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Startup gründen – In 9 Schritten zum eigenen Unternehmen

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner Juni 2021 22 Min

Inhaltsverzeichnis

Du träumst von der Selbstständigkeit und trägst schon länger die Idee von einem innovativen Projekt mit dir rum? Dann trau Dich und gründe Dein eigenes Startup. Doch worin unterscheidet sich das eigentlich von einem klassischen Unternehmen? Und was musst Du wissen, um Deine Geschäftsidee umsetzen und ein Startup gründen zu können? Diese und viele weitere Fragen klären wir in unserem Beitrag. Außerdem zeigen wir dir mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du vorgehen musst, um Dein Unternehmen erfolgreich zu starten.

Was ist ein Startup?

Den Begriff Startup kennt mittlerweile vermutlich jeder und denkt sofort an Studenten und junge Technikbegeisterte, die den Traum von der Selbstständigkeit und dem eigenen Unternehmen leben. Tatsächlich ist ein Startup-Unternehmen nicht automatisch gleichzusetzen mit einer neuen und modernen Firmengründung.

Ein Bekleidungsgeschäft, das gerade eröffnet wurde, mit ganz besonders hipper Atmosphäre lockt und junge, frische Mitarbeiter beschäftigt, ist demnach kein Startup. Das Unternehmen muss stattdessen mit einer innovativen Geschäftsidee daherkommen und ein hohes Wachstumspotenzial versprechen – nur dann ist von einem Startup-Unternehmen die Rede.

Gleichzeitig fallen StartUp-Unternehmen immer wieder durch ihre andersartige Form der Geschäftsführung auf. Sie probieren gern neue Arbeitsabläufe aus, folgen Trends und schaffen eine ganz neue Art der Arbeitsatmosphäre. Auch Hierarchien sind hier oft sehr flach und das Kollegium wie eine große Familie. Jeder ist ein gleichwertiger Teil des Teams und darf seine Ideen und Anregungen einbringen, um das Unternehmen voranzubringen.

Mit ihren innovativen Ideen und dem Interesse an Veränderung und Fortschritt, tragen Startups  einen wichtigen Teil zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Sie fordern etablierte Firmen heraus, alte Muster zu durchbrechen, und stoßen damit eine Modernisierung der gesamten Wirtschaft an. Die Startup-Szene ist also durchaus förderlich für die Wirtschaft. Umso schöner, dass Du ebenfalls über das Startup Gründen nachdenkst.

Startup gründen: endlich den Traum leben

Der Wunsch, ein Startup-Unternehmen zu gründen, kann unterschiedliche Ursachen haben. Du befindest Dich möglicherweise in einem unbefriedigenden Arbeitsverhältnis – Du kriegst zu wenig Gehalt, hast zu wenig Urlaub oder der Arbeitgeber ist nicht so, wie Du ihn Dir vorstellst. Also möchtest Du raus aus dem Arbeitsvertrag und eigenständig arbeiten, ohne Einschränkungen von oben. Dann brauchst Du nur noch die passende Geschäftsidee, um deinem Startup-Unternehmen Inhalt zu geben.

Möglicherweise hast Du aber auch schon konkrete Startup-Ideen im Kopf oder sogar spezielle innovative Startup-Produkte entwickelt, die Du nur noch auf den Markt bringen musst. Viele Studenten stoßen beispielsweise schon während ihres Studiums auf eine Erfindung oder eine Geschäftsidee, die sie nicht mehr loslässt und verwirklicht werden will.

Ganz gleich, an welchem Ausgangspunkt Du Dich befindest – um ein erfolgreicher Startup-Gründer zu werden, brauchst Du nicht nur den Willen und eine Idee, sondern auch einen guten Plan. Außerdem solltest Du wichtige Fragen vorab klären, um bestens informiert und gewappnet zu sein.

