Studie von Penta und WeltSparen:
Das digitale Banking der Zukunft für Unternehmen

Und was Corona damit zu tun hat?

Mann Büro am Laptop kostenloses geschäftskonto

Die Digitalisierung ist kein Neuland mehr und längst in Deutschland mit weitreichenden Veränderungen eingekehrt. Auch die Zukunft bauen wir auf einem digitalen Fundament, egal ob es sich um Onlineshopping oder Banking handelt. Die Coronakrise befeuert diese Trends einmal mehr. Auch Unternehmer zieht es zunehmend zum digitalen Banking, was eine aktuelle Umfrage von der Business Banking Plattform Penta und der Plattform für Geldanlage WeltSparen zeigt.

  • Onlinebanking-Nutzung steigt laut Umfrage weiter an 

  • Klarer Vorteil in der Zeitersparnis von mehreren Stunden pro Woche 

  • Starker Wunsch nach Vertrauen und Sicherheit

Banking ohne Bankfiliale? 

Onlinebanking hat sich mittlerweile zum Standard beim Erledigen von Bankgeschäften etabliert. Nur noch 5,7 % der befragten Unternehmen kommen ohne aus. Das hat natürlich zur Folge, dass sich die über Jahrzehnte gewachsenen Filialnetze vieler Banken als hinfällig erweisen. Bereits seit einigen Jahren lässt sich das Filialsterben beobachten. Zwischen 2009 und 2019 reduzierte sich die Anzahl der Bankfilialen in Deutschland um 30,7 %, wie der Bundesverband deutscher Banken ausweist.

 

Nun setzte auch die weltweite COVID-19-Pandemie bestehende Filialkonzepte weiterhin unter Druck. Zeitweise schien es schier unmöglich persönliche Beratungstermine in einer Bankfiliale unter Einhaltung der Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen durchzuführen. Corona ist ein Grund mehr für die Filialbanken, das gesamte Beratungskonzept zu überdenken. Schneller als traditionelle Banken auf diese veränderten Rahmenbedingungen reagieren können, ändern sowohl Privat- als auch Geschäftskunden ihr Banking-Verhalten in eine digitale Richtung, wie Penta und WeltSparen anhand einer Umfrage mit über 3.000 Befragten, die im Juli durchgeführt wurde, darlegen.

Weiterer Aufwärtstrend beim Onlinebanking – Penta und WeltSparen haben nachgefragt

Wohl kaum jemand hätte sich das Jahr 2020 so vorgestellt, wie es bisher seinen Lauf genommen hat. Nach einigen Monaten mit veränderten Bedingungen, was das Arbeitsleben, das Konsumverhalten und die persönliche Kontaktpflege betrifft, befinden wir uns nun in Diskussionen, wie die unterschiedlichen Lebensbereiche aussehen, wenn die Pandemie überstanden ist. Erste langfristige Trends wie beispielsweise die Debatte zum Homeoffice zeichnen sich ab. 

 

Nun wollen auch Penta und WeltSparen wissen, wie es um die aktuelle Situation im Bereich des Bankings steht. Im Juli haben die Unternehmen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden zum Nutzungsverhalten gegenüber digitalen Banking-Lösungen befragt. Insgesamt 816 Inhaber, Geschäftsführer, Selbstständige und Personen aus dem Senior Management und 2.250 Privatkunden nahmen an der Online-Umfrage teil. 

 

Überraschend hoch fiel die Nutzung des Onlinebankings bei den mehr als 800 befragten Unternehmen mit einer Quote von 94,3 % aus. Die Onlinebanking-Quote der 2.250 befragten Privatpersonen liegt mit 92 % sogar knapp darunter, obwohl die Privatkundenangebote von digitalen Finanzlösungen weniger komplex erscheinen. Aber unabhängig von der Strukturen der Unternehmen und der Ausgestaltung der Finanzlösungen wird die Entwicklungsrichtung deutlich: Banking wird digital in fast jedem Unternehmen.

