Erhalte 60€ für jedes Unternehmen, das Du für Penta wirbst.
Prämie sichern
Mehr

Was ist die Schufa? Alles, was Du darüber wissen musst

Yasmin
Yasmin September 2021 4 Min

Inhaltsverzeichnis

Die meisten würden auf die Frage, was die Schufa ist, sicherlich antworten, eine Auskunft über die Kreditwürdigkeit einer Person. Diese Antwort ist allerdings nicht ganz richtig. Der Ausdruck Schufa wird umgangssprachlich für die Bonität eines Kunden verwendet. Richtig ist, dass die Schufa ein Unternehmen ist, das hinter der Bonitätsprüfung steckt.

Die Schufa-Auskunft: Was ist das?

Unternehmen, Banken und Vermieter führen vor Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung bei Neukunden durch, um sich gegen das Risiko von Zahlungsausfällen abzusichern. Ergebnis dieser Prüfung ist die Wahrscheinlichkeit, mit der Schuldner in der Lage und Willens sein werden, eine Kaufsumme, fällige Kreditraten oder Mietzahlungen pünktlich zu begleichen. Erstellt wird dieser Score von sogenannten Auskunfteien. Eine der bekanntesten ist die Schufa Holding AG.

Schufa: Was ist das?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, ist eine Auskunftei, die die Bonität oder Kreditwürdigkeit von Personen, Unternehmen oder auch Staaten überprüft. Die Daten, die sie dazu benötigt, bezieht sie aus öffentlichen Quellen wie dem Handelsregister, dem Bundesanzeiger oder dem Schuldnerverzeichnis der Amtsgerichte. Zusätzlich arbeitet die Schufa mit weiteren Vertragspartnern zusammen, die ihnen kreditrelevante Informationen liefern. Zu diesem Netzwerk zählen u. a. 

  • Banken und Sparkassen
  • Kreditkartenorganisationen
  • Unternehmen im stationären oder Onlinehandel
  • Telekommunikationsgesellschaften
  • Energieversorger 
  • Inkassounternehmen

Was ist ein Bonitätscheck?

Im Rahmen des Bonitätschecks prüft die Schufa Deine Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit. Grundlage bilden Deine rechtlichen, persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Ob Du Deinen Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachkommen kannst und willst, ermittelt die Schufa anhand Deiner Zahlungshistorie. Hierbei werden sämtliche positiven und negativen Einträge geprüft. Dazu zählen beispielsweise 

  • aktuelle sowie frühere Anschriften inklusive des Einzugsdatums (bei Privatpersonen)
  • Angaben über Kontoeröffnungen, laufenden Verträge und Kredite
  • Informationen zu Mahn- oder Inkassoverfahren 
  • eidesstattlichen Versicherungen oder Insolvenzen
  • offene sowie bereits erledigte Forderungen
  • gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Bedingungen (bei Unternehmen)

Was ist ein Schufa-Eintrag?

Die Schufa-Auskunft oder Dein Schufa-Eintrag liefert eine Einschätzung Deiner wirtschaftlichen Zahlungsfähigkeit und Deinem Zahlungswillen. Die Schufa ermittelt ein Rating oder einen Score, der als Kennziffer für Deine Kreditwürdigkeit dient. Auf Basis dieser Auskunft können Deine Vertragspartner einschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Du in der Lage und Willens bist, erbrachte Leistungen oder gelieferte Produkte fristgerecht zu bezahlen.

Was ist ein guter Schufa-Score?

Je höher der Wert für Deinen Schufa-Score ausfällt, desto besser ist Deine Kreditwürdigkeit.

Wer ist dazu berechtigt, eine Schufa-Auskunft einzuholen?

Grundsätzlich dürfen alle Unternehmen, die ein berechtigtes Interesse an der Prüfung Deiner Kreditwürdigkeit nachweisen können, dazu berechtigt, eine Schufa-Auskunft einzuholen. Ein berechtigtes Interesse liegt bei allen Vertragsabschlüssen vor, bei denen ein kreditorisches oder wirtschaftliches Risiko für Deine Vertragspartner besteht. Typische Beispiele hierfür sind 

  • die Eröffnung eines privaten Girokontos oder eines Geschäftskontos
  • Kreditanträge
  • der Kauf auf Rechnung über hohe Summen
  • der Abschluss eines Mietvertrags
  • der Abschluss von Verträgen mit langer Laufzeit (Internet- oder Handyverträge)  

Den eigenen Schufa-Eintrag einsehen

Bevor Du einen Kredit beantragst, langfristige Verträge abschließt oder Dich um eine Mietwohnung bewirbst, kannst Du selbst eine Schufa-Einkunft über Deine Kreditwürdigkeit einholen. Du hast das Recht, in angemessenen Abständen mehrmals im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft einzuholen, um Deine eigene Bonität zu überprüfen.

Welche Rolle spielt die Schufa bei der Kreditvergabe?

Willst Du ein privates Girokonto oder ein Geschäftskonto eröffnen, holt die Bank eine Schufa-Auskunft über Dich ein. Das Gleiche gilt, wenn Du einen Kredit beantragen willst. Da die Banken hierbei ein besonders hohes Risiko eingehen, erfolgt hier eine besonders sorgfältige Prüfung Deiner Finanzen. Das Ergebnis ist entscheidend für die Bewilligung eines Kredits. Es ist aber ebenso entscheidend für die Konditionen, zu denen die Bank Dir einen Kredit anbietet. Je höher die Schufa das Risiko eines Zahlungsausfalls einschätzt, desto höhere Zinsen wird die Bank für den Kredit verlangen.  

Wie kannst Du Deinen eigenen Schufa-Eintrag verbessern?

Die Schufa bewertet langfristige Vertragsbeziehungen, die pünktliche und fristgerechte Begleichung von Rechnungen und das pünktliche Abbezahlen von Krediten und Leasing-Verträgen positiv. Im Gegensatz dazu werden häufige Vertragswechsel, eine schlechte Zahlungsmoral, überzogene Dispo oder Kontokorrentkredit  sowie der Besitz mehrerer Kreditkarten, Girokonten und Geschäftskonten negativ bewertet. Um einen negativen Schufa-Eintrag zu verbessern, ist es ratsam, überflüssige Konten aufzulösen,  überflüssige Kreditkarten zu kündigen und Deinen Dispo oder Kontokorrentkredit nicht zu überziehen. Zudem vermeidest Du negative Einträge, indem Du Zahlungsausfälle vermeidest und offene Rechnungen fristgerecht begleichst.

Optimales Business Banking muss nicht teuer sein

Nach oben