Tagesgeld und Festgeld Unterschiede: Welche Geldanlage passt zu Deinem Business?

Oliver
Oliver Februar 2021 Fintech Content Editor 6 Min

Inhaltsverzeichnis

Gehst Du auf Nummer sicher oder bleibst Du lieber maximal flexibel bei Deiner Geldanlage? Festgeld verspricht Dir eine sichere Rendite. Allerdings steht Dir Dein Geld bei dieser Anlageform über eine bestimmte Laufzeit nicht zur Verfügung. Gerade für Gründer ist finanzielle Flexibilität entscheidend, um ihr Unternehmen weiter auszubauen. Warum also nicht Gelder, die im Moment nicht benötigt werden, kurzfristig auf einem Tagesgeldkonto anlegen? So kommst Du jederzeit an Dein Erspartes, bleibst flexibel und erhältst noch zusätzlich Zinserträge. Tagesgeld und Festgeld bieten Dir als Unternehmer auch in Zeiten von Niedrig- oder Negativzinsen alternative Anlagemöglichkeiten.

Was ist ein Tagesgeld oder ein Tagesgeldkonto?

Bei einem Tagesgeld wird ein reines Guthabenkonto geführt. Das Guthaben wird verzinst, ist aber nicht auf eine bestimmte Laufzeit festgelegt. Im Unterschied zum privaten Girokonto oder Geschäftskonten werden Tagesgeldkonten nicht für den alltäglichen Zahlungsverkehr genutzt werden. Das heißt, Du kannst damit kein Geld empfangen, Überweisungen tätigen oder Lastschriften einziehen lassen. Es dient ausschließlich dem Zweck, Geld, das aktuell nicht benötigt wird, kurzfristig anzulegen. Entsprechend benötigst Du ein privates Girokonto oder ein Geschäftskonto als Referenzkonto, um ein Tagesgeldkonto zu eröffnen.

Du kannst weiteres Guthaben überweisen oder bei Bedarf Geld auf das Referenzkonto zurückübertragen. Da es sich um ein Guthabenkonto handelt, kannst Du ausschließlich über die vorhandene Summe verfügen. Es ist nicht möglich, ein Tagesgeldkonto zu überziehen.

Warum ist ein Tagesgeldkonto sinnvoll?

Ein Tagesgeldkonto ist eine flexible Möglichkeit der kurzfristigen Geldanlage. Dein Geld ist nicht über eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Du kannst jederzeit darüber verfügen und bleibst somit liquide. Zwar sind die Zinsen nicht besonders hoch, aber ein Tagesgeldkonto eignet sich ideal, um aktuell nicht benötigtes Geld ohne großes Risiko kurzfristig anzulegen und Zinserträge zu generieren.

Selbstständigen bietet das Tagesgeldkonto zudem eine gute Möglichkeit, eine Reserve aufzubauen. Ob Du das Geld später für betriebliche Zwecke nutzt wie eine Anschaffung oder Dir einfach nur ein finanzielles Polster für auftragsschwache Zeiten zulegen möchtest, ist Dir überlassen.  

Zudem vermeidest Du mit dem Tagesgeldkonto Negativzinsen. Seit 1. November 2020 haben auch wir, beziehungsweise unser Bankingpartner Solarisbank AG, einen negativen Zinssatz auf Einlagen, die 100.000 € übersteigen, eingeführt. Damit ziehen wir mit vielen anderen Banken gleich. Der Zinssatz von -0,5 % p.a. wird auf den Betrag erhoben, der die 100.000 € übersteigt. Solltest Du aber über zu viel Guthaben verfügen, dass Du aktuell nicht benötigst, bieten Dir Tagesgelder und Festgelder eine tolle Alternative. So zahlst Du keine Zinsen, sondern erhältst welche.

Wie viel Zinsen bringt ein Tagesgeld?

Mit einem Tagesgeldkonto bleibst Du flexibel, verzichtest dafür aber auf einen festgeschriebenen Zinssatz. Die Zinsen für Guthaben auf einem Tagesgeldkonto hängen vom Zinsniveau am Geldmarkt beziehungsweise dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Das bedeutet, dass sich der Zinssatz täglich ändern kann – sowohl steigen als auch sinken. Der angebotene Zinssatz bezieht sich in der Regel auf ein Jahr (p. a.). Ob die Zinsen monatlich, quartalsweise oder jährlich gutgeschrieben werden, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Zins, Zinsen und Zinssatz

Der Zins ist der Preis für die Überlassung von Geld oder Kapital. Er wird meist in Prozent als Zinssatz angegeben. Zinsen sind der in Geldeinheiten ausgedrückte Zins.

