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Nebenberuflich selbstständig machen: So klappt’s

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner Juli 2021 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Für viele Menschen ist es ein großer Traum, selbstständig zu arbeiten. Oft fehlt aber der Mut oder vielleicht auch einfach das Geld. Deshalb kann es eine willkommene Option sein, nebenberuflich selbstständig zu sein. Es gibt aber einige Dinge, auf die Du achten solltest:

Nebenberuflich selbstständig: Warum es sich lohnt

Vielleicht ist es für Dich interessant zu wissen, dass fast mehr als die Hälfte aller Neugründungen nebenberuflich erfolgen. Denn wenn Du eine spannende Geschäftsidee hast und diese gut durchdacht umsetzt, kannst Du Dir ein sicheres zweites Standbein aufbauen und so Dein Haupteinkommen aufbessern. Zusätzlich kann sich nach einiger Zeit herausstellen, dass Deine nebenberufliche Selbstständigkeit so gut läuft, dass Du sie in eine hauptberufliche umwandeln kannst.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit?

Sich nebenberuflich selbstständig zu machen kann für Dich durchaus zu einer enormen Mehrbelastung werden, wenn Du Deine Zeit nicht richtig einteilst. Im schlimmsten Fall kann es dazu führen, dass Dein Hauptjob darunter leidet. Zusätzlich zu dem beruflichen Bereich kann es aufgrund des Zeitmangels passieren, dass auch Dein Privatleben und im Endeffekt vielleicht sogar Deine Gesundheit unter Deinem Nebenerwerb leidet.

Wir wollen Dir aber natürlich nicht nur die negativen Seiten aufzeigen. Selbstständig zu sein neben dem Beruf  bringt auch so einige Vorteile mit sich:

Die Finanzierung wird einfacher

Da Du immer noch Deinen Hauptjob hast und somit Deinen Lebensunterhalt nicht mit den Gewinnen Deiner Selbstständigkeit bestreiten musst, kannst Du die Gewinne direkt wieder in Dein Unternehmen reinvestieren. So brauchst Du kein Fremdkapital aus Krediten oder von Investoren.

Du gehst ein geringeres Risiko ein, wenn Du Dich nebenberuflich selbstständig machst

Du hast Dich nebenberuflich selbstständig gemacht, aber dennoch kann es passieren, dass Deine Geschäftsidee nicht den gewünschten Erfolg bringt. Durch Deinen Hauptjob bist Du jedoch abgesichert, sodass Du Dir keine Gedanken um Deinen Lebensunterhalt machen musst. 

Du musst Dir selbst keinen Druck machen

Aufgrund der bereits genannten Gründe wie der Finanzierung und dem geringeren Risiko musst Du Dich selbst nicht unter Druck setzen. Selbst wenn es mit Deinem Unternehmen nicht so klappt, wie Du es Dir erhoffst, stehst Du nicht vor dem Nichts und hast so viel mehr Sicherheit, als wenn Du alles auf eine Karte setzen würdest.

Du hast mehr Geld

Mit Deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit kannst Du Dir Dein Gehalt aus Deinem Hauptjob aufbessern und Dir so mehr leisten. 

Auch wenn Du selbstständig neben dem Beruf bist, solltest Du auf jeden Fall darüber nachdenken, ein Geschäftskonto einzurichten. So behältst Du immer den Überblick über Deine zusätzlichen Einnahmen. Bei Penta hast Du dabei die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Geschäftskonten, unter denen Du die zu Dir passende Variante aussuchen kannst.

Du siehst also: Es gibt zwar durchaus einige Nachteile. Durch gute Planung kannst Du diese aber vernachlässigen, um mit Deiner eigenen Idee durchzustarten.

Was macht eine nebenberufliche Selbstständigkeit aus?

Nebenberuflich selbstständig machen

Im Unterschied zu einem Vollzeitjob darfst Du, wenn Du nebenberuflich selbstständig bist, nicht mehr als 18 Stunden pro Woche in Deinem eigenen Unternehmen arbeiten. Außerdem darf das Gehalt, das Du aus Deinem Nebenerwerb bekommst, nicht das Deines Hauptjobs überschreiten.

Nebenberuflich selbstständig als Freiberufler? Geht das?

Bist Du selbstständig neben dem Beruf, kannst du prinzipiell erstmal alles machen. Du solltest aber darauf achten, dass sich Dein Nebenerwerb überhaupt für „nebenbei“ eignet. Ein eigenes Geschäft wird zum Beispiel schwierig, da Du in einer nebenberuflichen Selbstständigkeit keine Mitarbeiter haben darfst.

Um die Frage zu beantworten: Natürlich kannst Du auch nebenberuflich Freiberufler sein. Wenn Du Deine Nebentätigkeit anmeldest, gibst Du an, was Du tun wirst. Gehört Deine künftige selbstständige Nebentätigkeit zu den sogenannten Katalogberufen, kannst Du Dich als Freiberufler anmelden. Unter den Begriff Katalogberufe fallen nach dem Einkommensteuergesetz Heilberufe, rechts- und wirtschaftsberatende Berufe, technisch-wissenschaftliche Berufe und Medien- und Sprachberufe. Auf welche Besonderheiten Du zum Beispiel bei der Anmeldung als nebenberuflicher Freiberufler achten musst, liest Du im weiteren Beitrag.

