Die wichtigsten Spartipps zum Geld sparen im Alltag

Yasmin
Yasmin April 2021 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Viele Unternehmer stehen aktuell vor einer sehr herausfordernden finanziellen Situation. Trotz Soforthilfen und Krediten fehlt häufig Geld, um die Fixkosten zu decken. An Geld Sparen ist häufig gar nicht zu denken. Auf der anderen Seite sind wir aber auch in Freizeit stark eingeschränkt. Bei vielen haben sich daher Ausgaben für Urlaub, sportliche Aktivitäten oder ausgehen deutlich reduziert. Vielleicht ist es für den einen oder anderen also eine gute Gelegenheit, jetzt mit ein paar einfachen Spartipps und Tricks Geld zu sparen, um sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen oder sogar vielleicht den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen? 

Sparziele festlegen: Entscheide Dich, wofür Du sparen möchtest

Beim Sparen ist es nicht anders als bei der Unternehmensgründung oder der Umsetzung eines Projekts. Am Anfang machst Du Dir klar, was Dein Ziel ist und wie Du es erreichen willst. Je realistischer Du Deine Gesamtsituation dabei einschätzt, desto besser kannst Du den Erfolg für Dein Vorhaben planen. Als Unternehmer weißt Du, dass es entscheidend für den Erfolg Deines Unternehmens ist, richtig zu kalkulieren und Deine Einnahmen und Ausgaben immer im Blick zu behalten. Bei Deinem Sparplan ist es nicht viel anders. Setze Dein Sparziel fest und überlege Dir, wie Du Dein Ziel erreichen willst. Mach es Dir dabei nicht unnötig schwer und baue auf dem Weg zum Ziel immer auch Etappensiege mit ein. Auf diese Weise erhältst Du Dir Deine Motivation. Hast Du einen Meilenstein erreicht, kannst Du Dir mittelfristig schon einmal einen kleinen Wunsch erfüllen, während Du langfristig weiterhin auf Deinen großen Traum sparst. 

Die SMART-Formel: So formulierst Du Dein Sparziel richtig

Vermutlich kennst Du die SMART-Formel bereits aus dem Projektmanagement. Mit ihr definierst Du Ziele anhand von fünf festgelegten Kriterien. Betrachtest Du Deine Sparpläne als Projekt, hilft sie Dir dabei, Dein Sparziel und Deine Erfolge auf dem Weg dahin im Auge zu behalten. SMART steht für

  • S wie spezifisch
  • M wie messbar
  • A wie akzeptiert
  • R wie realistisch
  • T wie terminierbar

Unser Spartipp: Formuliere Dein Sparziel so konkret wie möglich und achte darauf, Ziele messbar und realistisch zu formulieren. Lege außerdem einen klaren Zeitpunkt fest, an dem Du Dein Sparziel erreichen willst.    

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Kostencheck: Überlege, wo Du Kosten sparen kannst

Um realistisch einzuschätzen, wie viel Geld Du im Monat beiseitelegen kannst, ohne zu riskieren, dass Du Deine Rechnungen nicht mehr bezahlen kannst oder so sehr knausern musst, dass selbst kleinere Ausgaben gleich Dein Budget sprengen, verschaffe Dir einen Überblick über Deine Fixkosten und Deine variablen Kosten. Zu Deinen Fixkosten zählen alle wiederkehrenden Ausgaben für

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Versicherungsbeiträge
  • Raten für private Kredite
  • Mitgliedsbeiträge für Vereine, Streaming-Dienste etc.
  • Kosten für einen Privatwagen

Finanzexperten empfehlen, die Fixkosten so gering wie möglich zu halten. Feste Kosten sollten idealerweise zwischen 30 bis 40 Prozent und auf keinen Fall mehr als 50 Prozent Deines Nettoeinkommens ausmachen. Bedenke bei Deiner Kalkulation auch, dass sich diese Ausgaben mittel- und langfristig erhöhen können. Legst Du Dein Geld zum Sparen einfach auf einem Sparbuch, einem Unterkonto von Deinem Geschäftskonto oder einem Tagesgeldkonto ab, kommst Du jederzeit an Dein Geld heran und kannst flexibel auf eine Mieterhöhung oder andere steigende fixe Kosten reagieren. Ist Dein Geld allerdings festangelegt, wird es schwierig, Erhöhungen kurzfristig auszugleichen.

