Penta ist klimaneutral: Ein weiterer Schritt zum nachhaltigen Banking

Philip
Philip Dezember 2021 Content Marketing Editor 8 Min

Inhaltsverzeichnis

Im Oktober setzten wir uns als Banking-Dienstleister ein Ziel, das nicht nur für Penta als Unternehmen, sondern auch uns als Pentonians persönlich am Herzen lag: Bis spätestens 2022 wollten wir Klimaneutralität erreichen, um einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt und Gesellschaft zu haben.

Durch die Zusammenarbeit mit der CO2-Management-Plattform Planetly und die Unterstützung von nachhaltigen Projekten, freuen wir uns nun, die folgenden Neuigkeiten mit euch teilen zu können: Penta agiert jetzt als klimaneutrales Unternehmen – und durch umfassende Kompensationsmaßnahmen sogar bereits rückwirkend seit 2020.

Wie unser Weg zur Klimaneutralität genau aussah, welche Rolle Planetly, der Climate Officer und das Penta Green Team dabei spielten und welche Nachhaltigkeitsziele wir uns für die kommenden Monate und Jahre gesetzt haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Pentas CO2e-Fußabdruck 2020: 862,97 Tonnen
  • Emissionsbereich mit größtem Einfluss: Scope 3 (93,0 %)
  • Emissionsfeld mit größtem Einfluss: Beschaffung (78,9 %)

Gemeinsam für die gute Sache: Penta & Planetly

Wie bereits in unserem ersten Update zur Klimaneutralität erwähnt, wurden wir in diesem Projekt tatkräftig von Planetly unterstützt. Planetly bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Emissionen zu verstehen, zu kalkulieren und zu reduzieren, um es in eine nachhaltige Zukunft zu führen.

In einem Prozess über neun Wochen taten wir in enger Zusammenarbeit mit Planetly genau das. Letztendlich gelangten wir an den Punkt, an dem wir unsere Emissionen kannten und diese durch konkrete Handlungsmaßnahmen reduzieren konnten. In den nachfolgenden Abschnitten geben wir euch nähere Einblicke in diesen Projektablauf.

Schritte zur Klimaneutralität

Mit Planetly konnten wir den gesamten Prozess – von der Ermittlung unseres CO2e-Fußabdrucks bis hin zum tatsächlichen Ausgleich unserer Emissionen – unkompliziert, zuverlässig und automatisiert meistern. Um unser Ziel zu erreichen, folgten wir drei Schritten:

  1. Berechnung unseres CO2e-Fußabdrucks
  2. Identifikation von konkreten Reduktionsmaßnahmen
  3. Kompensation durch Förderung nachhaltiger Projekte

Schritt 1: Berechnung des CO2e-Fußabdrucks & Bestimmung der Ursachen

Mithilfe transparenter Einsichten in unser Geschäftsmodell sowie der Verwendung statistischer Daten ermittelte Planetly unseren CO2e-Fußabdruck für 2020. Dieser lag letztlich bei 862,97 Tonnen.

„CO2e“ steht dabei für CO2-Äquivalente (engl.: CO2 equivalents), das heißt, dass nicht nur die Menge an ausgestoßenem Kohlenstoffdioxid (CO2) bestimmt wurde, sondern auch andere Treibhausgase, die maßgeblich zur Klimaerwärmung beitragen – wie Methane und Distickstoffmonoxid (N2O).

Somit entsprachen unsere Treibhausgasemissionen von 2020 in etwa dem durchschnittlichen Ausstoß von 176 Personen pro Jahr.

Greenhouse Gas Protocol

Als Basis zur CO2e-Berechnung dient Planetly das Greenhouse Gas Protocol. Das GHG-Protocol bietet Standards, Leitlinien, Instrumente und Schulungen für Unternehmen und öffentliche Institutionen zur Messung und Verwaltung von klimawirksamen Emissionen.

Zuordnung zu den einzelnen Scopes

Um die Ursachen dieser Emissionen identifizieren zu können, ordnete Planetly unseren CO2e-Ausstoß drei Emissionsbereichen zu – den sogenannten Scopes (weiterführende Informationen zu den Scopes und was sie bedeuten, findet ihr in unserem Artikel über nachhaltige Unternehmen).

In der folgenden Übersicht zeigen wir, welche Anteile an unseren Gesamtemissionen welchem Scope zugeordnet werden konnten und welche genauen Tätigkeiten diese CO2e-Ausstöße verursacht haben.

