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Die Geldkarte: Funktion der elektronischen Geldbörse

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner August 2021 6 Min

Inhaltsverzeichnis

Die Geldkarte oder auch elektronische Geldbörse wurde von den beteiligten Kreditinstituten ausgegeben, um den Konsumenten durch einen elektronischen Zahlungsvorgang die Bezahlung zu erleichtern. In diesem Beitrag soll es neben der Funktion der Geldkarte auch darum gehen, warum sie zunehmend verschwindet – und welche Alternativen es gibt.

Was ist eine Geldkarte?

Durch eine Geldkarte bekommst Du die Möglichkeit, bargeldlos und offline kleine Geldbeträge an einigen Akzeptanzstellen zu bezahlen. Bevor Du aber bezahlen kannst, musst Du Deine Geldkarte aufladen. Auf Deine Karte kannst du bis zu 200 Euro laden. Bei der Bezahlung ist keine weitere Authentifizierung wie ein Pin oder eine Unterschrift notwendig. Du bezahlst demnach bar per Karte.

Das ist auch das wesentliche Prinzip einer Geldkarte. Es soll Dir ermöglicht werden, kleine Beträge einfach und unkompliziert ohne Bargeld bezahlen zu können, wenn Du das Guthaben Deiner Geldkarte aufgefüllt hast. 

Welche Geldkarten gibt es?

Die elektronische Geldbörse kann in zwei Arten unterschieden werden. Die Geldkartenfunktion ändert sich dabei jedoch nicht.

  1. Girokonto-bezogene Geldkarte
    Hierbei wird der Chip für die Geldkartenfunktion auf der Kundenkarte Deiner Bank beziehungsweise auf Deiner EC-Karte integriert. Ein großer Vorteil dieser Variante ist, dass Du keine weitere Karte brauchst. Damit kannst Du Deine Geldkarte einfach an jedem Terminal aufladen und es spielt keine Rolle, ob das Geld von Deinem Girokonto abgebucht wird oder ob Du es bar einzahlst.
  2. White Card
    Die White Card ist eine nicht kontogebundene reine Geldkarte. Die White Card kannst Du entweder an einem Bankschalter mit Bargeld aufladen oder über das sogenannte CPD-Konto, also ein Verrechnungskonto. Auf dieses Konto zahlst du Dein Geld ein und kannst so Deine Geldkarte auch bargeldlos aufladen.

Wichtig zu wissen: Egal welche Variante der Geldkarte Du besitzt, beide Geldkarten können online nicht ohne zusätzliche Programme aufgeladen werden. Lies dazu mehr unter dem Punkt „Geldkarte zu Hause aufladen“.

Wie kannst Du die Geldkarte aufladen?

Das Aufladen Deiner Geldkarte ist dem Abheben von Bargeld sehr ähnlich. In beiden Fällen wird Dein Girokonto belastet, nur dass Du beim Aufladen Deiner Geldkarte keine Scheine erhältst, sondern den Gegenwert als Guthaben auf Deiner Geldkarte. Um die Karte aufzuladen, stehen Dir folgende Optionen zur Auswahl:

Geldkarte in der Bank aufladen

Wenn Du Deine Geldkarte aufladen möchtest, dann kannst Du das direkt in der Bank an einem Geldautomaten tun. Dazu wählst Du im Menü des Automaten, nachdem du die Geldkarte eingesteckt hast, die Option „Geldkarte laden“. Im Anschluss kannst du einen beliebigen Betrag wählen, maximal jedoch 200 Euro. Du hast natürlich auch die Option, direkt bei einem Bankmitarbeiter Deine Karte aufzuladen oder an einem Ladeterminal für kontounabhängige Karten.

Geldkarte von zu Hause aufladen

Du kannst Deine Geldkarte auch durchaus von zu Hause aufladen. Dazu benötigst Du aber ein bisschen Equipment. Über giropay kannst Du online Deine Geldkarte aufladen. Dazu benötigst Du die Ladesoftware auf dem Deinem Computer und einen Chipkartenleser. Letzteren erhältst Du von Deiner Bank.

Für den Ladevorgang musst Du die Karte in den Kartenleser stecken und das Online-Banking-Portal aufrufen. Hier wählst Du den gewünschten Betrag aus und führst die Überweisung abgesichert über ein TAN-Verfahren durch.

Was kostet eine Geldkarte?

Eine Geldkarte ist für Dich als Nutzer kostenlos. Und auch für zusätzliche Funktionen wie eine elektronische Fahrkarte fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Bezahlen mit der Geldkarte

Der Bezahlvorgang mit einer Geldkarte unterscheidet sich nur unwesentlich von dem mit Bargeld. Die Karte wird von dem Verkaufsautomaten oder Zahlungsterminal belastet, und zur Authentifizierung musst Du weder einen Pin eingeben noch eine Unterschrift leisten.

