Kartenzahlungsgeräte: So findest Du das passende Gerät und Preismodell

Yasmin
Yasmin Oktober 2021 Content Editor 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Immer mehr Kunden greifen beim Bezahlen nach der Girocard oder ihrer Kreditkarte. In Deutschland hat sich die Anzahl der Kartenzahlungen seit 2011 verdoppelt (Quelle: Statista). Entsprechend bieten immer mehr Geschäfte im Einzelhandel oder Gastronomiebetriebe Kartenzahlung an. Alles, was sie dazu brauchen, ist ein Kartenzahlungsgerät für EC- und Kreditkarten.

Welche Vorteile hat ein Kartenzahlungsgerät?

Bargeld ist nach wie vor eines der beliebtesten Zahlungsmethoden in Deutschland. Die Kartennutzung nimmt aber stetig zu. Kunden erwarten, dass sie im Supermarkt, in Einzelhandelsgeschäften, in Restaurants und Cafés oder an der Tankstelle die Wahl haben, welches Zahlungsmittel sie einsetzen.

Das Gleiche gilt bei der Bezahlung von Kleinstbeträgen (Micropayment) beispielsweise beim Bäcker oder am Fahrkartenautomaten. Diese Flexibilität bieten Unternehmen ihren Kunden mit dem Einsatz von Kartenzahlungsgeräten für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Der Kunde entscheidet, ob er bar, mit seiner Girocard oder einer Kreditkarte zahlt. Er entscheidet, ob er bei der Karteneingabe seine PIN eingibt, kontaktlos via NFC oder einfach mit dem Smartphone zahlt.

Aber nicht nur die Flexibilität sorgt für eine hohe Kundenzufriedenheit. Kartenzahlungsgeräte sind einfach zu bedienen. Der Buchungs- und Zahlungsvorgang erfolgt in Echtzeit und ist schnell abgeschlossen. So entstehen keine langen Wartezeiten und Schlangen an den Kassen. Wer ein mobiles Kartenzahlungsgerät einsetzt, kann seinen Kunden den Gang zur Kasse sogar ganz ersparen.

Internationale Kunden gewinnen

Mit einem Kartenzahlungsgerät gewinnst Du auch internationale Kunden: Mit einem Modell, das Fremdwährungen bei der Zahlung problemlos umwandelt. Achte hierbei auf Zusatzgebühren, die Kreditkartenanbieter im Rahmen des Interchange-Verfahrens erheben.

Dies sind alles gute Argumente, um neue Kunden zu gewinnen und langfristig an sich zu binden und damit höhere Umsätze zu generieren. Ein weiterer Vorteil für den Händler ist, dass er weniger Scheine und Münzen als Wechselgeld vorhalten muss. 

Stationäre und mobile Kartenzahlungsgeräte

Grundsätzlich haben Unternehmen die Wahl zwischen zwei Arten von Kartenzahlungsgeräten: der stationären und der mobilen Variante. 

In Supermärkten, im Einzelhandel oder an Tankstellen werden häufig stationäre EC-Kartenlesegeräte eingesetzt. Sie liegen direkt neben der Kasse und sind über Kabel fest mit der Kasse und dem Internet verbunden. Alternativ gibt es stationäre Geräte, die mit einem WLAN-Chip ausgestattet sind. In diesem Fall ist nur ein Kabel für den Stromanschluss erforderlich.

Wer es lieber flexibler hält, setzt auf den Einsatz mobiler Kartenzahlungsgeräte. Hier gibt es drei verschiedene Möglichkeiten für den Verbindungsaufbau:

  • Sie sind über WLAN oder Bluetooth mit der Kasse verbunden und können innerhalb eines bestimmten Radius verwendet werden. In der Regel verfügen die mobilen Geräte über die Möglichkeit, einen Beleg auszudrucken. Damit kann der Bezahlvorgang an Ort und Stelle durchgeführt werden. Mobile EC-Kartenlesegeräte werden häufig in Bars, Restaurants oder Cafés direkt am Tisch eingesetzt. 
  • Alternativ ist das mobile Kartenzahlungsgerät über Bluetooth mit einem Tablet oder Smartphone verbunden. Allerdings können diese Geräte nur die Kartendaten auslesen. Belege können nur über einen angeschlossenen Drucker erstellt werden. Diese Variante eignet sich eher für Unternehmer mit wenigen Zahlvorgängen mit Girocards oder Kreditkarten.
  • Eine weitere mobile Variante sind Kartenzahlungsgeräte, die über eine eigene SIM-Karte verfügen. Diese Geräte verbinden sich über GPRS, 4G oder 3G mit dem Mobilfunknetz und werden beispielsweise in Taxen oder von Handwerkern direkt beim Kunden eingesetzt. 