Die wertvollste Ressource der Unternehmer: Die Zeit 

Der primäre Anreiz zur Nutzung von Onlinebanking wird schnell deutlich. Die große Mehrheit gab in der Umfrage an, den größten Vorteil in der Zeitersparnis zu sehen. Ganze 98,4 % der befragten Unternehmen sind davon überzeugt, dass sie mithilfe von digitalem Business Banking Zeit sparen. Konkret bedeutet das für zwei Drittel der Unternehmen ein bis zwei Stunden pro Woche, die nicht mit manuellen Bankgeschäften verbracht werden. Fast ein Viertel der Befragten gehen sogar von drei bis fünf Stunden wöchentlicher Zeitersparnis aus. Gerade für Unternehmer schlägt sich dieser Vorteil auch auf die zusätzliche Kostenreduktion nieder und ist somit enorm relevant. 

 

Den zweitgrößte Vorteil von digitalem gegenüber manuellem Business Banking sehen die Unternehmer in der hohen Benutzerfreundlichkeit. Die Strukturierung und Gestaltung von intuitivem sowie bedürfnisorientiertem Onlinebanking ermöglicht, dass Unternehmer Bankgeschäfte selbstständig durchführen können. Die Möglichkeit, selbst tätig zu werden, hat hierbei allerdings nichts mit fehlendem Service oder hohem Zeitaufwand zu tun. Denn Moderne Banking-Lösungen bieten schnellen Zugang und einfache Abwicklung von Bankgeschäften. Die meisten Befragten überprüfen den Kontostand und die Transaktionen einmal in der Woche. Allerdings wird ein weiterer bedeutsamer Vorteil in der Bereitstellung von vielen Funktionen und Features beim Onlinebanking erkannt, was das selbstständige Finanzmanagement ermöglicht – unabhängig von Ort und Zeit.

Weniger ist mehr – außer es geht um Funktionen

Die Flexibilität der Unternehmen steht und fällt mit den angebotenen Funktionen und so wählen 46,1 % der Befragten ihre Onlinebanking-Plattform nach dem Funktions- und Produktkatalog aus. Dies unterstreicht die Wichtigkeit für Banken und Finanzdienstleister, vielfältige Finanzlösungen auf einer digitalen Plattform anzubieten. Die Mehrheit sieht hier noch deutliches Optimierungspotenzial.

Safety First und die Vertrauensfrage 

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Wahl der Plattform spielt allerdings das Vertrauen in den jeweiligen Anbieter. Die große Mehrheit von 71,3 % der befragten Unternehmer besitzen ausschließlich eigene Zugriffsrechte für das Onlinebanking und nur wenige richten weiteren Nutzern aus dem Unternehmen Handlungsmöglichkeiten ein. Diese Zurückhaltung wiederholt sich außerdem bei der Anzahl der genutzten Bankkonten, da 64 % der Befragten angaben, nur ein oder zwei Konten zu nutzen. Lediglich 8,4 % der Umfrageteilnehmer nutzen mehr als vier Geschäftskonten für ihr Unternehmen. Überraschenderweise zieht es trotzdem 76 % zu mindestens einer weiteren Onlinebanking-Plattform. Ausschlaggebender Grund hierfür sind allerdings spezifische Features, die auf der anderen Plattform nicht bereitgestellt werden. Die Richtung ist klar: Qualität statt Quantität. 

Wenn wir über das Thema Finanzen sprechen, spielt der Sicherheitsaspekt in aller Regel eine erhebliche Rolle. Zwar fühlen sich 94,8 % der befragten Unternehmen grundsätzlich sicher beim Onlinebanking, allerdings wird in diesem Bereich der größte Verbesserungsbedarf bekundet. Die größten Bedenken haben die Unternehmer mit möglichem Datenmissbrauch. Der Sicherheitsaspekt schlägt sich auch bei den Bezahlvorgängen nieder.

Das Gewohnheitstier liebt das Bargeld

Neben all den digitalen Möglichkeiten greifen Privat- und Geschäftskunden am zweitliebsten auf die Barzahlung zurück. Nur der digitale Zahlungsdienstleister PayPal kommt gegen das beliebte Bargeld an und hat die Nase mit 51,9 % vorn mit knapp einem Prozent Vorsprung. Dennoch überrascht die Treue zum Bargeld, die hauptsächlich mit der Gewohnheit begründet wird. Die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen bedingt durch Corona werden vermutlich in den nächsten Monaten zu weiteren Veränderungen bei Bezahlvorgängen führen, da sich viele Lokale und Geschäfte nun erstmalig mit Kartengeräten und Terminals ausstatten. 