Freiheit bedeutet Eigenverantwortlichkeit für Startup-Gründer

Startup gründen Unternehmen Team Office

Mit der Selbstständigkeit lockt natürlich auch immer die große Freiheit. Arbeiten, wo und wann man will – im Homeoffice, unter Palmen oder auch im Coworking Space. Wer wünscht sich das nicht? Allerdings ist mit dieser Eigenständigkeit auch immer eine Verantwortung verbunden, die viele nicht sofort sehen. Umso wichtiger ist es, dass Du Dir bei der Planung Deiner Startup-Gründung folgende Punkte bewusst machst.

Startup-Unternehmen: Darum musst Du Dich zukünftig selbst kümmern

Während man als Angestellter mit einem Vollzeit- oder Teilzeitjob jeden Monat in etwa das gleiche Gehalt ganz selbstverständlich ausgezahlt bekommt, kann das als Selbstständiger stark schwanken. Je nach Auftragslage fließt nämlich auch das Geld auf Dein Konto. Hast Du also einen Monat mal weniger Aufträge oder Kunden, könnte es finanziell etwas eng werden.

Des Weiteren musst Du ganz eigenständig Kunden akquirieren, Deine Dienstleistungen anbieten und Aufträge an Land ziehen. Wenn Du Startup-Produkte verkaufen willst, musst Du den Shop befüllen und pflegen und Dich ums Marketing kümmern.

Am allerwichtigsten ist aber Deine Sozialversicherung, die nun nicht mehr über einen Arbeitgeber läuft. Stattdessen musst Du Dich selbst um Deine Kranken- und Rentenversicherung kümmern, um im Notfall und Alter versorgt zu sein. Auch wenn man diese Punkte als junger, gesunder Mensch nicht unbedingt im Blick hat, sind sie doch enorm wichtig.

Wenn Du ein Startup gründen möchtest, solltest Du diese Punkte unbedingt vor Augen haben, um nicht zu blauäugig an die Gründung ranzugehen. Abschrecken sollten sie Dich jedoch nicht, immerhin ist alles eine Frage der Organisation.

Startup gründen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mit dem Gedanken an Startup-Unternehmen verbinden wir in der Regel ganz automatisch erfolgreiche Unternehmen wie Google, Microsoft oder auch Facebook. Immerhin sind die in aller Munde und begleiten mittlerweile unser tägliches Leben in der digitalen Welt. Umso größer ist der Wunsch, mit den eigenen Startup-Ideen ebenso vielversprechend zu sein und bekannt zu werden. Allerdings fing jeder mal klein an – auch Mark Zuckerberg, Steve Jobs und Bill Gates. So ist es also auch bei Dir. Ohne Fleiß und viel Arbeit wird auch aus der besten Geschäftsidee ein Flop.

Damit das nicht passiert, ist es umso wichtiger, einen genauen Plan zu haben, bevor Du mit dem Startup-Gründen startest. Was genau Du alles beachten musst und wie Du zum erfolgreichen Startup-Gründer wirst, liest Du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Schritt 1: Die Startup-Idee entwickeln

Am Anfang einer Unternehmensgründung, ganz gleich welcher Art, steht immer die Geschäftsidee. In den seltensten Fällen springt Dir die einfach in den Schoß. Stattdessen wird eine ganze Weile an ihr gefeilt und gearbeitet, bis sie gegen die große Konkurrenz bestehen kann und sich wirklich für eine Existenzgründung eignet.

Möchtest Du gern ein Startup gründen, hast aber noch keine passende Geschäftsidee? Dann begegne den Menschen in Deinem Alltag mit besonders offenen Augen und achte auf mögliche Probleme, die noch ungelöst sind. Vielleicht gibt es für manche auch eine Lösung, die aber ungenügend ist? Dann feile an ihr und verbessere sie. Möglicherweise ist eine innovative Erfindung des Rätsels Lösung oder aber eine neuartige Dienstleistung. Vielleicht auch eine Kombination aus beidem?

Gibt es Deine Geschäftsidee schon?

