Person am Laptop mit Karte recherchiert Zahlungsmethode Kauf auf Rechnung

Kauf auf Rechnung: Wie funktioniert das Bezahlen auf Rechnung?

Jetzt bekommen, später bezahlen? Kein Problem dank des Kaufs auf Rechnung. Wir haben für Dich für Vor- und Nachteile sowie die Unterschiede im B2C und B2B-Bereich näher beleuchtet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Kunden ist der Kauf auf Rechnung flexibel, bequem und sicher
  • Verkäufer tragen ein Ausfallrisiko, können dafür aber die Kundenzufriedenheit erhöhen
  • Bonitätsprüfungen können das Risiko für Händler senken, aber Nachteile für Kunden haben

Inhaltsverzeichnis

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      Für den Kunden ist der Kauf auf Rechnung nicht nur extrem praktisch, sondern bringt auch Flexibilität und Sicherheit. Nicht ohne Grund ist er bei den beliebtesten Zahlungsmethoden im Onlinehandel nach wie vor ganz vorne mit dabei.

      Aber ist der Kauf auf Rechnung wirklich so unkompliziert, wie er scheint?

      Was bedeutet auf Rechnung bestellen im B2C-Bereich? 

      1. Der Kunde bestellt eine Ware und wählt als Zahlungsmethode „Kauf auf Rechnung“
      1. Ohne dass der Kunde bezahlt hat, schickt der Händler die Ware los. Die Rechnung liegt entweder dem Paket bei oder wird per E-Mail zugeschickt.
      1. a. Der Kunde behält die Ware: Er muss die Rechnung bis zum Ablauf der Zahlungsfrist begleichen. Laut Gesetz läuft diese nach 30 Tagen ab. Der Händler kann aber auch eine abweichende Zahlungsfrist festlegen – von 14 Tagen zum Beispiel.

        b. Der Kunde schickt die Ware zurück: Er kann die Ware vor Ablauf der Zahlungsfrist zurückschicken, ohne dass eine Zahlung und damit Rückerstattung nötig wird.

      Retoure beim Rechnungskauf

      Manche Händler bieten mittlerweile die Möglichkeit, eine Retoure anzumelden – auch wenn man kurz vor Ende der Zahlungsfrist noch Ware zurückschickt, muss man die Rechnung dann nicht begleichen und sich trotzdem keine Sorgen um Mahnungen machen.

      Zahlen auf Rechnung: Was passiert nach Ablauf der Zahlungsfrist?

      Zahlt man den Betrag nicht im vorgegebenen Zeitraum, kann der Verkäufer laut § 286 Abs. 3 BGB eine Mahnung ausstellen.

      Bemerkt man, dass man die Ware nicht rechtzeitig zahlen kann, sollte man in jedem Fall einen Zahlungsaufschub anmelden. Für Privatkunden ist das laut § 506 BGB möglich. Aber Achtung: Man kann damit in der Regel zwar eine Mahnung umgehen, muss meistens aber trotzdem Zinsen zahlen.

      Im B2B-Bereich ist ein Zahlungsaufschub nicht vorgesehen. Dafür hast Du bei den Einkäufen für Dein Unternehmen mit der Warenfinanzierung andere wertvolle Instrumente zur Verfügung.

      Vorteile eines Kaufs auf Rechnung für den Kunden

      Per Rechnung zu bezahlen ist für den Käufer eine flexible wie sichere Zahlungsmethode: Noch bevor man gezahlt hat, kann man die Ware in Ruhe prüfen und entscheiden, ob man sie behalten möchte. Schickt man sie zurück, muss man auf keine Rückerstattung warten.

      Gerade wenn man Waren für eine größere Summe bestellt, kann der Kauf auf Rechnung daher eine gute Absicherung bieten. Vielleicht bestellt man aber auch bei einem neuen Online-Shop und möchte erst dann zahlen, wenn die Ware wirklich angekommen ist. In jedem Fall senkt der Kauf auf Rechnung das Risiko für den Kunden.

      Außerdem kann man dank der Zahlungsfrist von bis zu 30 Tagen im Ausnahmefall kurzfristige Zahlungsengpässe überbrücken.

      Nachteile eines Kaufs auf Rechnung für den Kunden

      Was viele nicht wissen: Sobald man als Kunde „Kauf auf Rechnung“ auswählt, wird in vielen Fällen eine automatische Bonitätsabfrage durchgeführt. 

      Händler sichern sich dabei durch die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsauskunfteien (wie zum Beispiel der Schufa) ab: Sie liefern dieser Daten und bekommen im Gegenzug Informationen zur Kreditwürdigkeit des Kunden.

