Selbstständigkeit als Win-Win-Win-Situation: Unser Interview mit Babett Mahnert von Goldfrau

Philip
Philip März 2022 Content Marketing Editor 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Sich selbstständig machen, der eigener Chef sein und die Arbeitszeiten selbst bestimmen können – das klingt für viele Menschen sehr verlockend. Trotzdem ist die Selbstständigkeit ein gewagter Schritt. Um hier erfolgreich zu sein, benötigt man das richtige Mindset und ein hohes Maß an Leidenschaft, wie uns Babett Mahnert, Gründerin und CEO und Goldfrau, erzählt.

Im Rahmen unserer International Women’s Week bei Penta haben wir uns mit Babett über das Leben als Gründerin unterhalten. In unserem Interview erklärt sie uns, worauf angehende Selbstständige achten sollten und wie sie es als alleinerziehende Mutter zweier Kinder zur erfolgreichen Geschäftsfrau geschafft hat.

Hi Babett. Bitte stelle Dich und Dein Unternehmen kurz vor.

Ich bin Babett und ich helfe Menschen, ein glücklicheres und entspannteres Leben zu führen und mehr Erfolge in ihrer Selbstständigkeit zu haben und ihre Finanzen auf die Kette zu bekommen.

Was hat Dich dazu motiviert, Goldfrau zu gründen?

Ich komme ursprünglich aus der Finanzbranche, habe 17 Jahre in Banken gearbeitet und dann Ende 2016 den Cut gemacht, weil meine Werte nicht mehr mit den Unternehmenswerten kompatibel waren. Ich habe angefangen, kreativ zu arbeiten und letztendlich ist das Thema Finanzen dann über private Beratungsanfragen wieder zu mir zurückgekommen – so wurde Goldfrau geboren.

Was sind genau die Werte von traditionellen Banken und welche Werte vertrittst Du im Vergleich?

Das System ist nicht auf Kunden und ihre tatsächlichen Bedürfnisse ausgerichtet. Der Kunde steht nicht im Mittelpunkt des Handelns. Es wirkt immer noch so Old School nach dem Motto „Was ist für uns drin?”, anstatt eine Win-Win-Win-Situation mit wirklichem Mehrwert für alle Beteiligten herzustellen.

Und das ist genau die Überleitung zu meinen Werten; eine Win-Win-Win-Situation zu garantieren – für mich, für Dich, für alle. Das umfasst auch Transparenz und Ehrlichkeit, die zu meinen Hauptwerten gehören.

In Deiner Bio bei Instagram steht “Erfolgreiches Soulbusiness” – wie bringst Du “soul” und “business” zusammen und wie können andere – besonders Frauen – es Dir gleichtun?

Indem Du alles über Business und Erfolg beiseite schiebst, was Du bisher darüber zu wissen glaubtest, und einfach der Freude folgst. Das ist jetzt kein Esoterikspruch, den ich vom Kalender abgeschrieben habe. Es geht vielmehr darum, Dich mit Dir selbst zu verbinden und Dich selbst daran zu erinnern, was Dir im Leben wichtig ist. Ein Job sollte nicht einfach nur ein Job sein, sondern eine Berufung, für die Du morgens aus dem Bett springst und dafür losgehst. Wenn Du dieses Gefühl im aktuellen Job nicht hast, darfst Du Dir genau überlegen, ob Du ihn langfristig ausüben möchtest.

Mit „Soul” meine ich genau diese Verbindung; Dass man mit vollem Herzen bei der Sache ist, die man tagtäglich tut. Und das „Business” bezieht sich darauf, dass Du Impact in die Welt gibst und etwas schaffst, was wirklichen Mehrwert bietet und Menschen hilft. Im Grunde macht Penta das ja auch schon, indem ihr Banking in einem ganz neuen Setting denkt. Tatsächlich ist das auch im Angestelltenverhältnis möglich, indem man schaut, wie die eigene Position übergeordneten Einfluss auf die Dinge hat, die einem wichtig sind. Auch als Angestellter darf man eine Leidenschaft haben.

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Du möchtest „Frauen unterstützt, Konflikte am Arbeitsplatz zu lösen und […] die Anerkennung zu bekommen, die sie verdienen”. Wie empfindest Du aktuell die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt?