Hast Du schlussendlich Deine ideale Startup-Idee gefunden, geht es an die Recherche. Wird Deine Dienstleistung bereits angeboten? Oder existieren Deine geplanten Startup-Produkte möglicherweise schon auf dem Markt? Sollte das der Fall sein, ist das nicht unbedingt der Grund, sofort alles hinzuschmeißen. Überlege stattdessen, was man noch verändern und verbessern kann oder ob man die Idee auf eine komplett andere und neue Art umsetzen könnte.

Es gibt Startup-Gründer, die mit ihrer Geschäftsidee eine wahre Marktlücke entdeckt haben und aus diesem Grund voll durchstarten können. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Die meisten Startup-Unternehmen greifen bestehende Ideen auf und arbeiten an einer Verbesserung.

Bevor Du nun den nächsten Schritt in Richtung Startup-Unternehmen machst, solltest Du erst einmal das Marktpotenzial deiner Geschäftsidee testen. Dafür musst Du herausfinden, ob Dein Produkt oder Deine geplante Dienstleistung überhaupt Anklang findet und von Kunden erworben werden würde. Diesen Schritt nennt man Proof of Concept. Damit vermeidest Du, unnötig Geld und Zeit in eine Idee zu investieren, die nicht funktioniert.

Schritt 2: Einen Businessplan erstellen

Wenn sich mit dem Proof of Concept herausstellt, dass Deine Geschäftsidee angenommen wird und funktioniert, ist es Zeit für den Businessplan. Darin wird detailliert festgehalten und erklärt, was genau Du planst. Du beschreibst die Besonderheit deiner Startup-Ideen und erläuterst, warum Du die richtige Person bist, um diese Ideen umzusetzen.

Ein weiterer Teil des Businessplans ist der Finanzplan. Darin erörterst Du die Entwicklung der Einnahmen und Annahmen innerhalb der ersten drei Jahre nach der Gründung und den Kapitalbedarf. Außerdem wird darin vermerkt, woher Du Dein Kapital beziehst, das Du für Dein Startup-Unternehmen und die damit zusammenhängende Geschäftsidee benötigst.

Dein wichtigstes Tool beim Startup-Gründen

Die Erstellung eines Businessplans ist natürlich mit Aufwand verbunden, den Du vielleicht umgehen möchtest. Allerdings solltest Du ihn nicht als unnötige Bürokratie betrachten. Vielmehr soll er dir als Stütze und zur Orientierung dienen. Außerdem ermöglicht er Dir, die Chancen und Risiken Deines Vorhabens reell einschätzen zu können.

Auch als Planungswerkzeug kann Dir der ausführlich erstellte Businessplan weiterhelfen. Die darin festgelegten Ziele der ersten drei Jahre kannst Du nämlich jederzeit noch einmal einsehen und mit den tatsächlich erreichten Meilensteinen abgleichen.

Dabei macht es sogar Sinn, die ursprünglich vermerkten Ziele im Businessplan in regelmäßigen Abständen zu überarbeiten. Immerhin können Dich und Dein Startup unvorhergesehene Entwicklungen vor neue Herausforderungen stellen. Ein ganz konkretes Beispiel ist die Corona-Pandemie, die so viele Unternehmen zur Umstrukturierung gezwungen hat.

Des Weiteren ist der Businessplan ein wichtiges Dokument für Investoren und vor allem für Banken. Gerade, wenn Du auf der Suche nach Kapital, Investments und Krediten bist, werden immer Deine Zahlen und Annahmen genau hinterfragt. Eine detaillierte Planung ist daher von Vorteil für Dich.

Schritt 3: Ein Gründerteam zusammenstellen

Auch wenn Du Deine Geschäftsidee möglicherweise nicht mit anderen, sondern völlig allein entwickelt hast, ist es ratsam, diese im Kollektiv umzusetzen. Das passende Gründerteam ist nämlich essentiell für den späteren Erfolg Deines Startup-Unternehmen.

Wichtig ist bei der Zusammenstellung der Gründer, dass sie sich mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen gegenseitig ergänzen. Während der eine als Techniker Erfahrungen in der Programmierung aufweisen kann, sollten ebenfalls ein Kaufmann und ein Vertriebler vertreten sein, um ein ideales Gründerteam zu bilden.