Der Nachteil der mobilen Kartenzahlungsgeräte ist, dass ihr Akku regelmäßig aufgeladen werden muss.

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Wie funktionieren Kartenzahlungsgeräte?

Moderne Kartenzahlungsgeräte verfügen über zahlreiche Funktionen, die den Bezahlvorgang für Unternehmen und Kunden effektiv gestalten. So können neben dem Kaufbetrag beispielsweise auch Trinkgelder kassiert, Tax-Free- oder Cashback-Funktionen genutzt werden. Die Geräte eignen sich für das Bezahlen mit der Girocard und Kreditkarten. Hierzu wird die Karte in das Kartenlesegerät eingeführt. In der Regel ist die Eingabe einer PIN oder die Unterschrift des Kunden erforderlich. 

Alternativ zahlen Kunden kontaktlos mit ihrer Zahlungskarte oder mit dem Smartphone über Bezahl-Apps wie Apple Pay oder Google Pay. Dazu wird die Karte oder ein mobiles Endgerät einfach an das Kassenterminal gehalten. Um kontaktlos zu bezahlen, muss eine Karte oder ein Smartphone NFC-fähig sein. 

NFC (Near Field Communication)

Der Datenaustausch findet beim kontaktlosen Bezahlen per Funk über eine kurze Distanz statt und beruht auf dem internationalen Übertragungsstandard NFC (Near Field Communication). Dabei werden für die Zahlung relevante Daten wie Karten­nummer, Gültig­keits­datum und Betrag zwischen Geldkarten und einem Kassenterminal ausgetauscht, ohne eine Karte in das Lesegerät zu stecken.

Beim kontaktlosen Bezahlen mit Kreditkarten oder Girocards muss die Zahlung ab einem bestimmten Limit zusätzlich per PIN oder Unterschrift bestätigt werden. Beim kontaktlosen Bezahlen über eine App auf dem iPhone, einem Android-Smartphone oder einer Smartwatch gilt das Limit der hinterlegten Kreditkarte uneingeschränkt ohne PIN oder Unterschrift.

Welche Karten werden am Kartenzahlungsgerät akzeptiert?

In Deutschland werden üblicherweise Kreditkarten der Anbieter Visa und Mastercard problemlos an allen Kartenzahlungsgeräten akzeptiert. Kreditkarten von American Express sind nicht bei allen Anbietern von Kartenzahlungsgeräten automatisch aktiviert. Die Girocards der deutschen Banken und Sparkassen sowie Debitkarten, die mit der Maestro-Funktionalität, dem Debitkarten-System von Mastercard, oder der V-Pay-Funktionalität von Visa ausgestattet sind, können ebenfalls problemlos eingesetzt werden.

Anbieter von Kartenzahlungsgeräten

Kartenzahlungsgeräte sind bei Banken, Sparkassen und Volksbanken sowie bei spezialisierten Anbietern für Kartenzahlung erhältlich. Hierzu zählen beispielsweise

  • Bezahlexperten 
  • Concardis nets group
  • Payone
  • SumUp
  • Zettle by PayPal

Der Penta POS

In Partnerschaft mit SumUp bietet Penta seinen Kunden mit dem SumUp Air Kartenlesegerät ein weiteres nützliches Feature für ihr Online Geschäftskonto.

Kartenzahlungsgerät: Welche Kosten entstehen für Unternehmen?

Nicht alle Anbieter kommunizieren ihre Preise transparent auf ihrer Homepage. Ein Angebot erhältst Du hier meist nur auf Anfrage. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt letztendlich von mehreren Faktoren ab und lässt sich schwer vergleichen. 

Kartenlesegerät kaufen oder mieten?

Hier spielt es beispielsweise eine Rolle, ob Du ein Kartenzahlungsgerät kaufst oder es beim Anbieter mietest. Beim Kauf sind beispielsweise stationäre Kartenzahlungsgeräte preiswerter als die mobile Variante. Entscheidest Du Dich für ein mobiles Gerät, das mit dem Tablet oder Smartphone verbunden werden muss, kommen gegebenenfalls Anschaffungskosten für weitere notwendige Hardware hinzu. Natürlich kommt es auch auf das Gerät und den Funktionsumfang an. 

