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Warum sich eine Warenfinanzierung für Dich lohnt: Der Warenkredit einfach erklärt

Nathan Evans
Nathan Evans Januar 2021 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Spätestens wenn es um die nächste Warenneubestellung geht, stehen kleine Unternehmen sowie Online-Händler oftmals vor einer großen Herausforderung. Denn häufig müssen Bestellungen schneller getätigt werden, als bereits eingenommene Umsätze ausgezahlt werden können. Es bedarf einer kurzfristigen Liquiditätverbesserung mittels Darlehen. Zusätzlich zu traditionellen Krediten hat sich in den letzten Jahren die Warenfinanzierung als Alternative etabliert. Und obwohl es entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Darlehen gibt, ist diese Art der Finanzierung gerade bei jungen (Online-)Unternehmen jedoch noch recht unbekannt. 

Warenfinanzierungen beziehungsweise Wareneinkaufsfinanzierungen 

Wareneinkaufsfinanzierung – im Sprachgebrauch häufig fälschlicherweise gleichgesetzt mit dem sogenannten Finetrading – ist eine Finanzierungsmethode, mit der Unternehmen einen Zahlungsaufschub des Wareneinkaufs erhalten. Mit dem Darlehen kann der Wareneinkauf finanziert werden, Lieferengpässe vermieden werden sowie die Liquidität kurzfristig erhöht werden. So verlängert sich für den Unternehmer das Zahlungsziel, saisonal bedingte Engpässe können überbrückt werden und kurzfristige Liquidität kann geschaffen werden.  

Der nötigen Wareneinkauf kann somit finanziert werden, ohne dass dafür ein Bankkredit aufgenommen werden muss. 

Warenkredite: Warenbesichertes Darlehen vs. Finetrading

Wareneinkaufsfinanzierung wird häufig mit Finetrading gleichgesetzt. Dabei ist Finetrading lediglich eine Methode der Wareneinkaufsfinanzierung. Finetrader, meist bankenunabhängige externe Unternehmen, fungieren dabei als Zwischenhändler zwischen dem Lieferanten und dem Unternehmen. Diese treten in den Vertrag mit dem Lieferanten ein, übernehmen die Zahlung für die benötigten Waren und verlängern im Regelfall das Zahlungsziel für das Unternehmen. 

Im Vergleich zu klassischem Finetrading, erfolgt beim warenbesicherten Darlehen kein Eingriff in die Beziehung zwischen Hersteller und Unternehmen. Das Unternehmen verhandelt selbstständig mit dem Hersteller und schließt einen Vertrag mit diesem ab, ohne dass der Kreditgeber involviert ist. Mittels warenbesichertem Kredit können überdies nicht nur Produkteinkäufe finanziert werden, sondern die so gewonnene Liquidität kann auch für andere Zwecke verwendet werden. Auch eine Nachfinanzierung im Sinne einer Lagerfinanzierung ist möglich. Auch die im Rahmen der Rückzahlung anfallenden Gebühren, sind beim warenbesicherten Darlehen meist niedriger als beim Finetrading.

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Lieferantenkredit 

Eine weitere Möglichkeit um Waren vorzufinanzieren ist der Rückgriff auf einen Lieferantenkredit. Bei einem Lieferantenkredit gewährt der Lieferant dem Kunden eine Fristverschiebung der Rechnungsstellung, indem die Fälligkeit auf ein späteres Datum verlegt wird. Der Kunde muss seine Rechnung erst zu einem späteren Zeitpunkt begleichen. Dadurch wird zwar kurzfristige Liquidität geschaffen, aufgrund der recht kurzen Zahlungsziele (maximal 90 Tage) können die gewonnenen Geldmittel allerdings häufig nicht in längerfristige Projekte investiert werden. Eine Wachstumsfinanzierung ist mittels Lieferantenkredit daher häufig nicht möglich. 

Warenfinanzierung im Vergleich zu anderen Finanzierungsalternativen 

Im Vergleich zum Kredit der privaten Hausbank

Häufig scheint die naheliegendste Methode zur Finanzierung ein Kredit von der privaten Hausbank. Hierfür müssen Unternehmen jedoch meist mindestens zwei erfolgreiche Jahresbilanzen vorweisen – gerade für Jungunternehmer eine große Schwierigkeit. Es folgt die Einstufung als “risikoreich”, verbunden mit einer Absage oder schlechten Kreditkonditionen. Vergleicht man einen klassischen Bankkredit mit einer Warenfinanzierung, bietet die Warenfinanzierung häufig einige Vorteile

1. Schneller Online-Kreditantrag 

Im Rahmen der Beantragung eines klassischen Bankdarlehens kommt es meist zu zeitintensiven Bearbeitungs- sowie Entscheidungswegen, die sich über viele Wochen hinziehen können. Wer kurzfristig Liquidität benötigt, sollte daher bereits aus diesem Grund auf andere Finanzierungen zurückzugreifen. Vergleicht man dies mit einer Warenfinanzierung, stellt man fest, dass meist eine einfach und schnelle Beantragung via Online-Formular möglich ist.

2. Flexibler Kreditrahmen 

Sollte zusätzlich zum gewährten Kreditrahmen weiterer Liquiditätsbedarf bestehen, muss bei der Hausbank erneut ein Kreditantrag gestellt werden. Der langwierige Bearbeitungsweg muss somit in voller Länge erneut durchlaufen werden. Beantragt man eine Warenfinanzierung – dies geht einfach und bequem über eine Online Plattform – erfolgt die Bearbeitung meist innerhalb 24 bis 48 Stunden. 

