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Stammkapital für die GmbH hinterlegen

Oliver
Oliver März 2021 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Am Anfang jeder Gründung steht die Frage, welche Rechtsform ein Unternehmen haben soll. Hier spielt gerade bei jungen Gründern das notwendige Stammkapital eine entscheidende Rolle. Für die Gründung einer Personengesellschaft wie der GbR wird kein oder nur sehr wenig Stammkapital benötigt. Bei einer Aktiengesellschaft liegt das gesetzlich vorgeschriebene Stammkapital bei mindestens 50.000 Euro. Im Vergleich zur AG benötigen Gründer einer GmbH deutlich weniger Stammkapital

Was ist das Stammkapital?

Bei der Gründung eines Unternehmens muss abhängig von seiner Rechtsform Stammkapital (engl. Share Capital) hinterlegt werden. Diese gesetzliche Mindesteinlage wird noch vor der Aufnahme des Geschäftsbetriebs von den Gesellschaftern aufgebracht und auf das Geschäftskonto des Unternehmens eingezahlt. Dies kann als Bareinlage, aber auch als Sacheinlage erfolgen. 

Personengesellschaften vs. Kapitalgesellschaften

Die Höhe des vorgeschriebenen Grundkapitals variiert je nach der Rechtsform eines Unternehmens. Die Gründung von Personengesellschaften erfordert im Vergleich zu Kapitalgesellschaften meist weniger oder sogar kein Stammkapital. Hintergrund der unterschiedlichen Beträge sind die geltenden Haftungsbeschränkungen. Während Gesellschafter von  Personengesellschaften mit ihrem Privatvermögen haften, treten Kapitalgesellschaften mit dem Stammkapital im Hintergrund als juristische Personen auf. Ihre Gründer haften bei Rechtsstreitigkeiten im Normalfall nicht mit ihrem Privatvermögen.

Grundsatz der Kapitalerhaltung 

Die wesentliche Funktion des Stammkapitals ist die Beschränkung der persönlichen Haftung der Gesellschafter für das gezeichnete Kapital. Entsprechend darf nach dem Grundsatz der Kapitalerhaltung nicht an die Gesellschafter verteilt werden. Es muss allerdings auch nicht unversehrt vorgehalten werden, sondern wird im Geschäftsbetrieb aufgebraucht. Ist das Stammkapital aufgebraucht, besteht keine grundsätzlich keine Verpflichtung für die Gesellschafter, es wieder aufzufüllen.

Die Höhe des Stammkapitals ist nach oben offen

Die Höhe des eingebrachten Stammkapitals ist nicht gedeckelt. Gesetzlich vorgesehen ist nur ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro für haftungsbeschränkte Gesellschaften wie die GmbH.

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Stammkapital der GmbH

Das Mindestkapital für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beträgt 25.000 Euro und muss von den Gesellschaftern noch vor der Aufnahme der Geschäftstätigkeit auf einem Geschäftskonto hinterlegt werden. Die Höhe des Stammkapitals und seine Hinterlegung regelt § 5 GmbHG (Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung).

Stammkapital der GmbH bilden

Wird ein Unternehmen von mehreren Gesellschaftern gegründet, gibt es keine gesetzliche Regelung darüber, wie viel Geld der einzelne anteilig einbringen muss. In der Praxis ist es üblich, dass sich die Gesellschafter mit unterschiedlichen Anteilen einbringen. Dabei muss jeder Geschäftsanteil auf einen vollen Euro-Betrag lauten und die Summe aller Geschäftsanteile mit dem Stammkapital übereinstimmen.

In einer GmbH bildet die Stammeinlage den Kapitalstock, der in die Haftungsmasse eingeht und Gläubigern im Falle von offenen Forderungen zur Verfügung steht.