 

Die größten Bedenken äußern Barzahler in der Vertrauenswürdigkeit anderer Zahlungsmethoden wie Kartenzahlung, PayPal, Apple Pay, Google Pay oder Sofortüberweisungen. Über die Zukunftsfähigkeit von Bargeld sind sich die Befragten höchst uneinig. So nehmen 51 % der befragten Privat- und Geschäftskunden an, dass das Bargeld auch in Zukunft noch zeitgemäß sein wird.

Mobile First, noch nicht im Banking

Entgegen vielen Behauptungen stellt sich in der Umfrage klar heraus, dass Mobile First noch nicht für den Bankenbereich gilt. Laptops oder PCs werden mit größerem Vorsprung von 60,6 % am häufigsten für das Onlinebanking genutzt. Doch zumindest gut ein Drittel greift vorzugsweise zum Smartphone. Das Bezahlen mit dem Smartphone über Mobile Payment nahm im letzten Jahr nur jeder Vierte in Deutschland in Anspruch, was die repräsentative Studie “Mobile Payment 2019” von PwC belegt. Das Tablet spielt beim digitalen Banking der Unternehmen keine bedeutende Rolle, es wird lediglich von Zeit zu Zeit zusätzlich genutzt. Dennoch wird hier deutlich, dass die Erwartungshaltung grundsätzlich besteht, Bankgeschäfte auch auf mobilen Geräten zu tätigen, was an die Usability und die User Experience vieler Plattformen appellieren sollte. 

Traditionelle Bank oder Fintech? 

Digitale Lösungen beim Banking werden enorm geschätzt. Gerade die Flexibilität sowie räumliche und zeitliche Unabhängigkeit, Finanzgeschäfte selbstständig online abzuwickeln, reizt viele Unternehmer. Diese Trends haben in den vergangenen Jahren nicht nur Fintechs entdeckt und sich zur Aufgabe gemacht. Auch traditionelle Banken ziehen hier stark nach und bieten zunehmend komplexere Online-Lösungen an. Bei der Frage, wo das Finanzmanagement der Zukunft liegen wird, sieht die Mehrheit von 60,3 % der Befragten das Liquiditätsmanagement vordergründig als Aufgabe von traditionellen Banken an. Auf der anderen Seite steigt die Akzeptanz und die Bereitschaft auch mit Fintechs zu liebäugeln. 

Was wünschen sich die Kunden vom Onlinebanking der Zukunft

Ob traditionelle Bank oder Fintech, ganze 87,9 % der Befragten gehen stark davon aus, dass die nächsten Generationen ausschließlich Onlinebanking nutzen werden. Dieses Ergebnis unterstreicht noch einmal deutlich, dass Onlinebanking weiter auf dem Vormarsch ist.

Auf die Frage, was sich Privat- und Geschäftskunden hinsichtlich der Verbesserung hin zum optimalen Onlinebanking der Zukunft wünschen, werden 4 Aspekte deutlich.

 

  • Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen: Auch für die Zukunft spielt der Sicherheitsaspekt eine tragende Rolle und so betreffen die häufigsten Zukunftswünsche mit 38,4 % zusätzlich geschaffene Maßnahmen zur Wahrung der persönliches und finanziellen Sicherheit. 
  • Zugang mit jeweiligen Geräten: Die Digitalisierung hält nicht an und so ist mit weiteren Innovationen und Produktneuheiten bei den Devices zu rechnen. Dieses breite Spektrum muss sich allerdings für 27 % der Befragten auch bei den Zugangsmöglichkeiten der angebotenen Onlinebanking-Plattform wiederfinden. 
  • Vertrauen: Für 13,7 % der befragten Privat- und Geschäftskunden muss in Zukunft vordergründig an der Vertrauenswürdigkeit auf Seiten der Banken und Finanzdienstleister gearbeitet werden. Von blindem Vertrauen kann hierbei noch keine Rede sein. 
  • Verständnis über Technologie und Funktionsweise: Weitere zukünftige Optimierungswünsche betreffen die konkreten Technologien und die technischen Möglichkeiten, Produkte und Funktionen über die digitalen Plattformen nutzen zu können. Hieran anknüpfend wird auch weiterer Feinschliff bei den digitalen Funktionsweisen und der Usability gewünscht. Die Oberflächen und Prozesse sind zum Teil noch nicht so ausgereift, wie sich das viele Befragte für das Onlinebanking der Zukunft wünschen. 