Neben den Kompetenzen sollten die Gründer aber auch zwischenmenschlich zueinander passen. Immerhin müssen sie gerade in der Gründungsphase in die gleiche Richtung arbeiten und dieselben  Ziele verfolgen. Willst Du ein Gründerteam mit Freunden bilden, solltet Ihr besonders darauf achten, Privates von Geschäftlichem zu trennen. Nur so kann die Freundschaft auf Dauer bestehen und das Startup-Unternehmen trotzdem erfolgreich sein.

Schritt 4: Markt und Wettbewerber analysieren

Wenn Du erfolgreicher Startup-Gründer werden möchtest, musst Du gut vorbereitet sein und Deine Hausaufgaben ganz penibel gemacht haben. Dazu gehört auch die Analyse Deines Marktes und vor allem Deiner Wettbewerber. Hier nicht genauestens Bescheid zu wissen, ist einer der Hauptgründe, warum einige Gründungen gescheitert sind.

Für die Marktanalyse trägst Du Informationen zum Marktvolumen und -potenzial deiner Dienstleistung oder deiner Startup-Produkte zusammen. Auch solltest Du erwartete Entwicklungen Deines Marktes betrachten und Deine genaue Zielgruppe definieren. Letzteres ist besonders wichtig. So kannst Du nämlich erörtern, wie groß Deine Zielgruppe in deinem Markt ist und welche Bedürfnisse sie hat, um auf diese wiederum eingehen zu können.

Die Konkurrenzanalyse vereint darüber hinaus alle Informationen, die sich zu Deinen wichtigsten Konkurrenten finden lassen. Dazu gehört nicht nur die Anzahl der Unternehmen und ihr Produktangebot. Auch die Stärken und Schwächen der Konkurrenten werden gesammelt und ausgewertet, um die Ergebnisse in die Unternehmensstrategie einfließen zu lassen.

Schritt 5: Die Rechtsform wählen

Nachdem Du gemeinsam mit deinem Gründerteam alle inhaltlichen Fragen zur Startup-Gründung geklärt hast, geht es nun ans Eingemachte. Immerhin musst Du Dich für eine passende Rechtsform entscheiden. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, und jede für sich bringt ganz unterschiedliche Vor- und Nachteile mit. Für welche Du Dich entscheiden solltest, hängt unter anderem von Deiner geschäftlichen Erfahrung und Deiner Risikobereitschaft ab, aber auch von den persönlichen Beziehungen innerhalb des Gründerteams.

Mit der Entscheidung für eine Rechtsform legst Du Dich nicht unumgänglich für immer fest. Allerdings ist ein Wechsel in der Regel aufwändig und mit Kosten verbunden, die an anderer Stelle durchaus besser investiert sind. Du solltest Dir also vor Deiner Startup Gründung genau überlegen, welche Rechtsform für Dich und Dein Team die Richtige ist.

Diese Rechtsformen stehen zur Auswahl

Um Dir die Wahl einfacher zu machen, findest Du im Folgenden die gängigen Rechtsformen für Startups im Überblick.

•   GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Wenn Du ein Startup-Unternehmen gründen möchtest, macht es durchaus Sinn, eine Kapitalgesellschaft wie die GmbH in Betracht zu ziehen. Sie ermöglicht Dir die Zusammenarbeit mit Investoren und bleibt von personellen Belangen größtenteils unberührt.  Zudem gestaltet sich die Gründung einer GmbH relativ einfach und die Gesellschafter sind nur begrenzt haftbar. Das bedeutet, dass sie finanziell nur bis zu der Höhe ihrer Einlage belangt werden können. Allerdings lassen sich die meisten Startup-Gründer von den Gründungskosten schnell abschrecken. Das Mindestkapital beträgt nämlich ganze 25.000 Euro, zu denen die Kosten für Steuerberater und Notar noch hinzukommen.

