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Rentabilität: Definition und Berechnung

Yasmin
Yasmin Oktober 2020 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Der Erfolg eines Unternehmens lässt sich an bestimmten Kennzahlen ablesen. Eine dieser betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ist die Rentabilität. Sie wird in Prozent ausgedrückt und beschreibt das Verhältnis der eingesetzten Mittel im Vergleich erzielten Erfolg. Werden alle betrieblichen und privaten Kosten durch den erwirtschafteten Umsatz gedeckt und darüber hinaus auch Gewinne erzielt, gilt ein Unternehmen als rentabel. Zur Berechnung der Rentabilität gibt es in Abhängigkeit davon, auf welche Erfolgsgröße sie angewandt wird, unterschiedliche Arten von Rentabilitätsrechnungen und Rentabilitätskennzahlen.

Was bedeutet Rentabilität?

Per Definition ist die Rentabilität eine Steuerungs- und Zielgröße, die aussagt, wie effizient in einer bestimmten Rechnungsperiode mit dem bereitgestellten Kapital gewirtschaftet wird. Damit ist sie eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Erfolgsmessung, -analyse, -kontrolle und -planung. Um die Rentabilität zu berechnen, wird also der Gewinn durch das eingesetzte Kapital geteilt. Dabei kann es sich sowohl um Eigen- als auch um Fremdkapital handeln.

Formel zur Berechnung der Rentabilität:

Rentabilität = Gewinn / Kapital

Die Rentabilität dient sowohl der Vergleichbarkeit von Unternehmen als auch dem Vergleich verschiedener Geschäftsjahre eines einzelnen Unternehmens (Betriebsvergleich). Man unterscheidet bei der Berechnung zwischen unterschiedlichen Rentabilitätskennziffern:

  • Eigenkapitalrentabilität,
  • Gesamtkapitalrentabilität und der
  • Umsatzrentabilität.

Entsprechend spielt es in beiden Fällen eine wichtige Rolle, bei der Rentabilitätsberechnung einheitliche Gewinn- und Kapitalgrößen zu verwenden.

Rentabilität und Rendite

Obwohl der Begriff Rendite eigentlich den jährlichen Gesamtertrag einer Kapitalanlage beschreibt und damit eher im Finanzwesen anzusiedeln ist, wird er häufig synonym für die Rentabilität verwendet.

Rentabilität: Abgrenzung zu Produktivität und Wirtschaftlichkeit

Jedes Unternehmen, das seine Geschäftigkeit ausführt, ist produktiv. Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens wird daran gemessen, ob es Gewinne oder Verluste macht. Um die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu bewerten, nutzt Du entweder das Minimalprinzip oder das Maximalprinzip.

  • Das Minimalprinzip geht vom gewünschten Ergebnis, das ein Unternehmen erzielen möchte, aus. Dieses Ergebnis soll mit einem möglichst geringen Einsatz der notwendigen Mittel erzielt werden.
  • Das Maximalprinzip geht von den vorhandenen Mitteln aus, mit denen ein möglichst gutes Ergebnis erzielt werden soll.

Um die als betriebswirtschaftliche Kennzahl zu berechnen, wird der Ertrag durch den Aufwand geteilt.

Formel zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Die Rentabilität beschreibt das Verhältnis der eingesetzten Mittel im Vergleich zum erzielten Erfolg. Weder die Produktivität noch die Wirtschaftlichkeit geben also Auskunft darüber, ob ein Unternehmen rentabel ist.

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität (EKR) ist eine Kennzahl zur Erfolgsmessung eines Unternehmens. Sie zeigt die Verzinsung des Eigenkapitals eines Unternehmens, bezogen auf eine bestimmte Rechnungsperiode. Anhand dieser Kennzahl können Unternehmer und Investoren ablesen, ob ihre Investition sich rentiert hat. Sie wird daher auch als Unternehmerrentabilität oder in Englisch als Return on Equity (RoE) bezeichnet. In Verbindung mit weiteren Kennzahlen kannst Du aus der Rentabilität des Eigenkapitals eines Unternehmens einen Hinweis auf die künftige Entwicklung entnehmen.

Formel zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität

Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalrentabilität gelten entsprechend als besonders rentabel. Um die Eigenkapitalrentabilität zu berechnen, teilst Du den Jahresüberschuss nach Steuern durch das Eigenkapital und multiplizierst es mit 100.

Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss/Eigenkapital x 100

Maßgeblich für die Berechnung der Eigenkapitalrentabilität ist der operative Gewinn bereinigt um außerordentliche Effekte sowie Zins- und Steuerzahlungen (EBIT). Entsprechend kannst Du die Berechnung auch mit dieser Kennzahl statt mit dem Gewinn eines Unternehmens durchführen.

Generell sollte die Eigenkapitalrendite mindestens dem durchschnittlichen Zinssatz auf dem Kapitalmarkt entsprechen. Eine besonders niedrige Eigenkapitalrentabilität ist ein Zeichen für gebundenes Kapital – beispielsweise durch hohe Lagerbestände. Eine außergewöhnlich hohe Eigenkapitalrentabilität entsteht häufig in Folge ungewöhnlich hoher Erträge oder konjunkturbedingt. Liegt die Eigenkapitalrendite über dem durchschnittlichen Kapitalzins, ist es erfolgversprechend, Eigenkapital im Unternehmen zu investieren. Liegt die Eigenkapitalrendite unter dem Durchschnitt, macht es mehr Sinn, das Geld auf dem Kapitalmarkt anzulegen.

