Give-aways: Werbegeschenke, die im Gedächtnis bleiben

Oliver
Oliver Juli 2019 Fintech Content Editor 4 Min

Inhaltsverzeichnis

Jeder hat sicherlich einen Kugelschreiber, den er vor etlichen Jahren als Give-away auf einer Messe bekommen hat und der noch immer treu seinen Dienst tut. Werbegeschenke für Kunden sind eine gute Möglichkeit, im Gedächtnis Deiner Kunden und Interessenten zu bleiben. Angefangen bei Werbeartikeln mit dem Logo Deines Unternehmens bis hin zu hochwertigen Werbepräsenten, gibt es vielfältige Ideen für Werbemittel. Neben der Werbewirkung spielen bei der Auswahl Deiner Give-aways auch steuerrechtliche Aspekte eine Rolle. Geschenke unter zehn Euro gelten als Streuartikel und müssen nicht pauschal versteuert werden.

Wann sind Give-aways Streuartikel?

Bei Streuartikeln handelt es sich um gleichartige Give-aways von geringem sachlichen Wert wie Kugelschreiber, Feuerzeuge, Flaschenöffner, Tassen oder Textilien, die zu Werbezwecken an potenzielle Kunden verteilt werden. Durch ihre breite Streuung erreichen sie sehr viele Menschen.

Bei der Definition von Streuartikeln geht es also nicht um die Art der Give-aways, sondern um ihren Wert. Steuerrechtlich sind Streuartikel von Kundengeschenken zu unterscheiden. 

Werbeartikel-Shops

Ein großes Angebot an Streuartikeln findest Du bei spezialisierten Anbietern wie Schneider oder Oppermann. Wer Werbeartikel für seine Unternehmen kaufen möchte, findet hier zahlreiche Ideen und kann Werbeartikel für jeden Anlass bestellen – beispielsweise zu Weihnachten.

Abgrenzung zu Geschenken

Geschenke an Kunden oder Geschäftspartner beispielsweise zu Weihnachten setzt Du bis zu einer Freigrenze von 35 Euro pro Jahr und Person von der Steuer ab. Da es sich um eine Freigrenze und keinen Freibetrag handelt, musst bei Du teureren Geschenken ihren gesamten Wert versteuern. Voraussetzung ist, dass Geschenke betrieblich veranlasst sind und Du keine Gegenleistung dafür erwartest. Der Empfänger muss das Geschenk ebenfalls versteuern. Um ihm diese Arbeit abzunehmen, kannst Du als Schenker diese Beträge in Form der Pauschalsteuer übernehmen. 

Dabei fallen die folgenden Kosten an:

  • Die Pauschalbesteuerung in Höhe von 30 Prozent
  • Plus Solidaritätszuschlag
  • Plus Kirchensteuer

Damit kommst Du auf einen Prozentsatz von 30 bis 35 Prozent.

Als Nachweis für das Finanzamt bist Du verpflichtet, alle Geschenke, ihren Wert, den Anlass sowie den Namen des Empfängers aufzuzeichnen.

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Was musst Du bei der Versteuerung von Streuartikeln beachten?

Streuartikel werden gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG nicht als Geschenke eingestuft. Der Nettowert der Streuartikel ist sehr gering und zählt zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben

Für Geschenke, deren Wert unter zehn Euro liegt, gilt keine Aufzeichnungspflicht und sie werden auch nicht pauschal versteuert. Die Grenze für Streuartikel liegt also bei zehn Euro. Um Streuartikel in Deiner Buchhaltung zu buchen, kannst Du Ausgaben für Give-aways gleicher Art in einer Sammelbuchung zusammenfassen.  

Für die Prüfung durch das Finanzamt ist der Wert des einzelnen Werbeartikels relevant. Das gilt auch, wenn ein Empfänger mehrere Streuartikel erhält. 

  • Ist ein Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt, ist bei der Feststellung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Nettobetrag ohne Umsatzsteuer entscheidend.
  • Ist ein Unternehmen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, zählt die Umsatzsteuer zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Welchen Zweck erfüllen Give-aways?

Nahezu jedes Unternehmen gibt Kunden und Interessenten auf  auf Messen oder anderen Veranstaltungen ein kleines Erinnerungsstück mit, um sich damit von anderen Unternehmen abzuheben und besser im Gedächtnis zu bleiben. Der Erfolg von Give-aways ist umstritten. Gerade Streuartikel gelten in der Chefetage meist als unnötige Ausgabe. Auch wenn Give-aways nicht zu einer gewünschten Kaufhandlung führen, ist ihr Nutzen nicht von der Hand zu weisen:

  • Du steigerst den Bekanntheitsgrad Deines Unternehmens unabhängig von Größe und Rechtsform.
  • Give-aways vereinfachen auf Messen oder Veranstaltungen den Einstieg ins Gespräch.
  • Kunden und Mitarbeiter werden zum Werbeträger, wenn sie Give-aways mit Deinem Unternehmenslogo verwenden.
  • Die Kosten für Streuartikel sind vergleichsweise gering.
  • Dein Unternehmen bleibt potenziellen Kunden oder Mitarbeitern lange im Gedächtnis.

Große Wirkung, kleiner Preis

Streuartikel bieten eine vernünftige Werbewirkung zum geringen Preis. Darüber hinaus verursachen sie weniger Aufwand in Deiner Buchhaltung und bei Deiner Steuererklärung: Aufgrund ihres geringen Wertes werden sie nicht pauschal mit 30 Prozent versteuert. Ebenso besteht bei einem Wert unter zehn Euro keine Aufzeichnungspflicht für Give-aways. 

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