Private Krankenversicherung für Selbstständige

Yasmin
Yasmin Juni 2021 13 Min

Inhaltsverzeichnis

Als Selbstständiger oder Gründer eines Unternehmens musst Du Dich um einiges selber kümmern. Dazu gehört auch die Wahl Deiner Krankenversicherung. Genau wie Arbeitnehmer unterliegen auch Selbstständige in Deutschland der Krankenversicherungspflicht. Du kannst allerdings frei entscheiden, ob Du Dich freiwillig gesetzlich versicherst oder ob Du eine private Krankenversicherung für Selbstständige abschließt. Welche Art der Versicherung die beste für Dich ist, wie Du die richtige Krankenversicherung findest, mit welchen Kosten Du rechnen musst und auf welche Details Du achten solltest, hängt von Deiner individuellen Situation ab. 

Unterschied PKV/GKV

Angestellte, Landwirte, selbstständig tätige Gärtner sowie Künstler und Publizisten unterliegen der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht und können nur in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie eine bestimmte Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Dagegen haben Selbstständige und Geschäftsführer unabhängig von der Höhe ihres Einkommens die Wahl, freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einzuzahlen oder eine private Krankenversicherung (PKV) abzuschließen. 

GKV und PKV unterscheiden sich aber nicht nur in ihren Voraussetzungen und Zulassungsbedingungen. Sie unterscheiden sich ebenfalls in der Preisgestaltung und dem Leistungsspektrum. Entsprechend lassen sie sich auch nicht ohne Weiteres miteinander vergleichen. 

Wer sich selbstständig macht, kommt in der Regel aus einem Angestelltenverhältnis. Das heißt, Selbstständige sind meist bereits Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse. Um zu entscheiden, ob Du jetzt in die private Krankenversicherung für Selbstständige wechseln möchtest, mach Dich zunächst über die grundlegenden Merkmale und Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung und die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft vertraut.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Um als Selbstständiger freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Mitglied zu werden, musst Du vor Beginn Deiner Selbstständigkeit schon einmal gesetzlich krankenversichert gewesen sein. Das heißt, entweder warst Du beispielsweise als Angestellter durchgängig in den vergangenen zwölf Monaten oder wenigstens für 24 Monate in den vergangenen fünf Jahren gesetzlich krankenversichert.

Die gesetzliche Krankenversicherung unterscheidet bei ihren Mitgliedern zwischen Pflichtversicherten und freiwillig gesetzlich Versicherten. Zu den Pflichtversicherten zählen alle Arbeitnehmer. Die Hälfte der anfallenden Kosten wird dabei von den Arbeitgebern übernommen. Selbstständige und Arbeitnehmer mit einem Einkommen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 5362,50 Euro pro Monat liegt, gelten als freiwillig gesetzlich Versicherte. Gleichzeitig darf die Mindesteinkommensgrenze von monatlich 1096,67 Euro nicht unterschritten werden. Bei der Berechnung des Einkommens des Selbstständigen werden sämtliche im Einkommensteuerecht vorgesehenen Arten von Einkünften herangezogen.

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Beitragssätze und Zusatzbeiträge

Die Beitragsbemessung in der gesetzlichen Krankenversicherung funktioniert nach dem Solidarprinzip und orientiert sich am Einkommen der Versicherten. Das bedeutet, dass die Versicherten nicht nur ihr eigenes, sondern das Krankheitsrisiko der Gemeinschaft der Versicherten mit ihren Beiträgen abdecken. Dabei gilt eine Höchstgrenze von monatlich 4837,50 Euro. Liegt das Einkommen eines Versicherten über dieser Grenzen, steigt die Beitragshöhe nicht weiter an. 

Aktuell beträgt der Krankenkassen-Beitragssatz für freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige bei 14,0 Prozent. Der Beitragssatz für Versicherte, die ihre Selbstständigkeit hauptberuflich ausführen und einen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit haben, liegt der Beitragssatz bei 14,6 Prozent. Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen beträgt 70 Prozent des Bruttoeinkommens und maximal 90 Prozent des Nettoeinkommens. Hinzu kommt jeweils ein von den Krankenkassen selbst festgelegter Zusatzbeitrag. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt in 2021 bei 1,3 Prozent.