Mindestens 12.500 Euro

Das Stammkapital für die GmbH muss nicht sofort in voller Höhe eingezahlt werden. Um die GmbH zu gründen, ist zunächst die Hälfte des Mindestkapitals ausreichend. Dabei müssen alle Gesellschafter mindestens 25 Prozent des Werts ihrer Geschäftsanteile einzahlen. Wie bei jeder Kapitalgesellschaft erfolgt die Hinterlegung des Stammkapitals einer GmbH entweder als Bareinlage auf dem Geschäftskonto, als Sacheinlage oder als Mischform

Einbringen von Sacheinlagen

Die Hinterlegung von Sacheinlagen erfolgt in Form von Vermögensgegenständen, die sich nachweislich zu einem bestimmten Marktwert veräußern lassen. Dazu zählen beispielsweise Immobilien, Fahrzeuge, Rechte (Patente, Lizenzen) oder bereits bestehende Unternehmen mit laufendem Geschäftsbetrieb – beispielsweise bei der Umwandlung einer UG zur GmbH. Die Sacheinlagen werden im Gesellschaftsvertrag niedergeschrieben.

Stammkapital der GmbH anpassen

Die Gründer einer GmbH müssen sich bei der Höhe des Gründungskapitals nicht auf einen festen Betrag festlegen. Soll irgendwann ein größerer oder auch kleinerer Kapitalstock gebildet werden, ist das jederzeit möglich. Dazu ist es allerdings notwendig, die Satzung der GmbH zu ändern. Zudem muss die gesetzliche Vorgabe der Mindesteinlage von 25.000 Euro weiterhin gewährleistet sein.

Verwendung des GmbH Stammkapitals

Das Stammkapital spielt bei der Gründung sowie später im laufenden Betrieb eine wichtige Rolle für Banken: Es dient als Sicherheit und Nachweis, dass sich ein Unternehmen auf absehbare Zeit finanzieren kann.

Banken bewerten die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens im Allgemeinen höher, wenn es ein höheres Stammkapital vorweisen kann. So benötigt die GmbH bei einer Erhöhung des Kapitalstocks nicht zwingend Eigenkapital, sondern erhält Fremdkapital von den Banken zu vergleichsweise günstigen Konditionen.

Investoren achten ebenfalls genau auf die Höhe der Einlage einer GmbH: Bevor sie in ein Unternehmen investieren, schauen sie sich die finanziellen Voraussetzungen ganz genau an. Ein solides Grundgerüst mit ausreichend hohem Stammkapital überzeugt Geldgeber, in ein Unternehmen zu investieren

Die gGmbH

Die gemeinnützige GmbH ist eine Form der GmbH, die sich für Gründer eignet, die neben einem wirtschaftlichen Zweck auch einen gemeinnützigen Zweck verfolgen. Gründer profitieren von Steuervorteilen, die sonst Non-Profit-Organisationen vorbehalten sind. Die Höhe des notwendigen Stammkapitals liegt bei der gGmbH ebenfalls bei mindestens 25.000 Euro.

Stammkapital der UG

Eine UG, eine Unternehmergesellschaft, wird bereits mit einem Stammkapital von nur einem Euro gegründet. Notwendig ist nur ein Gesellschafter. Daher stammen auch die Bezeichnungen 1-Euro-GmbH, Mini-GmbH oder 1-Personen-GmbH. 

Die UG ist eine Variante der klassischen GmbH, bei der Unternehmer nicht mit ihrem Privatvermögen haften. Grundsätzlich entspricht die UG in ihrem Aufbau einer GmbH. Die Gründung ist aufgrund des geringen Startkapitals im Vergleich zu einer GmbH aber deutlicher günstiger. Zudem ist der Gründungsprozess einer UG einfacher und schneller im Vergleich zum Prozedere bei einer GmbH.

