Die Welt der Online-Überweisung im Überblick

Beim Online-Banking ist mit Sicherheit eines der meist genutzten Features das der Online-Überweisung. Da bei dieser Art der Geldüberweisung niemand mehr an Banköffnungszeiten gebunden ist, kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit bargeldlose Zahlungen tätigen. Ob beim Online Shopping, beim Zahlen offener Rechnungen oder aus anderen Gründen, für die man online Geld überweisen muss – worauf Du bei Online-Überweisungen achten musst und was Du dazu wissen solltest, erfährst Du hier.

Was ist eine Online-Überweisung und wie funktioniert das?

Bevor wir uns mit den Details der Online-Überweisung auseinandersetzen, sollte erstmal geklärt werden, was genau eine Überweisung an sich ist. Im Prinzip ist eine Überweisung ein Zahlungsverfahren. Statt mit Bargeld und mit sofortiger Wirkung funktioniert eine Überweisung aber komplett ohne den Austausch von Bargeld.

Stattdessen wird bei einer Überweisung in Papierform ein von der Bank zur Verfügung gestelltes Formular ausgefüllt. Dieses beinhaltet deine Kontodetails, die Summe und den Verwendungszweck der Überweisung, das heißt, der Grund weshalb Du Geld an das Empfängerkonto zahlst. Außerdem müssen natürlich die Bankdetails des Empfängers angegeben werden.

Grundsätzlich muss auf einem Überweisungsauftrag die Kontonummer oder IBAN und unter Umständen die BIC oder Bankleitzahl des Empfängers stehen. IBAN steht für „internationale Bankkontonummer“ und besteht aus insgesamt 22 Stellen. Sie setzt sich aus den folgenden Ziffern zusammen: Länderkennzeichen, Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer.

Innerhalb der EU benötigt man für Überweisungen nur die IBAN des Zahlungsempfängers, für Überweisungen in andere Länder außerhalb der EU braucht man dann noch den BIC des Empfängers. BIC steht für „Business Identifier Code“ und kann als internationale Bankleitzahl verstanden werden. Was es damit auf sich hat und was das mit SEPA-Überweisungen zu tun, erfährst Du noch später.

Bei einer Überweisung wird also Geld von deinem Konto auf das Konto eines anderen übertragen. Du musst dir übrigens keine Sorgen machen, wenn der Empfänger der Überweisung nicht Mitglied des gleichen Geldinstituts ist wie Du – die Überweisung klappt trotzdem.
Bis vor einigen Jahren hat man grundsätzlich Überweisungen in Papierform getätigt und diese dann bei der Bank abgegeben. Seitdem sich allerdings Online-Banking erfolgreich durchgesetzt hat, ist all das nicht mehr nötig. In beiden Fällen muss die Überweisung jedoch nochmal offiziell von Dir, also dem Auftraggeber, bestätigt werden. Wenn Du eine Überweisung in Papierform tätigst, passiert das mit deiner Unterschrift, beim Online-Banking benötigst Du dann eine TAN.

Wenn alle Informationen korrekt eingetragen sind und der Auftrag erfolgreich bestätigt wurde, passiert im Grunde folgendes: deine Bank oder Sparkasse leitet den von dir angegebenen Betrag an die Bank des Zahlungsempfängers weiter und schreibt ihn dem Konto des Empfängers gut. Aber wie zum Beispiel bei der Post verschickst nun mal nicht nur Du eine Überweisung, sondern tausende von Leuten tun das tagtäglich. Damit die Banken dabei den Überblick nicht verlieren, werden alle Überweisungsaufträge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt jeden Tag gesammelt und dann gemeinsam verschickt. Statt der 50 Euro, die Du an eine bestimmte Empfängerbank in Auftrag gegeben hast, kommen also hierbei noch beispielsweise 1500 Euro dazu und deine Bank schickt im Endeffekt 1550 Euro an diesem Tag zu der entsprechenden Bank.

Meistens passieren diese Sammelsendungen abends, es kommt aber auf die Bank an. Wenn Du mitten in der Nacht noch eine Überweisung tätigst, wird diese meistens schon am Abend des darauffolgenden Tags bearbeitet und versandt. Diese Zahlmethode ist also dank der Schnelligkeit für die meisten Verbraucher die attraktivste Methode, Geld von einem Konto auf ein anderes zu transferieren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Dauerauftrag und einer Überweisung?

Bei einem Dauerauftrag handelt es sich um Überweisungen, die regelmäßig in gleicher Höhe zum gleichen Zeitpunkt an denselben Empfänger gehen. Oftmals wird ein Dauerauftrag für die pünktliche Zahlung der Miete, für Ratenzahlungen oder Versicherungsbeiträge eingerichtet. Du kannst selbstverständlich jederzeit die Details deines Dauerauftrags bei deiner Bank ändern. Eine Überweisung ist dagegen eine einmalige Zahlung an einen einzelnen Empfänger.

Was ist eine SEPA-Überweisung?

SEPA steht für „Single Euro Payments Area“, also auf Deutsch übersetzt: „Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum“. Durch die Einführung des Euros musste auch für die Regulierung des bargeldlosen Zahlungsraums in Europa gesorgt werden. Daher wurde das SEPA-Rahmenwerk eingeführt. Ziel war es, zwischen nationalen und internationalen Zahlungen nicht merkbar zu unterscheiden und es so Verbrauchern und Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum einfacher zu machen, Überweisungen und finanzielle Geschäfte zu tätigen. Seit 2014 ist SEPA der EU-weite Standard für bargeldloses Zahlen.

