Rundum abgesichert: Welche Versicherungen Selbstständige brauchen

Yasmin
Yasmin Januar 2022 Content Editor 12 Min

Inhaltsverzeichnis

Es gibt mittlerweile kaum noch ein Risiko, gegen das Du Dich nicht versichern kannst. Kurios: Es gibt einen Londoner Versicherer, der angeblich sogar bei einer Entführung durch Aliens haftet. Es gibt viele Arten von Versicherungen für Selbstständige – privat wie betrieblich. Aber nicht alle sind unbedingt notwendig. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbstständige unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht
  • Sie tragen die alleinige Verantwortung für ihre private und betriebliche Absicherung
  • Neben Pflichtversicherungen wie der Kranken- und Pflegeversicherung, einer privaten Haftpflicht und ggf. einer Berufshaftpflicht, decken weitere optionale Versicherungen private und betriebliche Risiken ab 

Keine Sozialversicherungspflicht für Selbstständige

Anders als Angestellte tragen Selbstständige die alleinige Verantwortung für ihre soziale Absicherung. Wer sein Geld mit selbstständiger Arbeit verdient unterliegt nicht der Sozialversicherungspflicht und muss selbst dafür sorgen, sich bei Krankheit oder einem Unfall finanziell abzusichern. Das Gleiche gilt bei Arbeitslosigkeit oder für die Rente. Selbstständige haben aber die Möglichkeit, als freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung beizutreten. Unter bestimmten Umständen können sie sogar die freiwillige Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Ob es sich lohnt, sich freiwillig gesetzlich versichern zu lassen oder ob Selbstständige mit einer privaten Kranken- und Rentenversicherung besser abgesichert sind, hängt immer vom Einzelfall ab. 

Private Versicherungen für Selbstständige

Als Unternehmer musst Du Dich selbst gegen private Risiken sowie Risiken für Dein Unternehmen absichern. Die Kranken- und Pflegeversicherung oder eine private Haftpflichtversicherung zählen zu den Pflichtversicherungen, die Selbstständige abschließen müssen. Ob und wie Du Dich als Selbstständiger darüber hinaus versicherst, liegt in Deiner eigenen Verantwortung.

Krankenversicherungen für Selbstständige: privat oder gesetzlich?

Die Kranken- und Pflegeversicherung zählt unabhängig davon, ob Du Dein Geld mit einer selbstständigen Tätigkeit oder als Angestellter verdienst, zu den Pflichtversicherungen in Deutschland. Im Gegensatz zu Angestellten haben Selbstständige bei diesen Versicherungen aber die Wahl und können sich entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) oder bei einer privaten Krankenkasse (PKV) versichern lassen. Einer der Vorteile bei der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass Mitglieder automatisch pflegeversichert sind. Selbstständige, die sich privat absichern, benötigen eine zusätzlich private Pflegeversicherung.

Wie wird gesetzliche Krankenkassenbeitrag für Selbstständige berechnet?

Die Höhe des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung wird auf Basis des Bruttoeinkommens des Versicherten ermittelt. Bei Selbstständigen gilt das Betriebsergebnis vor Steuern als Bruttoeinkommen. Da Selbstständige keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben, ist es sinnvoll, eine Zusatzversicherung für das Krankentagegeld abzuschließen. Auf diese Weise versichern Selbstständige sich gegen krankheitsbedingte Ausfälle. Wie hoch die Kosten für die Zusatzversicherung ausfallen, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. 

Wie wird der Beitrag zur privaten Krankenversicherung für Selbstständige berechnet?

Die Leistungen, die Du in der gesetzlichen Krankenversicherung erhältst, sind unabhängig von der Versicherungsgesellschaft recht ähnlich. Große Unterschiede gibt es hier meist nicht. Anders sieht es in der privaten Krankenkasse auch.

