So gründest Du Dein eigenes Franchise Unternehmen

Lukas Zoerner
Lukas Zoerner Juni 2021 7 Min

Inhaltsverzeichnis

Du willst Dich gerne selbstständig machen und mit einem bestehenden Konzept gleich richtig durchstarten? Dann hast Du vielleicht schon über das Franchise Unternehmen Gründen nachgedacht. Ein Franchise Unternehmen bietet Dir jede Menge Vorteile und vor allem einen verhältnismäßig leichten Einstieg.

Was ist ein Franchise Unternehmen?

Wenn Du ein Franchise Unternehmen gründest, übernimmst Du gegen Gebühren ein erprobtes Geschäftsmodell. Genau genommen bedeutet das, dass Du eine Partnerschaft mit dem Franchisegeber eingehst, also einem bereits bestehenden und etablierten Unternehmen. Auf Grundlage eines Franchisevertrags, werden die Rahmenbedingungen festgesetzt, zu denen Du das Geschäftskonzept nutzen darfst.

Franchise Unternehmen gründen: Die Vorteile

Einige Vorteile, die damit einhergehen, wenn Du ein Franchise Unternehmen gründest, sind sehr offensichtlich: Du bist nicht allein. Du greifst auf eine bereits bestehende und ausgereifte Marktstrategie zurück, wodurch sich Dein Risiko bei Deiner Gründung minimiert. Da Du nicht erst ausprobieren musst, welche Strategie funktioniert, verläuft Dein Markteintritt wesentlich schneller und einfacher als würdest Du allein gründen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass bereits eine gewisse Markenbekanntheit existiert. Es ist also kein großer Marketingaufwand zu Beginn Deines Markteintritts nötig, da das Geschäftskonzept bereits bekannt ist. Du kannst Dich also voll und ganz auf die Führung Deines Unternehmens konzentrieren.

Welche Franchise Systeme gibt es?

Es gibt die unterschiedlichsten Franchise-Systeme. Die bekanntesten sind wohl Fast Food-Unternehmen und Kaffee-Unternehmen, kurz auch Systemgastronomie, oder aber Fitnessketten, Dienstleistungsunternehmen, Fortbildungsanbieter, Einzelhandelsbetriebe oder Hotels. Du musst für Dich herausfinden, was Du gerne machen möchtest.

Worauf sollte ich achten, wenn ich ein Franchise eröffne?

Zunächst müssen Du und Deine Angestellten bei dem Franchisegeber in Schulung, um alle Regeln, Pflichten und Vorgaben kennenzulernen. Wirst Du zu einem Franchisenehmer, musst Du Dein Unternehmen nämlich nach den Vorgaben des Franchisegebers führen. Offiziell bist Du aber dennoch selbstständig, da Du Dich lediglich an die Richtlinien des Vertrags halten musst, aber kein Angestelltenverhältnis eingehst.

Als Neugründer hast du demnach einen erfahrenen Unternehmer an Deiner Seite, der Dir bei Deinem Markteintritt hilft. Bei Unsicherheiten hast Du immer die Vorgaben, an denen Du Dich orientieren kannst, um Dein Unternehmen erfolgreich leiten zu können. Außerdem übernimmst Du einen bekannten Namen und das damit verbundenen Image, was für Dich ein sehr großer Vorteil sein kann.

Wie gründe ich ein Franchise Unternehmen?

Wenn Du ein Franchise Unternehmen gründen möchtest, bekommst Du, wie bereits erwähnt, das Unternehmenskonzept vom Franchisegeber. Dieses muss von ihm in einem Franchisehandbuch genau definiert werden. Neben dem Konzept erfährst Du dort alles zu den Unternehmenszielen und klare Auflagen zu den Themen Management, Marketing und Personal.

Mit diesen Vorgaben wird sichergestellt, dass Du mit Deinem Franchise Unternehmen in das Gesamtbild der Franchise passt. Zusätzlich erhältst Du das gebündelte Wissen des Franchisegebers, um dieses umsetzen zu können.

Was kostet es, ein Franchise Unternehmen zu gründen?

Auch wenn Du mit der Gründung eines Franchise Unternehmens Teil einer großen Kette wirst, bist Du trotzdem selbstständig und benötigst für Deinen Start Kapital. Um zu einer Franchise dazuzugehören, musst Du die sogenannten Franchisegebühren bezahlen. Diese setzen sich aus der einmaligen Eintrittsgebühr und den laufenden Gebühren zusammen.

