Was Du über die Voraussetzungen für den Gründungszuschuss wissen solltest

Stress, Aufwand, Kosten – all diese Dinge muss man auf sich nehmen, wenn man sich selbstständig machen will oder ein Unternehmen gründen möchte. Besonders die finanziellen Ängste bei der Gründung können viele Leute davon abhalten, diesen Schritt zu gehen. Daher bietet die Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss, der Gründern bei dieser schweren Aufgabe finanziell unterstützen soll. Um diesen Zuschuss zu erhalten, gibt es jedoch spezielle Voraussetzungen. Worauf man bei der Beantragung für Gründungszuschuss achten sollte, erfährst Du hier.

Worum handelt es sich bei einem Gründungszuschuss und wer kann ihn erhalten?

Der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit richtet sich an angehende Gründer, die arbeitslos gemeldet sind und ein Unternehmen gründen bzw. sich selbstständig machen wollen. Um diesen Schritt zu gehen, braucht man als Gründer unter anderem Kapital, also Geld, das in den Aufbau des Unternehmens fließen kann. Aus diesem Grund gibt es etliche Fördermittel, die bei diesem Schritt helfen können.

Neben Krediten, Bürgschaften und weiteren Fördermitteln stehen Gründern auch Zuschüsse zur Verfügung. Ein Zuschuss unterscheidet sich von einem Kredit vorrangig dadurch, dass man das Fördergeld später nicht zurückzahlen muss. Man muss sich bei Erhalt eines Grundzuschusses also nicht um Zinssatz, Ratenzahlungen oder ähnliches Sorgen, denn der Zuschuss erfolgt ohne böses Erwachen und ohne Rückzahlung. Einen Zuschuss zu erhalten ist also für jeden Gründer erstrebenswert und stellt vor allem während der Gründungsphase eine erhebliche Entlastung dar.

Wird der Antrag auf Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit bewilligt, erhält man erstmal sechs Monate lang das Fördergeld. Wie hoch oder niedrig der Zuschuss ausfällt, hängt von der Höhe des Arbeitslosengeldes ab, auf das der Gründer Anspruch hat. Es gilt aber an sich, dass sich die Höhe des Zuschusses pro Monat aus der Höhe des zuletzt erhaltenen Arbeitslosengeldes plus 300 Euro zusammensetzt.

Auch nach Ablauf der ersten sechs Monate hat man eventuell weiterhin Anspruch auf den Gründungszuschuss, und das für weitere neune Monate. Um die Verlängerung des Gründungszuschusses zu erhalten muss man der Agentur für Arbeit beweisen, dass die selbstständige Tätigkeit noch immer hauptberuflich vom Gründer ausgeübt wird.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um den Gründungszuschuss zu erhalten?

Es gibt drei grundsätzliche Voraussetzungen für den Erhalt des Zuschusses. So muss der Gründer zum Datum des Antrages arbeitslos gemeldet sein und Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Um genauer zu sein, muss der Gründer oder die Gründerin zu Beginn der Selbstständigkeit noch mindestens 150 Tage (das entspricht ca. 5 Monaten) weiterhin Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Neben der Arbeitslosigkeit des Gründers muss auch gewährleistet sein, dass der Gründer bzw. die Gründerin die neue selbstständige Tätigkeit hauptberuflich ausüben wird. Sollte es sich lediglich um einen Nebenjob handeln, wird der Antrag nicht bewilligt. Das hat auch einen Hintergrund, denn der Gründungszuschuss ist dafür konzipiert, Menschen, die zuvor arbeitslos gemeldet waren, dabei zu helfen, die berufliche Situation der Antraggeber ins Positive zu wenden.

Außerdem muss der Agentur für Arbeit eine offizielle Bescheinigung des Antrags vorliegen. Diese bestätigt, dass der Businessplan und die persönlichen und beruflichen Qualifikationen vielversprechend genug sind, um den Zuschuss zu verdienen. Um die Bescheinigung zu erhalten, muss man Businessplan und Lebenslauf bei der IHK, HWK oder bei Banken vorlegen.

Wenn diese drei grundlegenden Voraussetzungen erfüllt sind, muss man sich um die Dokumente kümmern, die beim Antrag eingereicht werden müssen. Als wichtigstes Dokument wäre an dieser Stelle der Businessplan zu nennen. Der Businessplan besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil illustriert die Geschäftsidee im Detail. Der zweite Teil widmet sich der Finanzplanung der selbstständigen Tätigkeit.

Es kommt beim Erstellen des Businessplans vor allem auf detaillierte Recherche, konzise Ausdrucksweise und realistische Selbsteinschätzung an. In einem guten Businessplan muss immer eine Marktanalyse, Zielgruppenanalyse und Marketingstrategie enthalten sein. Außerdem wird ein Nachweis der Anmeldung der Selbstständigkeit vom Finanz- oder Gewerbeamt vorausgesetzt.


Zuletzt aktualisiert vonFlorian Kassel