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Was Banken von Fintechs lernen können

Yasmin
Yasmin Juli 2020 9 Min

Fintechs machen sich auf, die Herausforderungen im digitalen Banking mithilfe von technologischen Innovationen zu lösen und haben dabei eines immer im Blick: den Kunden! Niedrig­zinspolitik, Wettbewerbsdruck und veraltete Strukturen können häufig unbeachtet bleibe, denn Fintechs trotzen vielen Problemen und Herausforderungen der traditionellen Banken.

Innovation: Neue Produkte und Funktionen

Die Technologie und das Nutzerverhalten haben sich verändert. Traditionelle Banken setzen meist darauf, bereits bestehende Produkte zu digitalisieren und an alte IT-Infrastrukturen und Architekturen anzupassen. Die technologischen und organisatorischen Prozesse dahinter sind häufig starr. Die Server verfügen nicht über ausreichende Kapazitäten, um einen schnelleren Datenverkehr abzubilden oder neue Technologien anzubinden. Das Ergebnis sind Produkte, die den Anforderungen der Nutzer an moderne, digitale und mobile Services nicht erfüllen und keinen positiven Beitrag zur User Experience leisten.

Financial und Technology sind die beiden Wörter, aus denen sich der Begriff Fintech zusammensetzt. Und genau das ist es, was die Start-ups in der Fintech-Branche miteinander verbinden, um Neues zu schaffen: Innovative Produkte im Finanzbereich, die an echte technologische Weiterentwicklungen gekoppelt sind. Produkte, die ein bestehendes Problem lösen, den Kunden einen echten Mehrwert bieten und ihnen gleichzeitig ein positives Erlebnis vermitteln. Instant Payment, Mobile Payment Apps oder digitale Geschäftskonten sind die Ergebnisse, die durch die besondere Arbeitsweise der Start-ups in kürzester Zeit entstehen, das Banking revolutionieren und die Geschäftsmodelle traditioneller Banken attackieren.

Kundenfokus: Deine Anforderungen an modernes Banking

Bankenrichtlinien ändern sich und machen neue Technologien nicht nur möglich, sondern auch notwendig. Hinzu kommt, dass sich die Kunden und deren Anforderungen an ihre Bank langfristig ändern werden. Die neue Generation hat ganz andere Ansprüche an modernes Banking. Die Filiale vor Ort und der persönliche Kontakt rücken in den Hintergrund. Mobilität und Digitalisierung rücken in den Vordergrund. Zur Bank fahren, um einen Kontoauszug zu holen, kostet nicht nur Zeit, sondern belastet auch die Umwelt. Mit den digitalen Banking Apps der Fintechs, haben die Kunden ihre Bank auf dem Smartphone immer mit dabei und somit ihre Finanzen immer im Blick.

Entsprechend stellen Fintechs den Kunden in den Mittelpunkt und arbeiten gemeinsam mit ihnen an der Lösung von Problemen. Dabei werden Produkte geschaffen, die den Kunden eben genau diese Mobilität ermöglichen. Viele Fintech setzen bei ihrer Produktentwicklung auf Transparenz und gewähren ihren Kunden Einblick in ihre Product-Roadmap. Sie sind offen für Anregungen und Feedback, die in die weitere Entwicklung einfließt. So entstehen passgenaue und einfach zu bedienende Bankprodukte für Smartphone und Tablet, die den Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden an modernes und mobiles Banking entsprechen.

Time to Market: Auf kurzem Weg zum Ziel

Neue Produkte und Funktionen entstehen in einer unglaublich kurzen Zeit. Die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt (Time to Market) ist so kurz, dass die Start-ups ihre Kosten für die Produktentwicklung durch den erwirtschafteten Umsatz schnell wieder reinholen.

Sie beherrschen die Technologien, nutzen moderne Arbeitsmethoden und denken in Minimum Viable Products (MVP) – Produkte, die mit minimalem Aufwand lebensfähig sind, aber dabei bereits den Kunden-, Markt- oder Funktionsbedarf decken. Statt sich Gedanken zu machen, wie ein neues Produkt sich in das Gesamtangebot einfügt, setzen sie auf modulare Strukturen, schlanke organisatorische Prozesse, kurze Entscheidungswege und kleine Teams, die die Produktentwicklung von Anfang bis Ende verantworten.

