Was ist eine steuerliche Betriebsprüfung und was gilt es zu beachten?

Das Thema Steuern mag für viele nicht das Lieblingsthema sein, allerdings musst du dich als Steuerpflichtiger damit auseinandersetzen. Es ist wichtig, einige Grundlagen und vor allem Fallen zu kennen, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

Zu den wichtigen Begriffen gehört auch die sogenannte steuerliche Betriebsprüfung. Heute erklären wir dir, was das genau ist und was du beachten musst.

Was ist eine Betriebsprüfung?

Eine Betriebsführung ist eine Prüfung auf Rechtmäßigkeit der Steuererklärung und deren Umstände in einem Unternehmen. Diese Prüfung findet nach der Prüfung der Steuererklärung statt und wird auch Außenprüfung genannt. Ein Betriebsführer, oder umgangssprachlich auch Steuerprüfer, besucht die Geschäftsstelle im Auftrag des Finanzamtes und untersucht die Dokumente der Buchführung.

Was genau wird bei ihr überprüft und wie wird sie angekündigt?

Steuern sind nicht gleich Steuern. Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Steuern, wobei die geläufigsten die Gewerbesteuer, Einkommenssteuer, Umsatz- und Körperschaftssteuer sind. Diese werden somit auch am häufigsten geprüft. Darüber hinaus gibt es noch andere Steuerformen wie beispielsweise Verbrauchs- oder Erbschaftssteuern, welche allerdings sehr selten geprüft werden.

Jetzt stellst du dir vielleicht noch die Frage, ob eine Betriebsprüfung angekündigt wird. Ja, das Finanzamt schickt Ihnen ein sogenanntes Anmeldeschreiben mit einer Auflistung aller Steuerarten, die überprüft werden. In diesem Schreiben wirst du auch darüber informiert, welcher Zeitraum geprüft wird.

Normalerweise handelt es sich bei dem Zeitraum um die letzten 3 Jahre, für die dem Finanzamt Ihre Steuererklärung bereits vorliegt. Das Schreiben enthält außerdem Informationen über den Zeitpunkt des Beginns der Betriebsprüfung und den Namen des zuständigen Betriebsprüfers.

Diesem Anmeldeschreiben sind in der Regel noch Formulare beigelegt, die der Geschäftsführer ausfüllen muss, um im Vorfeld Fragen zu klären. Zu diesen Fragen gehört zum Beispiel, ob eine elektronische Kasse verwendet wurde. Außerdem hat der Geschäftsführer die Möglichkeit, dem Betriebsprüfer mitzuteilen, falls der angelegte Termin ihm aus gewissen Gründen wie Urlaub oder Bauarbeiten nicht passen sollte.

Warum findet eine Prüfung statt?

Wenn du eine sorgfältige Buchführung vorweisen kannst, musst du in der Regel keine Betriebsprüfung befürchten. Wenn du allerdings bei einer Betriebsprüfung bereits Nachzahlungen leisten musstest, ist eine erneute Betriebsprüfung durchaus wahrscheinlicher.

Eine Betriebsprüfung wird auch durchgeführt, wenn das Vermögen deines Unternehmens gewachsen ist, die verzeichneten Einnahmen dies allerdings nicht rechtfertigen können. Wenn Ihr Unternehmen Verluste verzeichnet oder über die Jahre starke Schwankungen im Umsatz erlebt hat, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Betriebsprüfung ebenso.

Ein weiterer Grund für eine Betriebsprüfung kann es sein, wenn der verzeichnete Gewinn nicht mit dem durchschnittlichen Gewinn Ihrer Branche übereinstimmt. Wenn du ein Einkommen vorweist, welches die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes nicht deckt, kann ebenfalls eine Betriebsprüfung veranlasst werden.

Wie läuft sie ab?