Familienversicherung

Um Familien mit nur einem Hauptverdiener zu entlasten, werden Ehepartner und Kinder eines Pflichtversicherten unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert.

Regelleistungen und Zusatztarife

Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nur für Standardleistungen auf, die medizinisch notwendig und sinnvoll sind. Das bedeutet, dass Du für zusätzliche Leistungen, die über die Regelversorgung hinaus gehen, selbst aufkommen musst. Hier bieten die gesetzlichen Krankenkassen verschiedene Wahltarife beispielsweise für die Zahnbehandlung, alternative Heilmethoden oder besondere Leistungen rund um eine Schwangerschaft an. Alternativ kannst Du zusätzlich private Zusatzversicherungen abschließen.

Wahltarife mit Selbstbehalt 

Mit steigendem Kostendruck nimmt das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung immer mehr ab. Um hier einen Ausgleich für die Mitglieder zu schaffen, bieten die gesetzlichen Krankenkassen Wahltarife mit Selbstbehalt an. Dabei verpflichten sich Versicherte dazu, einen Teil der anfallenden Kosten für medizinische Leistungen selbst zu tragen und erhalten im Gegenzug eine Prämie oder Rückerstattungen von der Krankenkasse. Nimmst Du weniger Leistungen in Anspruch, kann sich der Selbstbehalt durchaus rechnen.

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Die private Krankenversicherung (PKV)

Während die gesetzliche Krankenversicherung darauf abzielt, dass Mitglieder mit einem höheren Einkommen Mitglieder mit geringem Einkommen subventionieren, betrachtet die private Krankenversicherung bei der Beitragsbemessung ausschließlich das persönliche Krankheitsrisiko des Versicherten. Entsprechend richten sich die Beiträge nach Deinem Alter, Deinem Gesundheitszustand, möglichen Vorerkrankungen und möglichen beruflichen oder privaten Risiken. Entsprechend ist für die Aufnahme in der privaten Krankenkasse ein Gesundheitscheck erforderlich. Auf dieser Grundlage wird berechnet, wie viel die medizinische Versorgung im Laufe Deines Lebens statistisch betrachtet kosten wird. Das bedeutet auch, dass es in der privaten Krankenversicherung keine Familienversicherung gibt. Für Ehepartner und Kinder muss ein eigener Vertrag geschlossen werden.

Individuelle Tarife für jeden Anspruch

In der GKV bekommt jeder Versicherte die gleichen Leistungen. In der PKV kannst Du Dir Dein individuelles Leistungspaket ganz nach Deinen Wünschen und Bedürfnissen zusammenstellen. Die meisten privaten Krankenversicherer bieten ihren Mitgliedern einen Basistarif, einen Komforttarif und einen Premiumtarif an. Die Beiträge setzen sich zusammen aus 

  • der Risikoeinschätzung
  • den Verwaltungskosten
  • einem Sparanteil

Der Sparanteil dient dazu, dass der Beitrag sich im Alter nicht zu sehr erhöht. 

Kontrahierungszwang

Zwar besagt der sogenannte Kontrahierungszwang, dass private Krankenversicherer alle Menschen aufnehmen müssen, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und die Aufnahme in der PKV beantragen. Grundsätzlich sind die Versicherer aber nicht verpflichtet, einen Vertrag mit Dir einzugehen. Das heißt, sie können sich ihre Versicherten selbst aussuchen und damit ihre Risikostruktur beeinflussen können. Das führt dazu, dass insbesondere Vielverdiener in der PKV von niedrigeren Beiträgen als in der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren können.

Beiträge senken durch Selbstbeteiligung oder Beitragsrückerstattung

Freie Arztwahl, Behandlungen beim Heilpraktiker, Zuschüsse zu Zahnersatz, Brillen und medizinischen Hilfsmitteln, Einzelzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus und Krankentagegeld: Je mehr Bausteine Dein Leistungspaket enthält, desto höher fällt Dein Beitrag als Selbstständiger in der privaten Krankenversicherung aus. Um Deinen Beitrag zu senken, kannst einen Vertrag mit Selbstbeteiligung auswählen. 

