Geldwerter Vorteil: Was bringt der steuerfreie Sachbezug?

Yasmin
Yasmin April 2022 Content Editor 12 Min

Inhaltsverzeichnis

Der Arbeitsmarkt hat sich gewandelt: Bewerber erwarten heute mehr von ihrem Arbeitgeber als die vertraglich vereinbarte Vergütung für ihre Arbeit. Diese Erwartungen erfüllen viele Unternehmen mit Sachbezügen oder Sachleistungen. Ein geldwerter Vorteil erhöht das Einkommen der Mitarbeitenden, bleibt unter bestimmten Voraussetzungen aber steuerfrei.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Als Alternative zur Gehaltserhöhung erhöht der geldwerte Vorteil das Einkommen der Mitarbeitenden. 
  • Einige dieser Sachbezüge oder Sachleistungen sind unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei, andere sind dagegen grundsätzlich immer steuerpflichtig.
  • Für einige gelten bestimmte Freibeträge oder Freigrenzen.
  • Ob sich der Geldwerte Vorteil für Arbeitnehmer lohnt, hängt von Art und Umfang der Sachbezüge und -leistungen ab.

Was ist ein geldwerter Vorteil?

Ein geldwerter Vorteil ist ein Sachbezug oder eine Sachleistung, die über den reinen Arbeitslohn hinausgehen, aber nicht in Geld ausbezahlt werden. Zahlreiche Unternehmen nutzen Sachleistungen, um sich im Rahmen ihrer Employer-Branding-Strategie bei potenziellen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Zu diesen kostenlosen oder zumindest günstigeren Leistungen zählen bspw. ein Firmenwagen, Laptop und Smartphone, die auch privat genutzt werden dürfen, Personalrabatte oder das kostenlose Essen in der Kantine. 

Was gilt als geldwerter Vorteil?

Waren oder Leistungen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden vergünstigt oder kostenlos zur Verfügung stellt, gelten als geldwerter Vorteil. Diese zusätzliche Leistung gilt laut § 8 Absatz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) als Einnahme und somit als steuer- und sozialversicherungspflichtiges Einkommen

Ein einfaches Beispiel: Als Unternehmer schließt Du einen Vertrag mit einem Fitnessstudio, sodass Deine Mitarbeitenden dort kostenlos oder zu einem günstigeren Preis trainieren können. Als Arbeitgeber zahlst Du die gesamten Kosten bzw. die Differenz, die Deine Mitarbeitenden tatsächlich für ihre Mitgliedschaft investieren müssten, wenn sie diese selbst finanzieren würden. So entsteht der sogenannte geldwerte Vorteil: Vom Arbeitnehmer bezahlt, kommt er Arbeitnehmern auch privat zu Gute. Der Betrag wird ihnen zwar nicht bar ausgezahlt, sie sparen ihn aber an anderer Stelle ein.

Freigrenze bis 50 €/Monat

Bis zu 50 € im Monat sind Sachbezüge grundsätzlich steuerfrei. Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern diese Sachbezüge zusätzlich zum Arbeitslohn lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei gewähren. Zu diesen Sachbezügen zählen z.B. Tankgutscheine oder Warengutscheine.

Übersteigen die Einnahmen in Form von Sachbezügen die Freigrenze, wird der volle Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Das Hochrechnen der Monatsbeträge zu einem Jahresbetrag ist nicht zulässig. Darüber hinaus gibt es Dienst- und Sachleistungen, die Mitarbeitende immer über ihre Lohnabrechnung versteuern müssen.

Geldwerten Vorteil berechnen und versteuern

Ob sich der geldwerte Vorteil lohnt, obwohl er versteuert wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils bzw. bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils musst Du beachten, dass die unterschiedlichen Sachbezüge und -leistungen unterschiedlich versteuert werden und unterschiedliche Freigrenzen oder Freibeträge gelten.

Beim Überschreiten eines Freibetrages zahlen Arbeitnehmer Steuern und Sozialabgaben auf die Differenz, beim Überschreiten einer Freigrenze wird der Gesamtbetrag einer Sachleistung versteuert.

