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So gründest du eine OHG: Überblick, Haftung, Steuern

Jeannine Klein
Jeannine Klein Juni 2021 13 Min

Inhaltsverzeichnis

Die Offene Handelsgesellschaft ist eine Rechtsform, die sich mit wenig bürokratischem Aufwand gründen lässt. Dafür trägst Du aber persönlich die Verantwortung für das Unternehmen und haftest mit Deinem Privatvermögen. Aber es gibt Gründe, warum sich die OHG-Gründung anbietet.

Definition OHG

Die Offene Handelsgesellschaft, kurz OHG, ist ein Unternehmen, das in erster Linie mit Waren handelt. Ob Du als klassischer Händler Waren kaufst und wiederverkaufst oder selbst produzierte Waren verkaufst, spielt für diese Gesellschaftsform keine Rolle. Entsprechend gilt die Rechtsform der OHG als Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB).

Die Merkmale der OHG

Die OHG ist eine Personengesellschaft, die auf der Rechtsform der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) beruht. Daher gelten grundsätzlich dieselben Vorschriften wie für die GbR, die im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt sind. Allerdings sind die Regelungen der §§ 105 bis 160 des Handelsgesetzbuches (HGB) präziser auf ihren Handelscharakter abgestimmt und haben daher Vorrang. 

Voraussetzungen für die OHG-Gründung

Die OHG kann von mindestens zwei natürlichen oder juristischen Personen gegründet werden. Aufgrund der Kaufmannseigenschaft muss die OHG in das Handelsregister eingetragen werden. Erst mit dieser Eintragung gilt die offene Handelsgesellschaft als rechtswirksam gegründet. Darüber hinaus ist sie gewerbesteuerpflichtig und muss beim Gewerbeamt angemeldet werden. 

Um eine OHG gründen zu können, muss ein Gesellschaftsvertrag erstellt werden. Dieser Vertrag ist grundsätzlich formfrei. Er kann schriftlich, mündlich oder sogar nur durch konkludentes (schlüssiges) Handeln geschlossen werden. Um die Rechtssicherheit des Gesellschaftsvertrags zu gewährleisten, ist es dennoch ratsam, den Vertrag schriftlich aufzusetzen. Eine notarielle Beglaubigung ist nur in Ausnahmefällen notwendig.

Benötigst Du Stammkapital für die OHG-Gründung?

Für die Gründung der OHG ist kein Mindestkapital notwendig. Die Gesellschafter können die Höhe des Kapitals selbst bestimmen und sind zur Kapitalaufbringung verpflichtet. Das heißt, sie müssen ihre Kapitaleinlage gemäß den Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag in Form von Bar- oder Sacheinlagen einbringen. 

Welche Kosten musst Du für die Gründung einer OHG einplanen?

OHG Gründung Vorteile

Du benötigst zwar nicht zwingend Stammkapital, musst aber Gebühren für den Handelsregistereintrag, die Gewerbeanmeldung und gegebenenfalls Anwalts- und Notarkosten für die Erstellung des Gesellschaftsvertrags einplanen. Die Kosten für den Handelsregistereintrag hängen von der Anzahl der Gesellschafter ab und variieren zwischen etwa 230 Euro für zwei und 380 Euro für fünf Gesellschafter.

Die Gebühren für die Gewerbeanmeldung hängen von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, in der die OHG eröffnet wird, ab. In Berlin liegen die Gebühren bei 26 Euro für natürliche Personen und 31 Euro für juristische Personen. Dabei ist jeder Gesellschafter einer OHG dazu verpflichtet, eine Gewerbeanmeldung vorzunehmen. 

Wie ist die Haftung in der OHG geregelt?

Durch das eingebrachte Kapital sind alle Gesellschafter der OHG Eigentümer des Unternehmens. Damit haftet gemäß § 128 HGB jeder Gesellschafter als Gesamtschuldner persönlich auch mit seinem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der OHG. Eine entsprechende Vereinbarung, die eine Haftung gegenüber Dritten beschränkt, ist unwirksam. Eine Haftungsbeschränkung kann höchstens im Innenverhältnis unter den Gesellschaftern getroffen werden. 

