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Das eigene Restaurant eröffnen: Dein Guide zur Gründung

Yasmin
Yasmin Mai 2021 11 Min

Inhaltsverzeichnis

Ob Pizzeria, amerikanisches Diner, Hausmannskost, Sterneküche, vegan oder vegetarisch: Drei Viertel der deutschen Bevölkerung besuchen regelmäßig ein Restaurant. Der Markt ist da. Die Konkurrenz aber auch. Um ein eigenes Restaurant zu eröffnen, ist neben den erforderlichen zahlreichen formellen Voraussetzungen, Deinen persönlichen Eigenschaften, einem durchdachten Businessplan und einer soliden Finanzierung vor allem ein gutes Konzept gefragt, um Gäste zu gewinnen und Dich in einem anspruchsvollen Gewerbe wie der Gastronomie zu behaupten. 

Restaurant eröffnen: Dein einzigartiges Konzept

Die Gastronomie hat viele Gesichter: Bei der Innen- und Außengastronomie unterscheidet man je nach Schwerpunkt der Leistung, mit denen Du den Hunger und Durst Deiner Gäste befriedigst, zwischen verschiedenen Arten von Gastronomie:

  • Restaurant
  • Bistro
  • Imbiss
  • Bar
  • Kneipen
  • Hotel
  • Veranstaltungen

Die erste Frage, die Du beantworten musst, ist also, wo der Schwerpunkt liegen soll. Entscheidest Du Dich, ein Restaurant zu eröffnen, geht es weiter mit der Frage weiter, welche Küche Du anbieten möchtest. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich: deutsche, italienische, asiatische, französische oder arabische Küche? Welche Zielgruppe möchtest Du bedienen: Willst Du ein Restaurant der gehobenen Klasse eröffnen und Deinen Gästen aus der Sterneküche anbieten oder planst Du ein Angebot an guten, soliden Speisen im mittleren Preissegment? Was ist Dein Alleinstellungsmerkmal? Beziehst Du beispielsweise Dein Zutaten ausschließlich aus der Region? Kommt bei Dir kein Fleisch auf den Tisch? Oder bietest Du eine außergewöhnlich gute Weinkarte und die Beratung durch einen geschulten Sommelier an?

All diese Fragen sind entscheidend für Deine weitere Planung. Von den Antworten hängt nicht nur Deine Speisekarte, sondern auch die Entscheidung für den passenden Standort, Art, Größe und Ausstattung des Lokals, der Personalplanung und Deiner Marketing-Strategie ab. 

Darüber hinaus hängt von der Art des Restaurants, das Du eröffnen willst, auch ab, welche Konzessionen Du benötigst, welche behördlichen Auflagen Du in der Gastronomie erfüllen musst und welche gesetzlichen Bestimmungen Du befolgen musst.

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Auflagen, Bescheinigungen, Genehmigungen, gesetzliche Bestimmungen

Um ein Restaurant zu eröffnen, musst Du zahlreiche Auflagen erfüllen, Genehmigungen beantragen und gesetzliche Regelungen beachten. Die Gastronomie zählt zu den erlaubnispflichtigen Gewerben. Das heißt, Du benötigst einen Gewerbeschein, musst neben der Gewerbeordnung aber auch das Gaststättengesetz (GastG) und die Verordnung über den Betrieb von Gaststätten beachten. Welche Verordnungen gelten, hängt vom jeweiligen Bundesland ab, in dem Du Dein Restaurant eröffnen möchtest. 

Bevor Du beim Gewerbeamt Deinen Gewerbeschein beantragst, benötigst Du gemäß § 2 GastG zunächst eine Erlaubnis, die sogenannte Konzession, um in Deinem Restaurant zubereitete Speisen anzubieten oder Alkohol auszuschenken. Die Kosten für die Erteilung einer Konzession, um ein Gaststättengewerbe zu betreiben, sind regional unterschiedlich und können zwischen 50 und 400 Euro betragen. Die Erteilung der Konzession ist an persönliche, fachliche und ortsbezogenen Voraussetzungen geknüpft und kann gemäß § 4 GastG bei Nichterfüllung auch verweigert werden. Welche Voraussetzungen musst Du also erfüllen, um ein Restaurant zu eröffnen?