Selbstständige erhalten ein individuelles Angebot, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Entsprechend bemisst sich der Beitrag zur privaten Krankenversicherung nicht am Einkommen des Versicherten, sondern an seinem Alter, seinem Gesundheitszustand und dem Leistungsumfang der Krankenversicherung.

Der Nachteil ist, dass Versicherte mit zunehmendem Alter und einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustands mit entsprechend hohen Beiträgen rechnen müssen. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist ab 55 Jahren nicht mehr möglich. Ein weiterer Nachteil ist, dass Familienmitglieder nicht mitversichert sind. Auf der anderen Seite profitieren Versicherte von kurzen Wartezeiten bei Ärzten und in jungen Jahren sowie bei guter Gesundheit von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Selbstständig, aber sozialversicherungspflichtig

Selbstständige oder Freiberufler, die bestimmte Tätigkeiten ausüben, sind nicht von der Sozialversicherungspflicht befreit. Künstler und Publizisten, freiberufliche Lehrer oder Handwerker beispielsweise sind ebenso gesetzlich pflichtversichert. Diese Versicherungspflicht schließt sowohl die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sowie die gesetzliche Rentenversicherung ein. Selbstständige, die mehr als einen Auftraggeber haben und keine eigenen Mitarbeiter beschäftigen, können sich allerdings von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Die Krankenversicherungspflicht bleibt aber bestehen. Je nachdem, welchen Beruf ein Freiberufler ausübt, erhält er über die Künstlersozialkasse Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung und zahlt nur die Hälfte der Versicherungsbeiträge.

Rentenversicherungen für Selbstständige: privat oder gesetzlich?

Anders als bei der Krankenversicherung besteht für Selbstständige keine Pflicht, eine Rentenversicherung abzuschließen. Ob Du freiwillig der gesetzlichen Rentenversicherung beitrittst, eine private Rentenversicherung abschließt, zusätzlich zur gesetzlichen Rente private Vorsorge triffst oder gar nicht für das Rentenalter vorsorgst, ist Dir selbst überlassen.

Entscheidest Du Dich für die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung erhältst Du nicht nur eine Rente, sondern hast auch Anspruch bei Erwerbsunfähigkeit. Voraussetzung für die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung ist, dass der Beitrag regelmäßig und lückenlos eingezahlt wird.

Selbstständige haben die Wahl, die Versicherungsbeiträge monatlich oder jährlich zu leisten. Zudem können sie auch die Höhe der Beiträge innerhalb von Beitragsgrenzen selbst wählen: Der Mindestbeitrag liegt bei monatlich 83,70 €, der Höchstbetrag bei 1.320,60 € pro Monat. Die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenkasse kannst Du jederzeit beenden und Dich privat versichern.

Da die Höhe der zu erwartenden gesetzlichen Rente gerade mal die Grundversorgung abdeckt, lohnen sich weitere Maßnahmen zur zusätzlichen Rentenvorsorge, um später den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du als Selbstständiger von einer staatlichen Förderung profitieren und die Riester-Rente als zusätzliche Altersvorsorge wählen. Oder Du nutzt die Steuervorteile der Rürup- oder auch Basisrente, um Deinen Ruhestand abzusichern.

Alternativ haben Selbstständige die Option, in Immobilien zu investieren. Allerdings sind Immobilien im Gegensatz zu Rentenzahlungen im Fall einer Insolvenz pfändbar. Unabhängig davon, welche Art der privaten Altersvorsorge Du wählst, achte darauf, dass Du sie flexibel an Deine private und berufliche Situation anpassen kannst.

Selbstständige, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, sollten sich mit weiteren Versicherungen für den Fall der Erwerbs- und Berufsunfähigkeit absichern, falls sie in die Lage geraten, ihr Unternehmen durch einen Unfall oder aufgrund einer Erkrankung nicht weiterführen zu können. 