•   GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Diese Rechtsform ist gerade bei Startups sehr beliebt. Für ihre Gründung sind nämlich nur zwei Personen notwendig, die eine gemeinsame Geschäftsidee verfolgen und umsetzen wollen. Die GbR verbirgt jedoch so einige Nachteile, die Startup-Gründer unbedingt im Blick haben sollten. So sind sie beispielsweise zu jeder Zeit haftbar und können schon durch simple Abmahnungen mit ihrem jungen Unternehmen ins Wanken gebracht werden. Zudem ist die so wichtige Zusammenarbeit mit Investoren bei einer GbR nicht möglich, da auch sie haftbar gemacht werden können.

•   UG – Unternehmergesellschaft

Bei der Gründung eines Unternehmens bist Du an einer Rechtsform mit beschränkter Haftung sicher besonders interessiert. Allerdings hat nicht jeder das hohe Startkapital, um eine GmbH gründen zu können. Die UG ist hier ideal, da sie als eine Art Zwischenform zwar ebenfalls vollumfänglich haftungsbeschränkt ist, das Mindestkapital aber nur bei einem Euro liegt. Doch auch diese Rechtsform hat einen Nachteil. Sie fordert nämlich Rücklagen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 25 Prozent. Aus diesem Grund ist die UG für viele Startup-Gründer nur eine Übergangslösung.

•   GmbH & Co. KG – Kapital und Kommanditgesellschaft

Eine interessante Variante könnte diese Rechtsform für Dich sein, wenn Du ein Startup gründen möchtest. Sie kombiniert nämlich die Vorteile einer Kapitalgesellschaft mit denen einer Personengesellschaft. Das Gründerteam setzt sich hier aus zwei Personen zusammen – einem Komplementär und einem Kommandist. Während Ersterer uneingeschränkt haftbar ist, haftet der Kommandist nur beschränkt. Da diese Rechtsform allerdings sehr komplex ist, sollte sie eher von erfahrenen Gründern gewählt werden.

•   SE – Europäische Aktiengesellschaft

Diese Rechtsform ist ebenfalls eine Option, die nicht für Gründerneulinge geeignet ist, sondern etwas Erfahrung bedarf. Immerhin verlangt sie ein Startkapital von 120 000 Euro. Darüber hinaus muss das Start Up im internationalen Raum agieren, ist dafür aber haftungsbeschränkt und örtlich flexibel. Dein Unternehmen kann demnach in jedem beliebigen Land innerhalb der EU eröffnet werden.

Du siehst, dass jede Rechtsform ihre Vor- und Nachteile hat und sich je nach Kapitalgröße und Erfahrungslevel mehr oder weniger für Dich und Dein Vorhaben eignet. Bevor Du Dich für eine Option final entscheidest, solltest Du daher alle Eventualitäten abklopfen. Um sicherzugehen, empfehlen wir Dir, zusätzlich eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen. Dann kann bei Deiner Startup-Gründung nichts schiefgehen.

Schritt 6: Startup Finanzierung

Wenn Du ein Startup gründen möchtest, brauchst Du natürlich ein gewisses Startkapital, um den Stein ins Rollen zu bringen. In den seltensten Fällen hat man dieses Kapital einfach frei verfügbar auf seinem Konto liegen. Also ist es fast unumgänglich, auf eine Finanzierung zu setzen.

Da Startup-Unternehmen mit ihren innovativen Impulsen die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes steigern, ist auch der Staat daran interessiert, sie auf vielfältige Art und Weise zu fördern. Als Startup-Gründer kannst Du so zum Beispiel den ERP-Grundkredit oder das ERP-Kapital der KfW nutzen, um mit zinsgünstigen Darlehen in Dein Unternehmen zu starten. 

Wenn Du forschungs- und technologiebasierte Projekte verwirklichen willst, kannst Du darüber hinaus schon vor der Gründung das Förderprogramm EXIST beantragen. Auch die High-Tech-Gründerfonds sind in diesem Bereich eine gute Anlaufstelle und lohnen sich vor allem in der Frühphase Deiner Gründung.

