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Was sind variable Kosten und wie kannst Du sie berechnen?

Yasmin
Yasmin April 2020 5 Min

Inhaltsverzeichnis

Variable Kosten sind veränderliche Kosten, die in engem Zusammenhang mit der Produktionsmenge oder den erbrachten Dienstleistungen eines Unternehmens stehen. In Abhängigkeit der Zahl der produzierten Güter oder geleisteten Dienste steigen oder fallen die variablen Kosten, die auch als veränderliche, bewegliche oder mengenabhängige Kosten bezeichnet werden. Zusammen mit den unveränderlichen Fixkosten ergeben sie die Gesamtkosten eines Unternehmens.

Warum werden variable und fixe Kosten getrennt betrachtet?

Der Grund für die Trennung von variablen und fixen Kosten sind unterschiedliche Kostenrechnungssystemen. Die variablen Kosten spielen eine große Rolle in der betriebswirtschaftlichen Einzelkostenrechnung. Sie lassen sich verursachungsgerecht auf Produkte und Dienstleistungen verteilen. Damit dienen variable Kosten der internen Buchhaltung und dem Controlling als wichtige Kennzahl, um Preise und Gewinnspannen zu kalkulieren. Im Rahmen der sogenannten Kostenauflösung werden dazu die Anteile der fixen Kosten und die der variablen Kosten an den Gesamtkosten berechne

Der Deckungsbeitrag

Die variablen Kosten sind für die Berechnung des Deckungsbeitrags von großer Bedeutung. Der Deckungsbeitrag eines Unternehmens errechnet sich aus der Differenz von Umsatz und variablen Kosten. Liegt der Deckungsbeitrag über den Fixkosten, macht das Unternehmen Gewinn.

Bei der Break-Even-Analyse werden die fixen und die variablen Kosten ebenfalls getrennt voneinander betrachtet. Der Break Even Point ist der Punkt, an dem Kosten und Erlöse sich aufheben. Wird dieser Punkt erreicht, sind die Kosten gedeckt und mit jedem weiteren verkauften Stück eines Produktes wird Gewinn erzielt. Zur Berechnung wird der oben erwähnte Deckungsbeitrag benötigt. Dieser wird mithilfe der variablen Kosten berechnet und ist eine der Kennzahlen, die für die Ermittlung des Break Even Points vorliegen muss.

Wie entstehen variable Kosten?

Variable Kosten für die Herstellung eines Produkts oder der Erbringung einer Dienstleistung sind mengenabhängig. Nach dem Verursachungs- oder auch Kostenzurechnungsprinzip können variable Kosten im Gegensatz zu den Fixkosten, einzelnen Produkten und Leistungen direkt zugeordnet werden. Sie werden unmittelbar durch die Erbringung einer Leistung oder die Herstellung eines Produktes verursacht und daher auch als Einzelkosten bezeichnet.

Beispiele für typische variable Kosten sind Kosten für

  • Rohstoffe
  • Material
  • Betriebsstoffe
  • Hilfsmittel
  • Verpackungsmaterial
  • Transport
  • Logistik
  • Fremdleistungen
  • Akkordzuschläge
  • Provisionen

Variable Kosten sind veränderlich und immer von weiteren Faktoren in der Kostenrechnung abhängig. Steigen die Preise für Rohstoffe, steigen proportional dazu auch die variablen Kosten. Wird für die Herstellung weiteres Personal benötigt, steigen die Lohnkosten. Sinken die Kosten für Transport oder Verpackung, sinken entsprechend auch die variablen Kosten. 

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Unterschied fixe und variable Kosten

Demgegenüber stehen die unveränderlichen Fixkosten. Die Fixkosten können einem Produkt oder einer Dienstleistung nicht direkt zugeordnet werden. Sie werden anteilig berechnet.