Preisgestaltung: Kostengünstige Alternative

Die bisherigen Geschäftsmodelle traditioneller Banken rechnen sich meist nicht mehr. Veraltete Strukturen, Bankfilialen und viel Personal sorgen neben einem großen Verwaltungsaufwand zusätzlich für hohe Kosten. Die Zahl der Mitarbeiter in Fintechs ist meist überschaubar, entsprechend sind die Kosten geringer. Darüber hinaus sind die digitalisierten Produkte und Lösungen gut skalierbar und lassen sich in großen Mengen nutzen. Diesen Preisvorteil geben die Start-ups an ihre Kunden weiter.

Allerdings können Kunden hier häufig keine individuellen Lösungen und Konditionen vereinbaren. Hier sind die traditionellen Banken im Vorteil, wobei diese Flexibilität aufgrund aufwendiger Genehmigungsprozesse zulasten der Schnelligkeit geht.

Flexibilität: Schnelle Eröffnung, schmale Prozesse und einfache Anwendung

Flexibilität ist das A und O im Geschäftsleben. Entsprechend erwarten Kunden auch Flexibilität bei ihren Bankgeschäften. Diese Flexibilität fängt schon mit der Kontoeröffnung an. Trotz fortschreitender Digitalisierung bieten nicht alle Banken ihren Kunden die Möglichkeit an, ein Geschäftskonto online zu eröffnen. Zusätzlich werden zum Teil sogar noch Unterschiede zwischen den Rechtsformen gemacht. Während der Onlineprozess meist nur einige Klicks braucht und das Konto nach der Prüfung der Identität schnell zur Verfügung steht, dauert die Eröffnung in einer Bankfiliale häufig mehrere Tage und erfordert jede Menge Nachweise und Dokumente.

Fintechs verstehen das Bedürfnis kleiner und mittelständischer Unternehmen nach flexiblen Produkten und Lösungen, die sich ihrem Alltag anpassen. Die Kontoeröffnung erfolgt online. Dank moderner Video-Ident-Verfahren sparst Du Dir den Weg zur Post. Deine Bankgeschäfte erledigst Du online – am PC im Büro oder unterwegs am Smartphone oder Tablet. Du kannst sogar online einen Kredit beantragen: Ohne lange Wartezeiten steht Dir das nötige Geld, das Du für Investitionen in Dein Unternehmen benötigst, innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung und erhöht Deine finanzielle Flexibilität.

Während etablierte Banken den Wunsch ihrer Kunden nach mehr Flexibilität häufig vernachlässigen, machen die digitalen Lösungen der Fintechs genau diese Flexibilität möglich und sparen Kunden durch einfache Bedienung zusätzlich jede Menge Zeit.

Ein gutes Beispiel ist die Buchhaltung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Werden unterschiedliche Tools genutzt, um Rechnungen oder Lohnabrechnungen zu erstellen und um Ein- und Ausgaben zu verzeichnen, ist der Aufwand groß und zeitintensiv alle Finanzen zu verwalten und den Überblick zu behalten. Fintechs bieten hier digitale Lösungen, die KMUs die Finanzverwaltung deutlich einfacher macht und ihnen mehr Flexibilität und gleichzeitig Sicherheit bei der Einhaltung von Vorschriften bietet.

Datenschutz und Sicherheit: Safety First

Das deutsche Bankgeheimnis, Sicherheit der Kundendaten, Einhaltung regulatorischer Anforderungen und gängiger ISO-Standards: Traditionelle Banken genießen das Vertrauen der Kunden. Diesen Vertrauensvorschuss gewähren Kunden den Fintechs meist nicht – als neuer Player am Markt müssen sie sich dieses Vertrauen zuerst noch verdienen.

Fintechs verfügen in der Regel nicht über eigene Banklizenzen, arbeiten aber mit renommierten Banken zusammen. Entsprechend sind auch sie verpflichtet, sich an die gesetzlichen Vorschriften wie die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 zu halten und werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt. Darüber hinaus ist das Guthaben wie bei allen deutschen Banken durch die deutsche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert, sollte ein Finanzdienstleister seinen Zahlungsaufforderungen nicht mehr nachkommen können.

SSL-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierungen garantieren darüber hinaus die Sicherheit kundenbezogener Daten.