Netzwerken ist alles

Auf der Suche nach Investoren ist es immer von Vorteil, auf ein Netzwerk zurückgreifen zu können. Als Neuling im Startup-Business hast Du diese Kontakte vermutlich noch nicht sammeln können. Pitching-Events sind da eine gute Möglichkeit, um Investoren kennenzulernen und Dein eigenes Startup-Unternehmen vorzustellen.

Generell solltest Du gemeinsam mit deinem Gründerteam auf Messen und Events vertreten sein und ein solides Netzwerk aufbauen. Denn nur mit guten Kontakten hat man in der Businesswelt und vor allem in der Startup-Szene Bestand. In vielen deutschen Großstädten finden aus diesem Grund an jedem Abend in der Woche irgendwelche Stammtische, Meetups und Fireside Chats statt. Diese Angebote solltest Du unbedingt nutzen, um mit Deinem Unternehmen erfolgreich zu werden und in aller Munde zu sein.

Schritt 7: Firmenname, Corporate Design und Patente

Nachdem Du alle inhaltlichen Fragen geklärt hast, um eine Startup-Firma gründen zu können, geht es nun an die Optik. Dazu gehört nicht nur ein Logo, sondern natürlich auch Dein Firmenname. Er ist Dein Aushängeschild und sollte unbedingt einen Wiedererkennungswert haben. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass er zudem einzigartig sein muss und von keiner anderen Firma bereits benutzt werden darf. Abmahnungen werden hier schnell erteilt, selbst wenn es sich nur um eine lautsprachliche Ähnlichkeit der Namen handelt.

Ist der Firmenname gefunden, solltest Du ein Corporate Design entwickeln. Es ist das Erscheinungsbild Deines Unternehmens und aus diesem Grund sehr wichtig. Dazu gehört neben dem Logo ein Farb- und Schriftdesign, das sich in jedem Bereich Deines Startups wiederfindet – sei es auf der Homepage, in der App, in Printmedien oder auf Flyern und Visitenkarten.

Wenn Du Dich mit einer technischen Erfindung als Startup-Gründer selbständig machen willst, ist außerdem ein Patentschutz für Dich wichtig. Darüber hinaus kannst Du Deine Startup-Produkte oder Dienstleistungen mit Hilfe einer Markenanmeldung schützen. In beiden Fällen bist Du davor geschützt, dass andere Deine Geschäftsidee nachahmen können.

Schritt 8: Startup Firmenkonto anlegen

Die Gründung eines Startup-Unternehmens hat natürlich zum Ziel, Gewinn zu erwirtschaften. Immerhin willst Du von Deiner Arbeit ja auch leben können und vielleicht sogar Mitarbeiter einstellen. Darum benötigst Du ein Firmenkonto, auf das Kundenzahlungen, Gelder von Investoren und finanzielle Förderungen eingehen können. Außerdem bezahlst Du von diesem Konto Gehälter, offene Rechnungen, Steuern und Zinsen und Tilgungen an Deine Bank.

Firmenkonto: Ja oder nein?

Jetzt stellst Du Dir vielleicht die Frage, ob Du wirklich ein Firmenkonto benötigst. Kannst Du stattdessen nicht all diese Vorgänge auch auf Deinem Privatkonto vornehmen? Tatsächlich hängt die Antwort davon ab, welche Rechtsform Du beim Startup-Gründen gewählt hast. Kapitalgesellschaften wie eine AG oder GmbH verlangen zum Beispiel nach einem extra angelegten Geschäftskonto.

Anders verhält es sich, wenn Du eine GbR gegründet hast, Freiberufler oder Solo-Selbstständiger bist. Dann könntest Du für alle firmenbetreffenden Bankvorgänge auch Dein privates Konto verwenden und Dir den Aufwand und mögliche Kosten sparen, ein Firmenkonto anzulegen.