Einsatz von Fremdkapital: Der Leverage-Effekt

Wird neben Eigenkapital auch Fremdkapital in ein Unternehmen investiert, steigt der Gewinn. Entsprechend erhöht sich dann auch die Eigenkapitalrentabilität. Je mehr Fremdkapital investiert wird, desto höher steigt die Eigenkapitalrendite. Bei dem Verhältnis von Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität spricht man von dem Leverage- oder Hebeleffekt.

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Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität (GKR) wird auch alsUnternehmensrentabilität oder in Englisch als Return on Assets (RoA) bezeichnet und gibt die Verzinsung des gesamten Kapitaleinsatzes im Unternehmen an. Es wird die Effizienz des gesamten eingesetzten Kapitals unabhängig von seiner Herkunft betrachtet. Damit gilt die Gesamtkapitalrentabilität als aussagekräftiger als die Eigenkapitalrentabilität.

Zum Fremdkapital zählen beispielsweise

  • Darlehensschulden,
  • kurzfristige Bankschulden,
  • Verbindlichkeiten sowie
  • Rückstellungen.

Formel zur Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität/Kapitalrentabilität

Fremdkapitalzinsen werden zum Gewinn hinzugerechnet, da sie in der gleichen Rechnungsperiode erwirtschaftet wurden, den Gewinn jedoch schmälern.

Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital

Return on Investment

Statt des Kapitalgewinns kannst Du auch den Jahresüberschuss nutzen, um die Rentabilität eines Unternehmens zu berechnen. Man spricht dann vom Return on Investment (RoI).

Formel zur Berechnung des RoI:

Return on Investment = Jahresüberschuss / Gesamtkapital

Da der Jahresüberschuss bereits zinsbereinigt ist, spielen Fremdkapitalzinsen bei dieser Rechnung keine Rolle. Der Return on Investment stellt entsprechend einen Nettowert dar.

Umsatzrentabilität

Per Definition stellt die Umsatzrentabilität den Gewinnanteil bezogen auf den Umsatz, also den kostenbezogenen Erfolg eines Unternehmens dar. Die Umsatzverdienstrate, Umsatzrendite oder Englisch Return on Sales (RoS) kann sowohl in netto als auch in brutto berechnet werden.

Bei einem unveränderten Verkaufspreis deutet eine steigende Umsatzrentabilität auf eine zunehmende Produktivität hin. Eine sinkende Umsatzrentabilität ist ein Hinweis auf sinkende Produktivität und damit steigende Kosten.

Formel zur Berechnung der Umsatzrentabilität/Umsatzrendite:

Netto-Umsatzrentabilität = Gewinn / Umsatz

Brutto-Umsatzrentabilität = Gewinn vor Steuern (EBT) / Umsatz

Wie kannst Du die Rentabilität Deines Unternehmens verbessern?

Um rentabel zu arbeiten, also nicht nur Umsatz zu generieren, sondern auch Gewinne zu erzielen, spielen zahlreiche kostensenkende und umsatzsteigernde Faktoren eine Rolle. Als Erstes solltest Du Deine Ausgaben überprüfen. Möglicherweise kannst Du in der Produktion, bei der Technik oder beim Büromaterial Material einsparen oder bei einem anderen Lieferanten günstiger einkaufen. Ein Online Geschäftskonto kostet Dich vielleicht weniger als ein Geschäftskonto bei einer traditionellen Bank. Beim Online Geschäftskonto von Penta ist beispielsweise eine Buchhaltungssoftware integriert – damit sparst Du Dir vielleicht sogar Personalkosten für einen eigenen Buchhalter.

Mit einem Zugang zum Buchhaltungsprogramm für Deinen Steuerberater arbeitet ihr nicht nur wesentlich effizienter, sondern vor allem zeitsparend zusammen. Auch damit kannst Du Ausgaben einsparen. Und mit dem Ausgaben- Management von Penta hältst Du alle Zahlungen jederzeit im Blick. Darüber hinaus erleichtern Dir und Deinen Mitarbeitern eigene Firmenkarten für Dein Online Geschäftskonto das Leben. Weniger bürokratischer Aufwand steigert ihre Produktivität und im besten Fall Deinen Umsatz.

Dein Marktumfeld hast Du als Unternehmer immer im Blick. Gegebenenfalls kannst Du Dein Sortiment oder Dein Serviceangebot erweitern, um mehr Umsatz zu generieren. Entsprechende Marketing-Maßnahmen helfen Dir dabei, neue Kunden für Dein Business zu gewinnen. Vielleicht kannst Du die Preise an der einen oder anderen Stelle sogar anheben? Kunden sind oftmals bereit, für Qualität auch mehr zu bezahlen.

In welchem Zusammenhang stehen Rentabilität und Profitabilität?

Die Profitabilität oder Ertragskraft eines Unternehmens beschreibt seine Fähigkeit, nicht nur Umsatz zu machen, sondern auch Gewinne zu erzielen. Sie ist damit eine besonders relevante Kennzahl für Investoren: Erzielt ein Unternehmen keine Gewinne, ist es auch nicht in der Lage, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Entsprechend wird kein Anleger in ein nicht profitables Unternehmen investieren.

Bei der Profitabilität handelt es sich aber nicht um eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Um die Profitabilität „zu berechnen“, also um zu erkennen, ob ein Unternehmen profitabel ist, werden flankierende Kennzahlen, unter anderem die die Eigenkapitalrentabilität, die Gesamtkapitalrentabilität oder die Umsatzrentabilität, betrachtet. Ausgangspunkt für die Berechnung ist das Betriebsergebnis, also der aus dem operativen Geschäft eines Unternehmens stammende Erfolg Im Laufe eines Geschäftsjahres.

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