Gesellschafter, die erst nach der Gründung in das Unternehmen eintreten, haften ebenfalls für bereits bestehende Verbindlichkeiten. Beim Austritt eines Gesellschafters bleibt die Haftung für Verbindlichkeiten, die bis zur Eintragung des Ausscheidens in das Handelsregister entstehen, aufgrund der Nachhaftung für weitere fünf Jahre bestehen. 

OHG-Gründung: Besonderheiten bei der Namensgebung

Bei der Wahl des Firmennamens sind die Gründer weitestgehend frei, müssen aber den Zusatz OHG im Namen führen.

Geschäftsführung der OHG

Die OHG verfügt über keine besonderen Organe. Die Gesellschafter bilden gleichzeitig die Geschäftsführung. Besteht die OHG aus mehreren Gesellschaftern, kann eine entsprechende Anzahl an Geschäftsführern bestellt werden. Wurde die Geschäftsführung im Gesellschaftsvertrag nur einem oder auch mehreren Gesellschaftern übertragen, sind alle anderen Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen. 

Grundsätzlich sind alle Gesellschafter zur Einzelgeschäftsführung und -vertretung der Gesellschaft berechtigt und verpflichtet. Bei mehreren Geschäftsführern ist es daher ratsam, ihre Zuständigkeiten in der OHG klar zu regeln: Ein detaillierter Gesellschaftsvertrag regelt, wer für welche Themen und Bereiche verantwortlich ist und für welche Entscheidungen das Einverständnis aller Gesellschafter nötig. 

Einzelgeschäftsführungs- und Einzelvertretungsbefugnis in der OHG

Sofern es im Gesellschaftsvertrag nicht anders geregelt ist, sind gemäß § 114 HGB alle Gesellschafter berechtigt, im Außenverhältnis als Geschäftsführer der OHG aufzutreten. Das bedeutet, dass sie im Rahmen der Einzelgeschäftsführungsbefugnis geschäftliche Handlungen, die im Tagesgeschäft anfallen, alleine und ohne Rücksprache mit den anderen Geschäftsführern durchführen dürfen. Zu diesen Handlungen zählen beispielsweise Überweisungen vom Geschäftskonto, das Begleichen von Rechnungen oder die Aufgabe von Bestellungen. Im Rahmen der Einzelvertretungsbefugnis sind sie zudem berechtigt, das Unternehmen alleine nach außen zu vertreten, um beispielsweise Verträge zu schließen.

Diese Befugnisse beziehen sich allerdings auf die sogenannten gewöhnlichen Geschäfte. Für außergewöhnliche Geschäfte benötigen sie den gemeinsamen Beschluss aller Gesellschafter. Darüber hinaus verfügen alle Gesellschafter auch bei gewöhnlichen Geschäften über ein Vetorecht.

Prokura

Die Geschäftsführung kann auch an einen Nicht-Gesellschafter vergeben werden. In diesem Fall benötigt dieser eine Handlungsvollmacht. Der sogenannten Prokura muss dabei von allen Gesellschaftern zugestimmt und in das Handelsregister eingetragen werden.

OHG gründen: Gewinn- und Verlustverteilung

Für die OHG Gewinnverteilung gilt eine Standardregelung: Alle Gesellschafter erhalten vorab einen Betrag in Höhe von 4 Prozent auf ihren Kapitalanteil. Der restliche Gewinn wird zu gleichen Teilen an die Gesellschafter verteilt.

OHG Gewinnverteilung berechnen

Angenommen, die OHG besteht aus drei Gesellschaftern. Gesellschafter A hat 100.000 Euro eingebracht. Gesellschafter B hat 50.000 Euro eingebracht. Gesellschafter C hat 25.000 Euro eingebracht. Bei einem Gewinn von 200.000 Euro erhält Gesellschafter A zunächst 4.000 Euro. Gesellschafter B bekommt 2.000 Euro, Gesellschafter C 1.000 Euro. Damit sind 7.000 Euro vom Gewinn bereits verteilt. Die restlichen 193.000 Euro werden zu gleichen Teilen von rund 65.000 Euro an die Gesellschafter verteilt.