Wenn Du auf ein Geschäftskonto verzichten möchtest, solltest Du über die Bedingungen Deiner Rechtsform hinaus allerdings auch recherchieren, ob Deine jeweilige Bank eine geschäftige Nutzung ihrer Privatkonten zulässt. Einige Banken haben in ihren AGBs nämlich ein klares Verbot ausgesprochen. Verstößt Du dagegen, steht es der Bank frei, Deinen Vertrag zu kündigen oder Dein bestehendes Konto zu einem Geschäftskonto hochzustufen.

Was macht ein Geschäftskonto aus?

Im Vergleich zu einem Privatkonto gibt es beim Geschäfts- oder Firmenkonto wenige Besonderheiten. Du kannst hier ebenso Geld abheben oder Überweisungen vornehmen, wie Du es bisher gewohnt bist. Allerdings schaffst Du mit der Kontoeröffnung eine klare Abgrenzung von Deinen privaten und beruflichen Finanzen und erleichterst damit nicht nur Dir, sondern auch Deinem Steuerberater die Arbeit. Allerdings ist die Eröffnung eines Geschäftskontos in der Regel etwas kostenintensiver.

So setzen sich die Kosten zusammen

Wenn Du ein Startup gründen und ein Firmenkonto einrichten möchtest, warten verschiedene Kostenpunkte auf Dich. Dazu gehören unter anderem die Kontoführungsgebühren, die jeden Monat anfallen, damit Dein Konto überhaupt am Laufen gehalten wird. Hinzu kommen Gebühren für jede einzelne Überweisung, die Du tätigst. Daueraufträge gehören auch dazu und werden sogar unter Sondergebühren verbucht. Außerdem werden Dir Kosten für das Einzahlen und Abheben von Bargeld berechnet, und auch das Nutzen einer EC- oder Kreditkarte kann mit Gebühren verbunden sein.

Welche Bank ist die beste?

Um beim Startup-Gründen ein Geschäftskonto zu eröffnen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst Dich zum Beispiel für eine klassische Filialbank entscheiden, bei der Du Ansprechpartner vor Ort hast. Dazu gehören unter anderem die Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank und die Sparkassen.

Des Weiteren kannst Du Dein Firmenkonto auch bei Direkt- bzw. Onlinebanken oder Fintechs eröffnen. Beide bieten Kontoeröffnungen zu günstigen Preisen an. Penta bietet in diesem Bereich mit seinem smarten Online-Geschäftskonto sogar eine Besonderheit. Schon ab 9 Euro im Monat kannst Du dort für unterschiedliche Unternehmensgrößen vielseitige Leistungen in Anspruch nehmen. Außerdem bietet das Penta-Startup Konto praktische Zusatzfunktionen. Dazu gehört unter anderem die einfache Erstellung und Nutzung von Unterkonten. Zudem lassen sich Daten schnell und problemlos verknüpfen.

Die beste Bank ist also schwer zu definieren, weil es immer darauf ankommt, welche Anforderungen Du an ein Geschäftskonto stellst. Generell richtet sich der Preis nämlich nach den Leistungen der jeweiligen Bank. Je weniger Du zahlst, desto weniger Service darfst Du unter Umständen erwarten. Umso wichtiger ist es, Dir im Vorfeld genaue Gedanken zu machen, welche Leistungen Dein Startup-Unternehmen braucht, und die verschiedenen Banken und Angebote miteinander zu vergleichen.

Schritt 9: Das Startup gründen

Nachdem Du alle wichtigen Vorkehrungen getroffen hast, geht es nun endlich ans Eingemachte – die Startup-Gründung. Viele befürchten an diesem Punkt eine Menge Bürokratie, und die ist auch leider nicht schönzureden. Je nachdem, welche Rechtsform Du gewählt hast, unterscheidet sich die Prozedur der Gründung ein wenig.

Davon ausgehend, dass Du Dich für eine Kapitalgesellschaft entschieden hast, solltest Du gemeinsam mit Deinem Gründerteam als Erstes definieren, wer welche Aufgaben in euren Startup-Unternehmen übernehmen soll. Außerdem ist es wichtig, zu klären, wer wie viel Kapital zur Verfügung stellt und ob Ihr zur Gründung einen Gesellschaftsvertrag nutzen wollt. Falls nicht, könnt Ihr auch bequem auf das standardisierte Musterprotokoll zurückgreifen.