Mit Zahlung der einmaligen Eintrittsgebühr erhältst Du das Recht, die Geschäftsidee, das Konzept und alle dazugehörigen Informationen für Deine Gründung zu nutzen. Damit bist Du also final ein Teil der Franchisekette.

In Deinem Franchisevertrag werden die laufenden Gebühren festgehalten. Dabei handelt es sich um einen festgelegten Prozentsatz, der von Deinem Nettoumsatz abgezogen wird. Diese kontinuierlichen Gebühren, die Du an den Franchisenehmer abführst, tilgen den Markenschutz, Werbemittel, Unternehmensberatung, die Systemweiterentwicklung und auch die Weitergabe von Wissen in Form von Trainings an Dich und Dein Team.

Mit der Gesamtinvestitionssumme bestehend aus der Eintrittsgebühr und den Kosten für den Aufbau des Betriebs, werden der Ladenbau, die Geschäftsausstattung, ein Warengrundstock und behördliche Gebühren finanziert.

Ein Franchise Unternehmen gründen – ohne Eigenkapital?

Für die Gründung eines Franchise Unternehmens benötigst Du einen finanziellen Mix aus Eigenkapital und Fremdkapital. Dein Eigenkapital sollte ungefähr 20 Prozent der Kosten decken. Dadurch kann Deine Bonität festgestellt werden und nicht zuletzt gehört zu einer Gründung auch immer etwas Mut, sodass Du mit dem Einsatz Deines Eigenkapitals Deine Risikobereitschaft zeigst. Ein Franchise Unternehmen ohne Eigenkapital zu gründen, ist also nicht möglich.

Viele Geldinstitute haben mittlerweile eine eigene Franchiseabteilung, in der Du verschiedene Finanzierungsoptionen erfragen kannst. Außerdem gibt es unterschiedliche Förderprogramme, die Du in Anspruch nehmen kannst. Welche Möglichkeit für Dich die Beste ist, kannst Du unter anderem in der Industrie- und Handelskammer erfragen.

Was beinhaltet ein Franchisevertrag?

In einem Franchisevertrag legt der Franchisegeber alle grundlegenden Rechte und Pflichten für eine erfolgreiche Kooperation fest. Es wird klar definiert, wer welche Rolle zu übernehmen hat und was damit verbunden ist. Diese Rechte und Pflichten zwischen dem Franchisegeber und Dir, dem Franchisenehmer, müssen in einem fairen Verhältnis zueinander stehen. Es ist wichtig, dass alles klar formuliert ist, sodass keine Missverständnisse aufkommen können.

Für Dich ist außerdem noch wichtig zu wissen, dass Du innerhalb von 14 Tagen wieder von dem unterschriebenen Vertrag zurücktreten kannst, es sei denn, es ist anders im Vertrag festgelegt worden.

Bevor ein Vertrag unterschrieben wird, sollte es zu einer vorvertraglichen Aufklärung kommen. In dieser Aufklärung geht es vor allem darum, dass alle zu unterzeichnenden Parteien alle Punkte verstanden haben und keine Unklarheiten mehr auftreten. Außerdem können falsche und irreführende Behauptungen beseitigt und Fragen beantwortet werden.

Der Franchisegeber ist dazu verpflichtet in allen Punkten die Wahrheit zu sagen und über alle Umstände wahrheitsgemäß aufzuklären, die Dich als Franchisenehmer bei Deiner Entscheidungsfindung unterstützen. Dir sollte klar sein, dass Dich der Franchisenehmer bei konkreten Fragen aufklären muss, er jedoch kein Berater für Existenzgründung ist. Du kannst ihn also alles zu dem Vertrag fragen, bei allgemeinen Fragen zur Existenzgründung solltest du aber einen Unternehmensberater konsultieren.

Jetzt kannst Du beginnen!

Du verfügst jetzt über ein grundlegendes Wissen zum Thema, wie man ein Franchise Unternehmen gründet. Jetzt liegt es an Dir, was Du daraus machst und ob diese Gründungsform etwas für dich ist. Das Franchise Unternehmen bietet Dir sehr viele Vorteile, die Dich bei der Gründung unterstützen. Und Penta bietet Dir außerdem eine Möglichkeit dein Geld optimal verwalten zu können.

Das Penta-Geschäftskonto gibt es in drei verschiedenen Formen. Das Advanced, für Neugründer und junge Unternehmen, das Premium für kleine und mittlere Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und das Premium für große Unternehmen. Sieh Dir hier alle Vorteile an und finde so die Kontoform, die am besten zu Dir und Deinem Unternehmen passt.

Hast Du an alles gedacht, steht Dir nichts mehr im Weg, um Dein eigenes Franchise Unternehmen zu gründen!


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