  • Gesellschafter A: 69.000 Euro
  • Gesellschafter B: 67.000 Euro
  • Gesellschafter C: 66.000 Euro

Verluste werden in der OHG nach Köpfen verteilt.

Buchführung in der OHG

Die OHG unterliegt den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB). Damit ist sie zur ordnungsgemäßen Buchhaltung und Bilanzierung verpflichtet: Sie unterliegt der doppelten Buchführung und muss einen Jahresabschluss anfertigen. Dieser besteht aus einer Bilanz sowie der Gewinn- und Verlust-Rechnung. Einer der Vorteile der OHG gegenüber einer GmbH oder AG ist, dass diese Dokumente nicht veröffentlicht werden müssen. Zudem muss die OHG die Aufbewahrungsfristen für ihre Bücher über einen Zeitraum von zehn Jahren berücksichtigen und regelmäßig eine Inventur durchführen.

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Welche Steuerarten sind für die OHG relevant?

Die OHG ist verpflichtet, Gewerbesteuer zu zahlen. Sie orientiert sich am Gewinn und wird in Form von Vorauszahlungen vierteljährlich fällig. Darüber hinaus zahlt das Unternehmen die Umsatzsteuer an das Finanzamt. Die einzelnen Gesellschafter sind verpflichtet, ihren Gewinnanteil in ihrer Einkommensteuererklärung anzugeben. Ist einer der Gesellschafter eine juristische Person, ist auch die Körperschaftssteuer relevant. Beschäftigt die OHG eigene Angestellte, muss zudem die Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt werden.

Auflösung der OHG

Die Auflösung einer OHG vollzieht sich in der Regel in drei Schritten: Sie beginnt mit einem Gesellschafterbeschluss oder einem gesetzlichen Auflösungsgrund. Im zweiten Schritt, der Liquidation, werden die laufenden Geschäfte der OHG abgewickelt und Forderungen beglichen oder beziehungsweise eingezogen. Wurde das gesamte Aktivvermögen verteilt, ist die Liquidation beendet und die Gesellschaft erlischt mit der Vollbeendigung. Wurde die OHG aufgelöst, wird sie aus dem Handelsregister gelöscht. 

Auflösungsgründe

In § 131 HGB findest Du die gesetzlichen Auflösungsgründe. Demnach wird die OHG beispielsweise durch einen Zeitablauf aufgelöst, wenn sie für eine bestimmte Dauer gegründet wurde. Weitere Gründe sind die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, eine gerichtliche Entscheidung oder ein Auflösungsbeschluss der Gesellschafter.  

Darüber hinaus können weitere Auflösungsgründe im Gesellschaftsvertrag festgelegt werden. 

Für welche Unternehmen eignet sich die Gründung einer OHG?

Prinzipiell ist die OHG als Rechtsform für alle kaufmännischen Gewerbe geeignet. Voraussetzung ist, dass Du ein gewerbliches Unternehmen mit Handelscharakter betreibst und einen oder mehrere geeignete Gesellschafter für die Gründung und Führung der OHG findest. Freiberufler gelten nicht als Gewerbetreibende und sind damit von der Gründung einer OHG ausgenommen. Der Ausschluss gilt auch für Kleingewerbetreibende, da diese im Sinne des HGB nicht als Kaufmann gelten. 

Unterschied zu anderen Rechtsformen

Die OHG ähnelt den Rechtsformen der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und der Kommanditgesellschaft (KG). 

Die GbR ist häufig die Ausgangsform der offenen Handelsgesellschaft. Übersteigt der Jahresumsatz der GbR die Höhe von 600.000 Euro, wird sie automatisch in eine OHG umgewandelt. Im Unterschied zur GbR dient die Gründung einer OHG ausdrücklich dem Handelszweck. Sie muss im Handelsregister eingetragen werden und ist entsprechend zur doppelten Buchführung verpflichtet. Im Gegensatz dazu wird die GbR nicht im Handelsregister eingetragen. Daher reicht hier die einfache Buchführung. 