Vor der tatsächlichen Betriebsprüfung selbst kommt der Prüfer meist im Betrieb vorbei, um eine Betriebsbesichtigung durchzuführen. Er verschafft sich einen Eindruck über die Gesamtsituation und kann somit gewisse Aspekte schon abklären, wie beispielsweise die Größe des Betriebs, eventuelle Räumlichkeiten für den Privatgebrauch und gewisse Abläufe.

Nach dieser Besichtigung fordert der Betriebsprüfer nun alle ihm relevant scheinenden Dokumente ein. Hierbei kann es durchaus sein, dass er auch Informationen wie ein Fahrtenbuch für das Geschäftsauto oder andere Unterlagen einfordert, die er für die gesamte Prüfung braucht.

Wie lange dauert sie?

Wann eine Betriebsprüfung durchgeführt wird, hängt von den Geschäftszeiten Ihres Unternehmens ab. In diesen Zeiten kommt der Steuerprüfer in das Unternehmen und führt die Prüfung durch. Wenn du deine Steuererklärung an einen Steuerberater abgegeben hast, wird der Betriebsprüfer die Prüfung dort vollziehen.

Die Länge einer Betriebsprüfung hängt von der Größe Ihres Unternehmens und dem Umfang der Betriebsprüfung, also der zu prüfenden Steuerarten ab. Manchmal dauert es nur einige Tage, bei großen Firmen kann die Prüfung allerdings durchaus mehrere Wochen dauern.

Was sind die Folgen einer Betriebs-Prüfung?

Wenn die Rechtmäßigkeit Ihrer Steuererklärung nach der Betriebsprüfung angezweifelt oder nachgewiesen als unrechtmäßig erklärt wird, musst du mit Zuzahlungen rechnen. Wenn die Höhe der fehlenden Steuer nicht errechnet werden kann, drohen Hinzuschätzungen, welche in der Regel sehr hoch ausfallen.

Hier noch einmal die wichtigsten Fakten: Eine Betriebsprüfung ist eine Prüfung der Steuererklärung eines Betriebs nach der erfolgten Prüfung der Steuererklärung. Diese wird durch das Finanzamt veranlasst und ein sogenannter Betriebsprüfer, auch Steuerprüfer genannt, wird im Unternehmen die Prüfung durchführen.

Die gängigsten Steuerarten sind die Einkommenssteuer, Gewerbe-, Umsatz- und Körperschaftssteuer und diese werden somit auch am häufigsten geprüft. Du wirst durch einen Anmeldebescheid vom Finanzamt über die anstehende Prüfung informiert und finden in den Unterlagen meist auch Fragebögen, die du ausfüllen und schon vor der Prüfung an das Finanzamt schicken musst.

Der Prüfer verschafft sich somit bereits vorher einen Überblick. Es gibt zahlreiche Gründe für eine veranlasste Betriebsprüfung. Wenn Ihr Unternehmen infolge einer Betriebsprüfung bereits Nachzahlungen leisten musste, ist eine erneute Prüfung von hoher Wahrscheinlichkeit.

Andere Gründe sind beispielsweise starke Schwankungen im verzeichneten Gewinn des Unternehmens über die letzten Jahre oder ein wachsendes Vermögen ohne die entsprechenden Einnahmen, die dies rechtfertigen könnten.

Vor der Betriebsprüfung stattet der Prüfer dem Unternehmen bereits einen Besuch ab, um zu prüfen, wie die Abläufe in der Firma aussehen, ob es Privaträume gibt und wie die Ausstattung der Firma ist. Danach fordert er alle Dokumente ein, die ihm für die vollständige Prüfung wichtig erscheinen.

Wenn eine Betriebsprüfung ergibt, dass das Unternehmen Steuern unterlassen hat, kann es zu hohen Nachzahlungen kommen. Wenn der genaue Fehlbetrag nicht errechnet werden kann, werden Schätzungen vorgenommen, welche meistens sehr hoch ausfallen.

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Zuletzt aktualisiert vonOliver