Weitere fixe und variable Kosten bei Kartenzahlungsgeräten

Je nach Anbieter kommen zum Kauf- oder Mietpreis weitere Kosten hinzu. Hierzu zählen beispielsweise 

  • Einrichtungskosten
  • eine monatliche Grund- oder Servicegebühr 
  • Transaktionspakete (x Transaktionen zum Festpreis von y Euro)

Die variablen Kosten fallen bei jedem Anbieter an. Die Höhe der Kosten hängt allerdings von der Anzahl der Transaktionen, den Transaktionsgebühren der Kartenanbieter und der Anzahl der beteiligten Dienstleister ab. Heißt, Zahlungen mit dem Smartphone, bei denen neben dem technischen Dienstleister, der Bank und/oder einem Kreditkartenanbieter auch Apple und Google beteiligt sind, kosten einen Händler am meisten. 

Bei der Zahlung mit einer Girocard fallen Gebühren in Höhe von 0,2 bis 0,3 Prozent des Kaufbetrages an. Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte wird das sogenannte Disagio fällig. Diese Gebühr für Kreditkartentransaktionen liegt etwa zwischen 1 und 3 Prozent der Kaufsumme. 

Einrichtungsgebühr oder Servicepauschale?

Die meisten Anbieter liefern ein bereits vorkonfiguriertes Gerät. Du musst lediglich das Gerät an Strom und Internet anschließen, um es vom Anbieter freischalten zu lassen. In der Regel erfolgt die Freischaltung über eine Service-Hotline. Die Kosten für die Inbetriebnahme sind meist inklusive.

Stationäre Kartenzahlungsgeräte, die mit einem Kassensystem verbunden werden, werden in der Regel vom jeweiligen Kassenanbieter eingerichtet.

Kartenzahlungsgeräte ohne Grundgebühr

Anbieter wie SumUp oder Zettle werben mit transparenten Preise und Angeboten ohne Grundgebühr und ohne feste Vertragslaufzeiten. Hier werden nur die Transaktionsgebühren fällig:

  • SumUp verlangt 0,90 Prozent bei Zahlungen mit einer Debitkarte und 1,90 Prozent bei Zahlungen mit Kreditkarten.
  • Zettle erhebt für Zahlungen mit der Girocard 0,95 Prozent, bei Zahlungen mit der Kreditkarte 2,75 Prozent und 0,75 Prozent bei Zahlung mit einem PayPal-QR-Code. Unternehmen mit einem Mindestumsatz von monatlich 10.000 Euro erhalten auf Anfrage auch individuelle Tarife.

Diese Angebote eignen sich beispielsweise für kleine Unternehmen, die nur unregelmäßig und nur wenige Kartenzahlungen abrechnen. Denn ob sich ein bestimmtes Modell rechnet, hängt auch von der Höhe des Umsatzes, den ein Unternehmen mit den Kartenzahlungen erzielt, ab.

Wann ist das Geld auf dem Konto?

Bargeld ist natürlich sofort in der Kasse. Bei Kartenzahlungen warten Unternehmen länger auf ihr Geld. Wie lange es dauert, hängt zum einen vom Abrechnungszeitraum des Anbieters ab. In der Regel erfolgt die Abrechnung einmal am Tag, die entsprechenden Zahlungsinformationen werden an die Bank geschickt. Wie schnell das Geld dem Geschäftskonto eines Unternehmens gutgeschrieben wird, hängt aber auch von der jeweiligen Bank ab.

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen der Zahlung mit der Girocard und Kreditkarten: Während die Girocards täglich von den Banken abgerechnet werden, werden Kreditkartenzahlungen in der Praxis häufig auch erst gesammelt und beispielsweise nur einmal pro Woche abgerechnet.

Welches Kartenlesegerät passt zu Deinem Business?

Deine Kunden erwarten, bei Dir mit Karte zahlen zu können. Damit Dir keine Umsätze entgehen, weil Du dieses Bezahlverfahren nicht anbietest, stellt sich also nicht die Frage, ob sich ein Kartenzahlungsgerät lohnt, sondern welches. Entscheidend ist aber nicht nur die Hardware, sondern auch das Preismodell, das dahinter steht. Bevor Du Dich also für einen Anbieter und ein Gerät entscheidest, prüfe die wichtigen Fragen anhand einer Checkliste:

  • Kauf oder Miete?
  • Stationäres oder mobiles Gerät?
  • Selbst einrichten oder benötigst Du einen Kundenservice?
  • Feste Vertragslaufzeit oder monatlich kündbar?
  • Wie viele Kartenzahlungen verzeichnest Du im Monat?
  • Wie hoch sind Deine Umsätze mit Kartenzahlungen?
  • Welche Karten sollen akzeptiert werden?

Mach‘ Dein also Business frühzeitig bereit für die Zukunft, sowohl, wenn es um die Bezahlmethode für Deine Kund:innen als auch Dein Business Banking geht.

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