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SEPA-Firmenlastschrift für Unternehmen: Wie funktioniert das?

Jeannine Klein
Jeannine Klein September 2020 4 Min

Inhaltsverzeichnis

Im Vergleich zum SEPA-Lastschriftverfahren, das mittlerweile sicherlich jedem bekannt ist, ist die SEPA-Firmenlastschrift bisher noch recht unbekannt. SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und wird seit 2014 von fast allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb der EU genutzt. Wir erklären Dir, was hinter der SEPA-Firmenlastschrift steckt und wie Du das Zahlungsverfahren für Dein Unternehmen nutzen kannst.

Was ist die SEPA-Lastschrift?

Um Geld innerhalb der EU auf elektronischem Weg zu überweisen, nutzen wir als Privatpersonen das SEPA-Lastschriftverfahren. Zuvor hatte jeder EU-Mitgliedsstaat sein eigenes Zahlungs- und Überweisungssystem. So taten sich Privatleute, aber auch Unternehmer schwer, Geld schnell und einfach zu transferieren. Wichtigstes Merkmal des SEPA-Lastschrifteinzugs ist die sogenannte IBAN (International Bank Account Number), die einheitlich aufgebaute Kontonummer für die Kontoinhaber (fast) aller SEPA-Mitgliedsstaaten. Dazu kommt der Bank Identifier Code (BIC), der es ermöglicht, Banken eindeutig zu identifizieren. Privatpersonen können damit deutlich unkomplizierter als zuvor Überweisungen ins europäische Ausland durchführen. 

SEPA-Lastschrift außerhalb der Eurozone

Übrigens unterstützen neben 28 EU-Ländern auch Länder außerhalb der Eurozone wie Norwegen, die Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco und San Marino das SEPA-Lastschriftverfahren.

Die Vorteile der SEPA-Lastschrift

Die Vorteile liegen auf der Hand. Privatleute und Geschäftskunden können bei einer beliebigen Bank in ganz Europa ein Konto eröffnen und Überweisungen und auch Onlineüberweisungen einfach und sicher über Landesgrenzen hinweg tätigen. Besonders bewährt hat sich das Verfahren bei wiederkehrenden Zahlungen. Im Unterschied zum Dauerauftrag wird das Geld nicht vom Kontoinhaber angewiesen, sondern automatisch von der Bank des Schuldners auf die des Gläubigers überwiesen. Dazu muss der Kontoinhaber allerdings sein Einverständnis in Form eines SEPA-Lastschriftmandats erteilen. Der Vorteil: Kommt es zu Veränderungen bei der Höhe der Anzahlung wird dies automatisch angepasst. Das Anpassen des Betrags, wie beim Dauerauftrag notwendig, entfällt.

SEPA-Firmenlastschrift und SEPA-Basislastschrift: Wo ist der Unterschied?

Was hat es nun mit der speziellen SEPA-Firmenlastschrift auf sich? Welche Unterschiede gibt es zwischen der SEPA-Firmenlastschrift für Unternehmen und der SEPA-Basislastschrift für Privatpersonen? Das grundsätzliche Prinzip ist zunächst mal gleich.

Die SEPA-Firmenlastschrift, auf Englisch „SEPA Business to Business Direct Debit“, ist im Gegensatz zur SEPA-Basislastschrift ausschließlich für den Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen gedacht. Sie ist nicht für Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen oder zwischen Privat- und Geschäftsleuten konzipiert worden. Verbraucher sind also grundsätzlich von der SEPA-Firmenlastschrift ausgeschlossen. Als Verbraucher gilt dabei jeder, der die Überweisung beziehungsweise das Rechtsgeschäft für private Zwecke und nicht für gewerbliche oder freiberufliche Zwecke ausführt.

Das SEPA-Firmenlastschriftmandat

Wie beim SEPA-Basislastschriftverfahren ist auch bei der SEPA-Firmenlastschrift ein Mandat notwendig, um Gelder einzuziehen. In der Theorie kann es daher eigentlich zu keinen Fehlbuchungen kommen, da der Zahlungspflichtige den Zahlungsempfänger zum Einzug berechtigt hat. Tritt dieser Fall dennoch ein, können Buchungen zwischen Privatpersonen oder zwischen Privatpersonen und Unternehmen, innerhalb einer Frist von acht Wochen relativ problemlos veranlasst werden. Und hier liegt der wichtigste Unterschied.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift ist zu beachten, dass die Bank des Schuldners die Lastschrift und die Daten des Mandats vor Ausführung der Zahlung genau überprüft. Um hier Verzögerungen zu vermeiden, sollte der Zahlungspflichtige seiner eigenen Bank daher unbedingt eine Kopie des Mandats zukommen lassen. Vorausgesetzt, dass das entsprechende Mandat für die SEPA-Firmenlastschrift korrekt autorisiert wurde und noch gültig ist, hat der Mandant oder Kunden bei der SEPA-Firmenlastschrift nach der Abbuchung also keinen Anspruch mehr auf Rückbuchung. Entsprechend gibt es auch keine Frist für eine Lastschriftrückgabe.

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Wie kannst Du als Unternehmer eine SEPA-Firmenlastschrift einrichten?

Die Genehmigung des Geldeinzugs mittels der SEPA-Firmenlastschrift zwischen Unternehmen muss schriftlich und mithilfe spezieller Formulare erfolgen. Das SEPA-Firmenlastschriftmandat sollte in der Muttersprache des Zahlungspflichtigen verfasst sein. Unter bestimmten Bedingungen ist auch ein Formular in englischer Sprache für die SEPA-Firmenlastschrift erlaubt. Vorlagen für das SEPA-Firmenlastschriftmandat findest Du im Internet, beispielsweise bei der Dänischen Bank

Wenn Du als Gründer oder Unternehmer Zahlungen per SEPA-Firmenlastschrift einziehen möchtest, dann brauchst Du dazu eine sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer, damit die Erteilung einer Lastschrift rechtsgültig ist. Die ID kann von Geschäftsleuten bei der Deutschen Bank angefordert werden.

Wenn Du Dich lieber auf Dein Kerngeschäft konzentrieren möchtest, statt Dich mit dem Einzug Deiner Forderung per SEPA-Firmenlastschrift zu beschäftigen, kannst Du die Bearbeitung auch outsourcen und Dritte damit zu beauftragen.

Eine allgemeine Übersicht über alle Lastschriftarten findest Du hier.

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