Verdienstausfall im Krankheitsfall absichern

Wenn Du Dich als Selbstständiger freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versicherst, hast Du wie die Pflichtmitglieder ein Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Krankentag. Voraussetzung dafür ist, dass Du nicht den ermäßigten Tarif von 14 Prozent, sondern den vollen Tarif in Höhe von 14,6 Prozent bezahlst. 43 Tage ohne Verdienst sind eine lange Zeit für Selbstständige – insbesondere für Einzelunternehmer und Freiberufler. In der GKV hast Du die Möglichkeit, Dich mit einem Wahltarif für krankheitsbedingte Verdienstausfälle oder mit einer privaten Zusatzversicherung abzusichern. In der privaten Krankenversicherung kannst Du als Selbstständiger den Anspruch auf Krankengeld wesentlich flexibler vereinbaren. Das Gleiche gilt für die Höhe des Krankentagegeldes. Achte bei der Zusammenstellung Deiner Versicherungsleistungen darauf, dass der Anspruch auf Krankengeld nicht automatisch besteht, sondern immer ausdrücklich vereinbart und vertraglich abgeschlossen werden muss. 

Musst Du eine private Krankenversicherung für Selbstständige abschließen? 

In Deutschland können sich nur Selbstständige, Beamte und Arbeitnehmer, die mehr als 5362,50 Euro pro Monat verdienen, privat krankenversichern. Selbstständig ist aber nicht gleich selbstständig. Während Kleingewerbetreibende, eingetragene Kaufleute (e. K.), Gesellschafter einer OHG, GbR oder Komplementäre einer KG sofort eine private Krankenversicherung für Selbstständige abschließen dürfen, gelten beispielsweise für den Freiberufler besondere Bestimmungen.

Freiberufliche Künstler und Publizisten sind über die Künstlersozialkasse bei einer Krankenkasse ihrer Wahl gesetzlich versichert. Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist nur dann möglich, wenn sie die Versicherungspflichtgrenze, die auch für Arbeitnehmer gilt, überschreiten. 

Wer nebenberuflich selbstständig ist, ist über seinen Hauptberuf sozialversichert. Das heißt, Du bist zunächst in der GKV versichert. Übersteigt das Einkommen, das Du mit Deinem Angestelltenverhältnis verdienst, die Versicherungspflichtgrenze, kannst Du Dich ebenfalls privat krankenversichern. Übersteigen Deine Einnahmen aus Deiner selbstständigen Tätigkeit die Einnahmen aus dem Angestelltenverhältnis, giltst Du als hauptberuflich selbstständig und kannst Dich in der privaten Krankenversicherung anmelden. 

Die gleichen Regeln gelten für Geschäftsführer einer GmbH oder UG. Sie sind Angestellte des Unternehmens und damit zunächst gesetzlich versichert. Wechselt ein Geschäftsführer bei einem entsprechenden Einkommen in die private Krankenversicherung, kommt allerdings das Unternehmen für die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge auf. Diese Leistung ist bis zu einem bestimmten Betrag gedeckelt. 

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Was kostet die private Krankenversicherung für Selbstständige?

Entscheidest Du Dich für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung, liegen Deine monatlichen Beiträge zwischen 14 und 14,6 Prozent Deines Einkommens zuzüglich des Zusatzbeitrages, dessen Höhe von den Krankenkassen selbst festgesetzt wird. Über diesen Grundbeitrag kannst Du zusätzliche Wahltarife abschließen. Welcher Monatsbeitrag am Ende für Dich herauskommt, hängt von Deinen individuellen Bedürfnissen ab. 

Ob sich der Wechsel in die private Krankenversicherung finanziell für Dich lohnt, hängt ebenfalls davon ab, für welchen privaten Versicherungsschutz Du Dich entscheidest. Hier kommt es zum einen auf den Tarif an. Zum anderen auf die weiteren kostenpflichtigen Bausteine. 