Die Kommanditgesellschaft stellt eine besondere Form der OHG dar. Der Unterschied liegt im Haftungsrisiko der Gesellschafter. Während bei der Offenen Handelsgesellschaft alle Gesellschafter unbeschränkt, gesamtschuldnerisch und auch mit ihrem Privatvermögen haften, haftet in der KG der Komplementär unbeschränkt mit seinem persönlichen Vermögen, der Kommanditist aber nur in Höhe seines eingebrachten Gesellschaftsvermögens.

GmbH & Co. OHG

Die GmbH & Co. OHG ist eine Personenhandelsgesellschaft, bei der einer der Gesellschafter eine GmbH ist.

Schritt für Schritt zur OHG-Gründung

Um die OHG rechtswirksam zu gründen, sind einige formale Gründungsschritte notwendig. 

Schritt 1: Gesellschaftsvertrag erstellen

Am Anfang des Gründungsprozesses steht der Gesellschaftsvertrag. Dieser muss nicht zwingend schriftlich geschlossen werden. Um Ärger zu vermeiden, ist die Schriftform allerdings empfehlenswert. Kommt es zu Konflikten zwischen den Mitgesellschaftern, dient die Schriftform als rechtliche Grundlage. Bei der Erstellung des Gesellschaftsvertrags kannst Du auf Muster zurückgreifen und diese Deinen und den Bedürfnissen Deiner Gesellschafter anpassen. Alternativ könnt ihr den Vertrag auch von einem Anwalt erstellen lassen. 

Der Gesellschaftsvertrag sollte mindestens die folgenden Punkte regeln:

  • Name und Sitz der Gesellschaft
  • Name, Vorname, Geburtsdatum und Wohnort der Gesellschafter
  • Unternehmenszweck und Unternehmensgegenstand
    Geschäftsführung und Vertretungsbefugnisse
  • Höhe der Kapitaleinlagen
  • Gewinn- bzw. Verlustbeteiligung
  • Befugnis zur Geschäftsführung
  • Stimmrechte der Gesellschafter
  • Informations- und Kontrollrechte
  • Regelung zur Übertragung von Anteilen
  • Auflösungs- und Nachfolgeregelungen

Schritt 2: Geschäftskonto eröffnen

Für die Gründung einer OHG benötigst Du nicht zwingend ein Geschäftskonto. In Deutschland sind nur Kapitalgesellschaften gesetzlich verpflichtet, ein Firmenkonto zu eröffnen. Es lohnt sich jedoch für alle Unternehmer, ein Geschäftskonto zu eröffnen. Als Gesellschafter der OHG haftest Du auch mit Deinem Privatvermögen haften. Daher ist es ratsam, von Anfang an private von beruflichen Ausgaben sauber zu trennen. Penta bietet Gesellschaftern einer OHG ein Online Geschäftskonto an, das perfekt auf die Bedürfnisse der OHG zugeschnitten ist. So behalten ihre Gesellschafter ihre Finanzen jederzeit im Blick und erleichtern sich dank der Integration einer Buchhaltungssoftware die Buchführung sowie die Zusammenarbeit mit ihrem Steuerberater.

Schritt 3: Eintrag in das Handelsregister

Als Gründer einer Offenen Handelsgesellschaft sind Du und Deine Mitgesellschafter verpflichtet, das Unternehmen in das Handelsregister eintragen zu lassen. Der Antrag wird mithilfe eines Notars ausgefüllt, der ihn auch bei zuständigen Registergericht einreicht.

Schritt 4: OHG-Gründung beim Gewerbeamt anmelden

Die OHG ist gewerbesteuerpflichtig und muss vor Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit beim Gewerbeamt angemeldet werden. Wurde die OHG-Gründung angemeldet, gibt das Gewerbeamt die Information über die Gründung an das zuständige Finanzamt, die zuständige Industrie- und Handelskammer sowie an die Berufsgenossenschaft weiter.