Wie auch bei der klassischen Überweisung müssen bei SEPA-Überweisungen die Kontodetails des Absenders und des Empfängers angegeben werden. Diese bestehen bei SEPA-Überweisungen aus der IBAN und BIC. Die IBAN ist eine neuere Version der Kontonummer und die BIC ist die Bankleitzahl. Das Prinzip ist also eigentlich dasselbe, wie bei der klassischen Überweisung.

SEPA-Überweisungen haben es deutlich einfacher und übersichtlicher gemacht, Zahlungen innerhalb der EU zu tätigen. Dadurch, dass das System vereinheitlicht wurde, kommt es zu weniger Verwirrung, vor allem bei internationalen Überweisungen, die ja heutzutage durch Optionen wie Online-Shopping aber auch die engen wirtschaftlichen Beziehungen einzelner EU-Länder Gang und Gebe sind.

Wie lange dauert eine Online-Überweisung?

Es gibt eine gesetzliche Bindung, an die sich Banken bei der Dauer von Online-Überweisungen halten müssen: Zahlungen von einem Konto auf ein anderes dürfen innerhalb Deutschlands nicht länger als einen Bankarbeitstag dauern. Es kann trotzdem vorkommen, dass eine Überweisung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Zum Beispiel werden an Feiertagen und am Wochenende keine Überweisungen von der Bank bearbeitet.

Wenn eine Überweisung in Papierform bei der Bank abgegeben wurde, kann dies auch länger dauern als in elektronischer Form, und zwar um einen Tag. Auch wenn außerhalb der Überweisungsfrist eine Überweisung getätigt wird, kann diese erst am Folgetag bearbeitet und weitergeleitet werden.

Mittlerweile gibt es jedoch eine Überweisungsmethode, mit der so schnell wie nie zuvor Geld transferiert werden kann. Es handelt sich um die Echtzeit-Überweisung.

Was ist eine Echtzeit-Überweisung?

Im Juli 2018 wurde eine neue, schnellere Art der Online-Überweisung eingeführt. Dank dieser Methode wird das Geld des Auftraggebers innerhalb weniger Sekunden auf das Konto des Auftragsempfängers gezahlt. Das funktioniert übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch an Wochenenden und Feiertagen. Diese Option kann vor allem dann von Vorteil sein, wenn man vergessen hat, eine ausstehende Rechnung zu zahlen und eine Mahnung erhält, die zu sofortiger Zahlung aufruft.

Denn eine Echtzeit-Überweisung dauert in der Regel nicht länger als 20 Sekunden. Im Vergleich zur klassischen Online-Überweisung, die ja schließlich mindestens einen Bankarbeitstag beansprucht, kann das schon einiges ausmachen. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Echtzeit-Überweisung nur in bestimmten SEPA-Ländern möglich ist. Aktuell kann man in 15 der insgesamt 34 SEPA-Länder eine solche Echtzeit-Überweisung tätigen.

Kann eine Online-Überweisung zurückgeholt werden?

Es kann vorkommen, dass man bei einer Überweisung mal einen Fehler macht und falsche Informationen angibt. In einem solchen Fall musst Du schnell handeln, denn wenn das Geld erstmal auf dem Konto des angegebenen Empfängers angekommen ist, ist es nicht leicht, die Überweisung rückgängig zu machen.

Du solltest dich also umgehend bei deiner Bank oder Sparkasse melden und versuchen, den Auftrag stornieren zu lassen. Manchmal kann sogar noch Kontakt mit der Empfängerbank aufgenommen werden. Der Betrag, der von deinem Konto abgebucht wurde, kann nur dann zurückgebucht werden, wenn er bei der Empfängerbank noch nicht gutgeschrieben wurde. Wenn das passiert ist, kannst Du aber immer noch versuchen, dir dein Geld von deinem Bankinstitut gutschreiben zu lassen.

Online-Überweisungen bei Penta

Penta ist ein Girokonto mit deutscher IBAN, das Dir alle klassischen Bankleistungen bietet, zum Beispiel Überweisungen, Kartenzahlungen und mehr. Bei Penta erfolgt alles komplett online und papierlos.

Generell werden bei uns alle Überweisungen anhand der Richtlinien des SEPA-Rahmenwerks geregelt. Das heißt, dass auch bei uns eine normale Überweisung von und zu SEPA-Konten innerhalb eines Bankarbeitstags gebucht werden muss.

Außerdem hast Du bei Penta die Möglichkeit, Sammelüberweisungen zu tätigen. Wenn Du also zum Beispiel mehrere Zahlungen über einen gewissen Zeitraum gesammelt hast und diese dann ohne großen Aufwand mit einem Schuss absenden möchtest, kannst Du mit der Funktion Sammelüberweisung mehrere SEPA-Überweisungen durch den Upload einer einzelnen Datei erstellen und mit einer einzigen TAN autorisieren. So eine Datei, genauer: eine CSV-Datei, kannst Du ganz einfach mit Programmen wie Excel erstellen.

Bei Penta werden Überweisungen durch SMS-TANs gesichert. Wenn Du also einen Auftrag stellst, musst Du den mit einem Code bestätigen. Dieser Code wird Dir von uns per SMS gesendet. Achte also bitte darauf, deine aktuelle Handynummer während der Registrierung anzugeben, damit bei deinen Überweisungen keine Probleme aufkommen.

Du hast bei Penta auch die Möglichkeit, Überweisungen erst später oder zu einem von Dir bestimmten Termin abzusenden. Du kannst dann entscheiden, ob die Zahlung einmalig, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder einmal im Jahr getätigt werden soll.

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Einzelnachweise

Last updated byFlorian Kassel