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Was ist die SEPA-Firmenlastschrift und wie kannst Du sie nutzen?

Jeannine Klein
Jeannine Klein Juli 2019 4 Min

Der Begriff SEPA sagt mittlerweile sicherlich jedem etwas. Weniger bekannt ist, wie Du die SEPA-Firmenlastschrift nutzen kannst.  

SEPA: Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrs

Bis 2014 hatte jeder EU-Mitgliedsstaat sein eigenes Zahlungs- und Überweisungssystem. Damit war es sowohl für Privatleute, als auch für Unternehmer schwer, ein schnelles und einfaches Verfahren für Geldtransfers zu finden. Wichtigstes Kennzeichen der SEPA-Einführung ist die IBAN, die einheitliche Kontonummer für (fast) alle SEPA-Mitgliedsstaaten. Dazu kommt der Bank Identifier Code (BIC), die es ermöglicht, Banken eindeutig zu identifizieren. Privatpersonen können dank SEPA deutlich unkomplizierter als zuvor Überweisungen in das europäische Ausland durchführen. Neben 28 EU-Ländern unterstützen auch Norwegen, die Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco und San Marino das SEPA-Verfahren.

Was ist SEPA?

SEPA (Single Euro Payments Area) ist mit der Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrs eingeführt worden. Seit Februar 2014 wird das Verfahren in fast allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union genutzt, um auf dem elektronischen Weg Geld zu überweisen. Dank SEPA können Privatleute und Geschäftskunden bei einer beliebigen Bank in ganz Europa ein Konto eröffnen und einfach und sicher europaweit Überweisungen tätigen.

Lastschriften, in Deutschland auch unter dem Namen Bankeinzug bekannt, waren bereits vor der Einführung des SEPA-Verfahrens ein gängiges Mittel, um Rechnungen zu begleichen. Der Zahlungsempfänger fordert vom Zahlungspflichtigen die Genehmigung für eine Lastschrift ein, und darf nach Unterzeichnung des Lastschriftmandats den fälligen Betrag einziehen. Die Forderung wird automatisch von der Bank des Schuldners auf die des Gläubigers überwiesen. Im Gegensatz zu dem Dauerauftrag, den der Zahlungspflichtige von sich aus erteilt, kann der zu überweisende Geldbetrag bei der Lastschrift variieren.

Laut einer Statistik der Europäischen Zentralbank stellten die Lastschrifteinzüge 2017 immerhin 19 Prozent aller bargeldlosen Zahlungsvorgänge in der EU dar. Übertroffen wird diese Zahl nur von den Kartenzahlungen (52 Prozent) und den Überweisungen (24 Prozent). Insgesamt wurden laut Europäischer Zentralbank 2017 rund 25 Milliarden Transaktionen mittels Lastschrift getätigt. Doch was hat es nun mit der speziellen Firmenlastschrift auf sich? 

SEPA-Firmenlastschrift und SEPA-Basislastschrift, wo ist der Unterschied?

Die SEPA-Firmenlastschrift und die SEPA Basislastschrift dienen beide dem Zweck, Geld einzuziehen – allerdings gibt es wichtige Unterschiede.

Die SEPA-Firmenlastschrift, auf Englisch SEPA Business to Business Direct Debit, ist anders als die Basislastschrift nur für den Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen über deren Geschäftskonten gedacht. Sie ist nicht für Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen oder Privat- und Geschäftsleuten konzipiert worden. Verbraucher sind also vom SEPA-Firmenlastschriftverfahren ausgeschlossen. Als Verbraucher gilt dabei jeder, der eine Überweisung beziehungsweise ein Rechtsgeschäft für seine privaten Zwecke und nicht für seine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit ausführt.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift ist der Zahlungspflichtige nicht in der Lage ist, Rückbuchungen ausführen zu lassen. Widerspruch gegen SEPA-Firmenlastschriften einzulegen, ist nicht möglich, solange das SEPA-Lastschriftmandat korrekt autorisiert wurde und noch gültig ist. Ausnahme: Wurde das SEPA-Lastschriftmandat gekündigt, die Empfängerbank aber nicht informiert, gilt eine Frist von 13 Monaten, um das Geld zurückzuverlangen. Bei der normalen SEPA-Basislastschrift, die zwischen Privatpersonen oder Privat- und Geschäftsleuten getätigt wurden, ist es im Gegensatz dazu möglich, Lastschrifteinzüge innerhalb von acht Wochen zurückzuweisen.

Ein weiterer Unterschied zur Basisvariante: Die Bank des Schuldners überprüft die SEPA-Firmenlastschrift und damit die Daten des Mandats vor der Ausführung. Darum sollte der Zahlungspflichtige seiner Bank eine Kopie des Mandats zukommen lassen. 

Wie kannst Du als Unternehmer SEPA-Firmenlastschriften einrichten?

Die Genehmigung des Geldeinzugs zwischen Unternehmen muss schriftlich und mithilfe spezieller Formulare erfolgen. Das SEPA-Firmenlastschriftmandat sollte in der Muttersprache des Zahlungspflichtigen verfasst sein. Unter bestimmten Bedingungen ist auch ein Formular in englischer Sprache erlaubt. Wie genau das Formular für ein SEPA-Lastschriftmandat auszusehen hat, kannst Du Dir in zahlreichen Vorlagen anschauen. Hier etwa als PDF von der Dänischen Bank. Weitere Vorlagen zur SEPA-Firmenlastschrift sind im Internet verfügbar. Mithilfe der Vorlagen kannst Du Zeit und damit auch ein wenig Geld sparen.

Wenn Du als Gründer oder Unternehmer Zahlungen mithilfe des SEPA-Lastschriftverfahrens einziehen möchtest, brauchst Du dazu eine sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer, damit die Erteilung einer Lastschrift rechtsgültig ist. Die ID kann von Geschäftsleuten bei der Deutschen Bank angefragt werden. 

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