  1. die persönliche Zuverlässigkeit
  2. die räumliche Eignung
  3. die fachliche Eignung

Deine persönliche Eignung weist Du mit einem polizeilichen Führungszeugnis und einer Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt nach. 

Bevor Du die Konzession beantragen kannst, musst Du nachweisen, dass die Räumlichkeiten, in denen Du Dein Restaurant eröffnen möchtest, den allgemeinen Mindestanforderungen an Räume im Gaststättengewerbe erfüllen. Das heißt, Du musst sowohl den entsprechenden Kauf-, Miet- oder Pachtvertrag sowie Bauzeichnungen oder Grundrisse aller Betriebsräume inklusive Sanitärräume vorlegen, um zu belegen, dass die Betriebs- und Aufenthaltsräume insbesondere den hygiene- und arbeitsrechtlichen Vorschriften und der Arbeitsstättenverordnung entsprechen. Zudem müssen die Räume barrierefrei nutzbar sein und je nach Größe Deines Restaurants eine bestimmte Anzahl an Toiletten getrennt nach Geschlechtern aufweisen.

Ohne Ausbildung ein Restaurant eröffnen

Hast Du keine abgeschlossene Ausbildung in einem gastronomischen Beruf, benötigst Du zudem eine Bescheinigung von der Industrie- und Handelskammer, dass Du an einer Unterweisung über die notwendigen lebensmittelrechtlichen Kenntnisse teilgenommen hast, um Deine fachliche Eignung nachzuweisen.

Darüber hinaus brauchst Du eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes, die Deine Teilnahme an einer Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) belegt.

Weitere Rechtsvorschriften im Hotel- und Gaststättengewerbe

Hast Du eine Konzession zur Eröffnung Deines Restaurants erhalten, musst Du weitere gesetzlichen Regelungen beachten. Hierzu zählen

  • die Sperrzeitenregelungen des jeweiligen Bundeslandes
  • Die Verordnung zur Regelung von Preisangaben (PAngV) und dem Aushang von Preisen
  • die Vorgaben über die Anzahl von Abstellplätzen für Pkw und Fahrräder
  • das Jugendschutzgesetz (JuSchG)
  • das Nichtraucherschutzgesetz 

Arbeitest Du mit einem elektronischen Kassensystem bist Du als Gastronom mit dem neuen Kassengesetz 2020 verpflichtet, jedem Gast einen Kassenbon auszuhändigen, der die Bewirtung in Deinem Restaurant belegt. Die neue Kassenbonpflicht gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2020. Die gesetzlichen Bestimmungen sind in der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) geregelt.

Restauranteröffnung in deiner Stadt Kosten und Konzept

Businessplan für die Restauranteröffnung erstellen

Hast Du Dir einen Überblick verschafft, welche Behördengänge Dich erwarten, um alle notwendigen Genehmigungen zu erhalten, geht es weiter mit Deinem Businessplan. Bringe Dein Konzept auf Papier und überprüfe dabei kritisch, ob es sich umsetzen lässt und ob es wirtschaftlich ist. Wie sieht Dein Angebot aus, wer ist Deine Zielgruppe und mit welchen Marketing-Maßnahmen willst Du sie erreichen, wie sieht es mit der Konkurrenz aus, wo willst Du Dein Restaurant eröffnen, welche Kosten kommen auf Dich zu und wie willst Du Deinen Traum vom eigenen Restaurant finanzieren?

Dein Businessplan dient Dir in der ersten Zeit als Orientierungshilfe, um Dein eigenes Restaurant zu eröffnen. Gleichzeitig liefert er Dir die perfekte Basis, um bei der Beschaffung von Fremdkapital die Fragen von Banken, Investoren oder bei der Bewerbung um Fördermittel zu beantworten.

Wettbewerbs- und Standortanalyse

Eine bezahlbare Miete kombiniert mit einer super Lage ist wohl der Traum jeden Restaurantbesitzers. Eine gute Verkehrsanbindung und ausreichend Parkplätze, sodass Deine Gäste sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Dir kommen können. Eine geeignete Immobilie, die den behördlichen Auflagen entspricht, die passende Größe hat, die Möglichkeit bietet, auch Außengastronomie zu betreiben und in Bezug auf die Aufteilung perfekt für Gastraum, Küche, Lager- und Kühlraum geeignet ist. Schwer genug, so ein Objekt zur Miete, Pacht oder zum Kauf zu finden.