Aktuell werden Zinssätze bis zu 0,50 % p. a. angeboten. Verglichen mit einem Sparkonto sind hier deutlich höhere Zinsen möglich. Wer ein Tagesgeldkonto bei einem Onlineanbieter eröffnet profitiert zudem von niedrigeren Verwaltungskosten, die im besten Fall in Form von höheren Zinssätzen an die Kunden weitergegeben werden. Für Tagesgeldkonten gelten übrigens keine Kündigungsfristen.

Wo bekommst Du die besten Zinsen?

Der Zinssatz für Tagesgeld ist schwankend. Welches Angebot gerade das günstigste ist, entnimmst Du am besten einem Tagesgeld-Vergleich im Internet.

Im Vergleich zu Deutschland, wo das Zinsniveau aktuell nahezu bei 0 % liegt, erhältst Du im europäischen Ausland derzeit attraktive Konditionen und höhere Zinsen für Tagesgeld.

Sind Tagesgeld und Festgeld sicher?

In Deutschland sind bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung gesetzlich geschützt. Dieser Schutz gilt auch für Tagesgeld- und Festgeldkonten. Damit zählen Tagesgeld und Festgeld zu den sichersten Anlagemöglichkeiten. 

Dein Geld ist aber nicht nur in Deutschland sicher: Eine einheitliche EU-Richtlinie garantiert die gesetzliche Einlagensicherung für alle europäischen Länder. Innerhalb der EU verfügt jedes Land über einen nationalen Einlagensicherungsfonds, der Dir Dein Guthaben im Fall einer Bankenpleite erstattet.

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Im Gegensatz zum Tagesgeld kannst Du Festgeld für einen bestimmten Zeitraum zu einem zugesicherten Zinssatz anlegen. Festgeld – auch Termingeld genannt – kann bereits ab einer Laufzeit von nur einem Monat angelegt werden. Wahlweise kannst Du es über drei, sechs oder zwölf Monate oder über ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre, fünf Jahre oder bis zu zehn Jahre festlegen. Der Zinssatz kann weder sinken noch steigen. Im Vergleich zum Tagesgeld ist der Zinssatz höher und Du weißt bereits bei Vertragsabschluss, wie hoch die Zinsen am Ende ausfallen. Dafür bist Du aber auf den vereinbarten Zeitraum festgelegt: Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht möglich. 

Wie beim Tagesgeldkonto ist es auch beim Festgeld lohnender, wenn die Zinsen mehrfach über die gesamte Laufzeit ausgezahlt werden und die Höhe der Zinsen durch den Zinseszins-Effekt steigt. Der Zinssatz steigt beim Festgeld mit der Höhe des Anlagevermögens. Aktuell sind je nach Laufzeit, Anlagebetrag und Bank bis zu 1,5 % p.a. möglich.

Um Guthaben auf ein Festgeldkonto einzuzahlen, benötigst Du ebenfalls ein privates Girokonto oder ein Geschäftskonto als Referenzkonto. Das Festgeld ist ebenfalls über die Einlagensicherung bis zu einem Guthaben von 100.000 % pro Kunden und Bank geschützt.

Tagesgeld und Festgeld – Die Vor- und Nachteile im Überblick

Unabhängig davon, ob Du Dich für die sichere Rendite beim Festgeld oder die maximale Flexibilität eines Tagesgeldkontos entscheidest, ist eines sicher: Der Schutz Deines Guthabens. Darüber hinaus haben beide Möglichkeiten der Geldanlage ihre Vor- und Nachteile. Welche Geldanlage zu Dir passt, hängt davon ab, wie viel Geld Du über welchen Zeitraum investieren kannst, ohne in einen finanziellen Engpass zu geraten. 

Tagesgeldkonto: Die Vorteile

  • Als Ergänzung zum privaten Girokonto oder Geschäftskonto vermeidest Du Negativzinsen.
  • Du bleibst maximal flexibel: Du kannst jederzeit Geld übertragen oder Deine Spareinlage erhöhen.
  • Die Zinsen sind höher als beim Sparkonto.
  • Dein Geld ist durch die Einlagensicherung geschützt.
  • Du hast keine Kündigungsfrist. 

Tagesgeldkonto: Die Nachteile

  • Der Zinssatz unterliegt Schwankungen und kann sich auch verringern.
  • Die Zinsen sind vergleichsweise gering.

Festgeld: Die Vorteile

  • Höhere Zinsen im Vergleich zum Tagesgeld oder Sparkonto.
  • Garantierter Zinssatz über die gesamte Laufzeit.
  • Die Zinsen steigen mit der Höhe der Geldeinlage und der Laufzeit.
  • Dein Geld ist durch die Einlagensicherung geschützt.

Festgeld: Die Nachteile

  • Vor Ende der Laufzeit kommst Du nicht an Dein Geld.
  • Mögliche Zinserhöhungen werden nicht berücksichtigt.

Tagesgelder und Festgelder bieten Dir unterschiedliche Vorteile – je nach aktueller Finanzlage Deines Geschäfts.

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