Person am Laptop bezahlt mit Vorkasse online

Vorkasse: Bedeutung, Vor- und Nachteile

Was bedeutet Vorkasse eigentlich? Und wie funktioniert Vorkasse? Alle Antworten auf Deine Fragen – und viele weitere Infos zur Zahlungsmethode „Vorkasse“ findest Du hier.

Inhaltsverzeichnis

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      Was ist Vorkasse?

      Wenn Kunden bei ihrer Bestellung die Zahlungsart „Vorkasse“ auswählen, wird die Ware vom Verkäufer erst losgeschickt, wenn die Zahlung eingegangen ist. Die Vorkasse ist eine der klassischen Zahlungsmethoden und gerade bei Verkäufern gern gesehen.

      Wie funktioniert Vorkasse? 

      Als Kunde funktioniert die Zahlungsart Vorkasse dank Online-Banking recht einfach: Du überweist die Zahlungssumme direkt auf das Konto des Zahlungsempfängers, in dem Fall also des Unternehmens, das die Ware verkauft. 

      Am besten tätigst Du die Überweisung direkt nach der Bestellung. So gerät die Zahlung nicht in Vergessenheit und Du kannst sichergehen, dass die Ware so schnell wie möglich bei Dir ankommt. Grundsätzlich kannst Du Dir innerhalb der Zahlungsfrist aber natürlich so viel Zeit lassen, wie Du möchtest. Die Frist beträgt in der Regel 14 Tage, kann vom Verkäufer aber auch abweichend festgelegt werden. Normalerweise wird Deine Ware für diesen Zeitraum reserviert.

      Vorkasse: Die Vor- und Nachteile für Kunden …

      Natürlich hat auch die Vorkasse Vor- und Nachteile: Für Händler wie für Kunden. Wenn Kunden via Vorkasse bezahlen, gehen sie ein potenzielles Risiko ein. Schließlich zahlen sie die Ware, bevor sie diese in den Händen halten.

      Hier sollte man als Kunde darauf achten, möglichst nur bei bekannten Onlineshops mit Vorkasse zu bezahlen oder diese zumindest auf ein vertrauenswürdiges Impressum zu untersuchen. So sollten bei dieser Zahlungsart in der Regel auch hier keine Probleme entstehen.

      Allerdings ist die Zahlungsart „Vorkasse“ im Online-Handel zugegeben nicht die schnellste. Schließlich können einige Werktage vergehen, bis die Zahlung eingegangen und das Paket losgeschickt ist. Wem es wichtig ist, seine Ware so bald wie möglich zu erhalten, sollte also – sofern möglich – auf eine andere Zahlungsmöglichkeit ausweichen.

      Solange der Lieferzeitpunkt der Ware nicht kritisch ist, kann die Vorkasse bei Kunden auf der anderen Seite dafür sorgen, dass Rechnungen eher seltener liegen bleiben: Man hat einen Punkt auf der To-Do-Liste abgehakt und muss sich nicht weiter damit beschäftigen.

      … und wo die Vorkasse Vor- und Nachteile für Händler bietet

      Wenn Deine Kunden mit Vorkasse zahlen, profitierst Du als Verkäufer natürlich von einer hohen Sicherheit. Um Zahlungsausfälle musst Du Dir bei dieser Zahlungsart also quasi keine Gedanken mehr machen.

      Wie auch für den Kunden, ist die Zahlung per Vorkasse für Dich als Unternehmen grundsätzlich kostenlos. Allerdings solltest Du den entstehenden Personal- und Zeitaufwand aber auch nicht vernachlässigen. 

      Wenn Du möchtest, dass Deine Kunden via Vorkasse bezahlen, musst Du schließlich täglich die Zahlungseingänge überprüfen. Zusätzlicher Aufwand kann für Dich zum Beispiel auch dann entstehen, wenn etwa nicht alle nötigen Daten für die Zahlung korrekt eingegeben wurden und diese damit nicht ohne Weiteres eindeutig zugeordnet werden kann. Das kann den Prozess verzögern und ist für beide Seiten ärgerlich.

      Außerdem solltest Du bedenken, dass Du gegebenenfalls Lagerkapazitäten freihalten musst, um die bestellten Produkte für Deine Kunden zu reservieren.

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      Warum die Vorkasse im B2B-Bereich beliebter ist

      Die Gegebenheiten im B2B-Geschäft können sich durchaus von denen im B2C-Sektor unterscheiden: Was in einem Bereich gilt, kann im anderen deutlich weniger relevant sein – und andersherum.