 

Jessica Holzbach, Co-Founderin und Chief Customer Officer bei Penta sagt: “Wir beobachten starkes Interesse an digitalen Finanzlösungen auf Seiten der Unternehmer. Fakt ist, dass für das optimale Onlinebanking eine Reihe von Anforderungen erfüllt sein müssen, um Banking ausschließlich digital zu gestalten. Bei Penta arbeiten wir an diesen Anforderungen und verfolgen die Mission, genau die Funktionen und Produkte anzubieten, die den Ansprüchen der Unternehmer gerecht werden –  immer unter Einhaltung der regulatorischen Bestimmungen und dem höchsten erforderlichen Maß an Sicherheit.”

 

Der starke Trend hin zum digitalen Banking für Unternehmen kristallisiert sich stark in der Umfrage von Penta und WeltSparen heraus. Die digitale Zukunft des Bankings bleibt dennoch spannend. 

Infografik

Über Penta

Penta ist eine Challenger Bank, die eine digitale Business Banking Plattform für kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups und Freiberufler anbietet. Seit dem Start im Jahr 2017 verfolgt Penta die Vision, das Banking für Unternehmer zu revolutionieren und zählt mittlerweile über 20.000 Geschäftskunden. Neben dem Geschäftskonto für alle Rechtsformen werden viele weitere innovative Funktionen und Produkte angeboten, die sowohl Banking als auch die Buchhaltung vereinfachen und digitalisieren. In der letzten Finanzierungsrunde Serie B konnte das Fintech über 23 Mio. Euro einsammeln.

Über WeltSparen

WeltSparen ist eine Online Plattform für die Geldanlage in Europa und bietet in über 30 Ländern den Zugang zu attraktiven Tages- und Festgeldern und kostengünstigen Investmentprodukten an. Seit 2014 ist WeltSparen auf dem deutschen Markt aktiv und wird von der Raisin Bank als Partner unterstützt. Die Plattform bietet neben Tages- und Festgeldern auch Flex- und Kündigungsgelder sowie ETF-Portfolios an.  Über 275.000 Kunden weltweit sind von den kostengünstigen Angeboten der Plattform überzeugt.

Quellen

Bundesverband deutscher Banken e.V.: Kreditinstitute und Bankstellen: Zahlen, Daten, Fakten, 2020:
https://bankenverband.de/statistik/banken-deutschland/kreditinstitute-und-bankstellen/

PwC: Mobile Payment Report, 2019:
https://www.pwc.de/de/digitale-transformation/pwc-studie-mobile-payment-2019.pdf

Zur Studie 

Die dargelegten Ergebnisse wurde auf Grundlage einer digitalen Umfrage erhoben. Penta Fintech GmbH und WeltSparen, eine eingetragene Marke der Raisin GmbH, beauftragten den ISO-zertifizierten Panelprovider Gapfish GmbH mit der Durchführung der Befragung und Erhebung der Daten. Zum Zweck der Studie wurden 2.250 Privatpersonen und 816 Inhaber, Geschäftsführer, Selbstständige und Mitglieder des Senior Managements im Juli 2020 befragt. Die zeitlich begrenzte Umfrag repräsentiert einen gleichmäßige Verteilung in Bezug auf Alter und Geschlecht. Nach Angaben Befragten identifizieren sich 51,7 % als männlich, 47,8 % als weiblich, 0,3 % als divers und 0,1 % machten keine Angaben. Bei der Mehrheit der Befragten handelt es sich um keine Kunden von Penta oder WeltSparen. All Teilnehmer der Befragung wurden über den Datenschutz und damit verbundene Rechte aufgeklärt und über die Nutzung der Daten informiert.  

 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im gesamten Text auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich, divers verzichtet. Jegliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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