ScopeUrsachenAnteil Fußabdruck 2020
1unkontrollierte Emissionen0,1 %
2Stromversorgung6,9 %
3Beschaffung von Produkten und Services, Pendelverkehr, Anlagegüter, Geschäftsreisen93,0 %

Einteilung in spezifische Emissionsfelder

Damit wir bei Penta in einem nachfolgenden Schritt Maßnahmen zur weiteren Reduktion ableiten und konkretisieren können, wurde unser CO2e-Fußabdruck zudem anteilig auf vier Emissionsfelder aufgeteilt.

  • Beschaffung & Produkt: 78,9 %
  • Mitarbeitende: 12,6 %
  • Gebäude & Büro: 8,0 %
  • Kundschaft: 0,5 %

Erkennbar wurde, dass unsere Beschaffungsprozesse für die Bereitstellung unserer Services mit knapp 75 % in 2020 den Löwenanteil an Pentas Fußabdruck ausmachen. Die Nutzung unseres Produkts durch unsere Kundinnen und Kunden verursacht hingegen die geringsten Emissionen (0,5 % in 2020).

Schritt 2: Identifikation und Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen

Bereits vor der Berechnung und Kompensation unseres CO2e-Fußabdrucks durch Planetly riefen wir bei Penta eine eigene Initiative für Nachhaltigkeit ins Leben.

Das Penta Green Team, geführt von unserem Climate Officer, besteht aus insgesamt neun Mitgliedern verschiedener Abteilungen und trifft sich zweiwöchentlich, um über Reduktionsmaßnahmen im Unternehmen zu sprechen. Von Office Management und Finance über Marketing und Produkt bis hin zu Technology – in allen Geschäftsbereichen wurden hier bereits Potenziale identifiziert und umgesetzt, die uns Schritt für Schritt unserem Netto-Null-Ziel näher bringen.

Im Folgenden findet ihr eine Auflistung der Maßnahmen, die wir bei Penta bereits intern umsetzen konnten:

  • Recyelte Penta Karten aus 100 % wiederverwendetem PET-G-Plastik und Verpackung aus wiederverwertbarem Graspapier
  • Nachhaltiger Webhosting- und Cloud-Provider
  • Ökostrom im Berliner Office
  • Hybrides Arbeitsmodell für weniger Pendelverkehr
  • Quartalsreport zur Messung unserer CO2e-Einsparungen durch Remote Work
  • Kostenlose Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs
  • Green Channel für interne Awareness

Schritt 3: Unsere Förderprojekte zur Kompensation

Da besonders interne Veränderungen nicht von heute auf morgen erfolgen können, wählten wir ein individuelles Portfolio an Klimaschutzprojekten, durch das wir unsere Emissionen rückwirkend für 2020 kompensieren konnten.

Das von uns gewählte High-Impact-Portfolio trägt positiv zu allen 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN (SDGs) bei. Somit beeinflussen unsere Kompensationen nicht nur ökologische Projekte positiv, sondern fördern auch soziale und ökonomische Entwicklungsziele.

Das High-Impact-Portfolio setzt sich aus drei Förderprojekten zusammen:

Die von Planetly zur Wahl gestellten Projekte sind ausschließlich nach den höchsten anerkannten Standards verifiziert (Gold Standard und Verified Carbon Standard). Alle Projekte müssen zudem ihre Zusätzlichkeit nachweisen können, um die jeweilige Zertifizierung zu erhalten.

Grundsatz der Zusätzlichkeit

Ein Kompensationsprojekt erfüllt das Kriterium der Zusätzlichkeit, wenn die durch das Projekt erzielten Emissionsreduktionen ohne die Finanzierung durch den Verkauf von Ausgleichsgutschriften nicht stattgefunden hätten.

Durch die Unterstützung dieser Projekte konnten wir unseren CO2e-Ausstoß in 2020 bereits zu 100 % ausgleichen und tun dies auch für die kommenden Jahre, bis wir mit eigenen Reduktionsmaßnahmen in der Lage sind, unser Netto-Null-Ziel zu erreichen.

Projekt 1: Clean Water Project in Sierra Leone

Dieses Projekt für sauberes Wasser in Sierra Leone arbeitet eng mit einer lokalen Hilfsorganisation zusammen, um Bohrbrunnen zu sanieren und instand zu halten und um sicherzustellen, dass die Gemeindemitglieder die richtigen Hygienemaßnahmen einhalten. So wird sichergestellt, dass die Bohrlöcher frei von Verunreinigungen sind und den Haushalten des Projekts langfristig sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.

Zwischen Mai 2019 und Juni 2020 wurden im Rahmen dieses Projekts 132 Bohrlöcher saniert und die Wasserqualität aller Bohrlöcher wird vierteljährlich getestet, was dem Standard der Weltgesundheits­organisation für Trinkwasser entspricht. Darüber hinaus werden zwei Gemeindemitglieder für jedes Bohrloch geschult, um ihr jeweiliges Bohrloch effektiv zu warten.