Typische Beispiele für Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von Produktionsmengen oder erbrachten Leistungen gleich bleiben wie:

  • Grundgehälter
  • Mieten
  • Energiekosten
  • Verwaltungskosten

Ist keine eindeutige Trennung der Gesamtkosten in Fixkosten und variable Kosten möglich, handelt es sich um Mischkosten.

Die Summe aller variablen und fixen Kosten ergibt die Gesamtkosten. Um die Stückkosten bzw. die variablen Stückkosten zu berechnen, also was ein einzelnes Produkt kostet, werden die Gesamtkosten durch die Produktionsmenge oder die geleisteten Dienste geteilt. Diese Berechnung ergibt den Stückpreis für ein Produkt bzw. eine Leistung, die sogenannten variablen Stückkosten.

Unterschied zwischen variablen Gesamtkosten, durchschnittlichen variablen Kosten und variablen Stückkosten

Variable Gesamtkosten sind Kosten, die insgesamt über einen festgelegten Abrechnungszeitraum anfallen. Die variablen Stückkosten beziehen sich ausschließlich auf die Herstellungskosten, die für ein einzelnes Stück aufgewendet werden. Bei steigender Produktion fallen die variablen Gesamtkosten zwar höher aus. Trotzdem können die variablen Stückkosten gleichzeitig sinken, da für größere Mengen an Material häufig günstigere Einkaufsbedingungen verhandelt werden können. Die Materialkosten für das einzelne Stück sinken, Güter können günstiger produziert und zu einem niedrigeren Preis immer noch profitabel verkauft werden. Im Gegensatz dazu erhöhen sinkende Produktionszahlen die variablen Kosten und führen in der Regel zur Verteuerung eines Produkts. Die durchschnittlichen variablen Kosten berechnest Du, indem Du die variablen Gesamtkosten durch die produzierte Stückzahl teilst.

Formel zur Berechnung der variablen Kosten

Die variablen Kosten ergeben sich beispielsweise aus den Kosten für Rohstoffe, Zuschläge auf das Grundgehalt und Hilfsmittel. Um die variablen Stückkosten bzw. den Stückpreis zu berechnen, addierst Du die Kosten und teilst sie durch die produzierte Stückzahl, die sogenannte Ausbringungsmenge. Musst Du die Ausbringungsmenge berechnen, teilst Du die Gesamtkosten durch die Stückkosten. Die Formel, um die Gesamtkosten zu berechnen lautet: Gesamtkosten = Stückkosten x Ausbringungsmenge.

Die Formel, um variable Stückkosten zu berechnen, lautet also: 

variable Stückkosten k = variable Kosten gesamt K / Produktionsmenge x

Ein Beispiel: Ein Parkettleger verlegt den Boden in einem 120 qm großen Raum. Der Kunde hat es eilig und möchte, dass die Arbeit schneller als üblich fertiggestellt wird. Es fallen neben dem Stundenlohn Zuschläge an. Um die variablen Stückkosten, in diesem Fall den Preis pro Quadratmeter, zu errechnen, werden die anfallenden variablen Kosten addiert und durch die Anzahl der Quadratmeter geteilt.

Was sind variable Kosten und wie kannst Du sie berechnen?

Diese einfache Rechnung geht allerdings nur mit proportionalen oder linearen variablen Kosten auf.

Weitere Arten variabler Kosten

Variable Kosten verhalten sich nicht immer proportional zur Produktionsmenge. Man unterscheidet insgesamt vier unterschiedliche Arten von variablen Kosten.

  1. Bei proportionalen oder linearen Kosten steigen die variablen Kosten im gleichen Maße wie die produzierten Güter oder erbrachten Dienstleistungen.
  2. Bei antiproportionalen oder regressiven Kosten sinken die variablen Kosten bei steigenden Mengen.
  3. Steigen und sinken die variablen Kosten schneller als die Menge der Güter, spricht man von überproportionalen oder progressiven variablen Kosten.
  4. Steigen und sinken die variablen Kosten langsamer als die Menge der Güter, spricht man von unterproportionalen oder degressiven variablen Kosten.
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