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Steuertipps für Selbstständige: Diese Tipps und Tricks solltest Du kennen

Jeannine Klein
Jeannine Klein Januar 2020 10 Min

Inhaltsverzeichnis

Wäre es nicht schön, wenn Dir der Staat einen Teil Deiner Steuern erstatten würde? Um als Selbstständiger weniger Steuern zahlen zu müssen, gibt es einige Steuertipps und legale Tricks, mit denen Selbstständige ihre Steuerlast senken können. 

Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit

1. Gehe mit Deinen Kunden essen

Ein sehr wichtiger Bestandteil Deiner Selbstständigkeit ist die Kundenpflege. Zwar hast Du durch die zunehmende Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten, zeit- und ortsunabhängig zu kommunizieren. Allerdings ist das persönliche Gespräch mit Deinen Kunden nicht durch Telefonate oder Videocalls zu ersetzen. Vieles bespricht sich besser in einem weniger dienstlichen Umfeld – beispielsweise bei einem Lunch oder Abendessen. Bis zu 70 Prozent der Kosten für ein Geschäftsessen kannst Du als Bewirtungskosten in Deiner Steuererklärung geltend machen. Wichtig ist, dass Du Dir einen Bewirtungsbeleg ausstellen lässt. Eine einfache Quittung für die Steuererklärung nicht ausreichend.

2. Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen

Die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür und somit naht auch die baldige Weihnachtsfeier, bei der Du in gemütlichem Rahmen mit Deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenkommst. Das ist nicht nur gut für das Betriebsklima, sondern auch einer der Steuertipps für Selbstständige: Die Kosten für die Weihnachstfeier kannst Du von der Steuer absetzen. Voraussetzung ist, dass die Kosten pro Teilnehmer 110 Euro nicht übersteigen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen sind. Eine weitere Bedingung, um die Weihnachtsfeier steuerlich abzusetzen, ist, dass es sich höchsten um die zweite Betriebsfeier innerhalb eines Jahres handelt.

Betriebsausgaben, Werbungskosten und Sonderabschreibungen

3. Treibe Deine Ausgaben in die Höhe

Regel Nummer 1 für Selbstständige lautet: Achte auf Dein Geld und behalte Deine Finanzen im Überblick. Einer der Steuertipps für Selbstständige lautet aber, dass sich hohe Ausgaben positiv auf Deine Steuererklärung auswirken können. Hohe Ausgaben verringern Deinen Gewinn und senken dadurch  Deine Steuerlast. Diese Ausgaben werden vom Finanzamt allerdings nur dann akzeptiert, wenn die Anschaffung für betriebliche Zwecke plausibel erscheint. Zu diesen Anschaffungen zählen beispielsweise ein Laptop, ein Firmenwagen oder Werbungskosten. Um die Ausgaben steuerlich geltend zu machen, benötigst Du zudem die entsprechenden Belege. Bewahre alle Deine Belege sorgfältig auf, damit Du Deine Ausgaben bei einer Prüfung durch das Finanzamt belegen kannst.

Aufgrund von Steuerreformen kann es zu Änderungen kommen – was sich in diesem Jahr lohnt, bringt im nächsten Jahr vielleicht keine Steuererleichterungen mehr. Hier lohnt es sich, in Bezug auf Steuertipps für Selbstständige auf dem Laufenden zu bleiben oder Deinen Steuerberater zu fragen.

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4. Steuertipps für Selbstständige: Auto steuerlich absetzen

Wenn Du Deinen Autokauf steuerlich absetzen und das Auto als Firmenwagen deklarieren möchtest, gibt es einige Sonderregeln zu beachten. Da es bei der Anschaffung eines Autos in der Regel um eine hohe Investition geht, handelt es sich in der Steuererklärung um einen Abschreibungsbetrag. Das heißt, der Betrag kann nur progressiv, also über einen längeren Zeitraum, von der Steuer abgesetzt werden. Damit unterscheiden sich Abschreibung signifikant von Steuerabsetzungen in der Steuererklärung. In der Afa-Tabelle kannst Du nachlesen, welche Nutzungsdauer für welche Art von Gütern festgelegt wurde. 

Bei einem Neuwagen gelten in der Regel sechs Jahre als Abschreibungszeitraum. Die Anschaffungskosten eines Gebrauchtwagens fallen meist deutlich niedriger aus: Für die Abschreibung gilt daher der ermittelte Wert zum Zeitpunkt des Kaufes.

Einer der Steuertipps für Selbstständige, die diese Regelung nutzen und ihren Wagen als Firmenwagen absetzen wollen: Du musst ihn mindestens zu 50 Prozent für geschäftliche Fahrten nutzen. Das Steuerrecht spricht in diesem Fall von notwendigem Betriebsvermögen. Bei niedriger Nutzung wird das Auto als sogenanntes gewillkürtes Betriebsvermögen gezählt. Beachte, dass der Anteil der privaten Nutzung Deinen betrieblichen Gewinn und damit Deine Steuerlast in die Höhe treibt.  

