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Welche Kosten entstehen bei einer Firmengründung in Deutschland?

Jeannine Klein Oktober 2019 3 Min

Wenn Du in Deutschland ein eigenes Unternehmen gründen möchtest, benötigst Du einen aussagekräftigen Businessplan für Deine Existenzgründung. Hinzu kommen Kosten für die Firmengründung beispielsweise für Anmeldungen und Behörden, die je nach Unternehmensform zwischen 200 und 6.000 Euro variieren. Von der innovativen Idee bis zu den ersten Umsätzen, bedarf es hoher Eigeninitiative, etwas administratives Geschick sowie engen Kontakt zu Ämtern und Behörden.

Überlegungen vor Geschäftsgründung

Im Vorfeld einer Geschäftsgründung sollte folgendes überlegt sein:

  • Mit welcher Idee möchtest Du ins Geschäftsleben treten?
  • Welche Rechtsform passt zu Deiner Geschäftsidee?
  • Wie stellst Du Dir die Finanzierung Deiner Geschäftsidee vor?
  • Welche Verträge, Rechte und Versicherungen sind wahrzunehmen bzw. abzuschließen?
  • Welche Arbeitsmittel benötigst Du, z. B. Firmenwagen, Laptop, Webauftritt usw.?

Ein wichtiger Tipp:

Erstelle einen aussagekräftigen Businessplan für Deinen Geschäftserfolg!

Dieser Businessplan stellt Deinen späteren persönlichen Erfolg sicher und beantwortet die folgenden Fragen:

  • Führst Du Deine Geschäftstätigkeit im Neben- oder Haupterwerb aus?
  • Wie stellst Du Dein Unternehmen im Internet dar? Wie sieht Deine Strategie für Marketing und Akquise aus?
  • Wie sicherst Du Dich beispielsweise mit Versicherungen ab, um finanziellem Ruin vorzubeugen?
  • Welche Art Kranken- und Rentenversicherung wählst Du? Privat oder gesetzlich?
  • Welche Genehmigungen musst Du beantragen?

Unternehmensformen und Kosten für die Firmengründung

GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haftung)

  • Gesellschaftervertrag und -liste: circa 320 Euro
  • Anmeldung Handelsregister (HRB/HRA): circa 100 Euro
  • Stammkapital: 25.000 Euro

UG (Unternehmensgesellschaft, haftungsbeschränkt)

  • Einsatz/Stammkapital: 1 Euro
  • Gegenstandswert bei Gründung: circa 30.000 Euro
  • Eintrag Handelsregister (HRB/HRA): zwischen 140 und 150 Euro

AG (Aktiengesellschaft)

  • Stammkapital: mindestens 50.000 Euro (25 Prozent in bar eingezahlt)
  • Dauer der Gründung: circa 2 Monate
  • Gründungskosten: circa 6.000 Euro
  • Jährliche Kosten: circa 6.500 Euro

Einzelfirma

  • Grundkapital: 0 Euro
  • Gründungskosten: 50 bis 100 Euro

Die passende Rechtsform für Deine Firmengründung

Unabhängig davon, welche Gesellschaftsform Du wählst, haben alle Firmengründungen eins gemeinsam: Die steuerliche Datenerfassung von Zahlen, Fakten und Umsätzen. Darüber hinaus ist die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft in Deutschland Pflicht. Je nach Gesellschaftsart sind das Anmelden eines Gewerbes, die Eintragung ins Handelsregister bzw. die Beantragung einer Betriebsnummer erforderlich. Die Erstellung der jährlichen Einnahmen- und Übergangsrechnung ist rechtzeitig und vollständig von Dir beim zuständigen Finanzamt abzugeben. 

Wenn Du Dich selbst nicht gut genug mit Buchhaltung auskennst, lass die Unterlagen für das Finanzamt durch ein anerkanntes Steuerbüro erstellen. Die Richtigkeit und rechtzeitige Abgabe der Unterlagen sowie Steuererklärungen an das Finanzamt sollten stets oberste Priorität haben. Fällige Zahlungen sowie Vorauszahlungen müssen immer termingerecht erfolgen. Plane für den steuerlichen Teil daher lieber etwas mehr Zeit ein. Für die Gründung einer UG benötigst Du zum Beispiel eine notarielle Beurkundung, möchtest Du ein Gaststättengewerbe anmelden, ist eine Gaststättenerlaubnis notwendig.

Dein gut durchdachter Start in die Gründung

Eine Firmengründung in Deutschland ist immer mit finanziellen Kosten verbunden, die von vornherein gut überlegt und einkalkuliert werden müssen. Wie hoch sich die Kosten für die Firmengründung tatsächlich belaufen, ist einerseits abhängig davon, welche Gesellschaftsform gewählt wird, andererseits von den individuellen persönlichen Ansprüchen des Inhabers. Eins haben jedoch alle Gründer gemeinsam: Zu Beginn sind Investitionen nötig, um schnell und nachhaltig Einkünfte zu erzielen und das Unternehmen stetig zu optimieren. Zudem darf das Unternehmen keine Liquiditätsprobleme haben. Stelle daher sicher, dass zu Beginn ausreichend Eigenkapital oder ein Darlehen für die Anlaufphase der Gründung zur Verfügung stehen. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist zur Existenzgründung zum Beispiel die Einzelfirma optimal geeignet.

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