Schritt 5: OHG-Gründung beim Finanzamt anmelden

Vom Finanzamt erhalten die Gesellschafter den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den sie ausgefüllt an das Finanzamt zurücksenden, um eine Steuernummer für die OHG zu erhalten. Werden auch internationale Handelsbeziehungen eingegangen, kann mit diesem Fragebogen auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen.

Schritt 6: Anmeldung bei der IHK und HWK

Die OHG ist zur Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer (IHK) verpflichtet. Handwerksbetriebe, die in Art und Umfang einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern, werden häufig ebenfalls als OHG gegründet. Entsprechend müssen diese Handwerksbetriebe bei der Handwerkskammer (HWK) angemeldet werden.

Schritt 7: Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft

Die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft, der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland, ist Pflicht. Die zuständige Berufsgenossenschaft erhält die notwendigen Gründungsinformationen vom Gewerbeamt. Die Anmeldung erfolgt bei der Berufsgenossenschaft, die für Deinen Geschäftszweig zuständig ist. Erfolgt die Gründung einer OHG in einem Bereich, der keiner BG zugeordnet werden kann, ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) zuständig. 

Schritt 8: Anmeldung bei der Agentur für Arbeit

Beschäftigt die OHG eigene Angestellte, müssen ihre Gesellschafter eine Betriebsnummer (BBNR) bei der Agentur für Arbeit beantragen. Mit dieser Nummer werden Unternehmen in Deutschland eindeutig identifiziert, um Meldungen zur Sozialversicherung für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte an die Sozialversicherungsträger zu übermitteln. 

OHG gründen: Vorteile und Nachteile

Es gibt viele gute Gründe, die für die Gründung einer OHG sprechen. 

  • Der Gründungsprozess verläuft vergleichsweise schnell.
  • Der formfreie Gesellschaftsvertrag kann an die individuellen Bedürfnisse der Gesellschafter angepasst werden.
  • Die Gesellschafter genießen ein hohes Maß an Mitbestimmung.
  • Sofern nicht anders geregelt, sind alle Gesellschafter gleichberechtigt und können sich mit ihren jeweiligen Kompetenzen einbringen.
  • Es ist kein Stammkapital zur Gründung notwendig. Der Gesellschaftsvertrag regelt die Höhe des Kapitals oder der Sacheinlagen, die jeder Gesellschafter in das Unternehmen einbringt.
  • Der Jahresabschluss und die Bilanz müssen nicht veröffentlicht werden. 
  • Die persönliche Haftung der Gesellschafter führt zu hohem Ansehen bei Banken.

Es gibt aber auch Gründe, die gegen das OHG Gründen sprechen. 

  • Die Gesellschafter haften persönlich und uneingeschränkt mit ihrem Geschäftsanteil sowie mit ihrem Privatvermögen für die entstehenden Verbindlichkeiten. 
  • Im Vergleich zur GbR ist der Gründungsprozess recht aufwendig.
  • Unzureichende Regelungen im Gesellschaftsvertrag können Probleme verursachen.
  • Die Zusammenarbeit setzt großes Vertrauen der Gesellschafter untereinander voraus.
  • Die Gesellschafter sind verpflichtet, das Unternehmen im Handelsregister einzutragen.
  • Die OHG ist zur doppelten Buchführung und Erstellung einer Bilanz verpflichtet.

Wann lohnt es sich, eine OHG zu gründen?

Ein gut aufgesetzter Gesellschaftsvertrag verleiht einer OHG ein solides Fundament, auf dem Du und Deine Mitgründer aufbauen können. Die Situation mit zwei oder mehreren Geschäftsführern ist nicht immer einfach. Dafür kann die Verantwortung für bestimmte Themen gut sinnvoll und gerecht verteilt werden. Stichwort Verantwortung: Die persönliche Haftung für Dich als Gesellschafter ist riskant. Im Gegenzug benötigst Du kein Stammkapital. Die Bilanz nicht veröffentlichen zu müssen, erspart Dir eine Menge Aufwand. Wenn alle Gesellschafter sich aktiv am Unternehmensgeschehen beteiligen wollen und die persönliche Haftung nicht scheuen, ist die Offene Handelsgesellschaft auf jeden Fall eine gute Option.


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