Was passiert, wenn Du Deine Geldkarte verloren hast?

Wenn Du Deine Geldkarte verloren hast oder sie Dir gestohlen wurde, verhält es sich wie mit normalem Bargeld: Das Geld ist weg. Da es keinen Pin und keine Unterschrift erfordert, um mit der Geldkarte bezahlen zu können, kann es auch einfach ausgegeben werden.

Bei einer Kombination aus Geldkarte und EC-Karte solltest Du diese unter der Nummer 116 116 sofort sperren lassen.

Die Vor- und Nachteile

Jedes Zahlungsmittel hat seine individuellen Vor- und Nachteile. So ist das auch bei der Geldkarte:

Vorteile:

  • Kein Herumtragen von schwerem Kleingeld.
  • Bei der Bezahlung musst Du nicht ewig nach Kleingeld suchen.
  • Durch die fehlende Authentifizierung wird der Zahlungsvorgang beschleunigt.
  • Bei Verlust oder Diebstahl sind maximal 200 Euro verloren.
  • Für Dich entstehen keine Gebühren.

Nachteile:

  • Nur an wenigen Stellen hast Du die Möglichkeit, mit Deiner Geldkarte zu bezahlen. 
  • Du kannst nur in Deutschland mit der elektronischen Geldbörse bezahlen.
  • Aufgrund der Abnutzung kann es bei der Bezahlung häufiger zu Fehlermeldungen kommen.
  • Eine Überprüfung des vorhandenen Guthabens auf Deiner Karte ist schwierig. Nur wenige Verkaufsautomaten oder Terminals zeigen Dir an, wie viel Geld noch auf Deiner Karte ist.
  • Du kannst mit der Geldkarte kein Geld verschenken oder verleihen.
  • Aus steuerrechtlichen Gründen werden die Bezahlvorgänge zur Rückverfolgung für mehrere Jahre bei der Evidenzzentrale gespeichert. Daraus resultieren Probleme im Datenschutz.

Zukunftsperspektive: Die Geldkartenfunktion wird eingestellt

Die eben aufgeführten Nachteile blieben natürlich auch den Anbietern nicht lange verborgen, was dazu führte, dass die Geldkartenfunktion nach und nach eingestellt wurde und künftig komplett vom Markt verschwinden wird.

Die Deutsche Bank stellte die Produktion und Aushändigung der Geldkarten bereits im Juni 2018 ein. Danach folgten 2020 die Sparkassen, die bis zu den Jahren 2024/2025 auch aus dem Geldkarten-System aussteigen. Bereits seit Juli 2020 händigt die Sparkasse keine Girocards mit dem GeldKarte-Symbol mehr aus. Und auch die Commerzbank gibt seit Oktober 2020 keine Geldkarten mehr aus. Geldkarten, die aktuell noch im Umlauf sind, behalten ihre Funktion und Gültigkeit bis zu ihrem Ablauf.

Alternativen zur Geldkarte

Die Erwartungen an die Geldkarte waren ziemlich hoch, doch als sich immer weniger Partner anschlossen oder zögerten, trat die Realität ein. Dem technischen Fortschritt sei Dank, gibt es nun einfachere und bessere Alternativen. In diesem Zusammenhang steht die NFC-Technologie, die es ermöglicht, mit der Karte, dem Handy oder der Smartwatch per Auflegen zu bezahlen, weit im Vordergrund.

Auch Kreditkarten werden ein immer größeres Thema, da zunehmend mehr Menschen eine besitzen. Außerdem haben einige Kreditkarten ebenfalls eine Art Geldkartenfunktion, indem sie das Geld direkt von Deinem Girokonto abbuchen.

Eine weitere Option sind die Debitcards oder auch Bankkarten. Mit ihnen kannst Du ebenfalls bezahlen und der Betrag wird sofort von Deinem Konto abgebucht. Besonders als selbstständige Person oder wenn Du dich selbstständig machen möchtest, kann das von Vorteil sein.

Hast Du nämlich Dein eigenes Unternehmen, ist ein Geschäftskonto absolut unerlässlich. Bei Penta kannst du aus drei verschiedenen Konto-Varianten die für Dich passende heraussuchen. Und das Beste: Je nach Kontovariante erhältst Du nicht nur eine Debitcard für Dich, sondern auf Wunsch auch für Deine Angestellten. Das ermöglicht Dir den Überblick über alle Ein- und Ausgaben und Du kannst so vielleicht auch noch Geld sparen.

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