Erwerbs- und Berufsunfähigkeit

Der Unterschied zwischen der Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit ist entscheidend: Wer aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr am Berufsleben teilnehmen kann, gilt als erwerbsunfähig. Kannst Du zwar nicht mehr in Deinem Beruf arbeiten, aber noch in einem anderen Bereich eingesetzt werden, bist Du berufsunfähig. Hier spielt bei Deiner Versicherung das sogenannte Verweisungsrecht eine entscheidende Rolle: Wurde dieses Recht nicht ausdrücklich vereinbart, bist Du verpflichtet, andere zumutbare Tätigkeiten auszuüben, bevor Du Anspruch auf die vertraglich vereinbarten Leistungen hast.

Unfallversicherungen für Selbstständige: privat oder gesetzlich?

Unfälle stellen ein hohes unternehmerisches und finanzielles Risiko dar. Entsprechend sollten sich Selbstständige mit einer Unfallversicherung gegen dieses Risiko absichern. Ob gesetzlich oder privat kommt auf die Art Deiner Tätigkeit an.

Gewerbetreibende sind zur Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, der gesetzlichen Unfallversicherung, verpflichtet. Für Freiberufler hingegen besteht keine Pflicht. Sie haben die Wahl, eine freiwillige Mitgliedschaft abzuschließen oder sich alternativ privat gegen Unfälle zu versichern.

Trotz Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft macht eine zusätzliche Unfallversicherung, die Deine privaten Risiken abdeckt, Sinn – die gesetzliche Unfallversicherung kommt nur für Arbeitsunfälle sowie berufsbedingte Krankheiten auf. Für Selbstständige, die nicht freiwillig in der Berufsgenossenschaft versichert sind, zahlt die Krankenversicherung im Falle eines Unfalls. Die Leistungen der Krankenkasse beschränken sich allerdings meist auf das Minimum.

Freiwillige Arbeitslosenversicherung

Als Selbstständige/r kannst Du unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag die freiwillige Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Diesen Antrag musst Du innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Aufnahme Deiner selbstständigen Tätigkeit persönlich oder online bei der Agentur für Arbeit abgeben. Nach Ablauf dieser Frist ist die Aufnahme in die freiwillige Arbeitslosenversicherung nicht mehr möglich.

Weitere private Versicherungen für Selbstständige

Unabhängig davon, ob Du Dein Geld mit selbstständiger Arbeit oder als Angestellter verdienst, gibt es weitere Versicherungen, mit denen Du Dich privat absichern kannst. Hierzu zählen:

  • Private Haftpflicht: Diese Versicherungen zählt in Deutschland zu den Pflichtversicherungen. Sie schützt Dich vor den finanziellen Auswirkungen durch Schäden, die Du Dritten unabsichtlich zufügst. Im Schadensfall kannst Du in voller Höhe haftbar gemacht werden. Die Haftpflichtversicherung übernimmt bis zur vereinbarten Deckungssumme die Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Hausrat: Den persönlichen Wert kann Dir niemand ersetzen. Für die finanziellen Schaden an beweglichen Gegenständen, die sich in Deiner Wohnung oder Deinem Haus befinden, kommt die Hausratversicherung auf. Die Haftung umschließt neben Möbeln, Elektrogeräten, Unterhaltungselektronik, Fahrräder oder Wertsachen auch Bargeld oder Sparbücher. 
  • Wohngebäudeversicherung: Während die Hausratversicherung bewegliche Gegenstände abdeckt, haftet die Wohngebäudeversicherung für Schäden an allen mit dem Gebäude fest verbundenen Gebäudeteile (Türen, Fenster, Treppen).
  • Private Kfz-Haftpflicht: Wer in Deutschland ein Fahrzeug anmeldet, benötigt eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie kommt für Schäden auf, die Dritten durch den Betrieb eines Kraftfahrzeugs entstehen. Um Schäden an Deinem eigenen Fahrzeug abzusichern, benötigst Du zusätzlich eine Voll- oder Teilkaskoversicherung.
  • Privater Rechtsschutz: Der private Rechtsschutz sichert Deine rechtlichen Interessen unter anderem im Vertragsrecht, bei Schadenersatzansprüche, bei arbeitsrechtlichen Ansprüchen, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten oder im Verkehrsrechtsschutz ab.
  • Risikolebensversicherung: Im Falle Deines Todes sichert die Risikolebensversicherung Deine Erben oder bezugsberechtigte Personen mit einer festgelegten Versicherungssumme ab.