Wenn Du Dein Auto sowohl geschäftlich als auch privat nutzt, spielt der Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben eine große Rolle. Werbungskosten sind sämtliche Kosten, die für die betriebliche Nutzung anfallen. Hierzu zählen beispielsweise Büromaterialien oder Schulungskosten. Sonderausgaben beziehen sich auf Deinen privaten Gebrauch. Hierzu zählen beispielsweise Zahlungen an die Krankenkasse sowie Spenden oder Schulgelder. Nutzt Du Dein Auto für private und geschäftliche Zwecke, kannst Du die Versicherungsbeiträge partiell als Werbungskosten und Sonderausgaben absetzen. Da die Steuerzahlungen ab dem Zeitpunkt des Autokaufes berechnet werden, fallen auch die Versicherungskosten immer jährlich an.

Um den Anteil privater und dienstlicher Fahrten nachzuvollziehen, verlangt das Finanzamt, dass Du ein Fahrtenbuch führst. Das bedeutet, dass Du eine Übersicht über Deine Fahrten inklusive Kilometeranzahl sowie ihren Zweck anfertigst und diese immer auf dem neuesten Stand hältst. Hat das Finanzamt Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit Deiner Angaben, läufst Du Gefahr, diese Kosten in Zukunft nicht mehr als Betriebskosten geltend machen zu können.

Welche weiteren laufenden Kosten wie Benzin- oder Werkstattkosten in welcher Höhe Du noch steuerlich geltend machen kannst, hängt davon ab, welche anderen steuerlichen Vorteile Du bereits genutzt hast. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du Dir jederzeit bei Deinem zuständigen Finanzamt Informationen einholen oder Deine Steuerberater fragen.

5. Steuertipps für Selbstständige: Sonderabschreibungen

Neben den Werbungskosten, sind die Sonderabschreibungen eine weitere Möglichkeit, die Steuerlast zu senken. Du profitierst von den Sonderabschreibungen, wenn Du im letzten Jahr einen Gewinn unter 100.000 Euro verzeichnet hast. In diesem Fall profitierst Du von zusätzlichen 20 Prozent Abschreibungen  für hohe Investitionen. 

Sonderausschreibungen und Sonderausgaben

Sonderausschreibungen sind nicht mit Sonderausgaben zu verwechseln: Sonderabschreibungen gelten ausschließlich für Güter, die mindestens zu 90 Prozent beruflich genutzt werden. Sonderausgaben hingegen beziehen sich auf Kosten für den privaten Gebrauch.

Zu den Kosten, mit denen Du Deinen Gewinn mindern kannst, gehören neben dem Firmenwagen beispielsweise auch jegliche Möbel oder Materialien für Dein Büro sowie Reisekosten oder Aufwendungen für Dein Arbeitszimmer. Aber welche Regelungen gelten eigentlich, wenn Du zu Hause in Deinem privaten Arbeitszimmer arbeitest?

6. Dein Arbeitszimmer von der Steuer absetzen

Viele Selbstständige arbeiten von zu Hause aus. Die Suche nach dem passenden Büro ist nicht ganz einfach, die Kosten übersteigen gerade am Anfang der Selbstständigkeit die Einnahmen. Eine Alternative sind Coworking Spaces. Oder, Du richtest Dir Dein Büro in den eigenen vier Wänden ein. Um Dein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer abzusetzen, musst Du das Zimmer wird überwiegend beruflich nutzen. In diesem Fall berechnest Du den Anteil Deines Büros an der Gesamtmiete und kannst so jährlich bis zu 1.250 Euro von der Steuer absetzen. 

Investitionen: Geld ausgeben, um Steuern zu sparen

7. Einkommensteuer sparen durch Investitionen

Die Einkommensteuer ist eine der wichtigsten Steuern in Deutschland, da der Staat hieraus hohe Einnahmen erzielt. Einkünfte, die unter einem Freibetrag von 9000 Euro pro Jahr liegen, sind nicht einkommensteuerpflichtig. In der Regel erfolgt die Zahlung der Einkommensteuer im Voraus. Das Finanzamt kann vierteljährliche Vorauszahlungen anordnen. Dann leistest Du die Zahlungen am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember. Hier gilt: Je genauer Du Dein Einkommen schätzt, desto geringer fallen eventuelle Nachzahlungen oder Erstattungen aus. 

Einer der Steuertipps für Selbstständige lautet: Je geringer Dein Einkommen, desto weniger Einkommensteuer zahlst Du. Um die Höhe Deiner Einkommensteuer zu berechnen, kannst Du den Einkommenssteuerrechner des Bundesfinanzamtes nutzen. Für Selbstständige ist es allerdings schwierig, ihr Einkommen genau einzuschätzen: Sie können kein regelmäßiges Einkommen nachweisen, die Höhe der Einnahmen schwankt je nach Auftragslage von Monat zu Monat.