In meiner eigenen Arbeitswelt ist das kein Thema. Klar gibt es bestimmte Systeme, die für Männer und Frauen unterschiedlich funktionieren. Dennoch bin ich grundsätzlich nicht der Meinung, dass Frauen explizit nachteilig behandelt werden, weil sie das nicht zu glauben brauchen. Wenn Du Dich als Frau anders oder schlechter behandelt fühlst, darfst du das ändern. Es kommt darauf an, was Du wählst. Wenn in Deinem aktuellen Job, Unternehmen oder System Frauen nicht gleichberechtigt werden, hast Du die Wahl, zu bleiben oder auszubrechen und für Dich selbst etwas Passenderes zu suchen.

Das heißt definitiv nicht, dass es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt gibt. Vielmehr geht es darum, dass Du für Dich einstehst und weißt, was Du willst, anstatt einfach in alles einzuwilligen und Dich als Frau in eine vordefinierte Ecke drängen zu lassen, in der man die fehlende Gleichberechtigung einfach so hinnimmt.

Mein Tipp ist: Wenn Frauen sich benachteiligt fühlen, können sie genau überlegen, in welchen Punkten sie das tun. Im Anschluss kann sie dann gezielt dagegen vorgehen und etwas ändern. Frauenquoten & Co. sind ein guter Anfang, um ein messbares Kriterium zu haben, aber wirkliche Veränderung findet immer von Innen nach Außen statt.

Einige Folgentitel Deines Podcasts sind mir direkt ins Auge gesprungen und ich würde mich freuen, wenn Du mir etwas mehr dazu erzählen könntest.

„Warum „Brav-und-Angepasst-Sein“ deine finanzielle Freiheit UNMÖGLICH macht”

Wenn Du zu allem Ja und Amen sagst, wirst Du – never ever – diese Welt für Dich eröffnen. Ich stelle mir das Bild einer Tür vor, die Du nie öffnest, weil Du gar nicht weißt, was für großartige Dinge auf Dich warten. Besonders Frauen dürfen bereit sein, ihren eigenen Weg zu gehen und sich dafür auch aus der Komfortzone wagen. Niemand fragt Dich am Ende Deines Lebens, wie gut Du Regeln eingehalten hast.

„Ängste – JA bitte!”

Nimm einfach mal wahr, welche Ängste Du hast und wann sie auftreten. Es ist wichtig, nicht vor ihnen wegzurennen und sich selbst diese Ängste einzugestehen. Sie bieten Dir die Möglichkeit, zu reflektieren und Dich zu fragen „Was kann ich mein Leben ändern, damit meine Ängste kleiner werden?”

„Ich bin nicht gut genug.”

Wir sind in einer defizitären Gesellschaft groß geworden, in der Dir immer vorgehalten wird, was Du nicht kannst. Das beginnt schon in der Schule: Selbst wenn Du 99 von 100 Punkten hast, wird das Ergebnis immer noch in rot darunter geschrieben. Probiere das mal aus: Eine Liste von Dingen anzulegen, die Du richtig gut kannst. Wenn diese Skills in Deinem jetzigen Umfeld nicht angemessen wertgeschätzt werden, hast Du die Möglichkeit dort auszubrechen.

Was ist der beste Rat, den Du einer Frau geben kannst, die gerade erst in die Selbstständigkeit gestartet ist oder das bald tun möchte?

Kreiere Impact – das steht vor allem anderen. Denke nicht immer zuerst ans Verdienen, sondern daran, was Dir am Herzen liegt und wie Du anderen durch Deine Arbeit helfen kannst.

Trotzdem gehört natürlich auch die Business-Struktur dazu: Bekomme Deine Zahlen auf die Kette, arbeite von Anfang an mit Unterkonten, um Deine Zahlungsströme zu sortieren, richte Dir eine lückenlose Buchhaltung ein und schiebe Dinge wie das Finanzamt nicht auf die lange Bank. Aktuell gehen knapp 80 % aller Startups pleite und diese Zahl könnte so viel geringer sein, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer mit einer einfachen Finanzstruktur arbeiten würden. Stell Dir vor, wieviel ruhiger Du schläfst, wenn Du relaxt Deine Rechnungen bezahlst und Überblick über Deine Steuern und Buchführung hast. Am 18.03. mache ich dazu einen Workshop. Du nickst innerlich? Melde Dich an und sei dabei.

Wo können sich Jungunternehmerinnen am besten über Finanzen und Selbstständigkeit informieren? Worauf kommt es an?

Hier kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Schaue bitte als Selbstständige oder Selbstständiger genau, mit wem Du Dich über solche Themen unterhältst. Höre auf, Deiner angestellten Freundin Fragen zur Selbstständigkeit zu stellen. Tausch Dich lieber mit Menschen aus, die da standen, wo Du hinwillst und lerne von ihren Fehlern. Genau diese Menschen können Dir dabei helfen, Dein Mindset groß zu machen.

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