das Geld zu erstatten. Du selbst bist für fehlerhafte Eingaben verantwortlich. Überprüfe daher Deine Eingaben sorgfältig, bevor Du eine Überweisung abschickst.

Nachdem Deine Bank Deine Angaben geprüft hat, führt sie Deinen Auftrag entweder bankintern aus oder leitet Deinen Überweisungsauftrag für die zwischenbankliche Ausführung im SEPA-Raum über das sogenannte Datenträgeraustauschverfahren an eine zentrale Verrechnungsstelle weiter.

Was kostet eine Überweisung?

SEPA-Überweisungen sind bei den meisten Direktbanken und Finanzdienstleistern kostenlos. Bei Penta kannst Du beispielsweise je nach Preismodell bis zu 600 ausgehende SEPA-Transaktionen kostenlos mit Deinem Online Geschäftskonto tätigen. Im Gegensatz zu Onlineüberweisungen bzw. beleglosen Überweisungen verlangen Banken für beleghafte Überweisungen bis zu zwei Euro Gebühren. Hintergrund ist der Aufwand, den das Überweisen von Geld mithilfe eines Überweisungsträgers für das Servicepersonal verursacht. Zum Teil werden auch gebühren für Onlineüberweisungen und Überweisungen am Serviceterminal erhoben.

Auslandsüberweisungen fallen im Gegensatz zu Inland- oder SEPA-Überweisungen immer Gebühren an. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt davon ab, welche Gebühren Deine Bank erhebt, wie hoch die SWIFT-Gebühr ausfällt und ob Deine Bank eine Wechselgebühr erhebt. Zudem fällt gegebenenfalls eine zusätzliche Gebühr von dem ausländischen Kreditinstitut an.

OUR, BEN, SHARE

Wer letztendlich die Kosten trägt, um Geld ins Ausland zu überweisen, wird vorher festgelegt. Hier gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Our Customer Charged (OUR): Der Sender zahlt die Kosten per Vorkasse
  • Beneficiary Pays Costs (BEN): Der Empfänger übernimmt die anfallenden Kosten, die ihm von dem überwiesenen Betrag abgezogen werden.
  • SHARE: Sender und Empfänger teilen dich die Kosten. 

Viele Banken nutzen die Variante SHARE als Überweisungsstandard. Informiere Dich vorher bei Deiner Bank über die Entgeltregelungen für Auslandsüberweisungen.

Wie lange dauert es, Geld zu überweisen?

Zahlungsdienstleister sind dazu gesetzlich verpflichtet, bestimmte Fristen für die Dauer einer Überweisung einzuhalten. Beleglose Überweisungen (Onlineüberweisungen) dürfen maximal einen Banktag dauern. Dies regelt die EU-Zahlungsdiensterichtlinie oder PSD2 (Payment Service Directive). Grundlage für die Umsetzung in Deutschland bildet § 675s des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zur Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge. Da beleghafte Überweisungen einen größeren Arbeitsaufwand verursachen, haben Zahlungsdienstleister hier maximal zwei Banktage Zeit, das Geld zu überweisen.

Diese Ausführungsfristen gelten für sämtliche Transaktionen wie Einzelüberweisungen, Sammelüberweisungen, Daueraufträge und Lastschriften, bei denen Geld von einem Konto auf ein anderes Konto im Inland oder im SEPA-Raum in Euro überwiesen wird. Diese Fristen gelten nicht, wenn Du Geld innerhalb des SEPA-Raumes in einer Fremdwährung überweisen willst. In diesem Fall haben Zahlungsdienstleister maximal vier Bankarbeitstage Zeit, den Betrag dem Konto des Empfängers gutzuschreiben. Wie lange es dauert, Geld in Drittstaaten außerhalb der EU zu überweisen, ist nicht gesetzlich geregelt. 

Echtzeit-, Blitz- und Terminüberweisungen 

Unterstützt Deine Bank und die des Empfängers die Echtzeitüberweisung, wird das überwiesene Geld im Rahmen des sogenannten instand Payments innerhalb weniger Sekunden – also in Echtzeit – dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Alternativ wird Dein Geld mit der Blitzüberweisung innerhalb weniger Stunden überwiesen. Im Gegensatz zur Echtzeitüberweisung ist die Blitzüberweisung sowohl online als auch beleghaft möglich. Der Dienst kostet allerdings abhängig von der jeweiligen Bank bis zu 25 Euro Gebühren. Anstehende Überweisungen kannst Du zudem als Terminüberweisung tätigen. Deine Bank führt den Transfer des Geldes dann zu dem von Dir angegebenen Zeitpunkt aus. 

Geld überweisen: der Unterschied zwischen bankinternen und zwischenbanklichen Überweisungen

Die bankinterne Überweisung ist die einfachste Art der Überweisung. Bist Du als Absender bei der gleichen Bank wie der Empfänger, dem Du Geld überweisen möchtest, werden Online-Überweisungen in der Regel sofort von der Bank ausgeführt und dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Bei den Empfängerkonten kann es sich übrigens auch um Dein eigenes Konto, beispielsweise ein Sparkonto oder ein Tagesgeldkonto bei Deiner eigenen Bank handeln. Beleghafte Überweisungen werden zunächst gesammelt und innerhalb der gesetzlichen Frist ausgeführt. 

