Leaders for Climate Action: Unser CPO Lukas Zörner im Interview

Philip
Philip Dezember 2021 Content Marketing Editor 5 Min

Inhaltsverzeichnis

„Penta arbeitet seit 2020 klimaneutral!“. Damit bekennt sich das Management von Penta gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und der Gesellschaft dazu, die Geschäfte des Unternehmens nachhaltig zu führen.

Lukas Zörner, Chief Product Officer bei Penta, setzt sich nicht nur als Teil des Management Teams, sondern auch persönlich als Mitglied der Initiative  “Leaders for Climate Action” (LFCA) für nachhaltiges Handeln und Klimaschutz ein.

Lukas, was ist das Ziel der LFCA?

Leaders for Climate Action ist eine Initiative von Digital-Unternehmen zur Eindämmung der Klimakrise. Sie wurde 2019 in Berlin gestartet mit dem Ziel, „die gesamte Digital-Industrie klimaneutral zu machen, Einfluss auf politische Entscheidungsträger zu nehmen, einen CO2-Preis durchzusetzen und als Industrie beispielhaft voranzugehen.“ (www.handelsblatt.com). Mittlerweile zählt Leaders for Climate Action über 1.500 Mitglieder, darunter Personio, den Software-Giganten Atlassian, unseren Partner Raisin und viele weitere Firmen aus über 22 europäischen Ländern.

Warum bist Du Mitglied bei Leaders for Climate Action geworden?

Umweltschutz, gute Unternehmensführung und hohe soziale Standards werden immer mehr zur unverzichtbaren Arbeitsgrundlage von Unternehmen, ihrer “licence to operate”. Alle Stakeholder, unsere Mitarbeiter, Kunden und die Gesellschaft als Ganzes verlangen zu Recht, dass wir als Unternehmen nachhaltig handeln. Auch deshalb arbeitet Penta seit 2020 klimaneutral. Wir verstehen uns als Unternehmen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft aber nicht als Getriebene, sondern wir wollen selbst Treiber dieser Entwicklung sein. Dafür haben wir Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensvision und -strategie verankert und bereits konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht. Beispielsweise wird unsere digitale Infrastruktur bereits mit 100 % erneuerbaren Energien betrieben und unsere Pentonians pendeln kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Um langfristig unsere Emissionen weiter zu reduzieren, arbeiten wir mit der CO2-Management-Software Planetly zusammen und haben einen Climate Officer mit dazugehörigem Green Team etabliert, die den Transformationsprozess vorantreiben.

Nachhaltiges Wirtschaften, Handeln und Klimaschutz sind aber nicht nur Sache von Unternehmen oder des Staates. Jeder von uns ist auch persönlich gefordert. Daher habe ich mich im Oktober 2021 den Leaders for Climate Action angeschlossen.

Klimaneutral seit 2020

Durch umfassende Kompentationsmaßnahmen und die Unterstützung nachhaltiger Projekte gleicht Penta seinen CO2-Fußabdruck rückwirkend für 2020 aus. Weitere Informationen zur Klimaneutralität bei Penta findest Du hier.

Was bedeutet der Beitritt zu dieser Initiative für ihre Mitglieder?

Als Mitglieder der Leaders for Climate Action verpflichten wir uns dazu, unseren persönlichen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Das kann dadurch geschehen, dass wir unsere Reisegewohnheiten ändern, den Energieversorger wechseln oder auch unsere  Ernährung umstellen.

Über die Änderungen unserer persönlichen Gewohnheiten hinaus sind wir aber auch dazu verpflichtet, die Unternehmen, in denen wir arbeiten, klimafreundlicher zu machen und ihre Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Leider lassen sich nicht alle CO2-Emissionen vermeiden. Wir können sie aber durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten mit hohem Kompensationsstandard zumindest ausgleichen.