      Jede Bonitätsabfrage wird dort erfasst und erst nach 12 Monaten gelöscht. Häufige Anfragen können schon als solche als Warnsignal gelten und den Score absenken – unabhängig davon, ob man alle Rechnungen innerhalb der Frist begleicht. 

      Ein weiterer Punkt beim Kauf auf Rechnung ist die Gefahr, dass die Zahlung in Vergessenheit gerät. Legt man die Rechnung (digital) zur Seite und vergisst, sie zu begleichen, wirkt sich das natürlich auch auf die Bonität aus.

      Lohnt sich der Kauf auf Rechnung für Kunden?

      Für Kunden ist der Kauf auf Rechnung fast schon alltäglich und gerade beim Online-Shopping eine bequeme und sichere Zahlungsmöglichkeit. Wer sie ab und an bei Bedarf nutzt und regelmäßig zahlt, wird seiner Bonität vermutlich kaum schaden und hat gleichzeitig ein gutes Tool an der Hand. Benutzt man diese Zahlungsmethode übermäßig oft, sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass sich das auf die Bonität auswirken kann.

      Solltest Du den Kauf auf Rechnung in Deinem Unternehmen anbieten?

      Während Kunden den Kauf auf Rechnung oft als selbstverständlichen Service erwarten, trägst Du als Händler kein unerhebliches Risiko – gerade wenn es sich um einen Neukunden handelt.  

      Hier trägst Du nämlich das sogenannte Ausfallrisiko: Was, wenn die Ware schon beim Kunden liegt, aber der Kunde die Rechnung gar nicht zahlt und die Zahlung platzen lässt? Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter überraschend, dass viele Händler sich die Zahlung auf Rechnung durch die genannte Bonitätsprüfung absichern lassen.

      Selbst wenn der Kunde fristgerecht zahlt, gewährst Du ihm in der Zwischenzeit einen Vorschuss. Denn während die Ware schon bei ihm liegt, musst Du noch abwarten, bis das Geld auf Deinem Geschäftskonto ist. 

      Fazit: Trotzdem lohnt es sich, die Zahlung per Rechnung anzubieten. Denn die Zahlungsmethode ist nach wie vor extrem beliebt und wird von den Kunden häufig erwartet. Du kannst damit einen wichtigen Teil zur Kundenzufriedenheit beitragen und Kaufabbrüche verhindern, was wiederum einen positiven Einfluss auf Deinen Umsatz haben kann.

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      Der Kauf auf Rechnung: Was bei B2B anders ist

      Wenn es um den Kauf auf Rechnung im B2B-Bereich geht, ticken die Uhren ein wenig anders. Wir haben die Unterschiede für Dich auf einen Blick zusammengefasst:

      Unterschied #1 zwischen B2C und B2B beim Kauf auf Rechnung

      Wenn ein Kunde bei Dir Waren bestellt und die Zahlung platzen sollte, kann das besonders ins Geld gehen. So lag der durchschnittliche Rechnungsbetrag bei Geschäftstransaktionen zuletzt bei knapp 2.000 Euro

      Unterschied #2 zwischen B2C und B2B beim Kauf auf Rechnung

      Als Händler im B2B-Bereich hast Du wahrscheinlich nicht nur mit hohen Zahlungssummen, sondern verglichen mit dem B2C-Bereich auch eher mit weniger Kunden zu tun. Umso wichtiger ist es für Dich, ob und wann eine Zahlung ankommt.

      Unterschied #3 zwischen B2C und B2B beim Kauf auf Rechnung

      Sobald Du eine Firma gründest, bedeutet das auch mehr Verantwortung. Heißt in diesem Fall: Wenn Du als Unternehmen selbst Ware bestellst und die Zahlung nicht innerhalb der Frist begleichen kannst, hast Du laut Gesetz kein Recht auf Zahlungsaufschub. Hier kannst Du nur auf die Kulanz des Händlers zählen.

      Fazit: Als B2B-Unternehmen den Kauf auf Rechnung anbieten

      Auch als Unternehmen im B2B-Bereich kann es sich in jedem Fall lohnen, mit der Zahlung auf Rechnung eine weitere Zahlungsmethode anzubieten. Schließlich sollen Deine Geschäftskunden bei Dir den bestmöglichen Service erhalten. Gleichzeitig kann eine Bonitätsprüfung für Dich hier umso wichtiger sein, um Zahlungsausfälle zu verhindern.

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      Über die Autorin

      Dorothea Klein

      Content Marketing Expertin

      Dorothea schreibt bei Penta mit Leidenschaft über Finanzen, Gründung und Selbstständigkeit. Dabei ist sie nicht nur für fundierte Recherchen und den sprachlichen Feinschliff zuständig, sondern trägt als SEO-Texterin auch dazu bei, Penta noch sichtbarer zu machen.

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