Welche Sachleistungen müssen berücksichtigt werden?

Zu den typischen Sachbezüge oder Sachleistungen, die als geldwerter Vorteil gelten, zählen bspw.:

  • Sachbezüge: Tankgutscheine, Jobtickets für den Nahverkehr, Zuschuss zum Fitness-Studio
  • Geschenke
  • Betriebsfeiern
  • Firmenwagen
  • Fahrtkostenzuschüsse
  • Bonusmeilen
  • Dienstwohnung
  • Umzugskosten
  • Verpflegungskosten
  • IT-Ausstattung: Firmenlaptop und Firmenhandy
  • berufliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • Mitarbeiterrabatte und Warengutscheine
  • Arbeitskleidung
  • gesundheitliche Vorsorge
  • Kosten für die Kinderbetreuung
  • Mitarbeiteraktien
  • Arbeitgeberdarlehen

Einige dieser Sachbezüge oder Sachleistungen sind unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei. Für andere gelten bestimmte Freibeträge oder Freigrenzen. Andere Leistungen und Bezüge hingegen sind grundsätzlich immer steuerpflichtig.

Wann ist ein geldwerter Vorteil steuerfrei?

Grundsätzlich gilt, dass der geldwerte Vorteil als zusätzliche Einnahme zum Einkommen versteuert werden muss. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen von der Regel.

Ein geldwerter Vorteil ist immer dann steuerfrei, wenn die Sachleistung bevorzugt den Interessen des Unternehmens dient. Gemäß § 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) gelten bspw. folgende Sachbezüge oder -leistungen, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden, als steuerfrei.

  • Zuschüsse des Arbeitgebers in Form eines Jobtickets für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr sowie im öffentlichen Personennahverkehr zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und des Arbeitnehmers.
  • Aus- und Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers für Maßnahmen nach § 82 Absatz 1 und 2 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch sowie Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers, die der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit des Arbeitnehmers dienen.
  • Typische Berufskleidung wie Uniformen oder Sicherheitskleidung, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer unentgeltlich oder vergünstigt überlässt und ausschließlich beruflich getragen wird.
  • Werkzeuggeld: Handwerker, die ihr eigenes Werkzeug beruflich nutzen, können eine steuerfreie Entschädigung vom Arbeitnehmer erhalten.
  • IT-Ausstattung wie Laptops oder Smartphones, die dem Arbeitnehmer für die berufliche und private Nutzung überlassen werden. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass sich die Geräte im Besitz des Unternehmens befinden.
  • Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen. Dazu zählen bspw. betriebseigene und außerbetriebliche Kindergärten, Kindertagesstätten sowie die Unterbringung bei einer Tagesmutter. Steuerfrei sind nur Unterkunft, Betreuung und Verpflegung der Kinder. Umfassen die Arbeitgeberleistungen auch den Unterricht des Kindes, ist diese nicht steuerfrei.
  • Bei einem berufsbedingten Umzug, der durch den Arbeitgeber veranlasst wird, werden die Umzugskosten steuerfrei erstattet.
  • Geldwerter Vorteil Hybrid- und Elektroauto: Aufladen an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens sowie eine zur privaten Nutzung überlassene betriebliche Ladevorrichtung.
  • Geldwerter Vorteil Fahrrad: Unternehmen können ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Fahrräder mit steuerlicher Förderung zur dienstlichen Nutzung anbieten. Da die Jobräder auch privat genutzt werden, entsteht ein geldwerter Vorteil. Wird das Jobrad als Gehaltsextra zur Verfügung gestellt, bleibt es steuerfrei. Wird es per Gehaltsumwandlung zur Verfügung gestellt, muss es mit 0,25 % der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Rads versteuert werden.

Geldwerter Vorteil: Freibeträge und Freigrenzen

Bestimmte geldwerte Vorteile müssen vom Arbeitnehmer versteuert werden. Allerdings gelten bestimmte Freibeträge oder Freigrenzen, bis zu denen diese Sachbezüge oder Sachleistungen steuerfrei bleiben.