Während für die Beitragsbemessung bei der gesetzlichen Krankenversicherung Dein Einkommen entscheidend ist, spielen bei der privaten Krankenversicherung Dein Alter und Dein Gesundheitszustand eine tragende Rolle. Je älter Du bist und je mehr Vorerkrankungen bei Dir vorliegen, desto teurer wird die private Krankenversicherung für Selbstständige. Musst Du neben Deiner eigenen Gesundheit auch die Deiner Familie absichern, steigen die Kosten. Eine Familienversicherung gibt es nicht. Du musst Deinen Partner und Deine Kinder mit eigenen Verträgen absichern.

Bedenke bei Deiner Wahl auch, dass Du als Selbstständiger in der privaten Krankenversicherung erst einmal in Vorleistung gehen musst. Zwar werden Dir Deine Auslagen erstattet, bis dahin belasten sie aber Deine Finanzen. Gerade zu Beginn ihrer Selbstständigkeit können Unternehmer dadurch schnell in eine finanzielle Schieflage geraten.

Beitragserhöhungen

Laut Statistischem Bundesamt sind die Krankenversicherungsbeiträge in der GKV von Januar 2015 bis März 2021 um 24,7 Prozent gestiegen. Mit zunehmendem Alter der Versicherten und neuen technischen Standards in der Medizin ist mit weiteren Erhöhungen bei sinkenden Leistungen zu rechen. In der privaten Krankenversicherung musst Du als Selbstständiger ebenfalls einen jährlichen Anstieg der Beiträge in Höhe von bis zu drei Prozent einplanen. Allerdings ist die PKV nicht dazu berechtigt, Leistungen zu streichen oder zu kürzen.

Beitragsberechnung für die PKV

Um einschätzen zu können, welche Kosten auf Dich zukommen, wenn Du als Selbstständiger eine private Krankenversicherung abschließt, stehen Dir im Internet zahlreiche Beitragsrechner zur Verfügung. So kannst Du zumindest die Kosten für den Basis-, den Komfort- und den Premiumschutz ermitteln. 

Ein Beispiel:

Ein selbstständiger Versicherter im Alter von 35 Jahren würde in der PKV folgende Beiträge bezahlen:

  • Basistarif: 269,95 Euro
  • Komforttarif: 312,54 Euro
  • Premiumtarif: 407,70 Euro

Aufgrund der Komplexität der Tarife empfiehlt sich jedoch die individuelle Beratung. 

Ob privat oder gesetzlich: Du kannst in beiden Krankenversicherungen Deine Beiträge durch Selbsterhalt (GKV) oder Selbstbeteiligung (PKV) und Beitragsrückerstattungen reduzieren. 

Vorteile und Nachteile der privaten Krankenversicherung für Selbstständige

Die private Krankenversicherung für Selbstständige bietet gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung einige Vorteile. Der offensichtlichste Vorteil besteht darin, dass die medizinische Versorgung in der privaten Krankenversicherung qualitativ hochwertiger und intensiver ist als in der gesetzlichen Krankenversicherung, die oft nur Standardleistungen abdeckt.

Diese „bessere“ Versorgung in der privaten Krankenversicherung spiegelt sich allerdings auch in den höheren Beiträgen wider, die durch ein stabiles und hohes Einkommen gedeckt werden müssen.

Weitere Vorteile der privaten Krankenversicherung für Selbstständige sind:

  • Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden und speziellen Medikamenten
  • höhere Kostenübernahme: beispielsweise vollständige Erstattung von Zahnersatzkosten
  • kaum Einschränkungen im Leistungsspektrum
  • schnellere Terminvergabe bei Ärzten
  • keine Wartezeit in der Praxis
  • Chefarztbehandlung
  • Einbettzimmer im Krankenhaus
  • der Beitrag bleibt trotz höherer Einnahmen gleich
  • der Versicherungsschutz gilt automatisch europaweit und mindestens einen Monat lang auch außerhalb Europas

Die private Krankenversicherung für Selbstständige hat aber auch ihre Nachteile:

  • für die Aufnahme ist ein Gesundheitscheck erforderlich 
  • in hohem Alter und mit einem schlechten Gesundheitszustand ist die PKV vergleichsweise teuer
  • Beitragserhöhungen sind trotz Altersrückstellungen nicht ausgeschlossen
  • Du musst mit zunehmenden Alter mit steigenden Beiträgen rechnen
  • Familienmitglieder müssen in der PKV extra versichert werden
  • Du musst zunächst für Leistungen in Vorkasse gehen
  • Der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich
  • kannst Du Dir die Beiträge nicht mehr leisten, kannst Du einen Sozialtarif in Anspruch nehmen, bei dem Du allerdings nur Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hast
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Was musst Du beim Wechsel in die private Krankenversicherung für Selbstständige beachten?

