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Was ist SEPA und wie funktionieren SEPA-Überweisungen?

Jeannine Klein Mai 2018 3 Min

SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und wird seit 2014 von fast allen EU-Mitgliedsstaaten für den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union genutzt. In Deutschland wurde das bisherige Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) durch SEPA ersetzt.

Was bedeutet SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für den englischen Begriff Single Euro Payments Area – auf Deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Mit SEPA wurde ein einheitlicher Raum für bargeldlose Zahlungen in Europa geschaffen. Zwischen nationalen und internationalen Zahlungen gibt es keinen spürbaren Unterschied mehr. SEPA ist seit 2014 der EU-weite Standard für bargeldlose Zahlungen.

Welche Länder gehören zum SEPA-Raum?

Aktuell nehmen 34 Länder der Europäischen Union am SEPA-Verfahren teil. Darunter befinden sich auch Länder, deren offizielle Währung nicht der Euro ist: Die Schweiz, Monaco, San Marino, Jersey, Guernsey, Isle of Man, Island, Liechtenstein und Norwegen zählen ebenfalls zu den SEPA-Ländern. Vier Länder der Europäischen Union zählen dagegen nicht zu den SEPA-Ländern: der Kosovo, Montenegro, Andorra und Vatikanstadt.

Wie funktionieren SEPA-Überweisungen?

Die Grundlage für SEPA-Überweisungen und Zahlungen bilden die IBAN und BIC (auch Swift Code). Die IBAN (International Bank Account Number) hat in Deutschland die klassische Kontonummer ersetzt und BIC (Business Identifier Code) die Bankleitzahl. Funktional besteht also kein Unterschied zu den altbekannten Inlandsüberweisungen.

Was ist eine SEPA-Lastschrift?

Eine SEPA-Lastschrift ist ein Zahlungsinstrument für bargeldlose Zahlungen. Der Zahlungsempfänger bucht dabei Geld vom Konto des Zahlungspflichtigen ab. Dazu benötigt er ein vom Zahlungspflichtigen unterschriebenes Formular, das SEPA-Lastschriftmandat. Nur dann ist der Zahlungsempfänger berechtigt, Gelder ein- oder mehrmalig abzubuchen.

Diese Art der Zahlung wird häufig beim Bezahlen von Rechnungen über wiederkehrende Beträge verwendet. Beispielsweise für Mietzahlungen. Darüber hinaus bieten fast alle großen Internet-Dienstleister und -Händler die Möglichkeit zur Zahlung per SEPA-Lastschrift an.

Wir unterscheiden zwischen zwei SEPA-Lastschriftverfahren.

SEPA-Basislastschrift

Die SEPA-Basislastschrift ist vergleichbar mit der ehemaligen Einzugsermächtigung und wird überwiegend im Zahlungsverkehr mit Verbrauchern beispielsweise bei Online-Überweisungen genutzt. Man unterscheidet zwischen Erstlastschrift, Folgelastschrift und Einmallastschrift. Erstmalige oder einmalige Lastschriften müssen fünf Tage vor Fälligkeit eingehen. Folgelastschriften zwei Tage vor Fälligkeit. Welche der Arten genutzt wird, ist vertraglich zwischen dem Zahlungsempfänger und dem Zahlungspflichtigen geregelt. Zahlungen werden zu einem bestimmten Fälligkeitstermin gebucht und müssen vorab bei der Bank des Zahlungspflichtigen angekündigt werden. 

Eine Lastschrift kann nur abgebucht werden, wenn ein gültiges Lastschriftmandat vorliegt. Dieses ist unbefristet gültig, solange die Geschäftsbeziehung zwischen dem Zahlenden und dem Zahlungsempfänger besteht. Diese endet mit der Kündigung eines Vertrags. Ausnahme: Wenn zwischen zwei Zahlungen mehr als sechsunddreissig Monate vergangen sind, verfällt es automatisch. Kommt es zu fehlerhaften Buchungen, kann innerhalb von acht Wochen gegen eine SEPA-Lastschrift Widerspruch eingelegt werden.

SEPA-Firmenlastschrift

Die SEPA-Firmenlastschrift ist nur für den Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen gedacht. Sie ist nicht für Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen oder Privat- und Geschäftsleuten konzipiert worden. Erstmalige, einmalige und folgende Lastschriften müssen einen Tag vor Fälligkeit eingehen.

Ein weiterer Unterschied zur Basislastschrift besteht darin, dass Zahlungspflichtige keine Rückbuchungen ausführen lassen können. Ist das Mandat korrekt autorisiert und noch gültig, kann kein Widerspruch gegen SEPA-Firmenlastschriften eingelegt werden. Darüber hinaus prüft die Bank des Schuldners die Lastschrift und damit die Daten des Mandats vor der Ausführung. Darum sollte der Zahlungspflichtige seiner Bank eine Kopie des Mandats zukommen lassen.

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