Sachbezüge

Typische Sachbezüge sind Tankgutscheine oder Zuschüsse für den monatlichen Beitrag für ein Fitnessstudio. Bis zu einer Freigrenze von 50 € pro Kalendermonat bleiben diese Geldwerten Vorteile steuer- und sozialversicherungsfrei.

Kantinenessen oder Essensgutscheine

Essensgutscheine sowie vom Unternehmen subventioniertes Mittagessen in der eigenen Kantine gelten als geldwerter Vorteil und müssen entsprechend versteuert werden. Die Besonderheit: Der Wert darf bis zu 3,10 € höher sein als der steuerrechtlich festgelegte Betrag von 3,23 €. Die 3,10 € sind für den Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Differenzbetrag von 3,23 € muss versteuert werden.

Alternativ können Unternehmen Essensgutscheine und vergünstigtes Kantinenessen gemäß § 40 des Einkommensteuergesetzes (EStG) auch pauschal mit 25 % versteuern.

Personalrabatte

Ein Unternehmen kann die Waren, die es herstellt und verkauft, oder Dienstleistungen, die es anbietet, seinen Mitarbeitende zu vergünstigten Preisen anbieten. Als Bemessungsgrundlage gilt der um 4 % geminderte Endpreis einschließlich der Umsatzsteuer, zu dem das Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistung auch seinen Kunden anbietet.

Der geldwerte Vorteil errechnet sich aus der Differenz zwischen dem verminderten Endpreis und dem vom Arbeitnehmer tatsächlich gezahlten Preis. Bis zu einem Freibetrag von 1.080 € im Jahr bleiben Personalrabatte steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Differenz, die über den Freibetrag hinausgehen, muss vom Arbeitnehmer als Arbeitslohn versteuert werden. 

Bonusmeilen

Mitarbeitende, die im Auftrag der Firma viel Reisen und dabei Bonusmeilen sammeln, können diese auch privat einsetzen – vorausgesetzt, der Arbeitgeber gestattet die private Nutzung. Auch hier gilt ein Freibetrag von jährlich 1.080 €, bis zudem die Bonusmeilen steuer- und sozialversicherungsfrei genutzt werden können. 

Gesundheitsförderung

Maßnahmen wie sportliche Aktivitäten, Massagen oder Physiotherapien dienen im Rahmen des Gesundheitsmanagements eines Unternehmens, der Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken sowie der Förderung der Gesundheit in Unternehmen.

Vorausgesetzt die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit einer beruflichen Belastung bleiben sie bis zu einem Betrag 600 € pro Mitarbeiter im Kalenderjahr steuer- und sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen im Hinblick auf Qualität, Zweck, Ziel und Zertifizierung den Anforderungen der betrieblichen Gesundheitsförderung gemäß der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen. 

Geschenke

Typische Geschenke vom Arbeitgeber zum Geburtstag oder Jubiläum wie Blumen, Geschenkkörbe oder Bücher bleiben pro Ereignis bis zu einer Freigrenze von 60 € steuerfrei.

Betriebsfeiern

Bei Betriebsveranstaltungen wie Sommerfesten oder Weihnachtsfeiern können Arbeitnehmer maximal zweimal pro Jahr bis zu 110 € pro Veranstaltung steuerfrei erhalten. Übersteigen die Ausgaben diesen Freibetrag, muss der Arbeitnehmer die Differenz versteuern und Sozialabgaben darauf zahlen. 

Arbeitgeberdarlehen

Gewährt ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer ein zinsloses Darlehen oder ein Darlehen zu einem vergünstigten Zinssatz, muss der Arbeitnehmer den Zinsvorteil versteuern. Das gilt aber nur für Arbeitgeberdarlehen, die über 2.600 € betragen. Bis zu dieser Grenze bleibt der Zinsvorteil steuerfrei. Ein Darlehen, das vom Arbeitgeber zu den marktüblichen Zinssätzen gewährt wird, gilt nicht als geldwerter Vorteil und muss nicht versteuert werden.