Zum Startup-Gründen musst Du mit Deinem Gründerteam des Weiteren einen Termin bei einem Notar vereinbaren und das Stammkapital auf das Geschäftskonto einzahlen. Der Notar benötigt einen Beleg der Einzahlung, um das Unternehmen im Handelsregister anzumelden.

Jetzt fehlt nur noch die Gewerbeanmeldung. Dafür musst Du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und an das Finanzamt senden. Außerdem solltest Du Dein Startup-Unternehmen bei den notwendigen Behörden anmelden. Dazu gehören zum Beispiel die Berufsgenossenschaft, Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) und die Arbeitsagentur.

Hast Du all diese Punkte von Deiner Liste abhaken können, kannst Du die Bürokratie für den Augenblick hinter Dir lassen und bist nun offiziell Unternehmer mit einem eigenen Start Up. Jetzt kannst Du endlich mit dem spannenden Teil Deiner Gründung starten und Deine Produkte und Dienstleistungen an die Kunden bringen.

Startup gründen: Warum Du einen Steuerberater brauchst

Wenn Du von der Gründung eines Startups träumst, hast Du sicher viele Vorstellungen und Arbeitsprozesse vor Augen – die klassische Buchhaltung gehört für gewöhnlich nicht dazu. Stattdessen möchtest Du möglichst alle Startup-Ideen umsetzen, die Dir durch den Kopf schwirren. Damit Du Dich auch wirklich voll und ganz auf Deine Arbeit als Gründer konzentrieren kannst, solltest Du daher die fachliche Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch nehmen, der sich an Deiner Stelle mit dem Finanzamt auseinandersetzt.

Der Steuerberater fungiert dabei nicht nur als Hilfe in steuerlichen Angelegenheiten. In der Regel verfügt er auch über juristisches Wissen und kann darüber hinaus bei Fragen zur Finanzierung Tipps geben. So wird er Dich beispielsweise schon ganz am Anfang Deiner Gründung in Bezug auf die passende Rechtsform beraten und deinen Businessplan prüfen. Über die Gründung hinaus kümmert sich der Steuerberater um Deine Jahresabschlusserklärung und andere steuerliche Angelegenheiten und wirkt unterstützend im Bereich der Buchhaltung.

Die Inanspruchnahme eines Steuerberaters ist für einen Startup-Gründer keine Pflicht. Allerdings ist es unbedingt empfehlenswert, fachliche Unterstützung zu nutzen, wenn Du nicht gerade selbst gelernter Steuerberater oder ein Jurist bist. So kannst Du Fehlern aus dem Weg gehen, die Dich vielleicht sogar Geld kosten, und ersparst Dir eine Menge Arbeit.   

Fazit

Deinen Traum leben und ein Startup gründen ist ein großer Schritt. Er befördert Dich heraus aus Deiner Komfortzone und bringt Dich in die Selbstständigkeit. Ein spannender Weg, der durchaus auch beängstigend sein kann. Ein Startup verspricht immerhin nicht nur den großen Erfolg, sondern birgt auch Risiken. Mit seinem innovativen Geschäftsmodell kannst Du als Gründer kaum auf Erfahrungen zurückgreifen. Die Unsicherheit ist gerade am Anfang daher groß und das finanzielle Standbein nicht stabil.

Trotzdem lohnt sich der Weg ins eigene Unternehmen, wenn Du für Deine Geschäftsidee und Deine Startup-Produkte brennst. Damit Deine Gründung auch erfolgreich wird und Du eine große Zukunft in der Startup-Szene hast, ist eine solide Planung das A und O. Ebenso wichtig ist aber auch ein gut zusammenpassendes Gründerteam. Mit ihm kannst Du alle vorhandenen Fähigkeiten so gut wie möglich einsetzen und den Markt in Deiner Nische womöglich revolutionieren. 


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