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Steuererklärung für Kleinunternehmer: Das solltest Du wissen

Oliver
Oliver Juli 2021 4 Min

Inhaltsverzeichnis

Egal, ob Du ein Gewerbe hast, Freiberufler bist oder ein Unternehmen leitest: Um eine Steuererklärung kommst Du als Selbstständiger und auch Kleinunternehmer in Deutschland nicht herum. Wir haben für Dich die wichtigsten Tipps, Pflichten und Hinweise zur Steuererklärung übersichtlich zusammengefasst.

Deine Steuerpflichten im Überblick

Als selbstständige steuerpflichtige Person hast Du drei Pflichten, die Du erfüllen musst:

  1. Einkommensteuer
    Auch als Kleinunternehmer musst Du die im Einkommensteuergesetz und der Abgabenordnung festgelegten Steuerpflichten erfüllen. Dazu gehört, dass Dein Gewinn, also Deine Einnahmen minus die Ausgaben, besteuert werden.
  2. Gewerbesteuer
    Ob Du Gewerbesteuer zahlen musst oder nicht, hängt von Deinem Gewerbeertrag ab. Liegt dieser unter 24.500 Euro (Steuerfreibetrag), spielt die Gewerbesteuer für Dich keine Rolle.
  3. Umsatzsteuer
    Auf Grundlage der sogenannten Kleinunternehmerregelung, die später im Beitrag noch einmal genauer erklärt wird, sind viele Kleinunternehmen nicht verpflichtet, eine monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben. Viele Finanzämter verlangen dennoch eine Umsatzsteuererklärung. Diese ist aber leicht gemacht, da Du einfach angibst, dass Du keine Umsatzsteuer eingenommen hast.

Als Kleinunternehmer hast Du also nicht allzu viele Steuerpflichten zu erfüllen. Aber was steht noch in Verbindung mit diesen Pflichten?

Welche Belege und Aufzeichnungen sind wichtig?

Als Kleinunternehmer musst Du eigentlich keine laufenden Aufzeichnungen machen. Theoretisch genügt es, wenn Du Deine Ein- und Ausgangsrechnungen sowie Deine Zahlungsnachweise chronologisch aufbewahrst. So fällt Dir die Einnahmenüberschussrechnung am Ende des Jahres wesentlich leichter. Solltest Du irgendwelche Korrespondenz haben, die zur Nachverfolgung Deiner Einnahmenüberschussrechnung benötigt wird, solltest Du auch diese aufbewahren.

Diese Dokumente sind besonders wichtig, da Dich das Finanzamt bis zu zehn Jahre lang einer Steuerprüfung unterziehen kann. Deshalb solltest du folgende Dokumente

  • sechs Jahre aufbewahren:
    • Eingegangene Geschäftsbriefe und Kopien der Ausgangspost.
    • Alle zur Nachverfolgung notwendigen Dokumente bezüglich der Anbahnung, Durchführung und Abrechnung von Geschäftsvorgängen. 
  • zehn Jahre aufbewahren:
    • Alle Belege über betriebliche Einnahmen und Ausgaben sowie dazugehörige Verträge.
    • Deine Jahresabschlüsse, Steuererklärungen und Steuerbescheide.

Die Kleinunternehmerregelung

Grundlegend sind alle Selbstständigen zur Ausweisung der Umsatzsteuer verpflichtet. Hat Dein Umsatz im ersten Jahr Deiner Selbstständigkeit die Grenze von 22.000 Euro nicht überschritten und wird der Umsatz im zweiten Jahr die 50.000-Euro-Grenze auch nicht übersteigen, kannst Du frei wählen, ob Du eine Umsatzsteuer auf Deinen Rechnungen ausweisen möchtest.

Entscheidest Du Dich dazu, die Umsatzsteuer zu erheben, musst Du dies unabhängig von Deinem Umsatz auch in den kommenden fünf Jahren tun.

Überlege Dir die Entscheidung vorher ganz genau, denn besonders in den ersten fünf Jahren, in denen Du wegen der Anschaffung von Geräten und Maschinen womöglich eine hohe Vorsteuer hast, kann die Umsatzsteuererklärung zu einer Steuererstattung führen. 

Plane Deine Umsätze daher so gut es geht und behalte sie im Auge. Ein Geschäftskonto ist dafür unerlässlich. Bei Penta hast Du die Wahl zwischen drei verschiedenen Geschäftskonten, die individuell zu Deinen Bedürfnissen passen. Die Penta-Geschäftskonten haben zahlreiche Unterfunktionen, die Dir das Leben als Kleinunternehmer erleichtern können. 

Stellst Du in den ersten Zügen Deiner Selbstständigkeit fest, dass Du von der Kleinunternehmerregelung doch Gebrauch machen möchtest, kannst Du Dein Finanzamt mit einem formlosen Schreiben darum bitten, Dir den Status eines Kleinunternehmens zu geben.

Vorteil für Kleinunternehmer: Einnahmenüberschussrechnung statt Bilanz

Gilt Dein Unternehmen im Sinne des Handelsregisters nicht als AG, GmbH, KG, UG, OHG oder Ähnliches? Überschreitet Dein Jahresgewinn nicht 60.000 Euro und Dein Jahresumsatz nicht 600.000 Euro? Dann kannst Du davon profitieren, dass Du keine Bilanz, sondern lediglich eine Einnahmenüberschussrechnung erstellen musst.

Wie gibst Du Deine Kleinunternehmer Steuererklärung ab?

Arbeitest Du in den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft, hast einen Gewerbebetrieb oder gehst selbstständiger Arbeit nach? Dann muss die Abgabe Deiner Steuererklärung elektronisch erfolgen. Auch als Kleinunternehmer wird die Steuererklärung über ELSTER elektronisch online übermittelt. 

Einzig, wenn Du als Arbeitnehmer Nebeneinkünfte unter 410 Euro im Jahr erzielst, wenn die Erzielung Deiner Gewinneinkünfte einmalig ist oder es prinzipiell keinen Grund zur Nutzung eines Computers gibt, wird von einer elektronischen Abgabe abgesehen.

Welche Frist gilt bei der Abgabe?

Die Steuererklärung muss immer bis zum fünften Monat des Folgejahres eingereicht werden. Stichtag ist der 31. Mai. Lediglich wenn Du Deine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, hast Du bis zum 30. September Zeit. Wenn Du Dir unsicher bist, dann schau in einen Steuerkalender, um keine Frist zu verpassen.

Steuererklärung: Kleinunternehmer und keine Einnahmen

Im Fall fehlender Einnahmen wird eine sogenannte Nullmeldung gemacht. Diese bezieht sich auf die Gewerbesteuer und wird gemacht, wenn Du mit Deinem Unternehmen nicht mehr als 24.500 Euro erwirtschaftet hast. Die Nullmeldung bezieht sich jedoch nur auf die Gewerbesteuer. Die Umsatzsteuer bleibt unberührt, es sei denn, Du fällst unter die Kleinunternehmerregelung.

Du siehst, als Kleinunternehmer hast Du bei der Steuererklärung einiges zu beachten. Dennoch sollte Dich das nicht davon abhalten, Dich selbstständig zu machen und Dir Deinen Wunsch von einem Kleinunternehmen zu erfüllen. Zudem hast Du immer die Möglichkeit, Dir mit einem Steuerberater professionelle Unterstützung zu suchen.

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