Lebensmittelkosten

Kosten für Lebensmittel fallen zwar ebenfalls regelmäßig an. Allerdings zählen sie nicht zu den Fixkosten, sondern zu den Konsumkosten – den variablen Kosten bei Privatpersonen. Zwar musst Du sie monatlich mit einplanen. Allerdings kannst Du ihre Höhe im Vergleich zu den klassischen Fixkosten selbst beeinflussen. Beispielsweise kannst Du einen Speiseplan für die Woche erstellen und so nur das einkaufen, was Du wirklich benötigst. Am besten planst Du gleich auch Mahlzeiten für Deinen Arbeitsplan ein – so reduzierst Du Deine Ausgaben für Essen in der Kantine, Take-away oder den Lieferservice.

Wie der Name schon sagt: Deine Fixkosten stehen fest und Du hast kaum Möglichkeiten, sie wesentlich zu reduzieren. Kommst Du der Zahlung nicht nach, riskierst Du Mahnungen von Deinem Vermieter oder anderen Dienstleistern. Du kannst Deine Fixkosten allerdings optimieren. Du könntest beispielsweise überprüfen, ob es möglich ist, Kosten für Deine Versicherungen einzusparen. Achte aber darauf, dass Du trotz Deiner Sparmaßnahmen ausreichend versichert bist. Andernfalls zahlst Du mit ziemlicher Sicherheit im Schadensfall drauf. Du könntest auch prüfen, ob Du Deine Energiekosten senken kannst. Entweder durch einen bewussteren Verbrauch oder auch durch einen Wechsel zu einen günstigeren Anbieter. 

Im Gegensatz zu den Fixkosten hast Du es bei Deinen variablen Kosten selbst in der Hand, wie viel Du an Geld einsparen kannst. Man unterscheidet hier zwischen variablen Kosten des Grundbedarfs und variablen Kosten des Wahlbedarfs. Zwar lassen sich Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Hygiene und die medizinische Versorgung zwar nicht ganz einsparen. Sie zählen zum Grundbedarf, variieren aber von Monat zu Monat in ihrer Höhe. Zu den Kosten des Wahlbedarfs zählen alle Kosten, die Du zu Deinem privaten Vergnügen wie Urlaub, kulturelle Veranstaltungen, Hobbys, kleinere Anschaffungen oder Geschenke ausgibst. Hier bietet sich Dir das größte Potenzial, Geld im Alltag zu sparen. 

Spartipps: Geld sparen im Alltag

Geld sparen bedeutet nicht automatisch, Dich so sehr einzuschränken, dass das Leben gar keinen Spaß mehr macht. Um ein gutes Verhältnis zu erzielen, um einerseits zu sparen und andererseits Deinen Lebensstandard zu halten, ist die 50-30-20-Prozent-Regel ein guter Spartipp. Sie besagt, dass Du dazu maximal einen bestimmten Prozentsatz von Deinem Einkommen aufwenden musst:

  • 50 Prozent für Fixkosten
  • 30 Prozent für Deine persönlichen Kosten 
  • 20 Prozent zum Geld sparen oder Tilgen möglicher Schulden 

Die 20 Prozent kannst Du in Deinem Sparplan noch einmal aufteilen: 

  • 10 Prozent für kurz- oder mittelfristige Sparanlagen
  • 10 Prozent für langfristig Sparanlagen

So kannst Du auch mit wenig Geld langfristig auf ein großes Ziel wie eine Immobilie, eine Weltreise oder einen Urlaub sparen. Gleichzeitig bleibst Du mit kurz- und mittelfristigen Sparanlagen einigermaßen flexibel, um auf unvorhergesehene Ereignisse wie Reparaturen, Nachzahlungen oder auch auftrags- und umsatzschwache Zeiten reagieren zu können oder Dir zwischendurch auch mal einen kleineren Wunsch erfüllen zu können.