Es gibt zahlreiche Anbieter und Tarife. Sie zu vergleichen, um den passenden Tarif zu finden, ist eine Herausforderung. Bei der Entscheidung stehen nicht zwingend die Kosten, sondern auch die Leistungen im Vordergrund. Es gibt jedoch ein paar Punkte, an denen Du Dich für einen ersten Überblick orientieren kannst:

Prüfe, welche grundlegenden Leistungen enthalten sind, welche Medikamente oder Hilfsmittel erstattet werden oder ob Du Deinen Arzt frei wählen kannst. Im nächsten Schritt schau Dir zusätzlich wichtige Leistungen an. Hier geht es beispielsweise um die Übernahme von Kosten für die Reha, Kuren, Krankentransporte und die Krankenversicherung im Ausland. Am Ende überlege Dir, auf welche individuellen Leistungen Du noch Wert legst. 

Auf dieser Basis vergleichst Du nun die Beiträge und die Konditionen, zu denen Du die private Krankenversicherung als Selbstständiger abschließt. 

Abschließend wirfst Du einen genauen Blick auf den Anbieter. Wie solider ist er und welche Rückschlüsse kannst Du auf mögliche Beitragserhöhungen ziehen? 

Private Krankenversicherung online abschließen

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Selbstständige individuell und ausführlich beraten zu lassen. 

Nutzt Du bereits ein Online Geschäftskonto wie das von Penta, möchtest Du Deine private Krankenversicherung vielleicht auch gerne online abschließen. 

Es gibt einige Onlineanbieter wie etwa ottonova, die Dir Dein Leben erleichtern. ottonova bietet auch eine private Zahnzusatzversicherung an.

Private Krankenversicherung für Selbstständige: zurück in die GKV

Entscheidest Du Dich als Selbstständiger für die private Krankenversicherung, musst Du in der Regel auch dabei bleiben. Selbst wenn Du Deine Selbstständigkeit aufgibst und in der Folge arbeitslos bist, kannst Du nicht ohne Weiteres zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Du kannst Dich allerdings in den günstigen Basistarif zurückstufen lassen, musst dafür aber auch entsprechende Leistungseinbußen hinnehmen. Bist Du gar nicht mehr in der Lage, Deine Beiträge zu bezahlen, greift der Notlagentarif der privaten Krankenversicherung, der Dir zumindest eine medizinische Grund- und Notversorgung gewährleistet.

Eine Möglichkeit, um zu wechseln, ist von der Selbstständigkeit in das Angestelltenverhältnis zu wechseln. Bist Du allerdings über 55 sind Deine Chancen, Dich wieder gesetzlich versichern zu lassen, sehr gering.

Alternativen zur PKV

Erscheinen Dir die Beträge für die private Krankenversicherung für Selbstständige zu hoch, kann auch eine gesetzliche Krankenversicherung mit einer privaten Zusatzkrankenversicherung eine gute Alternative sein.

Private Krankenversicherung für Selbstständige oder doch lieber GKV?

Eine Frage, die Du individuell für Dich beantworten musst. Als junger, gesunder Mensch zahlst Du zunächst vergleichsweise niedrige Beiträge und profitierst gleichzeitig von besseren Leistungen. Allerdings musst Du hier zunächst in Vorkasse gehen. Gerade in der Gründungsphase ist das Geld jedoch meist knapp. 

Planst Du später eine Familie zu gründen, musst Du bedenken, dass es in der PKV keine Familienversicherung gibt. 

Wie Du Dich auch entscheidest: Prüfe vor Abschluss sorgfältig das Leistungsspektrum, die Konditionen und den Versicherungsanbieter und lass Dich ausführlich beraten. Hast Du Dich einmal für die PKV entschieden, ist der Wechsel zurück in die GKV nur unter bestimmten Voraussetzungen gebunden.

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