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Betriebliche Versicherungen für Selbstständige

Neben der privaten Vorsorge sichern Selbstständige sich mit weiteren Versicherungen zusätzlich gegen betriebliche Risiken ab. Ein Schadensfall kann insbesondere für junge Unternehmen und Gründer schnell das Aus bedeuten. Selbst wenn Du als Unternehmer sorgfältig abwägst, liegen betriebliche Risiken nicht immer in Deiner Hand. Beschäftigst Du beispielsweise Mitarbeiter, bist Du als Unternehmer auch für Schäden, die von Deinen Angestellten verursacht wurden, verantwortlich. Gegen welche betrieblichen Risiken Du Dich absichern musst, hängt von der Art Deines Unternehmens und Deiner Tätigkeit ab.

Betriebshaftpflicht

Zu den betrieblichen Versicherungen, die jeder Selbstständige abschließen sollte, zählt die Betriebshaftpflichtversicherung. Mit dieser Versicherung sicherst Du Dich gegen Schadenersatzansprüche Dritter wie Kunden, Lieferanten, Besuchern und Mitarbeitern ab. Während bei Kapitalgesellschaften die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist, haften Einzelunternehmer und Personengesellschaften auch mit dem Privatvermögen. Entsprechend solltest Du Dich gegen mögliche Fehler, die von Dir selbst oder einem Deinen Mitarbeitern begangen wurden, mit der Betriebshaftpflicht absichern. 

Vermögensschadenhaftpflicht

Im Unterschied zur Betriebshaftpflicht deckt die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ausschließlich Schäden ab, die durch Deine eigenen Fehler entstanden sind. Der Versicherer prüft die Schadenersatzansprüche Dritter, begleicht berechtigte Forderungen geschädigter Parteien und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

Berufshaftpflicht 

Während die Betriebshaftpflicht und die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung freiwillig abgeschlossen werden, gibt es bestimmte Berufsgruppen, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder auf Anordnung der zuständigen Berufskammer ihren Beruf nicht ohne eine Berufshaftpflichtversicherung ausüben dürfen. Zu diesen Berufen gehören beispielsweise Architekten, Ärzte und Apotheker, Ingenieure, Notare, Anwälte, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Betrieblicher Rechtsschutz

In der Überprüfung von Ansprüchen gleichen Betriebshaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht und Berufshaftpflicht zwar der Rechtsschutzversicherung. Der betriebliche Rechtsschutz deckt jedoch weitere Ausgaben wie Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten ab.

Geschäftsinhaltsversicherung

Vergleichbar mit der privaten Hausratversicherung kommt die Geschäftsinhaltsversicherung für Schäden an beweglichem Inventar auf. Darüber hinaus kannst Du Dich mit weiteren Versicherungen beispielsweise speziell gegen Glasschäden absichern. Mit einer zusätzlichen Maschinen- und Elektronikversicherungen sind Schäden durch Bedienungsfehler oder technisches Versagen abgedeckt.

Sach- und Ertragsausfallversicherung 

Insbesondere im produzierenden Gewerbe macht es Sinn, die Betriebseinrichtung und den Warenbestand gegen Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Glasbruch, Sturm-, Hagel- und Elementarschäden abzusichern. Die Sach- und Ertragsausfallversicherung kommt für den entgangenen Gewinn sowie für fortlaufenden Kosten auf. Wähle die Höhe der Deckungssumme so, dass Du im Schadensfall den Warenbestand sowie die kaufmännische und technische Einrichtung zum Neuwert wiederbeschaffen kannst. Hast Du Maschinen oder elektronische Ausrüstung, musst Du die Sachversicherung darauf ausweiten.