3. Höhere Kreditbewilligungsrate 

Wie bereits dargestellt, ist es für junge (Online-)Unternehmen oftmals schwierig einen Kredit bei der klassischen Hausbank zu erhalten. Die Voraussetzungen, welche an die Kreditvergabe geknüpft sind, stellen häufig eine Hürde dar und die verlangten Sicherheiten können selten vorgelegt werden. Der Bewilligung eines Warenkredits hingegen liegen meist einfacher zu erbringende Voraussetzungen sowie Sicherheiten zugrunde: Bei einem warenbesicherten Darlehen zum Beispiel können bereits Produkte als Sicherheit ausreichen. Auch Forderungen oder zukünftiger Cashflow können als Sicherheit dienen, solange die so gewonnene Liquidität in den Produkteinkauf investiert wird.

Die Warnfinanzierung im Vergleich zu einem Investor 

Bei der Finanzierung mittels Investor fließt ein Geldbetrag von einem Investor in das eigene Unternehmen. Bei einer Investorenfinanzierung müssen weder Rückzahlungen geleistet werden noch Zinsen gezahlt werden. Stattdessen erhält der Investor Anteile am Unternehmen

Auch im Gegensatz zur Investorenfinanzierung bietet die Warenfinanzierung daher häufig einige Vorteile

1. Unabhängig und frei von langfristigen Verpflichtungen

Während eine Warenfinanzierung eine kurz- bzw. mittelfristige Finanzierung darstellt, deren Verbindlichkeiten nach Rückzahlung beendet sind, besteht die Bindung an einen Investor – und damit auch Reporting-Verpflichtungen sowie Mitbestimmungsrechte –  auch nach Aufbrauchen des zur Verfügung gestellten Kapitals. 

2. Oftmals günstiger 

Die Ausschüttungen an den Investor fallen – bei einer positiven Entwicklung des Unternehmens – viel höher aus, als die Kosten, welche im Rahmen der Rückzahlung eines Warenkredits anfallen würden. Vorteil einer Warenfinanzierung ist es daher, dass lediglich der vereinbarte Kredit sowie anfallende Gebühren zurückzuzahlen sind. Die Unternehmensentwicklung – positiv wie negativ – wirkt sich nicht auf die Höhe der Rückzahlung aus.

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Die Vorteile einer Warenfinanzierung 

1. Bestehende Kreditlinien werden geschont

Oftmals finanzieren Unternehmen den Wareneinkauf mit Kontokorrentkrediten. Häufig lohnt es sich jedoch, die Warenfinanzierung als Ergänzung zu nutzen. Wird der Rahmen des ursprünglich bewilligten Kontokorrentkredits stark überzogen, können zusätzlich höhere Zinsen anfallen. Bei der Verwendung einer Warenfinanzierung kann diese für den Wareneinkauf verwendet werden, laufende Kosten können mit dem Kontokorrentkredit gedeckt werden und die Zinsen bleiben langfristig stabil.

2. Skonto und Rabatte nutzen 

Da mittels Warenfinanzierung, aufgrund erhöhter verfügbarer Liquidität, meist größere Mengen beim Zulieferer abgenommen werden können, ist die Verhandlung von niedrigeren Einkaufspreisen möglich. Bei nicht verderblicher Ware bietet sich auch die Möglichkeit, saisonale Rabatte zu nutzen. Dies ist regelmäßig dann möglich, wenn größere Mengen zu Zeitpunkten bestellt werden, an denen diese vom Hersteller rabattiert angeboten werden, zum Beispiel aufgrund von Überproduktion oder aus saisonalen Gründen.

3. Zahlungsziel verlängern 

Mit einem Warenkredit kann die Zahlung für benötigte Waren auf die folgenden Monaten mit entsprechenden Umsatzrückflüssen verteilt werden. Eine Verlängerung des Zahlsziels kann auf bis zu neun Monate ausgeweitet werden. 

4. Flexibel einsetzbare Liquidität

Im Rahmen einer Wareneinkaufsfinanzierung kann schnell und einfach kurzfristige Liquidität geschaffen werden. Durch die Verlängerung von Zahlungszielen bis zu neun Monate und flexible Einsetzbarkeit der Finanzierung können auch mittelfristige Projekte, wie etwa das Marketing oder der Markenaufbau finanziert werden, was zusätzlich zum Wachstum des Unternehmens beiträgt.

Warenfinanzierung mittels warenbesichertem Darlehen

Eine Warenfinanzierung, im Sinne von Finetrading sowie eines warenbesicherten Darlehens, bietet gerade für junge (Online-)Unternehmen viele Vorteile gegenüber anderen Finanzierungsformen. Im Vergleich zu klassischem Finetrading, erfolgt beim warenbesicherten Darlehen jedoch kein Eingriff in die Beziehung zwischen Hersteller und Unternehmen – das Unternehmen verhandelt völlig selbständig mit dem Hersteller. Darüber hinaus können im Rahmen eines warenbesicherten Darlehens nicht nur Produkteinkäufe finanziert werden, sondern die so gewonnene Liquidität auch für andere Zwecke verwendet werden und auch der zu finanzierende Betrag kann höher als der Rechnungsbetrag sein, bis zu 30 % des Verkaufspreises der Sicherheit. Auch eine Nachfinanzierung im Sinne einer Lagerfinanzierung ist möglich. Zudem sind im Vergleich zum Finetrading beim warenbesicherten Darlehen die Gebühren oftmals niedriger. 

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