Was ist SWIFT und wie funktionieren SWIFT-Überweisungen?

Oliver
Oliver März 2022 Fintech Content Editor 3 Min

Inhaltsverzeichnis

SWIFT ist ein technisches Format, das den Nachrichtenaustausch zwischen Banken über das SWIFT-Telekommunikationsnetz ermöglicht. Das Kürzel steht für „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“, einem Verband, der bereits 1973 von internationalen Geldinstituten gegründet wurde, um die Standards der Auslandsüberweisungen zu vereinheitlichen. Die Betreibergesellschaft hat ihren Sitz im belgischen La Hulpe. 

Was ist der SWIFT-Code?

Der SWIFT-Code ist das einheitliche Format für den BIC, den Business Identifier Code. Die beiden Begriffe werden daher häufig synonym verwendet. Der BIC dient der eindeutigen Identifikation der teilnehmenden Banken und Finanzinstitute. Mit Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs in der Europäischen Union ersetzt der BIC seit August 2014 die in Deutschland bis dahin übliche Bankleitzahl. Er wird für alle internationalen Überweisungen, Kontoauszüge, Avisen von Akkreditiv-Eröffnungen und Devisengeschäfte verwendet.

Wie ist der SWIFT-Code aufgebaut?

Der SWIFT-Code oder auch SWIFT-Adresse besteht aus acht bis elf Zeichen, die ein Finanzinstitut eindeutig kennzeichnen. Er gibt an, um welche Bank es sich handelt und wo sie ihren Sitz hat. Die BIC-Nummer einer Bank setzt sich zusammen aus einem

  • zweistelligen Ländercode (z. B. DE für Deutschland)
  • vierstelligen Bankcode
  • zweistelligen Standortcode (z. B. BB für Berlin)
  • der dreistelligen Kennzeichnung der Filiale

Darüber hinaus können mithilfe des BIC ländertypische Besonderheiten wie die Zeitzonen in einigen US-amerikanischen Kennungen erkannt werden.

Wozu dient der SWIFT-Code?

Der BIC wird im internationalen Zahlungsverkehr genutzt, um Geld zwischen verschiedenen Banken zu überweisen. Sie helfen Banken dabei, Auslandsüberweisungen abzuwickeln. Darüber hinaus verwenden Banken dieses Format, um untereinander Nachrichten auszutauschen.

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Wo finde ich den BIC einer Bank?

Um den BIC einer Bank zu ermitteln, kannst Du auf der Webseite der Bank nachschauen. Alternative kannst Du den BIC auch in den Unterlagen für Dein Geschäftskonto suchen. Gib „Bankname BIC“ oder „Bankname SWIFT“ in die Suchmaschine ein, um den SWIFT-Code Deiner Bank zu finden.

Was ist IBAN, was ist BIC?

IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) sind Codes für Banküberweisungen. Die IBAN-Kennzeichnung muss mittlerweile für Überweisungen innerhalb von Deutschland und im SEPA-Raum zwingend verwendet werden. Der SWIFT-Code (BIC) ist seit 2016 nur noch für Überweisungen zu Banken außerhalb des SEPA-Raums (EU, weitere EWR-Staaten, Schweiz, Isle of Man, Monaco, Jersey, Guernsey, San Marino) erforderlich.

Wie funktionieren SWIFT-Überweisungen?

Seit Einführung von IBAN und BIC gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Inlandsüberweisungen und Überweisungen in das europäische Ausland. Du kannst die Überweisung online oder mit einem Überweisungsformular Deiner Bank beauftragen. Alles, was Du brauchst, die die IBAN des Zahlungsempfängers. Den SWIFT-Code (BIC) benötigst Du zumeist nur bei Überweisungen in das nichteuropäische Ausland. Er teilt der ausführenden Bank mit, in welchem Land und bei welchem Bankinstitut das Empfängerkonto liegt. Bei Inlandsüberweisungen steckt diese Information bereits in der IBAN.

Tipp: Weiterführende Informationen zum Thema Sofortüberweisung findest Du in unserem Ratgeber.

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