Warenkredit bzw. Forderungsausfall

Gewährst Du Deinen Kunden einen Warenkredit, kannst Du Dich für den Fall, dass Dein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht wie vereinbart nachkommt, mit einer Warenkreditversicherung gegen einen Forderungsausfall schützen.

Firmen-Kfz-Haftpflichtversicherung

Betrieblich genutzte Fahrzeuge über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Je nach Alter, Wert und Einsatzgebiet eines Fahrzeugs kannst Du den Versicherungsschutz um weitere Leistungen ergänzen.

Versicherungen für Mitarbeitende

Beschäftigst Du eigenen Mitarbeitende führst Du die Beiträge zur Sozialversicherung für sie ab. Zudem trägst Du die Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung. Darüber hinaus kannst Du Dein Mitarbeitenden mit einer betrieblichen Altersversicherung zusätzlich absichern.

Weitere betriebliche Versicherungen für Selbstständige

Die genannten betrieblichen Versicherungen sind nur einige Beispiele. Natürlich kannst Du je nach Art Deiner Geschäftstätigkeit weitere Risiken abdecken. Zu diesen weiteren Versicherungen für Selbstständige zählen beispielsweise:

  • Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt laufende Kosten für Mieten oder Gehälter.
  • Als Unternehmer bist Du dafür verantwortlich, Deinen Kunden sichere und technisch einwandfreie Produkte zu liefern. Schäden, die ihnen aufgrund mangelhafter Waren entstehen, deckt die Produkthaftpflicht ab.
  • Die Produkte und Waren müssen nicht nur unversehrt Dein Lager verlassen, sondern auch in einwandfreiem Zustand beim Kunden ankommen. Für Schäden, die auf dem Weg entstehen, haftet die Transportversicherung.
  • Mit einer Cyberversicherung deckst Du Schäden, die Deinem Unternehmen durch Cyberkriminalität beispielsweise durch Hacker-Angriffe entstehen. 
  • Die Umwelthaftpflichtversicherung deckt Schäden, die Boden, Wasser oder Luft verunreinigen.
  • Vertrauensschadenversicherung für Schäden, die durch Unterschlagung, Veruntreuung, Diebstahl, Fälschung, Betrug und andere Vermögensdelikte entstanden sind.
  • Die D&O-Versicherung ist eine spezielle Form der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die Unternehmen für Schäden abschließt, die Dritten gegenüber durch Pflichtverletzungen durch Führungskräfte und Organe (Directors & Officers) eines Unternehmens entstehen.

Der perfekte Versicherungsschutz für Selbständige

Um den Abschluss einer Kranken- und Pflegeversicherung kommt in Deutschland niemand herum. In bestimmten Berufsgruppen besteht zudem die Pflicht, sich in der gesetzlichen Unfallversicherung – der Berufsgenossenschaft – zu versichern oder eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, um bestimmte Berufe ausüben zu dürfen.

Der Abschluss weiterer Versicherungen für Selbstständige, die das private und betriebliche Risiko abdecken, ist optional. Letztendlich bist Du als Selbstständiger selbst dafür verantwortlich, Dich ausreichend abzusichern. Betriebs- und Berufshaftpflicht sowie eine Rechtsschutzversicherung und die Sach- und Ertragsausfallversicherung bieten einen guten Schutz gegenüber betrieblichen Risiken. Die persönlichen Risiken decken Deine Kranken-, Berufsunfähigkeits- oder Privathaftpflichtversicherung ab.

Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage, welche Versicherungen für Selbstständige notwendig sind, gibt es nicht. Welcher Versicherungsschutz für Unternehmer tatsächlich sinnvoll ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und muss daher individuell betrachtet werden.

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