Mitarbeiteraktien

Sofern ein Unternehmen alle Mitarbeitenden in Form von Aktien am Unternehmen beteiligt und die Vermögensbeteiligung pro Jahr unter 360 € liegt, bleiben Mitarbeiteraktien steuer- und sozialversicherungsfrei. Der geldwerte Vorteil ergibt sich aus der Differenz des Aktienwertes zum Zeitpunkt der Übertragung auf den Mitarbeiter und dem Ausübungspreis, also dem Basiswert, zu dem der Arbeitnehmer bei Ausübung seiner Aktienoption kaufen bzw. verkaufen kann. Wird der jährliche Freibetrag überschritten, werden Steuern und Sozialabgaben auf die Differenz fällig.

Freigrenzen und Freibeträge im Überblick

Geldwerter VorteilFreibetragFreigrenze
Sachbezüge
50 € pro Kalendermonat
Kantinenessen und Essenszuschüsse3,10 € pro Mahlzeit
Personalrabatte1.080 € im Jahr
Bonusmeilen1.080 € im Jahr
Gesundheitsförderung600 € pro Jahr
Geschenke
60 € pro Anlass
Betriebsfeiern110 € pro Veranstaltung (max. 2 pro Jahr)
Arbeitgeberdarlehen
2.600 €
Mitarbeiteraktien360 € pro Jahr

Immer steuerpflichtige Sachbezüge und Sachleistungen 

Zu den wohl gängigsten geldwerten Vorteilen, die grundsätzlich immer vom Arbeitnehmer versteuert werden müssen, zählen der Firmenwagen, der Fahrtkostenzuschuss oder die Dienstwohnung.

Geldwerter Vorteil Firmenwagen

Das Auto ist des Deutschen liebsten Kind. Entsprechend hat Firmenwagen bei Arbeitnehmern nach wie vor einen hohen Stellenwert. Wer seinen Angestellten ein Auto als geldwerten Vorteil überlässt, verschafft ihnen ein zusätzliches Einkommen, das der Arbeitnehmer verteuern muss. 

Wer einen geldwerten Vorteil in Form eines Dienstwagens erhält, den er auch privat nutzt, muss die private Nutzung versteuern. Für die Berechnung gibt es zwei Möglichkeiten:

  • 1-Prozent-Regelung
  • Fahrtenbuch

Wer die 1-Prozent-Regelung anwendet, versteuert pro Monat 1 % des Brutto-Inlandslistenpreises des Kfz. Zusätzlich werden monatlich 0,03 % des Brutto-Inlandslistenpreises pro Kilometer Wegstrecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz versteuert.

Die pauschale Versteuerung spart im Vergleich zum Fahrtenbuch zwar Zeit, kann aber zu einer höheren Versteuerung führen. Zumal auch bei Gebrauchtwagen der Bruttoinlandslistenpreis als Besteuerungsgrundlage verwendet wird.

Beispielrechnung:

Bruttoinlandspreis des Fahrzeugs = 35.842,04 €
1 % des Bruttoinlandspreises = 358,42 €
+ 0,03 % pro Entfernungskilometer (20 km) = 215,05 €

Der geldwerte Vorteil, den der Arbeitnehmer versteuern muss, beträgt 573,47 € pro Monat.

Alternativ kann ein Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch führen. Damit das Finanzamt das Fahrtenbuch anerkennt, muss dieses stets aktuell und lückenlos gepflegt werden. Bei privaten Fahrten werden lediglich die gefahrenen Kilometer angegeben. Bei dienstlichen Fahrten müssen zusätzliche Angaben festgehalten werden:

  • Datum
  • Fahrer
  • Zweck der Fahrt
  • Name und Anschrift des besuchten Kunden
  • Abfahrtsort und Kilometerstand sowie Ankunftsort
  • Kilometerstand

Ob sich ein Dienstwagen als geldwerter Vorteil tatsächlich lohnt oder ob der eigene Pkw günstiger ist, kannst Du mithilfe zahlreicher Rechner im Internet ermitteln.