Handelt es sich um eine zwischenbankliche Online-Überweisung, kommt mit der kontoführenden Bank des Empfängers ein weiterer Beteiligter ins Spiel. Die Bank des Empfängers ist dazu verpflichtet, den überwiesenen Geldbetrag innerhalb der geltenden Fristen dem Konto des Zahlungsempfängers gutzuschreiben. Das bedeutet, hier kann es bei Inlandsüberweisungen sowie bei Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums in Euro bis zu einem Banktag dauern, bis das Geld dem Empfängerkonto gutgeschrieben wird. Bei beleghaften Überweisungen gilt auch bei zwischenbanklichen Überweisungen die Frist von maximal zwei Banktagen.

Wer sind die Beteiligten?

Wird Geld von einem Konto auf ein anderes Konto überwiesen, sind der zahlungspflichtige Auftraggeber (Schuldner) und seine kontoführende Bank sowie der Zahlungsempfänger (Gläubiger und dessen kontoführende Bank beteiligt.

Was musst Du bei Auslandsüberweisungen beachten?

Die Auslandsüberweisung dient dem Überweisen von Geld an Empfänger in Drittstaaten sowie bei Überweisungen in Fremdwährungen. Du kannst sie online ausführen oder das entsprechende Formular für die Auslandsüberweisung von Deiner Bank ausfüllen. Neben dem vollständigen Namen und gegebenenfalls einer Anschrift des Empfängers sowie seiner IBAN oder Kontonummer benötigst Du die BIC, die internationale Bankleitzahl (Business Identifier Code), des Empfängers. Dieser Code wurde von der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) ins Leben gerufen. Er vereinheitlicht und vereinfacht den internationalen Zahlungsverkehr bzw. die internationale Überweisung. Die Auslandsüberweisung wird daher auch als SWIFT-Überweisung bezeichnet. Der BIC oder auch SWIFT-Code besteht aus elf bis zwölf Stellen und setzt sich aus dem Kürzel für die Bank, dem Länderkürzel und einer Buchstabenkombination der Filiale zusammen.

Bevor die Bank eine Auslandsüberweisung durchführt, prüft sie die Angaben. Allerdings prüft sie nur, ob Du eine existierende IBAN und BIC eingegeben hast. Sie überprüft nicht, ob der Zahlungsempfänger und der Kontoinhaber identisch sind. Du musst selbst vor Abschluss darauf achten, dass die Angaben korrekt sind. Deine Bank kann eine Überweisung an ein falsches Konto im Ausland nicht zurückbuchen. 

Meldepflicht für Überweisungen ins Ausland

Du bist gesetzlich dazu verpflichtet, eingehende Zahlungen aus dem Ausland sowie ausgehende Überweisungen in das Ausland ab einem Betrag in höhe von 12.500 Euro der Deutschen Bundesbank zu melden. Diese Transaktionen unterliegen gemäß § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG) in Verbindung mit §§ 67 ff. Außenwirtschaftsverordnung (AWV) der AWV-Meldepflicht. Demnach müssen Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen, Geldinstitute und öffentliche Stellen in der Bundesrepublik Deutschland die entsprechenden Transaktionen bis zum 7. Kalendertag des nachfolgenden Monats nach Eingang in elektronischer Form auf der Website der Deutschen Bundesbank melden. Unternehmen benötigen eine Meldenummer, Privatpersonen melden Zahlungen telefonisch über eine kostenlose Hotline.

Geld mit der Kreditkarte überweisen

Alternativ hast Du die Möglichkeit, Geld über Deine Kreditkarte oder Girocard einzuzahlen, um es ins Ausland zu überweisen. Im Vergleich zur Banküberweisung ist das Geld bei der Zahlung mit der Kreditkarte innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger.

Geld überweisen: Alternativen zur Banküberweisung

Die Auslandsüberweisung ist aufgrund der anfallenden Gebühren, Wechselkurse und Wechselgebühren vergleichsweise teuer. Zudem braucht sie je nach Land und Währung bis zu 14 Tage. Um Geld schneller in das nicht-europäische Ausland zu überweisen, kannst Du neben der klassischen Banküberweisung Auslandsüberweisungen auch über den Online-Bezahldienst PayPal oder über unterschiedliche Geldtransferdienste abwickeln. 

PayPal überzeugt durch seine Schnelligkeit. Allerdings können unter Umständen hohe Gebühren für das Überweisen von Geld ins Ausland anfallen. So erhebt Paypal beispielsweise bei grenzüberschreitenden geschäftlichen Zahlungen die sogenannte Grenzüberschreitungsgebühr an, deren Höhe sich nach der Ländergruppe des Zahlenden richtet. Zudem fallen Wechselkursgebühren an, wenn Du in einer Fremdwährung zahlst.

Geldtransferdienste wie Western Union oder MoneyGram haben den Vorteil, dass Du kein Girokonto benötigst, um Geld in das Ausland zu überweisen. Du zahlst das Geld bar ein und der Empfänger bekommt es nach der Überprüfung seiner Identität ebenfalls bar ausgezahlt. Bevor Du Dich für einen Anbieter entscheidest, informiere Dich über die anfallenden Gebühren. 

Starte noch heute mit Business Banking von Penta

Nach oben