Darüber hinaus musst Du natürlich auch die Umgebung genauestens analysieren. Findest Du hier die entsprechende Zielgruppe? Gibt es an Deinem Traumstandort schon Restaurants, die ihren Gästen ein ähnliches Konzept anbieten oder ist Dein Konzept in dieser Gegend tatsächlich einzigartig? Je mehr Fragen Du mit ja beantworten kannst, desto besser für Deinen Geschäftserfolg und für die Finanzierung Deines Unternehmens – denn es kommen einige Kosten auf Dich zu. 

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Welche Kosten musst Du für die Restauranteröffnung einplanen?

Die Kosten, die Du einplanen musst, um Dein Restaurant zu eröffnen, hältst Du in Deinem Finanzplan als Teil Deines Businessplans fest. Welche Kosten – Gründungskosten und laufende Kosten – musst Du einplanen, mit welchen Einnahmen rechnest Du, welche finanziellen Risiken siehst Du und wie willst Du die Kosten finanzieren?

Bei den Gründungskosten musst Du zunächst die Gebühren für die Anmeldung beim Gewerbeamt, für die Ausstellung der benötigten Konzession und die Suche nach der geeigneten Location inklusive der Maklergebühr einplanen. Wesentliche höhere Kosten erwarten Dich allerdings für die Einrichtung und Ausstattung Deines Restaurants. Das Design passend zu Deinem Angebot, Mobiliar, Gläser und Geschirr, die technische Ausstattung angefangen beim Kassensystem über die Kücheneinrichtung bis hin zu den Lager- und Kühlräumen. Gegebenenfalls kannst Du hier Kosten sparen, indem Du Dein Restaurant mit gebrauchten Möbeln oder Küchengeräten ausstattest. Darüber hinaus musst Du ein Marketing-Budget für die Restauranteröffnung einplanen.

Hast Du Dein Restaurant erfolgreich eröffnet, kommen laufende Kosten auf Dich zu. Hierzu zählen 

  • Miet- oder Pachtzahlungen
  • Nebenkosten
  • Lebensmittel und Getränke
  • Steuern- und Versicherungen
  • Personalkosten
  • Marketing-Kosten

Es wird einige Zeit dauern, bis Du mit Deinem Restaurant Gewinne erzielst. Bei Deinem Kapitalbedarf musst Du daher neben den benötigten Gründungskosten auch eine Rücklage einrechnen, aus der Du zunächst die anfallenden laufenden Kosten bezahlen kannst.

Restaurant eröffnen: Arten der Finanzierung 

Wie bei jeder Gründung hast Du beim Eröffnen eines Restaurants unterschiedliche Möglichkeiten der Finanzierung. Zu den gängigsten Finanzierungsarten zählen die Finanzierung durch Eigenkapital oder durch Fremdkapital in Form von Crowdfunding, Investoren, einem Bankkredit oder stattlichen Fördermitteln. 

Die wenigsten Gründer verfügen über ausreichend Eigenkapital, um komplett auf eine Fremdfinanzierung zu verzichten. Entweder begibst Du Dich auf die Suche nach einem Investor oder Du finanzierst Dein Restaurant mittels Crowdfunding. Je nachdem für welche Art der Schwarmfinanzierung Du Dich entscheidest, erhalten Deine Geldgeber eine Gewinnbeteiligung in Form von Zinsen oder ein kleines Dankeschön – vielleicht ein kostenloses Dinner in Deinem Restaurant? Du kannst aber auch Deine Bank um einen Kredit bitten. Ein Restaurant ganz ohne Eigenkapital zu eröffnen, ist zwar möglich. Die Wahrscheinlichkeit, eine Bank zu finden, die Dein Vorhaben finanziert, ist in diesem Fall aber eher gering. Alternativ kannst Du einen Förderkredit beantragen. Zwar gibt es keine spezielle Förderung für Gastronomen, Du kannst aber einen Förderkredit beispielsweise bei der KfW Bankengruppe beantragen.