Stammkapital der UG aufstocken

Allerdings ist das Ansehen der UG bei Banken und Investoren aufgrund des niedrigeren Stammkapitals geringer als das der GmbH, da hier zunächst finanzielle Sicherheiten fehlen. Damit sich das Stammkapital im Laufe der Geschäftstätigkeit vermehrt, ist die UG verpflichtet, mindestens 25 Prozent ihres Jahresgewinnes zurückbehalten. Dadurch wird das Stammkapital nach und nach aufgestockt. Erreicht die Stammeinlage die Höhe von 25.000 Euro, wird die UG in eine GmbH umgewandelt. Die GmbH kann den Jahresgewinn dann wieder beliebig investieren.

Stammkapital der GbR

Bei der Entscheidung, eine UG oder eine GbR zu gründen, ist meist die Höhe des Stammkapitals ausschlaggebend. Für die Gründung einer GbR, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, wird keine Einlage benötigt. Allerdings handelt es sich bei der GbR wie bei der Kommanditgesellschaft (KG) oder der offenen Handelsgesellschaft (OHG) um eine Personengesellschaft.  Das heißt, im Vergleich zur GmbH oder UG entfällt durch das nicht vorhandene Stammkapital auch die Haftungsbeschränkung. Die Gesellschafter haften im Fall von offenen Forderungen oder bei Rechtsstreitigkeiten mit ihrem Privatvermögen.

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Die passende Rechtsform für Deine Gründung

Welche Rechtsform zur Gründung eines Unternehmens die Richtige ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Neben der Höhe des erforderlichen Stammkapitals spielen weitere Aspekte eine Rolle. Zu diesen Aspekten gehört zum Beispiel, ob Du allein oder im Team gründen möchtest und welche Ziele Du mit Deinem Unternehmen erreichen möchtest. Die Wahl der Rechtsform ist jedoch eine Entscheidung, die gut überlegt sein sollte, da sie sich auf finanzielle, steuerliche und wirtschaftliche Aspekte auswirkt.

Generell gilt, dass Kapitalgesellschaften wie die GmbH in Deutschland bei Unternehmern beliebt und bei Kapitalgebern hoch angesehen sind. Personengesellschaften sind aufgrund des fehlenden Stammkapitals weniger interessant für Kapitalgeber, dafür aber ein günstige Alternative für junge Gründer.

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Unabhängig davon, für welche Rechtsform Du Dich bei der Gründung Deines Unternehmens entscheidest, bietet Dir das Penta Online Geschäftskonto die Möglichkeit, Dein Stammkapital dort zu hinterlegen. Die Einzahlung erfolgt einfach und unkompliziert über die IBAN, die Du bei der Kontoeröffnung erhältst. 

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Stammkapital GmbH und UG in Gründung

Dein Online Geschäftskonto erhältst Du bei Penta übrigens bereits in der Gründungsphase: So kannst Du für Deine Penta bietet das Online Geschäftskonto bereits Unternehmen GmbH in Gründung (GmbH i. G.) oder eine UG in Gründung (UG i. G.) problemlos ein Geschäftskonto eröffnen und das notwendige Stammkapital dort hinterlegen und weitere nützliche Features wie Filterfunktionen oder Mitarbeiterkarten für Dein Geschäftskonto verwenden.  

Kapital erhöht das Ansehen

Beim Stammkapital handelt es sich laut Definition um einen Betrag, der als Bareinlage oder Sacheinlage von den Gründern eines Unternehmens bereits vor Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit  auf einem Geschäftskonto nachgewiesen werden muss. Je nach Rechtsform gibt es verschiedene Regelungen zur Höhe des Stammkapitals: Grundsätzlich ist für die Gründung einer Kapitalgesellschaft ein höheres Stammkapital notwendig als für die Gründung von als Personengesellschaften. Bei Kapitalgesellschaften beschränkt sich die Haftung der Gesellschafter aufgrund des hinterlegten Stammkapitals auf das Unternehmensvermögen. Im Gegensatz dazu haften Gründer von Personengesellschaften persönlich auch mit ihrem privaten Vermögen.

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