      Tatsächlich ist der B2B-Bereich in Sachen Zahlungsarten noch etwas konservativer unterwegs. Entsprechend sind traditionelle Zahlungsmethoden wie die Vorkasse hier noch beliebter. 

      Gleichzeitig muss man bedenken, dass es im B2B-Bereich oft um höhere Summen geht. Vor diesem Hintergrund ergibt es Sinn, dass Verkäufer hier umso mehr auf Sicherheit pochen und die Vorkasse bevorzugen beziehungsweise mindestens Anzahlungen verlangen.

      Welche Alternativen könnte es zur Zahlung mit Vorkasse geben?

      Eine Alternative zur Zahlungsart „Vorkasse“ kann die Sofortüberweisung darstellen. Indem ein Zahlungsdienstleister zwischen Verkäufer und Kunden geschaltet wird, entfallen einige der Nachteile, während beide Seiten von zusätzlichen Vorteilen profitieren.

      Im Gegensatz zur Vorkasse kann bei der Sofortüberweisung die Ware nämlich sofort losgeschickt werden. Da der Händler direkt eine Zahlungsbestätigung bekommt, muss er nicht erst darauf warten, bis das Geld tatsächlich bei ihm angekommen ist. Die Ware ist schneller beim Kunden und der Verkäufer hat trotzdem Zahlungssicherheit – eine klassische Win-win-Situation also. 

      Wie Du weißt, gibt es aber natürlich nichts umsonst im Leben. Daher kostet die Sofortüberweisung Dich als Verkäufer eine kleine Gebühr.

      Solltest Du die Zahlungsart Vorkasse anbieten?

      Wie bereits genannt, hat die Vorkasse für Dich als Verkäufer den Vorteil, dass Du quasi kein Risiko eingehst. Manche Unternehmen bieten daher gerade Neukunden oder Kunden, bei denen es schon einmal zu Zahlungsverzug und Zahlungsunfähigkeit kam, ausschließlich die Zahlungsart Vorkasse an.

      Beinahe alternativlos ist die Zahlung via Vorkasse natürlich bei maßgefertigten Leistungen. Das kann zum Beispiel ein eigens erstellter Onlineshop oder eine andere individualisierte Leistung sein. Auch bei Produkten, für die der Verkäufer zum Beispiel unter Einsatz kostspieliger Materialien in Vorleistung gehen muss, ist es nur logisch, den Betrag oder zumindest einen Teil davon schon im Vorfeld zu verlangen.

      Bei allen Vor- und Nachteilen der Vorkasse lässt sich aber sagen, dass die Zahlungsart grundsätzlich an Beliebtheit verliert. Das geht aus der Studie zur „Zahlungsabwicklung und Forderungsmanagement im Online-Handel“ von ibi Research aus dem Jahr 2021 hervor.
      Bietet man die Vorkasse seinen Kunden als einzige Zahlungsmethode an, läuft man also Gefahr, dass es im Worst Case zum Zahlungsabbruch kommt. Allerdings gilt ohnehin, dass man als Händler im E-Commerce immer verschiedene Zahlungsmethoden anbieten sollte.

      Fazit zur Zahlungsart „Vorkasse“

      Deinen Kunden die Zahlung via Vorkasse anzubieten, kann für Dich als Verkäufer einige Vorteile haben. Sofern Deine Kunden sie annehmen, kommst Du damit so schnell und sicher an Dein Geld wie bei kaum einer anderen Zahlungsart. Gleichzeitig entstehen Dir durch die Zahlungsart „Vorkasse“ keine (direkten) Kosten. 

      Grundsätzlich ist es aber immer eine gute Idee, Deinen Kunden möglichst verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anzubieten. So bietest Du ihnen den besten Service und minimierst das Risiko für Bestellabbrüche.

      Zahlungen immer unkompliziert abwickeln – mit dem richtigen Geschäftskonto 

      Ganz gleich, ob Du Deine Kunden per Vorkasse, Sofortüberweisung oder via Kauf auf Rechnung zahlen lässt: Ein gutes Geschäftskonto ist eine wichtige Grundlage für eine solide Buchhaltung und ein erfolgreiches Business.
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      Über die Autorin

      Dorothea Klein

      Content Marketing Expertin

      Dorothea schreibt bei Penta mit Leidenschaft über Finanzen, Gründung und Selbstständigkeit. Dabei ist sie nicht nur für fundierte Recherchen und den sprachlichen Feinschliff zuständig, sondern trägt als SEO-Texterin auch dazu bei, Penta noch sichtbarer zu machen.

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