Worauf ist zu achten?

Bevor Du endlich loslegen kannst, gibt es einige Stationen, die Du gewissenhaft durchlaufen musst, um erfolgreich zu werden:

Welche Rechtsform hat Deine nebenberufliche Selbstständigkeit?

Mit der Auswahl der Rechtsform wird auch festgelegt, wie Du Steuern zahlen musst. Alle Rechtsformen werden unterschiedlich besteuert und Du musst auswählen, was am besten zu Dir und Deinem Unternehmen passt.

Am einfachsten und günstigsten ist die Form des Einzelunternehmens. Für diese unbürokratische Rechtsform musst Du nur Deine Selbstständigkeit anmelden.

Möchtest Du mit einer oder mehreren weiteren Personen gründen, kommt als Rechtsform die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR, in Frage. Bei einer GbR-Gründung ist kein Stammkapital nötig, lediglich eine schriftliche Vereinbarung muss zwischen den Gründern getroffen werden. Zusätzlich ist es ratsam, einen Gesellschaftsvertrag aufzusetzen, sodass alle Aufgaben, Gewinne und Verluste aufgeteilt werden.

Eine weitere Rechtsform, die durchaus auch für Einzelpersonen infrage kommt, ist die GmbH. Dazu benötigst Du allerdings 25.000 Euro Stammkapital und Dein Unternehmen unterliegt bestimmten Bilanzierungspflichten. Mit einer GmbH hast Du Dich jedoch dahingehend abgesichert, dass Du nicht mehr mit Deinem gesamten Vermögen für das Unternehmen haftest.

Mit der UG, einer ähnlichen Form wie der GmbH, stehst Du weniger komplizierten Gründungsformalitäten gegenüber und benötigst nur einen Euro Stammkapital, das über die Jahre durch Rücklagen vermehrt wird.

Benötigst Du Nachweise?

Du hast Dir überlegt, in welchem Bereich Du nebenberuflich selbstständig sein möchtest. Bevor es an die Anmeldung geht, solltest Du überprüfen, ob Du Genehmigungen oder Bildungsnachweise zur Ausübung Deiner Nebentätigkeit brauchst, da einige Berufe in Deutschland reglementiert sind.

Nebenberuflich selbstständig: Die Anmeldung

Bei der Anmeldung geht es danach, ob Du nebenberuflich Freiberufler wirst oder ob Du ein Gewerbe  nebenberuflich anmeldest. Im ersten Fall reicht dann die Anmeldung beim Finanzamt und das Ausfüllen des anschließend zugesandten Formulars zur steuerlichen Erfassung.

Meldest Du ein Gewerbe an, musst Du Dich zusätzlich beim Gewerbeamt anmelden. Nachdem Du Deine Steuernummer erhalten hast, meldest Du Dich außerdem bei der IHK oder HWK. Zusätzlich solltest Du Dich erkundigen, ob Du einer Berufsgenossenschaft zugehörig bist.

Welche Steuern musst Du zahlen?

Grundsätzlich gilt, dass jeder Selbstständige, ob nebenberuflich oder nicht, Einkommensteuer und Umsatzsteuer zahlen muss. Fällst Du unter die sogenannte Kleinunternehmerregelung, wenn Du also unter 22.000 Euro im Jahr verdienst, bist Du von der Umsatzsteuer befreit. 

Je nach Rechtsform kann auch die Gewerbesteuer fällig werden. Wenn Du keine Fehler machen möchtest, dann ziehe am besten frühzeitig einen Steuerberater zurate.

Welche Versicherungen brauchst Du?

Da Du nebenberuflich selbstständig bist, bist Du weiterhin über Deinen Hauptjob versichert. Du erbringst in Deiner Nebentätigkeit aber Leistungen und die solltest Du mit einer Betriebshaftpflichtversicherung absichern.

Musst Du Deinen Arbeitgeber informieren?

Dein Arbeitgeber kann Dir Deine selbstständige Nebentätigkeit nicht verbieten, wenn Du Dich an ein paar Regeln hältst:

  • Deine selbstständige Arbeit darf nicht in Konkurrenz zu Deinem Arbeitgeber stehen.
  • Die Qualität Deiner Arbeit, die Du in Deinem Hauptjob erbringst, darf nicht unter Deinem Nebenerwerb leiden.
  • Während einer Krankschreibung darfst Du nicht für Dein eigenes Unternehmen arbeiten.

Trotzdem solltest Du Deinen Arbeitgeber der Fairness halber darüber informieren, dass Du Dich nebenberuflich selbstständig gemacht hast.

Du siehst, es gibt einige Dinge, die Du beachten solltest, wenn Du selbstständig im Nebenerwerb sein möchtest. Wenn Du aber alles berücksichtigst, steht Deiner Geschäftsidee nichts mehr im Weg.

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