Das Projekt erfüllt die Kriterien für die folgenden vier nachhaltigen Entwicklungsziele:

  • SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • SDG 5: Gleichstellung der Geschlechter
  • SDG 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen
  • SDG 13: Klimaschutz

Projekt 2: Borneo Rainforest REDD+ Project in Indonesien

Dieses Projekt bewahrt 64.500 Hektar kohlenstoffreiche Torfsumpfwälder mit hoher Artenvielfalt im Tiefland von Borneo vor der Umwandlung in Palmölplantagen. Durch die Projektaktivitäten wird die Freisetzung von 3,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr in die Atmosphäre vermieden. Insgesamt leben im Projektgebiet mehr als 120 bedrohte und gefährdete Arten, darunter auch der Borneo-Orang-Utan. Das Projekt unterstützt zudem mehr als 10.000 vom Wald abhängige Gemeindemitglieder, die in und entlang der Projektgrenzen leben.

Das Borneo Rainforest REDD+ trägt positiv zu allen 17 Entwicklungszielen der UN bei.

Projekt 3: Afforestation Project in Costa Rica

Das Projekt verfolgt die Wiederaufforstung wertvoller, tropischer Wälder in Costa Rica auf zukunftsweisende Art. Ehemalige Viehweiden werden mit 15 einheimischen und zwei exotischen Baumarten in Mischbeständen aufgeforstet. Im Gegensatz zur gängigen Praxis, die auf Monokulturen setzt, verfolgt das Projekt damit einen nachhaltigen forstwirtschaftlichen Ansatz. Es fördert sowohl die Bodenqualität als auch die Artenvielfalt und bietet einen geschützten Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Insgesamt bewirtschaftet das Projekt in Costa Rica 2.000 Hektar, darunter 25 % reine Schutzfläche, und expandiert weiter. Zwischen 2007 und 2020 hat das Projekt bereits 1.280 Hektar tropischen Dauermischwald aufgeforstet.

Dieses Wiederaufforstungsprojekt fördert die folgenden vier SDGs:

  • SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
  • SDG 13: Klimaschutz
  • SDG 15: Leben auf dem Land

Pentas Pläne für eine nachhaltigere Zukunft

Obwohl wir unsere Emissionen bestimmen konnten, Überlegungen zu Reduktionsmaßnahmen gemacht und unseren CO2e-Ausstoß für 2020 rückwirkend kompensiert haben, ist das nur der erste Schritt.

Um langfristig als klimaneutrales Unternehmen agieren zu können, das Netto-Null-Ziel zu erreichen und unser tägliches Handeln mit dem Planeten in Einklang zu bringen, bedarf es weiterer Maßnahmen, an denen wir bei Penta kontinuierlich arbeiten müssen.

Jährliche Klimaziele

Penta hat es sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen Emissionen um mindestens 10 % zu senken und somit eine Reduzierung von 50 % bis 2025 zu erreichen (im Verhältnis zur Mitarbeitenden- und Umsatzentwicklung). Wir werden uns zudem ein ambitioniertes Ziel zum Erreichen von Netto-Null-Emissionen setzen.

Cycle 2 Work

Aktuell arbeiten wie an einem “Cycle 2 Work”-Programm, bei dem wir unseren Mitarbeitenden den Zugang zu Bike-Leasing-Optionen erleichtern und ihnen sogar Ermäßigungen beim Kauf eines privaten Fahrrads ermöglichen möchten.

Unser Belgrad Office

Zudem betrachten wir unser Office in Belgrad kritisch und bewerten derzeit die Möglichkeiten, um auch diesen Standort klimafreundlicher zu machen. Wohingegen unser Berliner Büro bereits mit 100 % erneuerbarer Energie betrieben wird, gestaltet sich dieser Schritt in Serbien aktuell noch etwas schwieriger.

Netto-Null: Das Ziel vor Augen

Bis wir durch diese geplanten Maßnahmen unser Netto-Null-Ziel endlich erreichen, werden wir unsere CO2e-Emissionen in den kommenden Jahren weiterhin über nachhaltige Projekte kompensieren.

Denn eins ist klar: Unser wirtschaftliches Handeln heute darf nicht die Chancen zukünftiger Generationen schmälern. Besonders Unternehmen müssen daher ihre Art zu Denken und zu Handeln grundlegend überdenken.

Über unsere zukünftigen Entwicklungen halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit kannst Du weitere Informationen auf unserer Nachhaltigkeitsseite finden.

Nachhaltiges Banking bei Penta
Nachhaltiges Banking bei Penta

Seit 2020…

ist Penta klimaneutral und arbeitet stets daran, seine Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten.

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