Die KfW bietet Existenzgründern unterschiedliche Förderkredite an: 

  • ERP-Gründerkredit „StartGeld“ (bis zu 125.000 Euro)
  • ERP-Kapital für Gründung (bis zu 500.000 Euro)
  • ERP-Gründerkredit „Universell“

Restaurant eröffnen: Rechtsform, relevante Steuern und Versicherungen 

Welche Steuerarten für Dich relevant sind, hängt von der Rechtsform Deines Restaurants ab. Grundsätzlich bist Du in der Wahl der Rechtsform frei. Eine Rechtsform, die sich in der Gastronomie besonders eignet, gibt es eigentlich nicht. Deine Wahl hängt vielmehr von Deiner persönlichen Gründungssituation ab. Hast Du ausreichend Kapital zur Verfügung, um eine GmbH zu gründen, kannst Du so Dein Haftungsrisiko minimieren. Die eingeschränkte Haftung gilt auch für die UG (haftungsbeschränkt). Hier benötigst Du nur einen Euro Stammkapital. Allerdings musst Du pro Jahr 25 Prozent Deiner Einnahmen beispielsweise auf Deinem Geschäftskonto zurücklegen. Haben Deine Rücklagen eine Höhe von 25.000 Euro erreicht, bist Du verpflichtet, Dein Unternehmen in eine GmbH umzuwandeln. Darüber hinaus unterliegen diese beiden Gesellschaftsformen dem Handelsrecht. Das heißt, sie müssen in das Handelsregister eingetragen werden und sind zur doppelten Buchführung und Bilanzierung verpflichtet. 

Einfacher hast Du es als Gründer eines Einzelunternehmens. Die Gründung ist unkompliziert und die einfache Buchführung ist ausreichend. Du allein triffst alle Entscheidungen, trägst aber auch das alleinige Risiko. Im Schadensfall haftest Du auch mit Deinem Privatvermögen.

Wie Du Dich auch entscheidest: In der Regel zahlst Du die Einkommensteuer bzw. die Körperschaftssteuer, die Gewerbesteuer und die Umsatzsteuer. In der Gastronomie gelten unterschiedliche Steuersätze, die Du bei der Preiskalkulation berücksichtigen musst.

Um Dein betriebliches Risiko zu minimieren, kannst Du Dich mit unterschiedlichen Versicherungen absichern. Hierzu zählen neben der gewerblichen Rechtsschutzversicherung auch die Betriebshaftpflicht und die Inhaltsversicherung. 

Die Betriebshaftpflicht­versicherung sichert Dich gegen Personen-, Sach- und Vermögens­folgeschäden, die Du oder Deine Angestellten verursachen, ab. Die Inhalts­versicherung versichert Dein Geschäfts­inventar sowie Waren gegen Feuer, Einbruch­diebstahl, Sturm, Hagel und Leitungs­wasser.

In der Gastronomie bist Du zudem dazu verpflichtet, Deinen Betrieb bei der Berufsgenossenschaft anzumelden, um Dich und Deine Angestellten im Fall von Betriebsunfällen abzusichern. Für Restaurantbetriebe ist die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) zuständig.

Die passende Marketing-Strategie für die Restauranteröffnung

Bei Deinen Marketing-Maßnahmen kommt es auf den richtigen Mix an. Nutze neben klassischer Werbung wie Print-Anzeigen in regionalen Zeitungen oder Radiowerbung auch Onlinemarketing: angefangen bei Online-Anzeigen über lokales SEO bis hin zur Website für Dein Restaurant und Deinen Social-Media-Kanälen. Nicht zu vergessen: Die Pressearbeit: gehe hier insbesondere auf die Lokalpresse zu, lass aber auch die Fachpresse nicht außer acht.

Gute und zielgruppengerechte Werbung ist nicht nur zur Eröffnung wichtig: Auch langfristig sichert Dir die richtige Marketing-Strategie Deine Stammgäste und hilft Dir, neue Gäste für Dein Restaurant zu gewinnen. 

Rechtzeitig um passende Mitarbeiter kümmern

Um ein Restaurant zu eröffnen, brauchst Du nicht zwingend eine abgeschlossene Ausbildung in einem gastronomischen Beruf. Bevor es losgehen kann, brauchst Du aber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über Erfahrung und das fachliche Know-how verfügen, damit sich Deine Gäste bei Dir wohlfühlen können. Angefangen bei der Küchenmannschaft über das Servicepersonal bis hin zum Reinigungspersonal und gegebenenfalls einer Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter für Deine Buchhaltung. Mach Dich rechtzeitig auf die Suche und stelle ein gutes Team für Deine Restauranteröffnung zusammen, mit dem Du Dein einzigartiges Konzept umsetzen kannst!  


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