Du hast es gerade angesprochen: Nicht alle Maßnahmen lassen sich problemlos umsetzen. Welches Vorgehen ist ratsam?

Am Anfang sollte immer eine Analyse der CO2-Bilanz des Unternehmens stehen, mit einer detaillierten Messung der Emissionsfelder. Darauf aufbauend lassen sich dann die effizientesten Maßnahmen identifizieren, mit denen Emissionen verringert oder ganz vermieden werden können. Sehr schnell kann fast jedes Unternehmen etwa auf nachhaltigen Strom umsteigen. Und leicht umzusetzen ist meist auch eine Anpassung der Reiserichtlinie: Sie kann für Geschäftsreisen vorschreiben, die Bahn zu nutzen, oder Fahrten mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Nahverkehr unterstützen.

Mehr Aufwand erfordert es manchmal, im Einkauf oder bei Zulieferern und Partnern dieselben Standards einzufordern, die man selbst erfüllt. Hier ist häufig noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Dabei sollte sich jedes Unternehmen ambitionierte Reduktionsziele für die kommenden Jahre setzen und durch wiederholte Messungen den eigenen Erfolg auch kontrollieren. Tech-Unternehmen könnten etwa darüber nachdenken, ihre Cloud-Server sowie ihr Webhosting zu Anbietern umzuziehen, die zu 100 % auf nachhaltige Energie setzen.

Lukas Zörner

Lukas Zörner gehört zu den ersten Teammitgliedern bei Penta und gestaltet als Chief Product Officer (CPO) das Produktangebot und dessen laufende Weiterentwicklung. Bevor er bei Penta startete, gründete er das KI-getriebene Fintech Mespo. Davor war Lukas mehrere Jahre bei Morgan Stanley im Investment Banking tätig. Er studierte in Mannheim und Moskau.

Hand aufs Herz, Lukas: welche Maßnahmen fallen Dir persönlich am schwersten?

Die Umstellung der Ernährung will mir nicht so recht über die Lippen. Die CO2-Bilanz mancher Lebensmittel ist nicht wirklich gut, aber ganz auf ein Steak zu verzichten, ist hart.

Du bist gut vernetzt in der Startup- und Fintech-Szene: Was rätst Du anderen Unternehmen?

Generell müssen sich jedes Unternehmen und jeder Leader in der Digital-Branche zunächst bewusst machen, welchen Einfluss sie haben und dann diesen Einfluss auch nutzen, um nachhaltiges Handeln und Klimaschutz zu unterstützen. Eine Möglichkeit ist die Mitgliedschaft und Zusammenarbeit mit LFCA, um gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Wandel herbeizuführen.

Es gibt viele Maßnahmen, die Unternehmer und Manager für ihre Unternehmen oder auch privat ergreifen können, um ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Als erstes sollten sie die IST-Situation realistisch bewerten, zweitens die Reduktion von Emissionen nachvollziehbar dokumentieren und drittens weiteres Potenzial heben, um CO2 zu vermeiden.

So gut wie jedes Unternehmen und auch jeder Einzelne kann auf erneuerbare Energien setzen, Ressourcen schonen und Müll reduzieren, CO2-neutrale Dienstleister und Lieferanten wählen, die klimafreundliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten, oder die Reisegewohnheiten ändern.

Darüber hinaus sollte jedes Unternehmen durch die Nachhaltigkeitsbrille auf das eigene Geschäftsmodell schauen: Viele Produkte und Dienstleistungen können nachhaltig verändert werden. Die Bankkarten von Penta werden beispielsweise aus 100 % recyceltem PET-G-Plastik hergestellt und ihre Verpackung aus wiederverwertbarem Graspapier.

Und last but not least: Nutzt Eure eigene Reichweite bei Euren Kunden, Lieferanten, Dienstleistern oder Geschäftspartnern und sprecht mit ihnen aktiv über den Klimaschutz.

Penta setzt sich für das Klima ein – Du auch?

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