Geldwerter Vorteil Dienstwohnung

Wird einem Arbeitnehmer eine Dienstwohnung in der Nähe seiner Arbeitsstätte vergünstigt zur Verfügung gestellt, handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, den der Arbeitnehmer versteuern muss. Versteuert wird aber nicht die gesamte Miete, sondern nur die Differenz zwischen der ortsüblichen Miete und der vergünstigten Miete, zu der der Arbeitgeber die Dienstwohnung zur Verfügung stellt.

Das bedeutet: Beträgt die ortsübliche Miete laut Mietenspiegel 1.000 € im Monat und der Arbeitgeber überlässt diese Wohnung dem Arbeitnehmer für 500 € im Monat, muss der Arbeitnehmer die Differenz von 500 € versteuern.  

Geldwerter Vorteil Fahrtkostenzuschuss

Während Zuschüsse vom Arbeitgeber für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel steuerfrei sind, müssen Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten mit dem eigenen Pkw zwischen der Wohnung des Arbeitnehmers und seiner ersten Tätigkeitsstätte versteuert werden. Dieser Zuschuss gilt als mit steuerpflichtiger Arbeitslohn und wird pauschal mit 15 % über die Lohnsteuer versteuert. In der Sozialversicherung bleibt der Zuschuss allerdings beitragsfrei.

Welche Vorteile haben geldwerte Vorteile?

Sowohl die Unternehmen als auch seine Angestellten profitieren von geldwerten Vorteilen. Aus Arbeitgeber Sicht erhöhen sie ab einer Höhe von monatlich 44 € zwar die Lohnnebenkosten. Gleichzeitig stellen die Sachbezüge aber ein gutes Argument dar, das viele im Rahmen ihres Employer Branding nutzen. 

Für Arbeitgeber

Der geldwerte Vorteil kann eine attraktive Alternative zur Gehaltserhöhung sein. Als Arbeitgeber kannst Du damit höhere Lohnzahlungen und damit verbundene steigende Lohnnebenkosten vermeiden und gleichzeitig Deine Arbeitgebermarke mit zahlreichen Benefits stärken und die Bindung und Loyalität Deiner Mitarbeitenden erhöhen.

Zwar werden die einzelnen Sachbezüge unterschiedlich besteuert. Den Unternehmen entsteht dennoch kein hoher Aufwand, da die entsprechenden Prozesse meist digitalisiert ablaufen.

Für Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist der geldwerte Vorteil ein willkommener Zusatz zum Gehalt – und das unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Versteuerung erfolgt automatisch mit der Lohnabrechnung, sodass ihnen dadurch auch kein zusätzlicher Aufwand – bspw. bei ihrer Steuererklärung – entsteht. 

Zwar wird ihnen der geldwerte Vorteil nicht bar ausgezahlt. Dank der Sachbezüge oder Sachleistungen, die sie aber auch privat können, können die dennoch Kosten sparen. 

Fazit: Lohnt sich der geldwerte Vorteil wirklich?

Der geldwerte Vorteil erhöht das Einkommen der Mitarbeitenden und stellt damit eine Alternative zur Gehaltserhöhung dar, von der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren können. Unter bestimmten Voraussetzungen sind einige der Sachbezüge oder Sachleistungen für Arbeitnehmer sogar steuer- und sozialversicherungsfrei. Für andere gelten bestimmte Freibeträge oder Freigrenzen. Beträge, die darüber hinaus gehen, müssen sie über ihre Lohnabrechnung versteuern.

Ob sich ein geldwerter Vorteil steuerlich lohnt, hängt also von der Art des Vorteils und seiner Höhe ab. Andere Leistungen und Bezüge wie bspw. der Firmenwagen sind grundsätzlich immer steuerpflichtig. Hier ist es für Arbeitnehmer ratsam, genau zu prüfen, welcher Vorteil am Ende abzüglich Steuern und Freibeträgen tatsächlich bleibt.

Trotz der Steuerpflicht kann sich der geldwerte Vorteil dennoch lohnen. Dies gilt insbesondere für Mini-Jobber oder Teilzeitkräfte, da für sie die gleichen Freibeträge gelten wie für Vollzeitkräfte.

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