Was ist der KYC-Prozess und wie funktioniert die Videoidentifikation?

Jeannine Klein
Jeannine Klein Juni 2018 3 Min

Inhaltsverzeichnis

Kreditinstitute sind dazu verpflichtet, ihre Nutzer zu kennen. Entsprechend steht vor jeder Kontoeröffnung ein Prüfprozess – der KYC-Prozess. Zusätzlich musst Du Dich bei Banken oder Online-Finanzdienstleistern identifizieren, um ein Geschäftskonto zu eröffnen. Mittlerweile findet dieser Prozess online per Videoidentifikation oder auch das Video-Ident-Verfahren statt. Aber was genau hat es damit auf sich?

Was ist der KYC-Prozess?

Der KYC-Prozess (Know-Your-Customer-Prozess) ist ein gesetzlich vorgeschriebener Prüfprozess, den Kreditinstitute wie Banken oder Online-Finanzdienstleister bei jedem Neukunden durchführen müssen. Die erhobenen Daten tragen dabei maßgeblich zur Bekämpfung von Geldwäsche bei. 

Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden

Geldwäsche bezeichnet das Einschleusen von Geld und Vermögenswerten, die aus illegalen Tätigkeiten wie Korruption, Bestechung, Raub, Erpressung,  Drogenhandel, ungenehmigtem Waffenhandel oder Steuerhinterziehung stammt, in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf. Um dies zu verhindern, verpflichtet das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten gemäß § 11 Kreditinstitute dazu, bei Neukunden eine Identitätsprüfung vorzunehmen.

Dabei werden bei natürlichen Personen grundsätzlich die Art der Berufstätigkeit und der Zweck der Geschäftsbeziehung erfasst. Bei juristischen Personen wie Unternehmen benötigen Kreditinstitute weitere zusätzliche Informationen, die im KYC-Prozess abgefragt werden.

Welche Daten muss ein Unternehmen für den KYC-Prozess zur Verfügung stellen?

Unternehmen müssen im Rahmen der KYC-Erfassung die folgenden Daten bereitstellen:

  • Art der Gesellschaft,
  • Geschäftstätigkeit,
  • Branche,
  • Branchencode,
  • Anzahl der Mitarbeiter,
  • Besitzverhältnisse und Firmenstruktur sowie 
  • die wichtigsten zu erwarteten Finanzkennziffern.

Was passiert, wenn einige der notwendigen Daten gerade nicht zur Verfügung stehen?

Wird das KYC-Formular nicht vollständig ausgefüllt, ist es leider nicht möglich, die Registrierung Deines Online Geschäftskontos bei Penta abzuschließen. In der Regel liegen die notwendigen Daten den Unternehmen aber vor, sodass die Bereitstellung dieser Daten für Unternehmen meist kein Problem darstellt.

Wie funktioniert die Videoidentifikation?

Neben den notwendigen Daten, die im Rahmen des KYC-Prozesses erhoben werden, musst Du den Banken und Online-Finanzdienstleistern Deine Identität nachweisen. Der Nachweis erfolgt in der Regel mit der Videoidentifikation. Die Videoidentifikation, auch Video-Ident-Verfahren genannt, ist ein Prozess, bei dem Deine Identität mithilfe eines kurzen Video-Chats geprüft wird. Du benötigst Deinen gültigen Lichtbildausweis und musst nichts weiter tun, als den Anweisungen auf der Webseite sowie denen des Video-Ident-Spezialisten im Chat zu folgen. 

Für eine erfolgreiche Videoidentifikation sollte vorher geprüft werden, ob die Video- und Audioqualität des Gerätes, über das die Identifikation stattfinden soll, den erforderlichen technischen Standards entspricht.

Penta arbeitet für die Videoidentifikation mit IDNow als Partner zusammen. Der Service ist 24/7 für Neukunden verfügbar.

Wie lange dauert die Videoidentifikation?

Das Video-Ident-Verfahren dauert nur wenige Minuten und erfordert keine große Vorbereitung. Folge einfach den Anweisungen auf der Webseite oder in der App, um den Identifikationsprozess erfolgreich abzuschließen.

Das perfekte Firmenkonto für Dein Unternehmen

Nach oben