8. Steuertipps für Selbstständige: Investitionsabzug buchen

Es gibt einen weiteren Steuertipp, von dem Selbstständige profitieren können. Es geht um den sogenannten Investitionsabzug oder auch IAB. Mit dem IAB kannst Du Dir 40 Prozent Deiner in den nächsten drei Jahren geplanten Investitionen erstatten lassen. Bleiben die Investitionen aus, bist Du allerdings verpflichtet, das Geld zurückzuzahlen. 

Es handelt sich hierbei also nicht um einen Steuererlass, sondern vielmehr um eine Methode, finanzielle Engpässe zu meistern und Liquidität trotz hoher Investitionen zu gewährleisten. 

9. Investiere in Deine Altersvorsorge

Wer keine großen Investitionen in den nächsten drei Jahren plant, kann eine Sonderzahlung in der Altersvorsorge geltend machen. Bis zu 20.000 Euro Deiner Basisrente kannst Du in Deiner Steuererklärung als Sonderzahlungen geltend machen und damit  Deinen Gewinn mindern. Gleichzeitig stellst Du in die finanzielle Sicherheit in der Zukunft sicher.

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10. Zahle bestimmte Kosten im Voraus

Zahlungen für die Altersvorsorge sowie bestimmte Versicherungsbeiträge wie die Krankenversicherung sind jeweils zum Zahlungszeitpunkt steuerlich relevant. Bei der Krankenkasse besteht die Möglichkeit, Deinen Versicherungsbeitrag bereits für die nächsten 2,5 Jahre zu zahlen und somit bis 2022 keine weiteren Krankenversicherungsbeiträge zu leisten. Mit diesem Steuertipp mindern Selbstständige ihren Gewinn und senken gleichzeitig ihre monatlichen Fixkosten. 

11. Steuertipps für Selbstständige: Die 10-Tage-Regelung

Einnahmen und Ausgaben sortierst Du in Deiner Steuererklärung dem Jahr zu, in dem sie auf den Kontoauszug Deines Geschäftskontos erscheinen. Eine Ausnahme bilden regelmäßige Zahlungen wie 

  • Mieten
  • Energiekosten
  • Kommunikationskosten
  • Kosten für Dein Geschäftskonto

Hier greift die sogenannte 10-Tage-Regelung: Sie bezieht sich auf die Fälligkeit und Begleichung von Zahlungen in den letzten zehn Tagen vor Jahreswechsel und auf die ersten zehn Tage nach dem Jahreswechsel. Kosten für den Januar, die Du in diesem Zeitraum begleichst, fallen noch in den Dezember und mindern dadurch Deine Steuerlast. 

12. Nutze die Kleinunternehmerregelung

Wer die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, ist von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit. Allerdings gelten bestimmte Voraussetzungen: Wer im vergangenen Jahr einen Gewinn unter 17.500 Euro verzeichnet hat und anhand der Berechnung der Einkommensteuer im nächsten Geschäftsjahr einen Gewinn unter 50.000 Euro erwartet, kann die Befreiung von der Umsatzsteuer beim Finanzamt beantragen. 

In den ersten zwei Jahren der Selbstständigkeit sind Unternehmer dazu verpflichtet, monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben, damit das Finanzamt die Richtigkeit und Vollständigkeit aller Vorgänge prüfen kann. Im zweiten Jahr musst Du die Erklärung meist nur noch vierteljährlich abgeben. 

Wer als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer zahlt, hat weniger also Arbeit – die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung entfällt. Allerdings kannst Du auch keine Vorsteuer geltend machen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Du Dich für fünf Jahre auf diese Art der Besteuerung festlegst und Du die Umsatzgrenze in dieser Zeit nicht überschreiten darfst. Wenn Dein Gewinn sich also in diesem Bereich befindet, kann es sich als hilfreich erweisen, eine weitere Investition zu tätigen.

Steuertipps für Selbstständige: Weitere Änderungen ab 2020 

Nicht nur die Grenzbeträge für die Kleinunternehmerregelung ändern sich im neuen Jahr, sondern auch der Betrag für geringwertige Wirtschaftsgüter steigt an. Von bisher 410 Euro wird er auf nun 800 Euro angehoben. Beträge, die unter 800 Euro liegen, wirken also nun mit sofortiger Wirkung gewinnmindernd und müssen nicht mehr über mehrere Jahre hinweg abgeschrieben werden. Insbesondere Geringverdiener profitieren von dieser Anhebung, da Kosten für die Anschaffung eines Laptops oder Smartphones für geschäftliche Zwecke häufig bereits über 400 Euro liegen.

Profitiere von den Steuertipps für Selbstständige

Es gibt viele Steuertipps, mit denen Selbstständige ihre Steuerlast senken können. Kosten wie Deinen Firmenwagen und Dein Arbeitszimmer kannst Du als Betriebsausgaben deklarieren. Eine weitere gute Möglichkeit, Steuern zu sparen, ist der Investitionsabzug: Wer investiert, mindert dadurch seinen Gewinn. 

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