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Dein Plan für den Notfall

Als Selbstständiger verfügst Du über kein regelmäßiges Einkommen. Die Höhe Deiner Einnahmen unterliegt starken Schwankungen. Immer wieder kommst Du in die Lage, auftragsschwache Zeiten zu überbrücken. Damit Du Deine Kosten decken kannst, ohne Dein Sparziel ständig anpassen zu müssen, ist es ratsam, erst einmal eine eiserne Reserve aufzubauen, bevor Du weitere Sparpläne schmiedest. Wie hoch Dein finanzieller Puffer sein sollte, um Deine Liquidität bei unvorhersehbaren Kosten zu gewährleisten, lässt sich pauschal nicht unbedingt festlegen. Viele Unternehmer fühlen sich mit zwei bis drei Monatsgehältern als Rücklage wohl. Welcher Betrag Dir persönlich ausreichend Sicherheit bietet, hängt von Dir und Deiner persönlichen Situation ab. Eine gute Möglichkeit, Geld für den Notfall beiseitezulegen, bieten ein Geschäftskonto mit Unterkonten oder ein Tagesgeldkonto. So trennst Du Deine finanzielle Reserve von Deinen restlichen Zahlungsströmen, baust ein Guthaben auf und bist jederzeit in der Lage, kurzfristig auf diese Rücklagen zu zu greifen. 

Spartipps für den richtigen Sparplan

Dein Sparziel ist klar formuliert, Deine fixen und variablen Kosten sind gesichert. Bleibt nur noch die Frage, wie Dein Plan zum Geld sparen aussehen soll, damit Du Dein Sparziel schnellstmöglich erreichst. Du kannst natürlich einfach Geld auf einem Sparbuch oder auf einem Tagesgeldkonto parken. Beide Möglichkeiten bringen Dir keine hohe Rendite, da die Zinsen aktuell viel zu gering sind. Im Gegenteil: Bei der Wahl Deines Tagesgeldkontos musst Du sogar darauf achten, dass Dein Anbieter keine Negativzinsen auf Dein Sparguthaben verlangt oder die Freigrenze zumindest so hoch liegt, dass Dein Guthaben zinsfrei bleibt. 

Um Dein Sparziel ein bisschen schneller zu erreichen, kannst Du das Geld, das Dir monatlich zum Sparen zur Verfügung steht, noch einmal aufteilen. Verwende beispielsweise zehn Prozent für eine kurz- oder mittelfristige Sparanlage wie Tages- oder Festgeld. Die Zinsen auf Festgeld sind aktuell zwar auch auf einem niedrigen Niveau. Kannst Du etwa fünf Jahre auf das Geld verzichten, ist Festgeld auch in Zeiten von Niedrig- oder Negativzinsen eine attraktive Anlagemöglichkeit. 

Aktuell sind je nach Laufzeit, Anlagebetrag und Bank Zinsen in Höhe von bis zu 1,5 Prozent pro Jahr möglich. Bei welchen deutschen oder europäischen Banken Du aktuell die besten Konditionen für Festgeld bekommst, verrät Dir der Festgeld-Vergleich unseres Kooperationspartners Weltsparen.  

Alternativ bieten sich für eine mittel- bis langfristige Anlage Fondssparpläne an. Hier kannst Du regelmäßig einen bestimmten Betrag in Anteile eines Renten- oder Aktienfonds investieren. Du kannst bereits ab 25 Euro investieren und so auch ohne großes Startkapital nach und nach ein Geld ansparen. Die Laufzeit legst Du selber fest, kannst den Sparplan aber auch jederzeit kündigen. Bedenke dabei aber, dass Du mit einer längeren Laufzeit von 10 bis 15 Jahren aufgrund des Cost-Average-Effekts, also den börsenbedingten Schwankungen, und dem Zinseszinseffekt, der dafür sorgt, dass Deine Zinsen noch mal verzinst werden, wenn Du sie im Depot belässt, höhere Renditen erzielst. Hast Du Dich für einen Fondssparplan entschieden, kannst Du einfach einen Dauerauftrag einrichten, um sicherzustellen, dass Dein Sparbetrag regelmäßig eingezahlt wird.  

Kannst Du Geld länger als zehn Jahre entbehren, bietet sich ein Mix aus verschiedenen Kapitalanlagen wie Sachwerten, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, geschlossene Fonds oder Sparbriefen und Ansparplänen an. Hier kannst nicht ohne Weiteres kurzfristig auf Dein Guthaben zugreifen, sondern musst die festgeschriebene Laufzeit abwarten. Ziehst Du Dein Kapital vorzeitig wieder ab, riskierst Du hohe Verluste. 

Spartipps: Geld sparen mit Diversität

Ob kurz-, mittel-, oder langfristig: Grundsätzlich gilt, niemals das zur Verfügung stehende Geld in nur eine Anlageform zu investieren. Ein Mix beispielsweise aus Tagesgeld, Festgeld, Aktien und Fondssparplänen verringert das Risiko von Verlusten, ohne dabei auf eine Rendite zu verzichten.

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