Kommunikation: Online vs. Offline

Beim Banking ist es nicht viel anders als in anderen Bereichen des Lebens: Manche Dinge lassen sich persönlich einfacher klären. Ob dazu allerdings tatsächlich der Gang in die Bankfiliale und das Gespräch mit dem persönlichen Bankberater notwendig ist, ist wohl am Ende des Tages eine Frage der persönlichen Präferenz. Direktbanken und Fintechs beweisen, dass es auch ohne eigenes Filialnetz geht und der Kunde trotzdem ideal betreut wird.

Service: Guter Support von Anfang an

Start-ups entstehen häufig, um ein bestimmtes Problem oder einen bestehenden Mangel zu beheben. Unabhängig davon, ob es sich um das eigene Problem des Gründers handelt oder sich aus der Beobachtung des Markts ergeben hat: Die Menschen hinter dem Unternehmen verstehen die Herausforderungen ihrer Kunden. Entsprechend bieten Fintechs ihren Kunden bestmöglichen Support, um ihnen schnell und unkompliziert zu helfen.

Digitale, nutzerfreundliche Kommunikation gehört längst zu unserem Alltag. Entsprechend erwarten Kunden von ihrem Finanzdienstleister einen Support, der unabhängig von den Öffnungszeiten der Banken für sie da ist. Zwar stehen die Kundenbetreuer per Telefon oder E-Mail auch nicht 24/7 zur Verfügung. Die Fintechs bieten aber in der Regel umfangreiche Hilfeseiten. Zusätzlich finden Kunden auch häufig im Chat die Lösung für ihr Problem. Guter Service bezieht sich aber nicht nur auf Fragen und Hilfe. Guter Service beginnt bereits bei der Kontoeröffnung, einer einfachen Authentifizierung, nutzerfreundlichen Anwendungen, die Kunden einen echten Mehrwert und maximale Flexibilität bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte bieten.

Organisation: An Kundenbedürfnisse angepasst

Die organisatorische Ausrichtung der Fintechs dient einzig dem Kundeninteresse: Kleine Teams arbeiten selbstständig an ihren Zielen, betreuen ein Produkt von Anfang bis Ende und organisieren sich weitestgehend selbstständig, um sich voll und ganz auf ihre Produktivität zu konzentrieren.

Auch bei der IT steht die Customer Experience immer im Vordergrund. Sie ist Mittel zum Zweck, um das Kundenerlebnis und die Produkte so zu gestalten, dass Kunden sich und ihre Bedürfnisse verstanden fühlen. Entsprechend müssen Banken für die erfolgreiche Digitalisierung von Bankgeschäften sowohl ihre System-Architektur und ihre Prozesse als auch das Kundenerlebnis bei der Weiterentwicklung und Modernisierung als Ganzes betrachten und in den Fokus ihrer Bemühungen stellen.

Um angefangen bei der Geschäftsidee, über die Produktentwicklung, der passgenauen Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse bis hin zur Analyse und Optimierung von Produkten und Prozessen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, bedienen sich Fintechs häufig moderner Ansätze wie Design Thinking, Business Model Canvas, Scrum oder Kanban.

Traditionelle Banken können also vor allem organisatorisch, technologisch sowie im Hinblick auf die Arbeitsweise und Kundenorientierung noch viel von den Fintechs lernen. Denkbar wäre aber durchaus auch eine Art der Zusammenarbeit, bei der traditionelle Bankhäuser das technische Know-how, die Schnelligkeit und die Nutzung zeitgemäßer Arbeitsweisen nutzen, um nicht den Anschluss zu verlieren und vor allem um digitaler und kundenorientierter zu werden. Im Gegenzug bringen sie dafür ihre bereits vorhandene Vertriebsinfrastruktur, das Vertrauen der Kunden sowie eine weitaus größere Kapitalbasis in die Zusammenarbeit mit ein.

Viele Fintechs stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie große Herausforderungen der traditionellen Banken schnell und effizient meistern oder gar nicht erst von ihnen betroffen sind. Häufig legen die Start-ups der Finanzbranche neue Maßstäbe und treiben innovative Ideen und Lösungen voran. Penta ist beispielsweise auch vollkommen davon überzeugt, dass Innovationen vor allem in der Zusammenarbeit mit Kunden entstehen. Das ist der Grund, weshalb wir unsere Product-Roadmap öffentlich und transparent für alle zur Verfügung stellen. Damit gewährleisten wir, dass Du auf dem Laufenden bleibst, welche neuen Features Du bald erwarten kannst und Du jederzeit eine neue Ideen einbringen kannst, welche Dir zu Deinem optimalen Business Banking noch fehlen.

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cta
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